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Spülmaschine reinigen: So wird der Geschirrspüler wieder richtig sauber

Frau reinigt den Rand der Spülmaschinentür mit einem Schwamm
Die Spülmaschine reinigen ist nicht nur hygienisch, sondern verlängert auch die Lebenserwartung des Geräts.
© Adobe Stock / Amix Studio
Damit die Spülmaschine zu Hause ein gutes Spülergebnis abliefern kann, benötigt sie hin und wieder etwas Pflege. Bei uns lesen Sie, wie Sie Ihre Spülmaschine effektiv und gründlich reinigen.

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Warum ist es überhaupt notwendig, die Spülmaschine zu reinigen?

Alte Essensreste, Kalk, permanente Feuchtigkeit: Spülmaschinen bieten den idealen Nährboden für Keime wie Pilze oder Bakterien. Diese mindern die Reinigungskraft und greifen die Maschine an. Aus diesem Grund sollten Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Spülmaschine reinigen. Bei uns lesen Sie, worauf es zu achten gilt.

Spülmaschine reinigen: Schritt 1

Bevor Sie mit der Reinigung der Spülmaschine beginnen, entfernen Sie als erstes Besteck- und den unteren Geschirrkorb. Nur so kommen Sie ohne Probleme an sämtliche Stellen im Innern der Spülmaschine.

Schritt 2: Die Sprüharme der Spülmaschine reinigen

Die Maschine ist leer? Gut. Dann bauen Sie als nächstes die Sprüharme des Geschirrspülers aus. Sehr häufig lassen sich diese durch einfaches Drehen oder eine Klickverbindung entfernen. Sind die Düsen verstopft, versuchen Sie Fremdkörper wie etwa Reiskörner oder andere Essensreste mit einem dünnen, spitzen Messer oder einem Zahnstocher zu entfernen. Geht das nur schwer, können Sie zusätzlich versuchen, die Reste mit fließendem Wasser auszuspülen. Gelegentlich lassen sich die Sprüharme auch öffnen – das erleichtert die Reinigung natürlich enorm.

Männerhand greift nach dem Filter mitsamt Sieb in der Spülmaschine
Filter und Sieb lassen sich ganz einfach herausdrehen und mit einer Bürste reinigen.
© Adobe Stock / Alexander Borisenko

Schritt 3: Filter und Sieb reinigen

Der Filter mitsamt Sieb befindet sich normalerweise mittig am Boden der Spülmaschine. Drehen Sie ihn heraus und entfernen Sie das Sieb. Nun reinigen Sie beide Teile mit einer Spülbürste und etwas Spülmittel.

Schritt 4: Dichtungen, Fugen und die Tür sauber machen

An Gummidichtungen, Fugen und den Rändern der Tür sammeln sich mit Vorliebe Ablagerungen und bilden dort – in Kombination mit anhaltender Feuchtigkeit – eine Brutstelle für Schimmel und Bakterien. Reinigen Sie sämtliche Stellen wahlweise mit ein wenig Essig / Essigreiniger und einem weichen Tuch. Der erleichtert nicht nur das Putzen, sondern erschwert auch die erneute Bildung von Schimmelpilzen.

Schritt 5: Intensivprogramm im leeren Zustand nutzen

Sie haben alle Teile und Stellen im Innern der Spülmaschine gereinigt? Dann haben wir noch einen letzten Tipp für Sie. Dirk Bock­mühl, Professor für Mikrobiologie an der Hoch­schule Rhein-Waal, empfiehlt im Interview mit Stiftung Warentest: "Nutzen Sie ab und zu das Intensiv­programm (zwischen 65 und 75 Grad, Anm. der Red.) mit einem Tab oder pulverförmigem Reiniger. Bei langer Stand­zeit kann ein Maschinen­reiniger unterstützen."

Mit dem "Red Dot Award 2018" ausgezeichnete Geschirrspülmaschine von Bauknecht
Nicht alle Hausmittel lassen sich bedenkenlos zum Reinigen des Geschirrspülers verwenden.
© Bauknecht

Mit welchen Hausmitteln lässt sich die Spülmaschine gut reinigen?

Viele Verbraucher:innen sind umweltbewusster als noch vor ein paar Jahren, dementsprechend erfreuen sich viele alte Hausmittel wie Backpulver, Essig, Soda oder Zitronensäure großer Beliebtheit. Und das häufig auch zu Recht. Komplett unbedenklich ist der Einsatz gewisser Hausmittel allerdings nicht.

Möchten Sie zum Beispiel die Spülmaschine mit Zitronensäure entkalken, bedenken Sie folgendes: Bei Hitze reagiert Zitronensäure mit Kalk (Calciumcarbonat) und es entsteht schwer lösliches Calciumcitrat – und das kann noch viel mehr Schaden in der Spülmaschine anrichten als der Kalk selber. Auch beim Einsatz von Essig beziehungsweise Essigessenz sollten Sie etwas vorsichtig sein. Richtig ist: Essig beseitigt zuverlässig Kalkablagerungen. Gleichzeitig kann es aber sein, dass die Säure auf Dauer Schläuche und Dichtungen angreift und so indirekt Schaden bei der Spülmaschine anrichtet. Sollten Sie sich dennoch für eines der beiden Hausmittel entscheiden, bedenken Sie: die Dosis macht’s. Übertreiben Sie es nicht mit dem Einsatz und verwenden Sie die Mittel nur gelegentlich – beziehungsweise Zitronensäure nur bei einer Wassertemperatur bis maximal 40 Grad.

Vollkommen unbedenklich ist dagegen zum Beispiel Natron. Es hilft, schlechte Gerüche in der Spülmaschine zu binden. Verteilen Sie hierfür einfach zwei Esslöffel Natron auf dem Boden des Geschirrspülers und lassen Sie die Maschine ganz normal laufen. Neben dem Beseitigen schlechter Gerüche hilft das Natron darüber hinaus, die Spülmaschine und das Wasser zu entkalken.

Gefüllter Besteckkorb auf einer Küchenarbeitsplatte
Durch minderwertige Töpfe, Pfannen oder Siebe kann Flugrost im Geschirrspüler entstehen. Die mögliche Folge: unschöne braune Flecken auf dem Besteck.
© Adobe Stock / Pixel Shot

Was Sie gegen Flugrost in der Spülmaschine tun können

Kennen Sie das? Der Geschirrspüler ist fertig und als Sie das Besteck ausräumen, entdecken Sie kleine braune Flecken auf Messer oder Gabel? Flugrost! Flugrost entsteht, wenn unlegiertes Eisen – also Eisen, das in geringen Mengen auch fremde Bestandteile enthält – mit Sauerstoff und Wasser in Berührung kommt. Dabei werden kleine Eisenpartikel gelöst und durch das Wasser in der Maschine herumgespült. Am Ende kommt der Rost häufig gar nicht vom Besteck, sondern eher von minderwertigen Töpfen, Pfannen, Sieben oder einem beschädigten Besteckkorb. Mögliche Lösungen:

  1. Sie machen den oder die Übeltäterin aus und waschen besagte Gegenstände mit der Hand.
  2. Sie legen ein zerknülltes Stück Aluminiumfolie in den Besteckkorb, das den Rost bindet. Bedenken Sie allerdings, dass so Aluminium übers Wasser in die Umwelt gelangt und selbige auch belastet.

Flugrost lässt sich auf verschiedene Arten entfernen – etwa mit Schlämmkreide oder einem weißen Putzstein. Aber auch Cola und Zitronensäure sind sehr effektiv gegen die unliebsamen Flecken.

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