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Silberfische – so bekämpfen Sie die Insekten

Badezimmer Altbau
Oftmals findet man Silberfischchen im Badezimmer.
© XtravaganT; Adobestock
Silberfische haben die meisten von uns zu Hause – und das nicht unbedingt gerne. Wie man die Insekten mit einfachen Hausmitteln wieder los wird? Wir verraten, was hilft.

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Wer kennt es nicht – das Wuseln am Boden, wenn man spätabends oder nachts unverhofft das Licht im Badezimmer anmacht. Was sich da am Boden so hektisch bewegt? Silberfische (Lepisma saccharina)! Sind es nur ein oder zwei, ist die Aufregung meist nicht groß. Kritisch wird es aber bei einer ganzen Bande der Insekten.

Wo leben Silberfische?

Silberfische mögen zwei Dinge: Wärme und Feuchtigkeit. Aus diesem Grund findet man sie zu Hause meistens in Küche, Badezimmer oder Waschküche. Die optimalen Temperaturen liegen für die Insekten bei 20 bis 30 Grad Raumtemperatur und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 Prozent. Da die Tierchen nachtaktiv und lichtscheu sind, bekommt man sie tagsüber nicht wirklich zu Gesicht. In dieser Zeit halten sie sich in Ritzen, Spalten, Fugen oder ähnlichen Verstecken auf.

Silberfische findet man oft im Badezimmer
Silberfische tun dem Menschen eigentlich nichts und sind trotzdem keine gern gesehenen Gäste.
© Mario Saccomano/Colourbox

Wie sehen Silberfische aus?

Silberfische, eigentlich Silberfischchen genannt, zählen zu der Ordnung der Fischchen, die wiederum zu der Klasse der Insekten gehört. Sie sind im ausgewachsenen Stadium rund ein Zentimeter groß, besitzen sechs Füße, fünf Fühler und silbrig glänzende Schuppen.

Küche mit schwarzen Fronten
Auch in der Küche lassen sich die ungebetenen Gäste häufig finden.
© Alexandre Zveiger; Adobestock

Wie lange leben Silberfische?

Die Insekten haben eine erstaunlich lange Lebensdauer. Bis zu acht Jahre können sie alt werden. Wie lange es dauert, bis Silberfischchen ausgewachsen sind, hängt von den Lebensbedingungen ab. Bei Zimmertemperatur kann bis zu einem Jahr vergehen. Für Nachkommen sorgen die Insekten übrigens ihr Leben lang. Doch legen die Weibchen nur dann Eier, wenn Bedingungen wie benötigte Wärme und Feuchtigkeitsgrad erfüllt sind.

Was essen Silberfische?

In Bezug auf ihre Nahrung sind Silberfischchen nicht sehr wählerisch, auch wenn sie eine gewisse Vorliebe für stärkehaltige Stoffe, beispielsweise Zucker, haben. Auch Haare, Kleber, Kleister, Hautschuppen, Hausstaubmilben, Baumwolle, Papier, Leinen, Seide, Kunstfasern, tote Insekten, Schimmelpilze oder Kunstfasern dienen den Insekten als Futter.

Sollte es unverhofft längere Zeit kein Essen geben, haben die Tiere damit auch kein Problem. Denn: Silberfische können mehrere Monate ohne Nahrung überleben.

Tipps zum Vorbeugen

  • Da Silberfischchen Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugen, ist es wichtig, in diesen regelmäßig und gut zu lüften. Bei Zimmern, die kein Fenster besitzen, sollten Sie stattdessen die Tür für einen längeren Zeitraum öffnen, sodass die Feuchtigkeit zumindest in den Gang entweichen kann und nicht aufgestaut wird.
  • Um den Silberfischchen ihre Nahrungsquelle zu entziehen, ist es wichtig, Lebensmittel in der Küche immer gut zu verschließen und generell Böden durch gründliches Reinigen sauber zu halten.
  • Ritzen, sich lösende Tapeten oder ähnlich offene Stellen sollten verschlossen werden, um den Insekten keinen Rückzugsort zu ermöglichen.
  • Da Silberfische oftmals durch Abflüsse in die Wohnung gelangen und sich dort auch verkriechen, empfiehlt es sich, diese regelmäßig mit heißem Wasser durchzuspülen und gegebenenfalls über Nacht zu verschließen.
  • Vorhandener Schimmel sollte unbedingt – und das nicht nur aufgrund seiner Anziehungskraft für die Insekten – behandelt werden.

Warum sollte man Silberfische bekämpfen?

Aus gesundheitlicher Perspektive gibt es keinen Grund, Silberfischchen zu beseitigen, da sie keine Krankheiten übertragen. Ein hohes Aufkommen der Insekten kann aber auf problematische Bedingungen wie etwa eine zu hohe Feuchtigkeit oder Schimmel hinweisen. Doch in diesem Fall arbeiten die Tiere für und nicht gegen uns. Wie oben bereits erwähnt, ernähren sie sich auch von Schimmelpilzen und tragen so ein bisschen zur Lösung des Problems bei.

Durch Abflüsse kommen Silberfischchen oft in die Wohnung.
Durch Abflüsse kommen Silberfischchen oft in die Wohnung.
© Flaminia

Wie beseitigt man Silberfische?

Auch wenn Silberfische dem Menschen nicht gefährlich werden können, stören sich viele an dem Anblick der Insekten. Vor allem, wenn die Tiere immer mehr werden, sich zwischen unserem Essen tummeln und Bücher und Co anknabbern. Folgende Tipps helfen, um die ungebetenen Gäste loszuwerden. Wichtig ist, die verschiedenen Mittel abends anzuwenden, da Silberfischchen wie bereits erwähnt nachtaktiv sind.

  • Duftnoten setzen: Die Tiere sind kein Fan von Lavendel, Zitrone oder Essig. Wischen Sie die Böden der betroffenen Räume also mit einem Gemisch aus Wasser und Zitrone oder Wasser und Essig oder stellen Sie ein Wasserschälchen mit Lavendelöl auf.
  • Selbstgebastelte Klebefallen helfen, die Tiere dingfest zu machen. Einfach auf einem Stück Papier etwas Honig verteilen und abends vor der Insekten-Siedlung aufstellen. Da die Tiere gerne Süßes essen, können sie der Falle nicht widerstehen und werden kleben bleiben. Am nächsten Morgen kann das Papier plus Silberfischchen einfach weggeschmissen werden. Das gleiche funktioniert auch mit Zucker bestreuten Klebestreifen.
  • Auch das altbewährte Hausmittel Backpulver hilft. Dieses einfach mit Zucker vermengen und in der Nähe der Verstecke verstreuen. Essen die Fischchen davon, sterben sie.
  • Als weniger grausames, aber auch effektives Mittel eignen sich Kartoffeln, da die Tiere sich auch für Stärke als Futter begeistern. Einfach die Kartoffel halbieren, aushöhlen und auf ein Stück Papier legen. Dort sammeln sich die kleinen Tierchen und können am nächsten Morgen nach draußen gebracht werden.
  • Sollten Hausmittel nichts helfen beziehungsweise der Befall so groß sein, dass den Silberfischen damit nicht mehr Herr zu werden ist, wird man auch in Drogerien und Co fündig. Dort gibt es verschiedene Varianten – Sprays, Köder oder Klebefallen –, die oftmals aber chemische Wirkstoffe haben.

Bleibt zu hoffen, dass sich eine Silberfisch-Flut mit diesen Mitteln in Zukunft verhindern lässt.

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