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Architekturmodelle der letzten Jahrzehnte

Jeder Bauherr kennt es, jeder Architekt arbeitet mit ihm - das Architekturmodell. Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt widmet dem Thema eine Ausstellung.
Architekturmodelle der letzten Jahrzehnte
© DAM Frankfurt

Ein Haus voller Häuschen ist das Frankfurter Architektur Museum (DAM) bis Mitte September. Auf allen Etagen des Museums sind Architekturmodelle zu finden, die zeigen, wie Architekten seit etwa 1920 mit Gebäuden en miniature gearbeitet haben und bis heute arbeiten. Auf Basis intensiver Forschungsarbeit, die der Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main ermöglicht hatte, sollen Architekturmodelle in ein neues Licht gerückt werden: Sie dienen Architekten als Werkzeuge, kleine Fetische oder zum Erproben von Utopien.

Die etwa 300 Exponate der Ausstellung stammen zu einem Drittel aus der Sammlung des DAM. Zu den Höhepunkten zählen die Statik-Hängemodelle von Frei Otto sowie zwei riesige, jeweils zwölf Quadratmeter große Modelle von Rem Koolhaas zu städtebaulichen Planungen in Paris La Villette und Melun-Sénart.

Zwei Drittel der Exponate sind Leihgaben, beispielsweise aus dem Museum of Modern Art aus New York, dem Deutschen Museum München und aus mehreren Berliner Architektursammlungen. Auch viele Architekten unterstützen die Ausstellung durch Leihgaben: So zeigen Herzog & de Meuron aus Basel rund 50 Arbeitsmodelle zum Prada-Store in Tokyo. Von den Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank aus Berlin werden in einem magisch anmutenden dunklen Kabinett hinterleuchtete Styrodurmodelle präsentiert.

Zu den herausragenden Leihgaben zählen die drei Modelle aus dem New Yorker MoMA: Das älteste noch erhaltene Modell von Mies van der Rohe zum Resor House und ein in Bronze ausgeführtes Architekturmodell zum berühmten Seagram-Hochhaus, ebenfalls von Mies van der Rohe.

Das DAM ist am Schaumainkai 43 in Frankfurt zu finden. Tickets kosten 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Zum Museum im Internet:
www.dam-online.de


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