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Wohnung kühlen: Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor Hitze

Der Sommer naht und mit ihm die hohen Temperaturen. Was man draußen genießen kann, wird in Innenräumen oft zur Qual – und nicht zuletzt zum gesundheitlichen Risiko. Denn je mehr sich ein Raum aufheizt, desto schlechter wird auch seine Luftqualität. 10 Tipps, die das Raumklima bei Hitze verbessern.
Holzjalousie "Cape Town" von Kadeco

Holzjalousie "Cape Town" von Kadeco

In diesem Artikel
Klimaanlagen
Frische Luft
Verschattung vor dem Fenster
Ventilator
Emissionsarme Bauprodukte
Gute Dämmung
Wärmepumpe

Wenn im Hochsommer die Temperaturen in Innenräumen über die 26-Grad-Marke klettern, lässt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit rapide nach, bei 33°C sogar um durchschnittlich 50 Prozent. Und je heißer es wird, desto höher ist auch die Raumluftbelastung. Da ist der Wunsch nach schneller Abkühlung nur verständlich. Aber wie kann man sich wohngesund vor Hitze schützen? Wir haben zehn Tipps zusammengetragen, die helfen, die Wohnung zu kühlen und die Schadstoffbelastung gering zu halten. Manche von ihnen sind schnell umsetzbar, andere müssen von langer Hand geplant werden.

Klimaanlagen

Der Gedanke an eine Klimaanlage ist der erste Impuls den man hat, wenn es um das schnelle Abkühlen der Wohnung geht. Jedoch bringen Klimaanlagen, egal ob festinstalliert oder als mobiles Gerät, selten den gewünschten Effekt: Die meisten Klimageräte schaffen es nur in kleinen Räumen oder mit sehr langer Laufzeit, die Wohnung auf die gewünschte Temperatur zu kühlen. Der hohe Stromverbrauch ist teuer und schlecht für die Umwelt. Und auch die Gesundheit kann unter dem Einsatz von Klimaanlagen leiden – das reicht von zu kühl eingestellten Geräten, die die Schleimhäute austrocknen, über schlecht gewartete Anlagen, in denen sich Bakterien und Keime vermehren können bis hin zum dauerhaften Lärmpegel, den die Kompressoren beim Abkühlen der Luft verursachen. Wer also nachhaltig und wohngesund die Wohnung kühlen möchte, braucht Alternativen. 

Frische Luft

Manuelles Lüften ist der Schlüssel für gesundes Wohnen – gerade im Sommer. Denn je heißer es draußen wird, desto höher ist auch die Raumluftbelastung. Aber Achtung: Durch die geöffneten Fenster strömt tagsüber vor allem heiße Außenluft herein, die bei Hitze verstärkt durch Ozon, Stickoxide, Feinstaub und andere Schadstoffe belastet sein kann. Deshalb gilt die Faustregel: früh morgens und spät abends die Wohnung mit frischer, kühler Luft fluten, ansonsten die Fenster und Türen geschlossen halten. Befinden sich viele Menschen im Raum, sollte man allerdings auch tagsüber regelmäßig kurz stoßlüften, um CO2 und Schadstoffe aus dem Innenraum abzuführen. 

Zwei offene Doppelfenster, draußen ist Herbstlaub zu sehen
Frische Luft ist wichtig für ein gesundes Wohnumfeld – gerade dann, wenn wir viel Zeit zu Hause verbringen. Worauf es beim Lüften grundlegend zu achten gilt und inwiefern sich die einzelnen Räume unterscheiden, erfahren Sie hier.

Verschattung vor dem Fenster

Verschiedene Arten von Sonnenschutz vor dem Fenster können die Wohnung angenehm kühl halten: In Form von innenliegenden Vorhängen, Rollos oder Plissees, als Jalousie für drinnen und draußen oder als flexibler Fensterladen mit einstellbaren Lamellen. Der Vorteil: Wird die Sonne rechtzeitig daran gehindert, mit voller Kraft in die Wohnung zu strahlen, kommt es gar nicht erst zu einer Aufheizung der Räume – und ein mühevolles Abkühlen wird unnötig.

Für Bauherren und Hausbesitzer kann eine Sonnenschutzverglasung eine gute Möglichkeit sein, das Haus von vornherein vor Hitze zu schützen. Dieses spezielle Flachglas sieht aus wie herkömmliche Fenster, reflektiert aber das einfallende Sonnenlicht und verhindert dadurch, dass sich der Raum zu stark aufheizt. Mieter können alternativ auf Fensterfolien zurückgreifen: Sie bieten massiven Hitzeschutz und können auch im Nachhinein noch angebracht werden.

Ventilator

Ventilatoren sorgen für Abkühlung und können kurzzeitig erfrischend wirken. Aber um einen Raum oder gar die ganze Wohnung zu kühlen eignen sie sich nicht. Denn der Ventilator setzt nur die warme Luft in Bewegung, der eigentliche Kühleffekt der Geräte funktioniert dann über die Verdunstung des menschlichen Schweißes auf der Haut. So fühlen wir durch den Luftstrom eine Abkühlung, ohne dass es wirklich kälter geworden ist. Dennoch: die kühlende Brise schafft schnelle Erleichterung, wenn die Hitze in der Wohnung unerträglich wird.

Tipp: Noch besser als klassische Ventilatoren sind Geräte mit Reinigungsfunktion, die zusätzlich die Raumluft filtern: Sie erkennen und entfernen Allergene, Schadstoffe und Bakterien in der Luft und erzeugen gleichzeitig einen kühlenden Luftstrom.

