Unsere Partner

Ordnung halten: Mit diesen Tipps gelingt es

Aufbewahrungsbox von Moebe aus Holz
Die "Storage Box" von Moebe lässt Dinge schnell veschwinden – und sieht dabei noch richtig gut aus
© Moebe
Ordnung schaffen ist die eine Sache – sie zu halten die andere. Um das große Aufräumen nicht ständig vor sich herzuschieben, hilft eine Grundordnung, die sich mit wenigen Tricks etablieren lässt. Sie befreit die Wohnung von unnötigem Ballast und lässt uns wichtige Dinge schneller finden.

Artikelinhalt

Ordnung ist ein ständiger Prozess und dabei sehr individuell. Einerseits bringt sie die Wohnung zur Geltung, wodurch sie größer und klarer wirkt. Andererseits haben penibel aufgeräumte Räume den Charme eines unbewohnten Hotelzimmers, weil man vergeblich nach einem Lebenszeichen der Bewohnenden sucht. Deshalb bitte nicht alles wegsperren! Dinge, die Sie lieben und die für Sie Bedeutung haben, dürfen und sollen sichtbar bleiben. Was nötig und nützlich, jedoch nicht so ansehnlich ist, kommt in Boxen oder hinter geschlossene Türen. Jedoch nicht wahllos, sondern alles mit System.

Erster Schritt: Ordnung schaffen

Bevor wir Ordnung halten können, müssen wir erst mal welche schaffen. Nehmen Sie sich die Zeit, um auszusortieren, aufzuräumen und zu putzen. Andernfalls kehrt die Unordnung schnell wieder zurück. Hier helfen die drei Kategorien:

  • behalten
  • wegwerfen
  • verschenken/verkaufen
  • für die Unentschlossenen: die Vielleicht-Kiste.

Nun haben Sie den Überblick über alles, was Ihnen am Herzen liegt und schön arrangiert werden kann. Regale, Schränke und Schubladen machen einen übersichtlichen Eindruck. Genießen Sie die neue Ordnung und warten Sie eine Saison ab. Vermissen Sie etwas aus der Vielleicht-Kiste? Dann darf es wieder einziehen. Ansonsten – weg damit!

Aufbewahrungsbox im Regal aus Holz
Gut sortiert und aufgeräumt wirken offene Regale wohnlich und ordentlich zugleich
© Moebe

Räumen Sie noch oder "konden" Sie schon?
Wer mag, orientiert sich beim Ausmisten an Marie Kondo, deren Aufräummethode "KonMari" vorsieht, sein Hab und Gut in einer bestimmten Reihenfolge zu entrümpeln:

  • Kleidung
  • Bücher
  • Unterlagen und Papiere
  • Kleinkram
  • Erinnerungstücke

Ordnungsexpertin Marie Kondo empfiehlt, mit der Kategorie anzufangen, bei der das Wegwerfen weniger schwerfällt und sich vorzuarbeiten zu Dingen mit emotionalem Wert. Dabei lässt sie nur ein einziges Auswahlkriterium gelten und das ist "Sparking Joy": Versprüht ein Teil beim Anfassen Glücksgefühle, darf es bleiben – ansonsten kommt es weg.

Alles hat seinen festen Platz

Wo selbst nach intensivem Ausmisten immer wieder Unordnung und Chaos entstehen, mangelt es meist an einem System. Um dieses zu etablieren, sollten alle Dinge einen festen und vor allem sinnvollen Platz zugewiesen bekommen. Sonst wandern sie von Ort zu Ort und liegen schnell wieder herum.

Alltagstauglich
Portemonnaie und Schlüssel machen in der Kommode im Wohnzimmer wenig Sinn, wenn sie immer wieder im Flur gebraucht werden. Eine hübsche Schale nahe der Eingangstür ist für den schnellen Griff die bessere Wahl. Herumliegende Kleidung auf dem allseits beliebten Stuhl im Schlafzimmer wird an einer Kleiderstange aufgehängt, bleibt so frisch und zerknittert nicht. Zum Teil machen auch Übergangsorte Sinn. Beispielsweise Sommer- und Winterkleidung in Kisten auf dem Dachboden, die je nach Saison ausgetauscht und nebenbei gleich aussortiert werden.

