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Kühl schlafen im Sommer: Die besten Experten-Tipps

Schlafzimmer mit einfallendem Sonnenlicht in Abendstimmung
© Ravensberger Matratzen
Hitzewelle, Rekordtemperaturen, tropische Sommernächte? Das klingt nach Einschlafproblemen und nassgeschwitzten Laken. Dabei ist erholsamer Schlaf gerade jetzt so wichtig! Wie man das Schlafzimmer abkühlen kann und trotz Hitze gut in den Schlaf findet, verraten wir hier – mit Profi-Tipps und nachhaltigen Produktideen.

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Wenn die Temperaturen im Sommer auch nachts nicht runter gehen und die Hitze uns den Schlaf raubt, können Stromfresser wie Klimaanlage und Ventilatoren, eine kalte Dusche oder die Verdunstungskälte nasser Laken nur kurzfristig Abhilfe schaffen. Hier lesen Sie, wie Sie nachhaltig und wohngesund Ihr Schlafzimmer kühlen und trotz hoher Außentemperaturen entspannt schlummern, damit Sie die schönste Zeit des Jahres ausgeschlafen genießen können.

Schlafsystem der Jahreszeit anpassen

Tropisch nennen Meteorolog:innen Nächte, in denen die Außentemperatur auch nachts nicht unter 20 Grad sinkt. Da die optimale Schlaftemperatur allerdings zwischen 16 und 20 Grad liegt, ist in solch heißen Nächten unruhiger Schlaf vorprogrammiert. Da bringt es auch nichts, kurz vorm schlafen Gehen die Fenster kräftig aufzureißen, sich kalt abzuduschen oder die Decke von sich zu strampeln. Wer die Temperatur und das Raumklima im Schlafzimmer langfristig verbessern möchte, sollte das gesamte Schlafsystem der Jahreszeit anpassen. Gut gewählt können Bettdecke, Bettwäsche, Matratze und sogar der Lattenrost zur optimalen Klimaregulierung beitragen.

Kühlende Bettwäsche

Hohe Außentemperaturen verhindern, dass die Körpertemperatur nachts wie gewohnt um ein halbes bis ein Grad absinkt. Das macht das Einschlafen schwer und die Nacht unruhig. Bettwäsche kann einen kühlenden Effekt haben, indem sie Feuchtigkeit gut aufnimmt, schnell ableitet und für angenehme Luftzirkulation sorgt. Dabei spielt das Material eine große Rolle. Ideal sind (Bio-)Baumwolle, Leinen und Musselin, denn sie sind atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend – und somit prädestiniert für warme Sommernächte.

Schlafzimmer mit hellblauer Bettwäsche und Nachttisch daneben
Bettwäsche "Nejd" von Alva aus zertifizierter Bio-Baumwolle ist atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend – perfekt für heiße Sommernächte.
© Alva

Leichte Bettdecken

Bei großer Hitze im Schlafzimmer neigen viele Menschen dazu, komplett aufs Zudecken zu verzichten. Der Impuls ist verständlich, jedoch nicht ratsam: Durch die Kombination aus Schwitzen und Zugluft verkühlt man sich schnell, auch bei hoher Raumtemperatur. Deshalb bilden Bettdecken auch im Sommer die Grundlage für gesunden Schlaf. "Die Decke sollte auf die Raumtemperatur und den individuellen Wärmebedarf abgestimmt sein. Hier sollten Materialien mit möglichst hoher Feuchteableitung gewählt werden", rät Frank Janaschek, Experte für Birkenstock Schlafsysteme. Spezielle Sommerbettdecken zeichnen sich durch leichtere Materialien und weniger Füllung aus und bestehen typischerweise aus Baumwolle, Polyester oder Daunen. Als nachhaltige Alternativen stehen Bio-Baumwolle, Tencel, Hanf und Kapok für die Sommer-Inletts zur Auswahl.

