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Hausstaubmilben bekämpfen

Ob Bett, Decke oder Teppich: überall lauern Hausstaubmilben. Besonders für Menschen mit Hausstaubmilbenallergie sind die kleinen Spinnentiere mehr als lästig. Wir erklären, wie man sie bekämpfen kann.
SCHÖNER WOHNEN-Möbelkollektion: Schlafzimmer
In diesem Artikel
Hausstaubmilbenallergie: Erklärung
Allergie gegen Hausstaubmilben: Das sind die Symptome
Hausstaubmilben bekämpfen: So geht's
Sonst noch was?

Machen wir uns nichts vor, wir alle haben sie zu Hause: die Hausstaubmilbe. Wobei es nicht etwa die eine Hausstaubmilbe, wissenschaftlich übrigens als Dermatophagoides bezeichnet, sondern verschiedene Arten gibt.

Mit Vorliebe macht sie es sich in unserem Schlafzimmer, genauer in unserem Bett, gemütlich. Schließlich bekommt die Milbe dort, was sie für ein erfülltes Leben braucht: Feuchtigkeit und ein reichliches Nahrungsangebot. Wovon sich die Hausstaubmilbe ernährt? Ein wenig eklig, aber wahr: unseren Hautschuppen.

Sehen kann man die unliebsamen Bettgefährten nicht, da sie nur zwischen 0,1 und 0,5 mm groß sind. Doch leider machen sich die Milben bei circa sieben Prozent der Deutschen (Quelle: Allergieinformationsdienst) anderweitig bemerkbar. Hausstaubmilbenallergiker oder auch Hausstauballergiker werden diese Deutschen genannt. Ihr Leiden: vielfältig und vielfältig unangenehm.

Staubwischen mit oberflächenschonenden Baumwolltuch
Mit dem Staubwischen ist es manchmal zum Verrücktwerden: Kaum hat man ihn weggewischt, ist er auch schon wieder da. Das muss nicht sein, denn mit ein paar Tricks reduzieren Sie den Staub längerfristig.

Hausstaubmilbenallergie: Erklärung

Gefährlich werden den Allergikern nicht so sehr die Hausstaubmilben an sich, sondern mehr ein ganz spezielles Endprodukt: Der Kern allen Übels liegt hier im Kot der Winzlinge, da dieser die meisten Allergene enthält. In getrocknetem Zustand zersetzen sich die Kotbällchen der Hausstaubmilben und mischen sich mit dem in Wohnungen immer gegenwärtigen Hausstaub. Staub plus Kot gelangt durch Atmung in uns und löst bei betroffenen Personen eine Allergie aus.

Hausstaubmilben bekämpfen

Allergie gegen Hausstaubmilben: Das sind die Symptome

Klassische Merkmale, die Anzeichen einer Hausstaubmilbenallergie sein können, sind:

  • wiederkehrendes Niesen
  • laufende oder verstopfte Nase
  • juckende, tränende oder trockene Augen

Darüber hinaus kann sich eine Hausstauballergie auch durch Husten, Kopfschmerzen oder Atemnot äußern. Im Verlauf der Krankheit ist es zudem möglich, dass sich bei Betroffenen ein allergisches Asthma entwickelt.
Leider ist den Allergikern keine Verschnaufpause vergönnt – die allergischen Reaktionen treten üblicherweise ganzjährig auf. Besonders morgens nachdem man durch Hin- und Herwälzen eine ganze Nacht damit zugebracht hat, die reizenden Stoffe zu bewegen, zeigen sich die Symptone vermehrt.

Im Jahresverlauf wiederum wird es vor allem im Herbst und Winter kritisch für die Allergiker. Der Grund: Von Mai bis Oktober vermehren sich die Spinnentiere am meisten. Am besten gedeihen sie nämlich bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 80 Prozent und einer Raumtemperatur ab 25 Grad. Das große Sterben setzt dann mit Beginn der Heizperiode ein, da die Luftfeuchtigkeit abnimmt. Der Kot der Milben befindet sich zu diesem Zeitpunkt am Zenit. Zusätzlich wird der Hausstaub mit den toten Milben, die ebenfalls Allergene enthalten, vermengt.

