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Ausstellung der Design-Manufaktur "Cucula" in Berlin

Unter dem Titel "Cucula – Refugees Company for Crafts and Design" zeigt das Museum der Dinge des Werkbundarchivs eine Ausstellung mit ungewöhnlichem Hintergrund.

In der Kreuzberger Design-Manufaktur Cucula produzieren fünf junge Männer, Geflüchtete aus westafrikanischen Ländern, hochwertige Designobjekte. Gemeinsam unterhalten sie einen lebendigen Produktionsraum, in dem Wissen über Holzverarbeitung, Design und Gestaltung von gesellschaftlichen Prozessen in einen kreativen Austausch treten.

Ausstellung der Design-Manufaktur "Cucula" in Berlin
© Werkbundarchiv; Verena Brüning

Das Werkbundarchiv - Museum der Dinge stellt die Produktionen der jungen Möbelbauer vor, die bei ihren Arbeiten Bezug auf das Möbel-Selbstbau-Programm "Autoprogettazione" des italienischen Designers Enzo Mari und auf seine Vision einer Demokratisierung des Designs nehmen.

Die gezeigten Möbelkonstruktionen folgen konsequent der Maxime des ethischen Designs, in dessen Rahmen Enzo Mari Modelle für eine andere Gesellschaft entworfen hat. Das korrespondiert mit den Erfahrungen der Flüchtlinge: Mit dem Blick für das Notwendige integrieren sie Relikte ihrer unfreiwilligen Reise nach Europa und bereichern die Funktionalität durch Geschichten. So werden etwa alte Schiffsbohlen aus Lampedusa in die Möbel eingebaut - als Botschafter ihrer Fluchtgeschichten.

Zu sehen ist "Cucula – Refugees Company for Crafts and Design" noch bis kommenden Montag, 6. April.

Zum Museum:
www.museumderdinge.de


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