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Lebensmittelmotten bekämpfen

Lebensmittelmotten machen sich mit Vorliebe über Mehl, Getreide oder Tierfutter her und zerstören so Vorräte in Küche und auch Vorratsschrank. Wie Sie die lästigen Schädlinge bekämpfen beziehungsweise einem Mottenbefall vorbeugen, lesen Sie hier.
Grünliche Landhausküche mit Kochinsel in der Mitte
Lebensmittelmotten finden sich häufig in Schränken, Ritzen, Nischen und Vorratsschränken in der Küche
In diesem Artikel
Lebensmittelmotten: Was macht sie aus?
Wie Sie Lebensmittelmotten erkennen – typische Anzeichen
Lebensmittelmotten bekämpfen – die effektivsten Maßnahmen
Lebensmittelmotten vorbeugen – das hilft

Lebensmittelmotten: Was macht sie aus?

Als Lebensmittelmotten bezeichnet man umgangssprachlich eine Reihe verschiedener Mottenarten. Als da wären hierzulande in erster Linie:

  • die Mehlmotte
  • die Dörrobstmotte
  • die Samenmotte
  • und die Kornmotte

Sie alle gehören zu den Vorratsschädlingen (wie übrigens auch der Mehlzünsler, der aber ein Schmetterling ist) und befallen Lebensmittel wie Mehl, Reis, Müsli Tee, Gewürze, Nüsse, Schokolade, Tierfutter etc pp. Das ist in der Regel auch der Weg, über den sie in unsere Haushalte gelangen. Denn merke: Lebensmittelmotten sind keineswegs ein Hinweis auf mangelnde Hygiene in Küche oder Vorratsschrank. Stattdessen holen wir sie häufig durch bereits mit Eiern oder Mottenlarven befallene Lebensmittel zu uns nach Hause.

Sind sie erstmal in der Küche und haben sich ausgebreitet, wird man sie nur schwer wieder los. Der Grund: Je nach Art legen die Motten bis zu mehrere hundert Eier – und das mehrmals im Jahr. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern kann auch gesundheitliche Folgen für den Menschen haben. "Der Verzehr befallener Produkte kann zu Allergien, Hauterkrankungen oder Magen-Darm-Erkrankungen führen. Befallene Vorräte sind daher für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet und müssen entsorgt werden", so das Umweltbundesamt. Verantwortlich hierfür sind unter anderem Kotverunreinigungen sowie über die Motten eingeschleppte Pilze und Milben.

Tipp für Ordnung im Schrank
Motten sind extrem lästig – egal ob Lebensmittelmotten oder Kleidermotte. Was Sie gegen Mottenbefall in der Wohnung tun können, lesen Sie hier.

Wie Sie Lebensmittelmotten erkennen – typische Anzeichen

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und ein Falter in der Küche keinen Lebensmittelmottenbefall. Nichtsdestotrotz kann er ein erstes Indiz sein. Weitere Merkmale für einen Befall in der Küche sind:

Löcher in den Verpackungen: Die Larven der Lebensmittelmotten fallen nicht nur über Mehl und Nüsse her, sie können sich auch durch Verpackungen aus Papier und sogar Plastik fressen. Demensprechend können vermehrte Löcher in Verpackungen auf einen Lebensmittelmottenbefall hinweisen
Verklumpen der Lebensmittel: "Die Larven sind tagaktiv und spinnen ein feines weißes Gespinst, das das Nährsubstrat überdeckt und zusammenklebt", so das Umweltbundesamt. Verklumpte Lebensmittel können demnach ebenso ein Indiz sein.
Gespinste in Verpackungen, Ecken und Ritzen: Die Gespinste der Larven finden sich nicht nur in Lebensmittelverpackungen, sondern auch in Ecken und Ritzen der Küche oder Vorratskammer.

