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Schnörkellos und detailfokussiert: 5 Fragen an Victor Foxtrot

Porträt Florian Vogel
© Lilli Lafeld
Florian Vogel alias Victor Foxtrot setzt mit seinen Produkten ein Zeichen: Geradlinig, schnörkellos, fokussiert und funktionsbetont sollen sie sein und damit die Branche nachhaltig verändern.

Florian Vogel arbeitete zunächst in einer Möbelschlosserei, bevor er Produktgestaltung studierte und 2002 ein Praktikum bei Ingo Maurer in München absolvierte. Das Praktikum gefiel und der Hamburger blieb für ganze acht Jahre. 2011 verließ er das Team, um sich selbstständig zu machen. Es entstand das Label "Victor Foxtrot" aus den umgekehrten Initialen des Hamburgers. Sein Leitsatz: Wenn ein Detail zum Wesentlichen wird, dann entsteht etwas Besonderes.

5 Fragen an Florian Vogel:

Was macht gutes Design aus?
Gutes Produktdesign ist für mich, wenn das Objekt nicht nur gut aussieht, sondern auch eine Funktion erfüllt, einen gewissen Mehrwert im Alltag der Nutzer schafft. Die Details in der Verarbeitung, die Verbindungen, die Langlebigkeit und die Zeitlosigkeit sind entscheidende Faktoren. Gutes Produktdesign kann intuitiv genutzt werden. Außerdem sollte im Design- und Produktionsprozess ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen eine Rolle spielen. Ein gutes Beispiel sind Leuchten. Sie sind nicht nur eine dekorative Hülle, sondern bestimmen die Qualität und Farbe des Lichtes und damit die Atmosphäre eines Raumes. Bei der Tischleuchte "All round" zum Beispiel ist der Schirm innen Gold und erzeugt ein warmes Licht. Zusätzlich arbeiten wir mit einem Reflektor, der das Licht nach unten lenkt.

Auf welches Produkt sind Sie aktuell besonders stolz und warum?
Auf den "Same Same"-Arbeits- und Esstisch, den ich zwar schon vor längerer Zeit entworfen habe, der mich aber immer wieder fasziniert. Das filigrane Gestell aus Rundstahl wird bei uns in der Werkstatt per Hand gebogen. Es besteht aus zwei identischen Teilen, die sich spiegeln. Die Tischplatte, egal ob aus Marmor, Nero Marinace, Eiche oder Linoleum auf MDF ist nur zwei Zentimeter dick. Der Tisch ist extrem stabil, sieht aber sehr leicht aus. Gemeinsam mit den Kunden finden wir die perfekten Maße für den Tisch, sodass er den gesamten Raum zu Geltung bringt.

Same Same Tisch von Victor Foxtrot
Tischentwurf "Same Same" von Victor Foxtrot.
© Victor Foxtrot

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung und warum?
Bei uns ist das Erdgeschoss offen: Küche, Wohnzimmer, Esszimmer, alles ein Raum. Ich koche leidenschaftlich gern und hoffe, dass bald wieder große Abendessen mit Freunden am heimischen "Same Same" stattfinden können. Im Moment sitzen dort meine Kinder beim Home Schooling während ich das Mittagessen zubereite.

Welche Living-Trends werden uns die kommenden Jahre beschäftigen?
Ich denke, es sind zwei Trends. Zum einen glaube ich, dass das Bewusstsein für individuelles Wohnen größer wird. Wir möchten uns immer weniger von der "Stange" einrichten und suchen individuelle Kombinationen, die wir mit unseren eigenen Geschichten füllen können. Zum anderen glaube ich daran, dass wir Lebensräume schaffen und nicht mehr in den klassischen Kategorien Esszimmer, Wohnzimmer und Küche denken. Sondern, dass wir Räume haben werden für Familie, Freunde und Arbeit, um Ruhe zu finden oder kreativ sein zu können.

Ihr bester Lifehack in Sachen Einrichten?
Gutes Licht kann jeden noch so unvorteilhaften Raum retten.

Tipp: Tolle Esstische gibt es auch im SCHÖNER WOHNEN-Shop.

Weitere Themen:
So arbeiten Design-Experten im Homeoffice
Können wir uns glücklich wohnen?
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