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Marmor reinigen – das ist wichtig!

Marmor-Küchenarbeitsplatte, Siematic
Dank seiner Kristallstruktur lässt sich Marmor auf Hochglanz polieren.
© SieMatic
Marmor steht für Stil und Zeitlosigkeit und veredelt jeden Raum. Worauf Sie beim Reinigen des Natursteins achten müssen, erklären wir hier.

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Marmor zählt aufgrund seiner besonderen Maserung in Wolken-Optik und seiner glatten und glänzenden Oberfläche zu den edelsten Materialien im Interieur. Bereits ab dem 7. Jahrhundert vor Christus wurde Marmor, der im Erdinneren durch die Umwandlung verschiedener Mineralien durch große Hitze und Druck entsteht, als Baustoff eingesetzt. Was genau unter Marmor zu verstehen ist, hängt vom jeweiligen Land und den gesetzlichen Bestimmungen ab. In Deutschland wird zwischen polierfähigem Kalkstein wie dem so genannten Jura-Marmor und echtem Marmor unterschieden, der zu mindestens 50 Prozent aus Calcit, Dolomit bzw. Aragonit bestehen muss, um sich das Prädikat Marmor zu verdienen. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der Ausgangsmaterialien hat jede Sorte Marmor spezifische Eigenschaften und ein individuelles Dekor.

Marmor reinigen

Am einfachsten lässt sich grober Schmutz auf Marmorflächen mit einem Besen mit Naturborsten entfernen. Reicht eine "trockene" Reinigung nicht aus, einfach zu einem weichen Lappen / Wischmopp, lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel greifen. "Am besten für Marmor geeignet sind alkoholische und pH-neutrale Reinigungsmittel", so Johannes Artmayr, Geschäftsführer von Strasser Steine, führende Marke bei Küchenarbeitsplatten aus Naturstein. "Auch milde Geschirrspülmittel oder mild-alkalische Reiniger können verwendet werden." Wichtig: Möglichst wenig Wasser nutzen, um Kalkablagerungen und matte Stellen zu vermeiden. Final gilt es, Feuchtigkeitsrückstände mit einem sauberen Tuch zu entfernen, damit keine Flecken auf der Oberfläche entstehen.

Bei verschütteten Flüssigkeiten sollten Sie schnell handeln. "Bereits ein Tropfen Speiseessig, Rotwein oder Fruchtsäure auf der Natursteinarbeitsplatte führt nach wenigen Minuten zu irreparablen Schäden an der Oberfläche und die Politur wird angegriffen", so Artmayr. Bedecken Sie den Fleck reichlich mit Papier-oder Stofftüchern, um die Flüssigkeit aufzusaugen. Nehmen Sie lieber ein paar mehr, als zu wenig. Anschließend den Fleck zusätzlich mit Wasser und einem pH-neutralen Reinigungsmittel säubern und trockenpolieren.

Auf keinen Fall sollten Sie scharfe und ätzende Reinigungsmittel verwenden, können diese die Oberfläche angreifen und bleibende Schäden am Stein hinterlassen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Kalkreiniger
  • stark alkalische Reiniger
  • Laugen und Säuren
  • tensidhaltige Reinigungsmittel
  • Scheuermilch

Flecken auf Marmor reinigen

Um hartnäckige Flecken auf Marmor zu entfernen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den Marmor zu schleifen und neu zu polieren. Sollten Sie unsicher sein, holen Sie sich am besten professionelle Hilfe. Von Sonnen- oder Babyöl, wie es gelegentlich empfohlen wird, um stumpfen Marmor wieder zum Glänzen zu bringen, raten wir ab. Kurzfristig mögen Sie Marmor so wieder zu Glanz verhelfen, langfristig zieht das Öl aber in den offenporigen Naturstein ein und bindet Staub- und Schmutzpartikel. Das Resultat: Der Marmor wird mit der Zeit immer unansehnlicher.

Der österreichische Natursteinspezialist Strasser hat mit seiner Veredelung namens "Marbelous“ einen vollkommenen Schutz für Marmor entwickelt. Die Technik ist geheim, weltweit einzigartig und erfüllt den Traum von der Marmorarbeitsplatte.
Der österreichische Natursteinspezialist Strasser hat mit seiner Veredelung namens "Marbelous“ einen vollkommenen Schutz für Marmor entwickelt. Die Technik ist geheim, weltweit einzigartig und erfüllt den Traum von der Marmorarbeitsplatte.
© Strasser Steine

Kratzer im Marmor

Ein Stein unter dem Schuh oder ein falscher Schwamm und schon verunstaltet ein Kratzer die Oberfläche? Nun heißt es erst mal Ruhe bewahren. Kleinere Kratzer können meist mit einer Marmorpolierpaste und dazugehörigen Pads beziehungsweise Schleifscheiben ausgebessert werden. Das Problem: Als Laie ist es eher schwierig, diese nur punktuell anzuwenden. Speziell im Streiflicht wird sehr oft ein leichter Unterschied zur Originalpolitur zurückbleiben. Bei größeren Flächen wie etwa einem Marmorboden empfiehlt es sich in jedem Fall, eine Spezialistin zurate zu ziehen, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Vor- und Nachteile von Marmor

Vorteile
Aufgrund ihrer natürlichen Entstehung hat jede Marmorplatte eine individuelle Maserung. In Kombination mit der kristallinen Beschaffenheit und dem besonderen Glanz kann kaum ein anderes Material mit der Eleganz von Marmor mithalten. Die glatte Oberfläche sorgt dafür, dass Sie Marmor leicht reinigen können und Staub und Milben keine Chance haben, sich abzusetzen. Ein Segen für alle Allergiker!

Nachteile
Wer sich zu Hause mit Marmor umgeben möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen als bei anderen Materialien. Außerdem wichtig: eine gute Oberflächenversiegelung. Fehlt diese, reagiert Marmor mit Säuren äußerst empfindlich, da diese den Kalk im Naturstein zerstören.

Marmor pflegen

Als Unterhaltspflege eignen sich am besten spezielle Marmorpflegeprodukte aus dem Fachhandel. Diese unterstützen auch die Schutzwirkung der Imprägnierung. Pflegemittel und Schutzmittel sollten aber auf jeden Fall aufeinander abgestimmt sein.

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