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Ausstellung "Brasilía - Von der Utopie zur Hauptstadt" in Berlin

"Brasilía - Von der Utopie zur Hauptstadt" heißt eine umfassende Ausstellung zur Geschichte der Hauptstadt Brasiliens. Sie ist nach einer weltweiten Tournee ab Donnerstag in der Brasilianischen Botschaft in Berlin zu sehen.

Mit 180 Exponaten stellt "Brasilía" die Planung, den architektonischen Diskurs und spätere Entwicklung der Stadt anschaulich dar: Fotografien, Skizzen, Manuskripte, Gemälde und Archivmaterial zeigen, wie innerhalb von nur vier Jahren eine Hauptstadt buchstäblich vom Reißbrett weg gebaut wurde. Haupt-Exponat ist ein Stadtmodell im Maßstab 1:3500, das mit neuesten technischen Möglichkeiten Strukturen und Volumen Brasilías erfahrbar machen soll.

Ausstellung "Brasilía - Von der Utopie zur Hauptstadt" in Berlin
© Institut Moreira Sales, Brasilien

Zum Hintergrund: Staatspräsident Juscelino Kubitschek wollte Mitte der 1950er Jahre ein politisches Statement setzen. Nichts an der hochmodernen Metropole, wie sie ihm vorschwebte, durfte an Brasiliens koloniale Vergangenheit erinnern, während den brasilianischen Zentren im Osten des Landes ein neuer Schwerpunkt in der Mitte des Landes entgegengesetzt werden sollte: Als Zeichen für den Aufbruch einer neuen, unabhängigen und starken Nation.

Städteplaner Lúcio Costa und Architekt Oscar Niemeyer, bereits damals einer der renommiertesten Architekten Brasiliens, setzten den Traum einer modernen Metropole für eine halbe Million Menschen von 1956 bis 1960 mit Hilfe von 50.000 Arbeitern um. Niemeyer gab der Stadt unter Verwendung von Stahlbeton und einer bewusst radikal minimalistischen Formensprache ein revolutionäres Antlitz, das heute zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Die Ausstellung "Brasilía - Von der Utopie zur Hauptstadt" ist bis einschließlich 16. Februar in der Brasilianischen Botschaft, Wallstraße 57, in Berlin zu sehen.

Zur Brasilianischen Botschaft:
www.berlim.gov.br

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