Konsequent
Wenn Sie einen festen Platz gefunden haben, räumen Sie die Dinge nach Gebrauch konsequent dorthin zurück und schieben Sie sie nicht von einem auf den anderen Stapel. Das ist gerade am Anfang schwierig und erfordert Disziplin, macht es auf lange Sicht aber möglich, dauerhaft Ordnung zu halten. Ob die Bastelschere, der Standmixer oder der Einkaufsbeutel – nach Benutzung legen Sie alle Gegenstände wieder dort ab, wo sie hingehören.

Guter Halt
Stabile Aufbewahrungsmöglichkeiten verleihen ihrer Ordnung zusätzlichen Halt. Wenn der zusammengeklappte Wäscheständer umfällt, sobald man den Staubsauger aus dem Flurschrank holt, gerät die Ordnung (und die Stimmung) leicht aus den Fugen. Halterungen und Abtrennungen im Schrank sorgen für Abhilfe.

Hauswirtschaftsraum: System "Bondi Xylo" von Leicht
Ein gut organisierter Hauswirtschaftsraum braucht vor allem eins: ausreichend Stauraum
© Leicht

Tipp: Oft nutzen wir Gegenstände als Erinnerung. Die Medikamente für den Morgen stehen auf der Arbeitsfläche, die Tasche mit Altglas im Flur, der Wäschekorb neben der Couch. Das wirkt unordentlich und hindert uns daran, im Alltag Ordnung zu halten. Räumen Sie die Dinge weg. Als Erinnerung verwenden Sie stattdessen Zettel oder Fotos, die Sie gut sichtbar platzieren. Schreiben Sie beispielsweise auf einen Notizzettel "Medikamente" und legen Sie ihn in die Müslischale im Schrank.

Aufbewahrungsboxen als Grundprinzip 

Eine feste Schublade oder das passende Regalfach für bestimmte Dinge zu finden, ist ein guter Anfang. Doch bedarf es meist ein wenig kleinteiligerer Organisation, um wirklich Ordnung halten zu können. Körbe und Schachteln sind die perfekten Hilfsmittel. Ob beim Ordnung halten in Schubladen und Schränken oder im Alltag. Innerhalb eines Schranks werden kleine Einheiten mit einem Thema festgelegt wie beispielsweise Büromaterial, Haushaltsutensilien oder Geburtstagsdeko. Körbe und Schachteln geben auch Vorratsschränken mehr Struktur für Backutensilien, Nudeln, Gewürze etc. Vor allem transparente oder beschriftete Boxen sind hier sinnvolle Alltagshelfer, die für den nötigen Durchblick sorgen.

Aufbewahrungsboxen im Küchenschrank
Beschriftete Aufbewahrungsboxen von House of Little Labels bringen Struktur in den Vorratsschrank
© House of Little Labels

Für den Alltag: eine Chaoskiste für jedes Familienmitglied, in die Dinge gelegt werden, die im Laufe des Tages irgendwo liegen bleiben. Am Ende des Tages räumt jeder seine Kiste wieder auf. Genauso hilft ein "Treppenkorb". Wenn Sie über zwei Etagen wohnen, erinnert der Korb mit Dingen, die eigentlich nach oben gehören, diese beim Gang ins obere Stockwerk mitzunehmen. Auch ein täglicher Aufräumrundgang gestaltet sich mit einem Korb noch effizienter. Alles, was nicht in das Zimmer gehört, in dem Sie gerade für Ordnung sorgen, kommt in den Korb und wird später an Ort und Stelle gebracht.

gestapelte Aufbewahrungsboxen mit Beschriftung
Alles griffbereit: Kleine Ordnungshelfer im Flur von House of Little Labels
© House of Little Labels