Purifier Cool Formaldehyd von Dyson

Luftreiniger und Ventilator in einem: Der "Purifier Cool Formaldehyd" von Dyson

Emissionsarme Bauprodukte

Laut Umweltbundesamt gibt es einen starken Zusammenhang zwischen sommerlicher Hitze und der Luftqualität in Innenräumen. Der Grund: Neben der Raumlufttemperatur steigt in Hitzeperioden auch die relative Luftfeuchtigkeit. Beide Faktoren gemeinsam verstärken die Freisetzung von Schadstoffen aus Baustoffen und Einrichtungsgegenständen, die Konzentration der flüchtigen organischen Stoffe (kurz VOC) in der Wohnung wird höher – und die Belastung der Raumluft kann gesundheitsgefährdende Werte erreichen. 

Ein guter Schutz vor solchen Belastungen sind emissionsarme Produkte, das gilt für Möbel ebenso wie für Wandfarbe, Bodenbeläge oder andere Baustoffe. Bei der Orientierung helfen Siegel wie der Blaue Engel. 

Holzjalousie "Cape Town" von Kadeco

Tipp

Die Datenbank des Sentinel Haus Instituts bietet einen guten Überblick über zertifizierte Baustoffe und Produktewww.sentinel-haus.de

Gute Dämmung

Eine gute Dämmung sollte die Wärme im Haus halten. Im Idealfall hält sie aber auch die Hitze in den Sommermonaten draußen, denn als guter Wärmepuffer speichert die Dämmung die Hitze und verzögert die Weitergabe – und das in beide Richtungen. So heizen sich gedämmte Häuser im Sommer langsamer auf und kühlen im Winter nicht so schnell aus.

Da sich bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit schneller Schadstoffe aus den Baumaterialien lösen, ist auch bei Dämmstoffen Vorsicht geboten. Wohngesund und nachhaltig sind Naturdämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfaser, Zellulose, Kork oder Seegras. Dieses organische Dämmmaterial kommt in der Regel ohne chemische Zusätze aus und emittiert keine Schadstoffe, ist diffusionsoffen und begünstigt ein angenehmes Raumklima. Außerdem weisen Naturdämmstoffe eine lange Phasenverschiebung auf, d.h. die Zeit, bis die Hitze von außen in den Innenraum gelangt, beträgt mehrere Stunden. Sie liegt bei Holzfaser zum Beispiel bei acht bis zwölf Stunden – die Wärme würde somit erst in den Abendstunden den Wohnraum erreichen. 

Dachdämmung mit Glaswolle von Isover

Die Glaswoll-Dämmstoffe von Isover sind mit dem Blauen Engel und dem Eurofins-Label ausgezeichnet.

Soll konventionelles Dämmmaterial wie Glaswolle oder Mineralwolle zum Einsatz kommen, ist eine vorangegangene Schadstoffprüfung oder eine Kennzeichnung mit entsprechenden Siegeln zu empfehlen. Diese garantieren die Einhaltung strenger Grenzwerte bei Schadstoffen und Emissionen im Wohnbereich.

Wärmepumpe

Es gibt noch eine effektive Möglichkeit, die Wohnung im Sommer zu kühlen, die allerdings von langer Hand geplant sein muss, und zwar mithilfe einer Wärmepumpe. Sie kann nicht nur Trinkwasser erwärmen oder Räume beheizen, sondern auch Raumtemperaturen reduzieren und damit die Klimaanlage auf ökologische Art ersetzen – sofern sie dazu technisch geeignet und in ihrer Funktionsweise reversibel ist. Dabei unterschiedet man zwei Arten der Kühlung: die passive und die aktive. Bei der passiven Kühlung gibt die Wärmepumpe die Wärme aus dem Haus an das Erdreich ab. Dies geschieht mithilfe von Erdwärmesonden in etwa 100 Metern Tiefe. Bei der aktiven Kühlung wird die eigentliche Heiz-Funktion der Wärmepumpe einfach umgedreht: Die Raumwärme wird auf das Kältemittel übertragen und verdampft. Die Wärmeübertragung erfolgt aktiv mithilfe eines Kompressors. 

Diese Anlagen sind effizient und energiesparend, weil sie größtenteils kostenlose Umweltenergie nutzen. Die Investitionskosten inklusive Bohrung, Sondenanlage und Wärmepumpe belaufen sich allerdings schnell auf mehrere zehntausend Euro.

Drei schnelle Tipps

  • Neben vielen baulichen Voraussetzungen, die geschaffen werden müssen, um ein Haus im Sommer vor Hitze zu schützen, gibt es auch ein paar schnell und einfach umzusetzende Tricks. Wer zum Beispiel darauf achtet, Elektrogeräte wie Drucker, Computer oder Fernseher nach der Verwendung auszuschalten, kann der Aufheizung eines Raumes entgegenwirken. Denn Strom erzeugt Wärme – dies gilt auch für den Standby-Modus. 
  • Auch der Tipp, feuchte Baumwolllaken vor das Fenster zu hängen, kann im Sommer schnelle Abhilfe schaffen, denn die Verdunstung der Flüssigkeit bewirkt eine kurzzeitige Abkühlung des Raumes. Allerdings erhöht sich dadurch die Luftfeuchtigkeit, was wiederum die Schimmelbildung begünstigt und deshalb nur eingeschränkt zu empfehlen ist.
  • Außerdem sollte man im Hochsommer auf Teppiche verzichten. Warum? Bodenbeläge wie Stein oder Fliesen sind von Natur aus Wärmespeicher. Sie nehmen die Wärme der Umgebung auf, vorausgesetzt, sie werden nicht durch einen Teppich daran gehindert. Den Teppich für die Länge einer Hitzeperiode in den Keller zu verfrachten, kann also ebenfalls ein schneller und effektiver Trick sein, die Wohnung im Sommer zu kühlen.