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Putzen mit Natron: 10 Tipps, wie es zum effektiven Hausmittel wird

Soda auf einem Löffel über einem Abfluss einer Küchenspüle
Natron ist in Verbindung mit Essig und heißem Wasser ein effektives Abflussreinigungsmittel.
© Adobe Stock; RHJ
Natron, auch bekannt als Natriumhydrogencarbonat oder Backsoda, ist neben Backpulver, Essig, Soda, Zitronensäure und Kernseife ein echtes Wundermittel und kann so gut wie jedes Putzmittel im Haushalt ersetzen. 

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Angelaufenes Silber, dreckige Teppiche, verkrustete Backbleche: Natron kann in unzähligen Situationen im Haushalt helfen und ist eine tolle Alternative zu klassischen Allzweckreiniger, Spülmittel oder auch Backofenreiniger. Hier kommen die besten Ideen.

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Natron, also Natriumhydrogencarbonat, ist auch bekannt als Speisesoda oder Backsoda (engl: Baking Soda) – nicht zu verwechseln mit Soda (Natriumcarbonat), auch Waschsoda oder Reine Soda genannt.

Das Backblech mit Natron und Essig reinigen

Stopp Nummer 1 bei unserer Reinigungsaktion mit Natron: die Küche – genauer gesagt: das Backblech. Bei hartnäckigen Verschmutzungen und Fettflecken hilft eine Kombi aus Natron und Essig.

  • Verteilen Sie hierfür Natron auf das Backblech.
  • Besprühen Sie zusätzlich das Blech mit Essig und lassen Sie das Ganze 20 Minuten einwirken.
  • Am Ende der Prozedur können Sie den Schmutz ganz einfach mit einer Spülbürste oder einem Schwamm und etwas Wasser entfernen.

Blutflecken mit Natron entfernen

Um Blutflecken auf Sofa, Matratze oder Teppich zu entfernen, mischen Sie Natron, seines Zeichens guter Fett- und Schmutzlöser, mit Wasser zu einem Brei an, mit dem Sie anschließend den Fleck gründlich einreiben. Anders als chemische Reinigungsmitteln brauchen Hausmittel deutlich länger, um zu wirken – das können durchaus ein paar Stunden sein. Bei Polstermöbeln ist es sogar sinnvoll, die Hausmittel über Nacht einwirken zu lassen. Danach wischt man die Paste mit einem maximal feuchten Mikrrofasertuch ab und entfernt so den Fleck endgültig. Extra-Tipp: Um Wasserränder zu vermeiden, sollten Sie destilliertes Wasser verwenden.

Gerüche mit Natron neutralisieren

Natron eignet sich auch sehr gut zur Reinigung der Matratze sowie müffelnden Polstern und Teppichen. Verteilen Sie hierfür das Pulver auf die gewünschte Stelle, lassen Sie es einige Stunden einwirken und saugen Sie es im Anschluss mit dem Staubsauger ab. Die Salzkristalle neutralisieren Gerüche und lassen Keime, Bakterien und Pilze verschwinden. Falls Sie kein Natron zu Hause haben, können Sie es auch mit Backpulver versuchen, das ebenfalls Natron enthält.

Ein umgekipptes Glas mit Natron neben einer Zitrone und einer Flasche Essig
Drei der beliebtesten Hausmittel aus Omas Schrank: Natron, Essig und Zitrone
© Adobe Stock / Indrepau

Natron gegen grobe Verschmutzungen bei Kaffeekannen

Glas- oder Porzellankannen lassen sich mithilfe von Natron sehr gut reinigen, selbst bei groben Verschmutzungen. Geben Sie hierfür ein Päckchen Natron in die Kaffeekanne und füllen Sie sie mit heißem Wasser auf. Lassen Sie die Lösung über mehrere Stunden (am besten über Nacht) einwirken und spülen Sie die Kanne im Anschluss mit warmem Wasser aus.

Wichtig: Sollte Ihre Kanne innen beschichtet oder aus Edelstahl sein, ist diese Methode nicht empfehlenswert. Die Wunderpulver können das Material angreifen und Edelstahl nach der Reinigung noch unansehnlicher machen.

Silber mit Natron und/oder Zitronensaft reinigen

Sollten Sie sich beim Silber Reinigen für Natron entscheiden, geben Sie es zusammen mit Zitronensäure in eine Schlüssel und bürsten Sie das Silber mit einer weichen Zahnbürste glänzend. Anschließend mit lauwarmem Wasser abspülen, fertig. Ganz wichtig: Beim Bürsten können unter Umständen kleine Kratzer entstehen, dementsprechend vorsichtig und sorgsam sollten Sie vorgehen. Wer mag, kann sein Silber auch nacheinander in Zitronensaft (ungefähr eine halbe Stunde) und anschließend in ein natronhaltiges Wasserbad legen.

