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Heizung entlüften – so geht's richtig

Sie haben die Heizung voll aufgedreht und trotzdem bleibt der Heizkörper unangenehm kalt? Dann ist sehr wahrscheinlich Luft drin und die Heizung kann nicht die gewünschte Leistung bringen. Bei uns erfahren Sie, wie Sie Ihre Heizung richtig entlüften.
Heizung entlüften – so geht's richtig
In diesem Artikel
Wann sollten Sie die Heizung entlüften – und wie oft?
Was wird zum Entlüften der Heizung benötigt?
Die Heizung entlüften – eine Anleitung
Fertig mit der Entlüftung – und was jetzt?
Die Heizung bleibt trotz Entlüftung kalt?!

Der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. April ist in Deutschland als generelle Heizperiode definiert. Konkret heißt das: Wohnräume müssen in diesem Zeitraum angemessen beheizt werden können – im Normalfall reden wir hier von mindestens 20 Grad Celsius. Doch was tun, wenn die Heizung nicht richtig funktioniert? Sehr häufig langt es schon, die Heizung zu entlüften und angesammelte Luft im Heizkörper entweichen zu lassen.

Wann sollten Sie die Heizung entlüften – und wie oft?

Dass sich Luft in der Heizung befindet, lässt sich an verschiedenen Indizien erkennen:

  • der Heizkörper erreicht nicht mehr die gewünschte Temperatur, um den entsprechenden Wohnraum zu beheizen, oder bleibt sogar ganz kalt
  • beim Aufdrehen des Heizkörpers sind laute Fließ- beziehungsweise Gluckergeräusche zu hören
  • die alten Heizkörper wurden gegen neue ausgetauscht

Sollte eine dieser Punkte bei Ihnen zutreffen, lohnt es sich definitiv, die Heizung zu entlüften. Nicht nur, um sich endlich wieder über eine warme Heizung zu erfreuen, sondern auch, um Energie zu sparen. Denn ein Heizkörper, der nicht ausreichend mit Wasser versorgt wird, verbraucht deutlich mehr Energie und treibt somit auch die Heizkosten in die Höhe.

Idealerweise entlüften sie jedes Jahr einmal vor Beginn der Heizperiode sämtliche Heizkörper.

Bekommen Sie in jedem gut sortierten Baumarkt und Sanitärgeschäft: einen Entlüftungsschlüssel

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Was wird zum Entlüften der Heizung benötigt?

Um eine Heizung richtig zu entlüften, bedarf es keines allzu großen handwerklichen Geschicks: das kann wirklich jeder. Alles, was Sie hierfür benötigen, ist:

  • ein Entlüftungsschlüssel – in jedem Baumarkt oder Sanitärgeschäft für kleines Geld erhältlich
  • ein Gefäß (Glas, Schüssel etc pp), um eventuell austretendes Wasser aus der Heizung aufzufangen
  • ein Lappen oder Tuch, falls doch mehr Wasser als gewünscht ausläuft und danebentropft.

Die Heizung entlüften – eine Anleitung

Um die Heizung richtig zu entlüften, sind nur wenige Schritte vonnöten:

Umwälzpumpe abstellen
Als Hauseigentümer sollten Sie als erstes die Umwälzpumpe abstellen. Andernfalls wird die Luft konstant im System und in den Rohren herumgewirbelt und eine vollständige Entlüftung kann nicht stattfinden. Sobald das erledigt ist, warten Sie etwa eine Stunde. Diese Zeit braucht es, bis sich die Luft in der Heizung gesammelt hat. Am Ende drehen sie sämtliche Thermostate auf und öffnen so das komplette Heizsystem. Der Grund: Auf diese Weise können Sie das ganze System auf einmal entlüften und müssen nicht von Heizkörper zu Heizkörper rennen. Als Mieter ist es häufig schwierig, an die Umwälzpumpe heranzukommen – in diesem Fall schließen Sie einfach den Heizkreislauf bei jedem Heizkörper einzeln und entlüften so jeden als eigenes kleines System.

Die Entlüftung selbst
Sie haben sämtliche Vorbereitungen erledigt? Dann können Sie mit der Entlüftung der Heizung beginnen. Öffnen Sie hierfür das Ventil (liegt gegenüber vom Thermostat, bei Handtuchheizungen auf der Rückseite hinten) mit dem Entlüftungsschlüssel. Drehen Sie ihn vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn, bis Sie ein Zischen hören. Sobald Wasser aus der Heizung läuft, war die Entlüftung erfolgreich.

In 6 kurzen Schritten die Heizung richtig entlüften

1. Umwälzpumpe abstellen (als Hauseigentümer)
2. Heizkörper voll aufdrehen (Mieter, die nicht an die Umwälzpumpe kommen, drehen die einzelnen Heizkörper zu)
3. Gefäß unter das Entlüftungsventil platzieren
4. Ventil mit Entlüftungsschlüssel öffnen
5. Heizungsluft entweichen lassen bis Wasser austritt
6. Ventil wieder zudrehen

Vorsicht walten lassen
Achten Sie darauf, das Ventil nicht zu schnell und zu stark zu öffnen, da es ansonsten passieren kann, dass sie von der austretenden Menge des Wassers überrascht werden. Halten Sie zur Absicherung bei der Entlüftung das bereitliegende Gefäß so nah wie möglich unter das Ventil, um altes, austretendes Heizungswasser aufzufangen. So vermeiden Sie eine allzu große Sauerei auf dem Boden. Kleinere, runtergelaufene Wassermengen wischen sie mit Lappen oder Tuch auf. Als letzten Schritt drehen Sie das Ventil einfach wieder zu (nicht zu stark). Als Mieter, ohne Zugang zur Umwälzpumpe, wiederholen Sie den Vorgang bei sämtlichen Heizkörpern. Sollten Sie auf mehreren Etagen die Heizung entlüften wollen, beginnen Sie unten und arbeiten sich Schritt für Schritt nach oben.

Heizung entlüften: Fangen Sie ausgelaufenes Wasser mit einer Schale oder Schüssel auf

Fangen Sie ausgelaufenes Wasser mit einer Schale oder Schüssel auf

Fertig mit der Entlüftung – und was jetzt?

Alles geklappt? Gut. Dann überprüfen Sie jetzt sicherheitshalber noch mal den Wasserdruck in der Heizungsanlage. Beim Entlüften geht immer ein bisschen Wasser verloren – ist der Druck zu niedrig, füllen sie einfach Wasser nach. Der Wasserdruck lässt sich ganz bequem am Manometer (Druckmessgerät) ablesen. Und auch die Umwälzpumpe sollten Sie im Anschluss natürlich wieder anstellen.

Die Heizung bleibt trotz Entlüftung kalt?!

Sie haben sich Schritt für Schritt an die Anleitung gehalten und trotzdem arbeitet die Heizung nicht so, wie sie es soll? Dann spricht einiges dafür, dass noch ein anderer Defekt vorliegt, beispielsweise am Thermostat, und Sie sollten sich professionelle Hilfe von einem Installateur holen.