Dünne Sommerbettdecken über Hausmauer
Die Sommer-Duvets von Urbanara sind nachhaltig und sorgen für ein angenehm leichtes Gefühl beim Schlafen.
© Urbanara

Coole Partner: Sommerdecken

Sommer-/Ganzjahresdecke "Natural Hanf" mit reiner Hanffüllung mit Baumwollbezug, www.dormiente.com

Sommerdecke "Moon" mit 3-D-Hohlfaser, www.musterring.com

Ganzjahresdecken "Duo Maribor" und  "Duo Malna" aus Bio-Baumwolle, www.urbanara.de

Kopfkissen "Cool Moments" aus Tencel, temperaturregulierend, www.otto.de


Feuchtigkeitsregulierende Matratze

Dass die Wahl der richtigen Matratze einen starken Einfluss auf erholsamen Schlaf hat, ist bekannt. Matratzen können aber auch in heißen Nächten zum besseren Einschlafen beitragen, indem sie Feuchtigkeit und Wärme abtransportieren und dadurch Wärmestau regulieren. "Wer zum Schwitzen neigt, ist mit einer Taschenfederkernmatratze gut beraten. Durch den speziellen Aufbau des Matratzenkerns besitzen diese Matratzen eine besonders wirksame Luftdurchlässigkeit und Querbelüftung und wirken so wärme- und feuchtigkeitsregulierend", sagt Janaschek.

Etwas weicher liegt man auf einer Naturlatexmatratze. Die im Material vorhandenen kleinen Luftbläschen sorgen für eine natürliche Feuchtigkeitsregulierung. Naturlatex verfügt außerdem über antibakterielle Eigenschaften und bietet somit keinen Nährboden für Hausstaubmilben oder Pilzbefall – sehr hilfreich beim Schwitzen (und bei Allergien!).

Produkte für mehr Liegekomfort

Naturlatexmatratze "Helsinki" mit natürlicher Feuchtigkeitsregulierung, www.birkenstock.com

Federkernmatratze "Klassik" für optimale Luftzirkulation, www.ravensberger-matratzen.de

Naturlatexmatratze "Elite" mit Komfortschicht, www.auping.de

Taschenfederkernmatratze "Top Point 4000" mit Tencel-Bezug, www.huelsta.com

Taschenfederkernmatratze "Klima Pro" mit kühlender "Aqua Cool Technologie", www.ada.at

Für Boxspringbetten: Topper mit Kühlungseffekt

Wer in einem Boxspringbett schläft, kann auch beim Topper auf kühlende Effekte achten. Spezielle Produkte (Beispiel siehe Foto oben) geben bei höheren Temperaturen weniger Wärme ab und nehmen möglichst viel Feuchtigkeit auf. Dadurch wird der Körper beim Herabsenken der Körpertemperatur unterstützt und kann so früher in die Tiefschlafphase übergehen. Der Topper ergänzt damit nicht nur die Matratze um eine bequeme Auflage, sondern trägt auch zum erholsamen Schlaf bei. Tipp: auf einen waschbaren Topper-Bezug achten.

Boxspringbett mit Topper
Der "7-Zonen-Cooling-Visco-Topper" von Ravensberger Matratzen sorgt für einen angenehm kühlenden Effekt.
© Ravensberger Matratzen

Lattenroste, die von unten belüften

Ja, richtig gehört: Auch Lattenroste können für eine gute Nachtruhe im Sommer sorgen! Ist der Lattenrost auf die Matratze abgestimmt, kann diese Kombination beim Feuchtigkeitsabtransport unterstützen. Denn je nach Beschaffenheit sorgen Lattenroste für eine effektive Oberflächenbelüftung der Matratze von unten und regulieren so das Schlafklima. Wichtig ist hierbei der geringe Kontakt zur Matratze, wie es zum Beispiel beim Tellerlattenrost gegeben ist (siehe Foto unten).