Polieren und trocknen Sie Silber nach dem Reinigen stets mit einem weichen Tuch
© Adobe Stock / Andrey Cherkasov

Teppich mit Natron reinigen

Wie oben bereits geschrieben, bindet Natron Gerüche, sodass muffige Teppiche wieder frisch riechen. Darüber hinaus ist Natron aber auch ein universell einsetzbarer Fleckenentferner. Dazu löst man einen Esslöffel Natron in einem Liter warmen Wasser auf, füllt das Gemisch in eine Sprühflasche und besprüht die betroffenen Stellen. Auf diese Art stellt man ein gleichmäßiges Auftragen sicher. Nun muss die Mischung mehrere Stunden – gerne auch über Nacht – einwirken. Danach kann sie einfach abgesaugt werden. Des Weiteren kann man Natron auch zur Teppichreinigung als Pulver auf den Teppich aufstreuen. Nachdem es mit einer weichen Bürste in den Teppich eingearbeitet wurde, muss das Natron für circa einen Tag einwirken. Anschließend lässt es sich einfach absaugen. Auch zur Farbauffrischung eignet sich das Hausmittel. Dazu mischt man ein halbes Päckchen Natron mit fünf Litern Wasser und arbeitet das Gemisch mit einem Mikrofaserlappen in den Teppich ein. Nun muss es mehrere Stunden einwirken, bevor es weggesaugt werden kann. Wichtig: Die Natron-Wasser-Mischung ist eine Lauge und darf nur mit dem Teppich in Berührung kommen. Der angrenzende Fußboden könnte sonst eventuell beschädigt werden. Aus diesem Grund sollte man auch zum Schutz der Hände Handschuhe tragen.

Putzen mit Natron: 10 Tipps, wie es zum effektiven Hausmittel wird

Thermoskanne mit Natron reinigen

Füllen Sie die Isolierkanne zu zwei Dritteln mit heißem Wasser und fügen Sie ein Päckchen Natron hinzu. Lassen Sie die Kanne eine Stunde stehen, im Anschluss schrauben Sie den Deckel auf und schütteln sie kräftig. Leeren Sie die Kanne aus und spülen Sie mit klarem Wasser nach. Bei hartnäckigen Verschmutzungen und Ablagerungen lassen Sie die Kanne über Nacht mit der Lösung stehen.

Übrigens: Auch den Deckel der Isolierkanne sollten Sie regelmäßig reinigen. Hierfür zerlegen Sie ihn so gut es geht in seine Einzelteile und legen sie in einer Lösung aus Wasser und Natron ein. Spülen Sie die Einzelteile anschließend gründlich ab und setzen Sie sie wieder zusammen.

Stilvolle Waschecke mit einer laufenden Maschine, Pflanzen und vielen Körben aus natürlichen Materialien
© Adobe Stock / Konstantin Yuganov

Waschmaschine mit Natron reinigen

Natron zählt zu den wahren Alleskönnern im Haushalt und kann dementsprechend auch Bakterien, Pilzen und Kalk in der Waschmaschine den Garaus zu machen. Wie’s funktioniert? Füllen sie ca. 50 Gramm Natron ins Waschmittelfach und starten Sie einen leeren Waschgang bei 60 Grad.

Statt Abflussreiniger: Abfluss mit Natron und Essig reinigen

Warum ist die Kombination dieser beiden Hausmittel so wirksam? Verbindet man Natron mit Essig, kommt es zu einer chemischen Reaktion: Es entsteht Kohlendioxid. Durch die Freisetzung des Gases erhöht sich der Druck im Abflussrohr, die Verstopfung wird gelockert. Das Rezept ist einfach, preiswert und umweltschonend: Vier Esslöffel Natron direkt in den verstopften Abfluss geben und mit einer halben Tasse Essig reagieren lassen. Etwa 10 bis 15 Minuten sollte das sprudelnde Gemisch einwirken und anschließend mit heißem Wasser durchgespült werden.

Tipp: Statt Natron können Sie auch Backpulver oder Waschsoda verwenden, um den Abfluss zu reinigen. Essig kann durch den Saft einer Zitrone ersetzt werden, die Einwirkungszeit verlängert sich dann allerdings auf ca. eine Stunde.

Spülbürste von Bloomingville
© Bloomingville

Geschirrspülmittel aus Natron selber machen

Ein schlichtes und geruchsneutrales Spülmittel lässt sich schnell und einfach mit Soda herstellen.

Dazu einen Esslöffel Natron und die gleiche Menge Soda in eine 500-ml-Flasche geben, die bestenfalls einen Pumpspender besitzt. Nun bis zum Rand mit Wasser aufgießen und gut schütteln. Wer ein selbstgemachtes Spülmittel mit frischem Duft bevorzugt, gibt 20 Tropfen eines ätherischen Öls hinzu.

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