Neben ihren zerstörerischen Aktivitäten können Sie Lebensmittelmotten natürlich auch an ihrem Aussehen erkennen. Äußere Merkmale der Mehlmotte sind eine Größe zwischen 11 und 14 Millimeter sowie eine silbrig-graue Farbe. Die Larven haben einen gelblich-weißen Körper, zusätzlich weisen sie einen rötlichen beziehungsweise grünlichen Schimmer auf. Die Dörrobstmotte ist etwas kleiner (8 bis 10 Millimeter). "Die Vorderflügel der Falter sind innen silbergrau bis ockergelb. An der Spitze des Vorderflügels folgt eine rötliche bis bronzefarbige Binde. Der Hinterflügel ist hellgrau. Der Körper der Dörrobstmotte bildet im Ruhezustand ein schmales Dreieck. Die Larven sind gelblich-weiß, rötlich oder grünlich und werden 15-17 mm lang", so das Umweltbundesamt.

Lebensmittelmotten bekämpfen
Auf dem Foto: die Dörrobstmotte

Lebensmittelmotten bekämpfen – die effektivsten Maßnahmen

Sie sind auf der Suche nach Motten tatsächlich fündig geworden? Dann heißt es jetzt: handeln. Räumen Sie alle befallenen Lebensmittel aus und entsorgen Sie sie draußen in der Mülltonne – keinesfalls einfach nur im Mülleimer. Als nächstes reinigen Sie gründlich alle befallenen Schränke mit Essig. Geben Sie hierzu einen Schuss Essigessenz in lauwarmes Wasser und los geht’s. Pro-Tipp vom Umweltbundesamt: "Ritzen und andere schlecht zugängliche Stellen mit einem Fön erhitzen."

Danach folgt der nächste Schritt: Pheromonfallen mit Klebestreifen. Pheromon ist ein Sexuallockstoff, der die Männchen anlockt. Dank des Klebefilms bleiben sie an der Falle hängen und die Fortpflanzung der Motten wird so gestoppt. Das Problem: Larven oder Weibchen werden nicht angelockt. Dementsprechend dienen Pheromonfallen eher dazu, dass sich der Befall nicht weiter ausbreitet beziehungsweise um den Befall zu kontrollieren.

Den Larven selber sagen sie mit Schlupfwespen den Kampf an. Schlupfwespen, die natürlichen Feinde von Motten, sind winzigkleine, für den Menschen vollkommen ungefährliche Insekten, die es auf Motten beziehungsweise deren Eier abgesehen haben. Schlupfwespen legen ihre Eier in die der Motten ab, da ihre Nachkommenschaft die Motteneier als Nahrungsquelle benötigt. Sobald die Schlupfwespen alle Motteneier in der Wohnung verputzt haben, endet auch ihr Lebenszyklus. Schlupfwespen sind ganz normal im Handel, in Form von kleinen Kärtchen erhältlich. Legen Sie diese an den befallenen Stellen aus und wiederholen Sie den Vorgang drei bis vier Mal in einem Abstand von drei Wochen.

In Vorratsgläser umgefüllte Lebensmittel wie Reis, Kichererbsen, Leinsamen und mehr

Lebensmittelmotten vorbeugen – das hilft

Geschafft – die Motten sind alle weg. Um nicht erneut von ihnen heimgesucht zu werden, können Sie einige präventive Maßnahmen ergreifen. Als da wäre zum Beispiel:

  • achten Sie beim Einkaufen darauf, dass Verpackungen heil sind und keine Löcher aufweisen
  • füllen Sie gekaufte Lebensmittel zu Hause um. Besonders geeignet sind Gefäße aus Glas, Keramik oder Kunststoff
  • der Geruch von ätherischen Ölen, etwa aus Lavendel, Nelken oder Zedernholz, schreckt Motten ab und fungiert als natürliches Insektizid.
  • kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen, ob Lebensmittel befallen sein könnten
  • Fliegengitter an Fenstern und Balkontüren sorgen dafür, dass Motten nicht in die Wohnung gelangen können