Denken Sie minimalistisch

Konsequenter Minimalismus ist zwar hübsch anzusehen, jedoch nicht für jeden alltagstauglich. Und ja – es ist okay, Dinge zu besitzen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als man eigentlich brauchen würde. Eine gesunde Portion Minimalismus tut den meisten von uns dennoch gut. Schubladen und Schränke verleiten uns gerade dazu, Dinge aufzubewahren. Ganz nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Könnten Sie ohne nachzusehen sagen, was sich in welcher Schublade befindet? Und welche der Dinge haben Sie in den letzten zwölf Monaten wirklich gebraucht? Besitzen wir weniger und entscheiden uns bewusst für oder gegen Dinge, bevor wir sie verstauen, ersparen wir uns eine Menge Zeit und regelmäßiges Ausmisten.

Für jede neue Sache muss etwas Altes gehen
Überlegen Sie sich vor jedem Kauf, ob Sie die neue Anschaffung wirklich benötigen und an welcher Stelle sie ihren Platz finden soll. Denn alles, was neu hinzukommt, hat das Potenzial, die bestehende Ordnung zu stören. Darf etwas Neues einziehen, entsorgen Sie dafür eine andere Sache aus ihrem Zuhause. Mit diesem Grundsatz vermeiden Sie das Anhäufen von Dingen von Anfang an.

Mehr Stauraum für weniger Dinge

Wenn wir effizient Ordnung halten möchten, sollten wir den Stauraum optimieren. Überfüllte Schränke und Kommoden lassen uns rasch den Überblick verlieren und hindern uns vor allem daran, Benötigtes mit einem Griff zu finden. Müssen wir erst mehrere Handgriffe machen, um etwas aus der hintersten Schrankecke zu holen, verstauen wir es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wieder an diesem Ort. Die Lösung ist Stauraum, denn er wirkt Wunder: Einbauschränke von Wand zu Wand, Sideboards, Kommoden, Regale mit Boxen und Kästen.

Ganz wichtig: Mehr Stauraum bedeutet nicht, mehr Dinge anzuhäufen, sondern Bestehendes sinnvoll zu ordnen und zu kategorisieren. Verstauen sie in den Tiefen der Schränke nur selten Genutztes und nutzen sie Boxen, die sich leicht herausnehmen lassen. Bei all dem zusätzlichen Stauraum bleibt vielleicht sogar eine leere Schublade für ausrangierte Kleidungsstücke. Wenn sie voll ist, verschenken, verkaufen oder entsorgen wir die Teile. Was bis dahin nicht vermisst wurde, kann ohnehin weichen.

Großer und weitläufiger begehbarer Kleiderschrank von Raumplus
Stauraumwunder: dieser begehbare Kleiderschrank von Raumplus mit Innensystemen "Uno" und "Legno" hat großes Potenzial, Ordnung zu halten
© Raumplus

In kleinen Schritten zum Ziel

Kennen Sie die Drei-Minuten-Regel? Sie besagt: Jeder Vorgang, der nicht mehr als drei Minuten braucht, wird sofort erledigt. Das erfordert etwas Disziplin. Betten machen, Kleidung wegräumen, Tisch abdecken, Spülmaschine entladen – es ist erstaunlich, wie lang drei Minuten sein können, wenn man sich spaßeshalber mal den Timer stellt und sich nicht ablenken lässt. Anstatt also am Ende der Woche vor einem großen Berg an Unordnung und Hausarbeit zu stehen, denken Sie lieber in kleinen Abschnitten. Schon zehn Minuten pro Tag, in denen Sie sich Zeit für Ordnung nehmen, können helfen. Auch ein Putzplan ist oft hilfreich – am besten mit genauer Zeitangabe. Jeden Tag ein Zimmer oder ein ganzer Putztag – ganz wie sie mögen. Es hilft ungemein, ein System zu haben, das irgendwann wie von allein abläuft. Wenn sie die Aufgaben abhaken können, bleiben Sie zudem motiviert und haben ein Ziel vor Augen.

Und bei all dem nicht vergessen: Ordnungssysteme sollen Ihnen das Leben erleichtern und den Freiraum schaffen, sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren zu können.


Mehr zum Thema