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Ausstellung "Playboy Architektur" im Deutschen Architekturmuseum

Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt zeigt die Ausstellung "Playboy Architektur, 1953-1979". Thema: die Rolle des Playboy-Magazins zur Zeit der Blüte der Avantgarde-Architektur der 50er bis 70er Jahre.

Wer durch frühe Playboy-Hefte blättert, stößt zwischen Centerfolds und Aktfotos auf Architekturikonen von Buckminster Fuller, John Lautner oder Moshe Safdie. Dazwischen lassen sich Fotostrecken entdecken, auf denen sorgfältig arrangierte Designerstühle den sich darauf räkelnden Playmates die Schau stehlen. Neben verführerischen Bildern boten Interviews und Porträts namhafter Architekten wie Mies van der Rohe einen theoretischen Zugang zur Avantgarde-Architektur. Und: Die auf neuartige Weise inszenierten Designobjekte und Architekturen dienten damals durchaus als Inspirationsquelle für die Gestaltung der eigenen vier Wände.

Ausstellung "Playboy Architektur" im Deutschen Architekturmuseum
© Deutsches Architekturmuseum - DAM

Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und der Bürgerrechtsbewegung schuf Playboy das Bild des designaffinen Junggesellen, der zum Vorbild einer ganzen Generation wurde und schließlich auch in Film und Fernsehen - man denke etwa an James Bond - Einzug hielt. Die Ausstellung zeichnet anhand originaler Playboy-Magazine, Modelle und Möbel die Rolle des Magazins bei der Verbreitung des International Style der 50er bis 70er Jahre nach. Gleichzeitig dokumentiert sie, wie das berühmte Erotik-Magazin ein Massenpublikum in die Welt der futuristisch-urbanen Designvisionen einführte.

Das DAM zeigt eine reduzierte Version dieser Wanderausstellung, die erstmalig in Maastricht gezeigt wurde und in Kooperation mit der Princeton University entstand. Zu sehen ist sie bis 20. April.

Zur Ausstellung:
www.dam-online.de

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