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Welche Farbe passt zu Orange?

Sofa in einem Altbau-Wohnzimmer mit einer Wand aus Terrakotta, Pfirsich und Rost
Das neue Orange erinnert weniger an Warnweste und mehr an erdiges Terrakotta, Pfirsich oder Rost. Das Ergebnis: Behaglichkeit oder sommerliche Frische. In diesem Wohnzimmer passen weiße Kassettierungen, das Sofa in Karamell und helle Holztöne bestens zueinander.
© Sofacompany
Orange wirkt im Raum wie Rouge im Gesicht: Die Farbe verleiht Frische und schmeichelt dem Teint. Doch zu welchen anderen Farben passt Orange? Und in welcher Dosis kombiniert man die Knallfarbe? Unsere Tipps und Ideen für Farbfans.

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Das neue Orange

Keine Angst vorm Baustellen-Look: Das neue Orange ist auffällig und verleiht Räumen einen ganz neuen Charakter, kommt durch bräunliche oder bordeauxfarbene Untertöne aber nicht dramatisch, sondern einladend und harmonisch daher.

Besonders behaglich wirken abgetönte – also mit Grau oder Weiß versetzte – Orangenuancen in sonnigen Wohnräumen und in Kombination mit hellem Holz. Wer weiße Möbel hat, schafft mit orangestichigen Nuancen eine frische, energiegeladene Atmosphäre. Daneben machen sich halbhoch gestrichene Wände in Orange beispielsweise in Wohnküchen gut, rundum gestrichen passt der kräftige, einladend wirkende Ton in Durchgangszimmer wie dem Flur. Für Schlafzimmer, in denen man herunterfahren und zur Ruhe kommen will, funktioniert Orange allerdings weniger.

Darum ist Orange ein sommerlicher Farbhit

Eines ist sicher: An Orange geht kein Blick vorbei. Als Duo mit Braun feierte es bereits in den 70er-Jahren große Erfolge und macht nun erneut gute Laune. Denn, dass Orange unsere Stimmung positiv beeinflusst, belegen erfolgreiche Farbtherapien: Orangefarbenes Licht hilft dabei, niedergeschlagene Menschen aufzuheitern und positive Stimmung zu verbreiten. Kein Zufall also, dass orangerot-leuchtende Sonnenuntergänge uns immer wieder ein verzücktes Lächeln ins Gesicht zaubern.

Schreibtisch und Stauraummöbel von Montana in einem Arbeitszimmer in Orange, Gelb, Weiß und Blau
Dosiert eingesetzt – hier als Farbe des Memo-Boards – sind kräftige, knallige Orange-Nuancen gut für einen Wow-Effekt. Der helle Ockerton der Wand erdet die orangefarbene Fläche, das Hellblau des Schreibtischstuhls kontrastiert.

Im SCHÖNER WOHNEN-Shop: Schreibtisch HILOW3G160 von Montana
© Montana

Altbauten wirken mit Orange behaglich

Große Altbauräume gemütlich einzurichten ist nicht ganz einfach. Ein Anstrich in Orange, Rostrot oder Terrakotta eignet sich hier perfekt: Der lässt die Wände optisch etwas zusammenrücken und verbreitet eine angenehme, friedliche Atmosphäre. Tipp: In intensiv genutzten Räumen wie Küche und Flur und wenn Kinder im Haushalt wohnen, sind abwischbare Wandfarben sehr zu empfehlen. Mit einem an­gefeuchteten Schmutzradierer lassen sie sich leicht säubern.

Graues Sofa von Sofacompany in einem Wohnzimmer mit rostfarbenen Fliesen
Erdiges Orange, dessen Untertöne in Richtung Terrakotta und Rost tendieren, erzeugt mit Grau und hellem Holz ein Ambiente, das an die 1970er-Jahre erinnert, dabei aber kein bisschen verstaubt wirkt.
© Sofacompany

Orange passt zu Schwarz, Weiß und Grau

Neben grafischen Mustern in Schwarz-Weiß oder Möbeln und Textilien in hellem Grau wirkt Orange poppig, als Akzent neben Cremeweiß fröhlich und frisch. Die zurückhaltenden Nicht-Farben lassen Orange, ganz gleich ob erdig oder fruchtig und sommerlich nuanciert, den optischen Vortritt und bieten eine perfekte Bühne für Orange-Akzente.

Bettwäsche von Alva in Gelb-Orange und Anthrazit
Bettwäsche in hellem Orange mit gelben Nuancen erzeugt einen warmen Kontrast zu Kissen- und Bettbezug in dunklem Anthrazit.
© Alva

Orange und Blau

Wer Farben miteinander kombinieren möchte, kann sich für eine grobe Idee guter Farbpaarungen durchaus am Farbkreis orientieren, der Farbtöne nach Primär-, Sekundär- und Komplementärfarben einteilt. Ganz grundsätzlich gilt dabei: Liegen Farben auf dem Kreis nah beieinander, wirken sie harmonisch in ihrer Kombination. Liegen sie sich als Komplementärfarben gegenüber, so kontrastieren diese Töne miteinander und ergeben je nach Nuance ebenfalls eine gute Farbpartnerschaft.

In diesem Sinn ist die Komplementärfarbe zu Orange ein Blauton, da Blau gegenüber von Orange auf dem Farbkreis liegt.

Tischleuchte "Flowerpot" und Regal "Panton Wire" vor einer tannengrünen Wand
Royalblau, Hellblau, Tannengrün und Orange: Klingt mutig und passt doch bestens! Im SCHÖNER WOHNEN-Shop: Tradition Flowerpot VP9 Akku-Tischleuchte und Montana Panton Wire Single.
© Montana

Und richtig: Abgetöntes Orange, das eher an Rost oder Terrakotta erinnert, erzeugt gemeinsam mit Blau eine wohlige Atmosphäre. Trotzdem: Kräftige Farben wie Knallblau in Kombination mit Orange lieber vorsichtig und dosiert einsetzen, sonst wirken Interieurs schnell nicht mehr kreativ und modern, sondern beliebig und zusammengewürfelt.

Orange und Pfirsichtöne, Puder und Rot

Farbregeln wie die, dass sich Rot, Orange und Rosa nicht vertragen, hat es früher tatsächlich gegeben – doch das gilt längst nicht mehr. Die Farben aus einer Familie sind wie Geschwister, und gerade die Sippe der Rot- und Orangetöne ist besonders vielfältig und attraktiv, da passt von Pink über Orange bis Bordeaux alles zusammen und sorgt im Ensemble für Wärme und Würze.

Idee: Sie wünschen sich orangerote Wände und einen modernen Look? Dann streichen Sie diese Töne nicht auf Raufaser, sondern auf glattes Malervlies. Das bringt Wandfarben viel besser zur Geltung und wirkt außerdem edler.

Kleine Projekte mit Orange

Schnell orange lackiert oder gestrichen sind hölzerne Bilderrahmen oder eine Kork-Pinnwand. Das sieht vor weißen, grünen oder blauen Wänden super aus und verpasst sandfarbenen Wänden einen neuen Kick. Auch eine schöne Idee: orange lackierte Schubladen-Innenseiten. Die erzeugen bei jedem Öffnen einen Aha-Effekt.

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