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Wäsche im Winter draußen trocknen – die besten Tipps

Wäsche an Wäscheklammern aufgehängt draußen auf einer Wäscheleine
Frostige Temperaturen sind ideal, um die Wäsche draußen zum Trocknen aufzuhängen.
© Adobe Stock / Michal
Im Sommer trocknet feuchte Wäsche an der frischen Luft am besten, denn das ist besonders schonend und umweltfreundlich. Auch im Herbst und Winter können Sie Ihre Wäsche draußen trocknen, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist.

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Deshalb können Sie Ihre Wäsche bei Frost im Winter draußen trocknen

Wenn wir bei Frost im Winter unsere Wäsche draußen aufhängen und trocknen wollen, greift ein physikalischer Vorgang, die sogenannte Sublimation: Hierbei wechselt das Wasser seinen Aggregatzustand von fest zu gasförmig, ohne dabei flüssig zu werden. Hängen Sie die Wäsche also im Winter bei Minustemperaturen draußen auf, gefriert das in den Wäschestücken enthaltene Wasser sofort und verdunstet anschließend als Wasserdampf.

Voraussetzung für das "Frosttrocknen" sind neben frostigen Temperaturen unter 0 Grad eine möglichst geringe Luftfeuchtigkeit und ausreichend Sonne oder Wind. Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt sind dagegen weniger geeignet, da die Wäsche länger zum Trocknen braucht. 

Ein Polsterbett bezogen mit beigefarbenem Bettbezug, daneben ein Nachttisch
SCHÖNER WOHNEN

Warum Sie Ihre Wäsche prinzipiell draußen trocknen sollten

Wussten Sie schon, dass fünf Kilogramm tropfnasse Wäsche beim Trocknen bis zu drei Liter Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgeben? Herrscht in Ihrer Wohnung eine niedrige Luftfeuchtigkeit, ist das kein Problem. Anders sieht es aus, wenn die Feuchtigkeit aus der Wäsche nicht mehr in der Luft entweichen kann – dann lagert sie sich gerne in den Wänden ab. Das kann Schimmelbildung zur Folge haben. Aus diesem Grund macht es Sinn, Wäsche so gut es geht im Garten oder auf dem Balkon zu trocknen. Wer keine Möglichkeit hat, die Wäsche rauszuhängen, sollte Folgendes beachten:

  • Warme Luft kann Feuchtigkeit besser aufnehmen als kalte. Deshalb gilt: Hängen Sie Ihre Wäsche nur in beheizten Wohnräumen zum Trocknen auf. So zieht Feuchtigkeit erst gar nicht in die Wände.
  • Die Gefahr der Schimmelbildung ist in gefliesten Räumen wie dem Bad am geringsten. Wer seine Wäsche im Badezimmer trocknet, sollte unbedingt die Möglichkeit haben, ausreichend zu lüften.
  • Lüften Sie den Raum, in dem der Wäscheständer steht, auch bei niedrigen Außentemperaturen gut durch – sorgen Sie am besten für Durchzug. Dadurch verringern Sie eine mögliche Schimmelbildung und die trockene, frische Luft von draußen kann die Feuchtigkeit der Wäsche besser aufnehmen.
Handtücher in natürlichen Farben auf einem Holzhocker
Bei einer Frosttrocknung wird die Wäsche anschließend besonders weich.
© SCHÖNER WOHNEN-Kollektion

Sollte man Wäsche auch bei hoher Luftfeuchtigkeit draußen aufhängen?

Am besten trocknet Ihre Wäsche, wenn die Luft draußen sehr trocken ist und somit noch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bei nasskaltem Wetter wie Regen oder Schnee ist das Trocknen im Freien deshalb nicht zu empfehlen. In diesem Fall sollten Sie die Wäsche lieber schnell reinholen oder direkt drinnen aufhängen.

Die besten Tipps, damit Ihre Wäsche schneller trocknet

  • Vermeiden sie tropfnasse Wäsche beim Trocknen: Geschleuderte Wäsche verliert bereits einen Großteil an Feuchtigkeit in der Waschmaschine.
  • Streichen Sie die feuchte Wäsche glatt, um Falten zu vermeiden. So kann die Feuchtigkeit besser entweichen.
  • Verwenden Sie Wäscheklammern zum Aufhängen der Wäsche – doppellagig aufgehängt braucht sie länger zum Trocknen.
  • Hängen Sie die einzelnen Wäschestücke nicht zu eng aneinander.
  • Knittrige Wäschestücke wie Kleider oder Hemden werden einzeln auf Bügel aufgehängt.
  • Da Unterwäsche und Socken deutlich schneller trocknen als andere Wäschestücke, macht es Sinn, diese etwas separiert von der restlichen Wäsche auf dem Wäscheständer aufzuhängen.
  • Große Wäschestücke wie Bettwäsche oder Vorhänge hängen Sie in Windrichtung, damit sie schneller trocknet.

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