Dielen mit Schrubber wischen

Hausstaubmilben bekämpfen: So geht's

Eine harte Wahrheit vorab: Es ist nicht möglich, sich gänzlich von Hausstaubmilben zu trennen. Doch es gibt diverse Maßnahmen, mit denen man sich helfen kann.

Fangen wir im wichtigsten Raum an: dem Schlafzimmer. Hier tummeln sich die Milben mit Begeisterung im Bett. Für Matratze, Decke und Kissen gibt es im Handel spezielle Schutzbezüge (Encasings). Diese trennen Mensch von Milbe. Die Allergene können den Betroffenen somit also nicht lästig werden. Wichtig: Die Schutzbezüge müssen regelmäßig bei 60 Grad (die Hitze tötet die Hausstaubmilben) gewaschen werden.

Will man nicht extra zu Schutzbezügen greifen, dann doch zumindest zu waschbaren Kissen und Bettdecken. Diese sollten ebenfalls regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden. Die Bettwäsche wandert am besten einmal die Woche in die Waschmaschine. Darüber hinaus gilt es auf die richtige Luftfeuchtigkeit zu achten. Lüften Sie jeden Tag regelmäßig – besonders morgens nach dem Aufstehen – für circa zehn Minuten den Raum bei weit geöffnetem Fenster.

Pflanzen machen einen Raum zwar wohnlich, aber erhöhen ebenfalls die Luftfeuchtigkeit. Im Hausstauballergiker-Haushalt heißt es für die grünen Mitbewohner im Schlafzimmer also: draußen bleiben! In Sachen Heizung sollten Sie immer bedenken, dass Sie nicht die einzigen sind, die es wohlig-warm mögen und sich lieber an kühlere Temperaturen gewöhnen.

Fenster im Altbau sanieren
Die richtige Luftfeuchtigkeit in Räumen trägt entscheidend zu unserem Wohlbefinden bei. Welche Werte ideal sind und wie Sie sie beeinflussen können.

Auch beim Thema Möbel lässt sich einiges richtig machen. Ein Bett mit Füßen schafft Belüftung von allen Seiten. Geschlossene Schränke verhindern, dass sich der Staub auch auf der Kleidung niederlässt.

Im Kinderzimmer gilt zusätzlich: Im Bett sollten es sich nicht allzu viele Kuscheltiere gemütlich machen.

Sonst noch was?

Generell ist es wichtig, das Hausstaubaufkommen so gering wie möglich zu halten. Am leichtesten geht das natürlich, indem man Staubfänger wie Vorhänge, Gardinen, Kissen, Decken oder offene Regale aufs Notwendigste reduziert. Übriggebliebenes sollte soweit möglich regelmäßig bei 60 Grad gewaschen, über Nacht im Kühlfach aufbewahrt oder abgesaugt werden.

Glatte Böden sollten alle zwei Tage gesaugt und feucht gewischt werden, da der Staub auf ihnen herrlich zirkulieren kann. In Sachen Staubsauger eignen sich für Allergiker Modelle mit einem HEPA-Filter. Dieser sorgt dafür, dass selbst kleinste Partikel im Staubsauger behalten werden.

Zu guter Letzt, die Frage nach dem Teppich: Ist er Freund oder Feind des Allergikers? Viele sind davon überzeugt, dass Teppiche Hausstaub in sich binden und so verhindern, dass dieser in die Luft gerät. Nicht wenige andere sind jedoch der Ansicht, dass das Gegenteil der Fall ist und der Hausstaub sehr wohl vom Teppich in die Luft gelangt. Die Wahrheit hängt hier wohl von Details ab: Wie lang ist der Flor des Teppichs, wie viel Staub kann sich also in ihm sammeln? Wie oft wird der Teppich bewegt? Sie sehen – die endgültige Entscheidung liegt ganz bei Ihnen.