CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Teppichkäfer – so bekämpfen Sie die Larven

Der Teppichkäfer, auch Braunwurz-Blütenkäfer genannt, gehört zur Familie der Speckkäfer, seine Larven ernähren sich mit Vorliebe von Wollteppichen und anderen Textilien. Wie Sie die Schädlinge bekämpfen, lesen Sie hier.
Teppich aus Schafwolle auf einem moderne Parkettboden
Teppiche aus Schafwolle sind potenzielle Futterstellen für die Larven des Teppichkäfers.
In diesem Artikel
Teppichkäfer: Was macht ihn aus?
Teppichkäfer erkennen
Teppichkäfer bekämpfen
Vorbeugende Maßnahmen gegen einen erneuten Befall vom Teppichkäfer

Teppichkäfer: Was macht ihn aus?

Ovaler Körper, 3 bis 4 Millimeter lang sowie schwarze Flügeldecken mit roten und weißen Flecken: so sieht er aus, der Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae). In der Natur nistet er sich in erster Linie in Vogelnester ein, aber auch in Haus und Wohnung ist er ein regelmäßiger Gast. Der Grund: Teppichkäfer – genauer gesagt: die Larven (etwa 5 Millimeter groß, stark behaart, schwarz-braun gefärbter Körper) – ernähren sich vorwiegend von keratinhaltigen Materialien wie etwa Haaren, Hautschuppen, Federn, Seide und Schafswolle. Das wiederum hat zur Folge, dass weibliche Teppichkäfer bei uns zu Hause eindringen (Mai, Juni) und ihre Eier unter anderem auf Wollteppichen, Pullovern aus Schafswolle, Pelzen und ähnlichen Materialien ablegen. Gleiches gilt für Ritzen und Spalten, in denen sich Haare und Hautschuppen sammeln. Nach gut zwei Wochen schlüpfen die Larven und fangen an zu fressen. Gegen Herbst verpuppen sie sich und es dauert noch mal etwa sechs Monate bis zur vollständigen Entwicklung des Käfers. Die Lebensdauer des Teppichkäfers, der sich selber ausschließlich von Nektar und Blütenpollen ernährt, beträgt maximal etwa einen Monat.

Teppichkäfer an der Blüte des Gänsefingerkrautes

Der ausgewachsene Teppichkäfer ernährt sich ausschließlich von Nektar und Blütenpollen.

Teppichkäfer erkennen

Prägnantestes Merkmal für einen Befall sind Löcher in Teppichen und Textilien. Da die Larven des Teppichkäfers Dunkelheit bevorzugen, sind sie auch häufig in Bettkästen, Kleiderschränken und Dielenritzen zu finden. Sollten Sie den Verdacht haben, dass sich der Teppichkäfer in den eigenen vier Wänden ausgebreitet hat, warten Sie nicht lange und handeln schnell. Klebefallen für Teppichkäfer helfen dabei herauszufinden, wie stark der Befall tatsächlich ist. Platzieren Sie hierfür mehrere Fallen an unterschiedlichen Stellen. Da die Klebefallen ausschließlich männliche Tiere anlocken, lässt sich mit Ihnen nur die Stärke des Befalls ermitteln – restlos bekämpfen lässt sich der Teppichkäfer damit nicht.

Teppichkäfer bekämpfen

Der Teppichkäfer lässt sich mit einer Reihe unterschiedlicher Maßnahmen bekämpfen. Als erstes gilt es mal, potenzielle Stellen genau auf Eier oder Larven zu untersuchen und alle befallenen Stellen gründlich zu saugen. Ist das erledigt, entsorgen Sie umgehend den Staubsaugerbeutel, damit er nicht als potenzielle Brutstelle zu Hause dienen kann. Orte wie Kleiderschränke, Bettkästen und ähnliches, an denen Sie Eier oder Larven gefunden haben, sollten Sie darüber hinaus mit Essigreiniger oder Essigessenz auswischen. Weitere wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung des Teppichkäfers sind:

  • Befallene Materialien und Kleidung (falls möglich) ein, bis zwei Stunden bei 60 Grad waschen
  • Alternativ können Sie Textilien und andere Materialien in Plastikbeuteln verpackt für zwei bis drei Tage bei ungefähr -18 Grad einfrieren
  • "Möbel und Teppiche, in denen tierische Fasern verarbeitet sind (zum Beispiel Schurwolle), können mittels Dampfreinigung gesäubert werden. Dampfreiniger können in Spezialgeschäften und Baumärkten ausgeliehen werden", so das Umweltbundesamt

Darüber hinaus kann der Einsatz von Diatomeenerde, auch Kieselgur genannt, Sinn machen. Bei Diatomeenerde handelt es sich um ein natürliches Biozid, bestehend aus den Schalen abgestorbener Kieselalgen, die den Körper des Käfers verletzen und so dafür sorgen, dass er austrocknet und stirbt. Wichtig: Für den erfolgreichen Einsatz von Diatomeenerde ist es wichtig, dass der Teppichkäfer in direkten Kontakt mit dem Mittel gerät. Diatomeenerde ist für den Menschen ungefährlich, solange Sie sie nicht einatmen und die Haut nicht in Kontakt damit gerät. Am besten tragen Sie beim Einsatz Mundschutz und Handschuhe. Sollten Sie Diatomeenerde im größeren Umfang einsetzen wollen, empfehlen wir Ihnen, einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu kontaktieren. Gleiches gilt selbstredend für den Fall, sollten die hier genannten Maßnahmen nicht ausreichen, um den Teppichkäfer zu vertreiben.

Vorbeugende Maßnahmen gegen einen erneuten Befall vom Teppichkäfer

Damit Sie nicht von einem Teppichkäferbefall überrascht werden, lohnt es sich, auf ein paar grundlegende Dinge zu achten. Dazu gehört unter anderem:

  • Saugen und klopfen Sie Wollteppiche regelmäßig aus. Außerdem sollten Sie im Idealfall für Ihren Wollteppich ein sonniges, nicht zu dunkles Fleckchen (etwa unter einem Schrank liegend) aussuchen
  • Selten verwendete Textilien regelmäßig waschen. Wer Textilien einlagern möchte, tut das am besten in Kunststoffkisten. "Teppichkäfer können sich leicht durch Karton oder Papier beißen", so das Umweltbundesamt
  • Fliegengitter an Fenstern und Balkontüren sorgen dafür, dass weibliche Teppichkäfer nicht in Wohnung oder Haus gelangen können, um ihre Eier abzulegen
  • Menschen mit Haustieren wie Hunde und Katzen sollten verstärkt zu Hause saugen und Textilien waschen, da eben auch Tierhaare den Larven als Futter dienen
  • Teppichkäfer mögen den Geruch von Zedernholz und Lavendelöl nicht – nutzen Sie das aus.