Das Lattenrost "Birko Balance" verringert durch Tellerelemente den Kontakt zur Matratze.
Das Lattenrost "Birko Balance" verringert durch Tellerelemente den Kontakt zur Matratze.
© Birkenstock

Lattenroste für bessere Belüftung

Lattenrost "Birko Balance" mit punktelastischen Tellerelementen, www.birkenstock.com

Lattenrost "BedBooster" mit recycelbarem Fiberglaskern, www.goodside.de

Federelement "Liforma" aus Massivholz und Naturlatex, www.huesler-nest.de


Nachtwäsche aus leichten Stoffen

Nachtwäsche und Pyjamas, die uns auch in den heißesten Nächten angenehm umhüllen und tief schlafen lassen, sollten Feuchtigkeit gut aufnehmen, atmungsaktiv sein und nicht direkt an der Haut anliegen. Synthetische Stoffe sind deshalb gerade für die warme Jahreszeit nicht zu empfehlen, da sie sich leicht statisch aufladen und dadurch am Körper kleben. Perfekte Sommerbegleiter sind Baumwolle und Leinen. Schadstofffreie Öko-Textilien wie Bio-Baumwolle oder Tencel sind zum Beispiel durch das GOTS oder das Oeko-Tex-Siegel gekennzeichnet und sorgen für ein noch angenehmeres Gefühl auf der Haut.

Funktionale Accessoires für guten Schlaf

Da wir im Sommer durchschnittlich weniger schlafen als im Winter, ist es umso wichtiger, dass der Schlaf erholsam ist. "Funktionale Accessoires wie ein stützendes Nackenkissen können helfen, die Qualität des Schlafes zu verbessern und sind deshalb eine lohnende Investition", sagt Janaschek. Denn wer im Sommer mit offenem Fenster und Zugluft schläft, ist anfällig für Verspannungen. "Ein Nackenkissen sorgt dafür, dass in der individuellen Schlafposition auch die Hals- und Schultermuskeln entlastet werden." Wichtig: auch hier darauf achten, dass das Kissen feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften hat. 

Ein Nackenkissen wie das "3-Lagen-Schlafkissen" lässt sich individuell anpassen und verhindert Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich.
Ein Nackenkissen wie das "3-Lagen-Schlafkissen" lässt sich individuell anpassen und verhindert Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich.
© Birkenstock

Unbedingt erforderlich im Sommer: Betthygiene

Schweißnasse Laken und Nachtwäsche, die am Körper klebt – im Sommer keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, Bettwäsche, Bezüge und Pyjamas regelmäßig zu wechseln und zu waschen. "Jeder Mensch verliert pro Nacht im Schnitt bis zu einem halben Liter Schweiß und Millionen kleinster Hautpartikel – im Sommer natürlich mehr als im Winter", so Schlaf-Experte Janaschek. Sein Extra-Tipp zum Thema Betthygiene: ein waschbarer, klimaregulierender Matratzenbezug. "So ein Bezug aus Klimagewebe unterstützt die Durchlüftung der Matratze und den Abtransport der Feuchtigkeit und ist vor allem im Sommer wichtig für die Betthygiene." Nicht vergessen: Da Schweiß durch die Bettwäsche hindurch in das Bettzeug gelangen kann, sollten auch Bettdecke und Kopfkissen jetzt gewaschen werden.

Schlafzimmer kühlen: 7 weitere Tipps

Verschattung: Am Tag die Sonneneinstrahlung gering halten und für ausreichend Schatten im Schlafzimmer durch Rollläden, Jalousien oder blickdichte Vorhänge sorgen.

Durchzug: Morgens, wenn die Luft noch kühl ist, und abends vor dem Schlafengehen zehn Minuten für kräftig durchlüften.

Flüssigkeitszufuhr: Viel Trinken und dadurch den Flüssigkeitsverlust schon vor dem Schlafengehen ausgleichen.

Abkühlung: Eine erfrischende Dusche (am besten lauwarm, nicht kalt!) kurz vor dem Schlafengehen kann helfen, die Körpertemperatur herabzusetzen.

Helferlein: Eine Wärmflasche mit eiskaltem Wasser füllen und mit ins Bett nehmen – sie gibt Kälte ab und schafft zumindest kurzfristig Erleichterung.

Wärmequellen: Elektrogeräte wie Fernseher oder Ladegeräte fürs Handy ausschalten – auch im Stand-by-Modus.

Feuchte Laken: Wäsche oder feuchte Bettlaken vor dem Fenster bringen Verdunstungskälte. Aber Achtung: Dieser Trick erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum und ist nur in Kombination mit guter Durchlüftung zu empfehlen.


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