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Greige: Ein perfekter Farbmix aus Grau und Beige

Altbau-Wohnzimmer in Greige mit einem Sofa von Sofacompany
Die Farbe Greige ist die perfekte Basic-Nuance beim Wohnen. Praktisch: Greige wirkt gemütlich, warm und einlandend – und hält sich unauffällig im Hintergrund. Somit verträgt sich der Ton mit jedem Wohnstil und macht in klassischen Interieurs eine ebenso gute Figur wie in skandinavischen Wohnungen oder spektakulären Altbauten wie hier.
© Sofacompany
Behaglich, warm – und unauffällig: Wie gutes Make-up schmeichelt Greige Räumen, ohne sich in den Vordergrund zu mogeln. Wie die Farbe Greige beim Wohnen wirkt, woraus sich der Farbton zusammensetzt und wie Sie ihn streichen. Denn Greige ist die aufregendste unaufgeregte Farbe der Saison – man muss sie nur zu kombinieren wissen.

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Bis vor wenigen Jahren schienen monochrome Farbwelten wohlgeordnet: Auf der einen Seite Grau mit seinen kühlen Nuancen, auf der anderen Beige, das gerade sein großes Comeback feierte. Doch das gilt längst nicht mehr, denn die Farben Beige und Grau, Sand und Creme haben sich angefreundet und werden jetzt nicht nur beherzt kombiniert, sondern auch kreativ gemischt. Das Ergebnis: Greige.

Gemeinsamkeiten – Greige ist ein Mix aus Grau und Beige

Allerdings: Greige entstand nicht allein, weil beige und graue Nuancen näher zusammenrückten. Bestimmte Grau- und Beigetöne nimmt das menschliche Auge in der Kombination so individuell wahr, dass manche Nuancen als Beige erscheinen, die für die oder den Nächste:n schon Grau sind und umgekehrt. Abhängig von den Lichtverhältnissen ist Greige einmal mehr grau, ein anderes mal mehr beige, wird mal als kühl und modern betrachtet, mal als warm und behaglich.

Wie Greige und der Trend zur perfekten Basic-Farbe entstanden ist? An dieser Stelle gehen die Meinungen auseinander. Manche schreiben Modemacher Giorgio Armani die Entwicklung von Greige zu, andere Chanels Nagellackton "No. 505 Particulière", der als perfekter Mix von Grau und Beige alsbald Greige genannt wurde. Auf welchem Wege auch immer, stieß Greige aus Mode und Beauty zum Einrichten und bahnte sich als neutrale Nuance von Möbeloberflächen, doch insbesondere als Wandfarbe seinen Weg in unser Zuhause.

Greige wirkt wärmer als Grau

Weil Greige einen etwas höheren Beige- beziehungsweise Sand-Anteil enthält als beispielsweise Taupe oder Mauve, wirkt Greige für viele Augen wärmer und behaglicher als andere Farbmischtöne mit Grauanteilen. Dennoch: Wie beschrieben, gibt es "das" Greige, welches sich womöglich per RAL-Farbmuster bestimmen ließe, gar nicht. Der ebenso warme wie neutrale Farbton liegt beinahe sprichwörtlich im Auge des Betrachters und ist eher eine Palette von Nuancen, die sich minimal unterscheiden und jeweils haarscharf an der Grenze von Grau und Beige angesiedelt sind.

Sideboard mit einer Front und Griffen von Superfront in Greige
Greige wirkt zeitlos und modern wie Grau, dabei aber auch warm und behaglich wie Beige.
© Superfront

Die meisten Hersteller von Farben und Möbeln nutzen daher auch ein Spektrum von mehreren Farbnuancen mit ähnlicher Atmosphäre, die unter der Bezeichnung Greige geführt werden – einige reichen dabei eher ins Grau, andere ins Beige, wieder andere haben Anteile von Grün, Gelb oder Rosa.

Tipps und Ideen für Räume in Greige

1. Greige: einladend und zeitlos

Sie haben bisher in weißen Räumen gewohnt und müssten mal wieder streichen? Dann gibt es drei gute Argumente für die Wirkung von Greige auf die Einrichtung: Ein Greigeton wirkt viel einladender als neutrales Weiß, wärmer als Grau und neutraler als Beige. Noch ein Vorteil? Man sieht sich an Greige lange nicht satt. Und es ist absolut zeitlos.

2. Der Weg zum richtigen Greige-Ton

Um den richtigen Greigeton zu finden, fotografieren Sie den ganzen Raum, den Boden und alle Möbel bei Tageslicht. Mit diesen Bildern gehen Sie zum Baumarkt oder in einen Farb-Store, in dem Sie ein Profi berät. Da Wandfarben je nach Lichteinfall sehr unterschiedlich wirken, halten Sie die Farbkarten Ihrer engeren Auswahl zu Hause zum Testen senkrecht an alle Wände und betrachten sie in mehreren Lichtstimmungen (morgens, mittags, abends). Gefällt Ihnen, was sie sehen, dann schreiten Sie mit ihrem Lieblings-Greige zur Tat.

Gedeckter Tisch mit Geschirr von Ferm Living in Greige, Taupe, Ocker und Mint
Akzente? Ja bitte! Das Greige der Teller wirkt umso moderner, wenn etwas Farbe ins Spiel kommt. Auch sehr schön in der Kombination: die Tischdecke in Taupe.
© Ferm Living

 3. Akzente mit Greige kombinieren

Stellen Sie sich Greige mal als komplettes Outfit vor. Könnte als Basic-Look durchgehen, wirkt aber ziemlich unscheinbar. Wie in der Mode entsteht das gewisse Etwas auch im Interior-Design durch gut gesetzte Akzente. Das können dunkelgrüne Handtücher im greigefarbenen Bad sein, eine Vase in Knallfarben. Oder (für Minimalisten) schmale schwarze Bilderrahmen an einer Wand in Greige im Wohnzimmer. Der Inspiration sind hier wenig Grenzen gesetzt.

Natürliches Badezimmer mit organischen Silhouetten, Holzfronten und Triumphbogen zur frei stehenden Badewanne
Greige und natürliches Holz im Badezimmer verträgt sich ausgezeichnet.
© Duravit

4. Greige und abgetöntes Weiß kombinieren

Wenn die Decke in Ihrer Wohnung weiß bleiben soll, streichen Sie diese am besten trotzdem. Es gibt diverse abgetönte Weißnuancen, die besser zu Greige passen als das kühle Reinweiß, in dem viele Wohnungen übergeben werden. Und: Eine ebenso schöne Kombination mit Greige ergeben übrigens beinahe alle natürlichen Holzoberflächen. Sogar gelbstichige Eiche macht mit Greige eine gute Figur, dafür sorgen die kühlen Grau-Nuancen der Farbpalette.

5. Extratipp für Greige-Einsteiger

Generell gilt auch (aber nicht nur) für Greige Raufasertapete oder schlecht verputzte Wände nie seidenmatt streichen, Glanz betont jede Unebenheit. Kreidematte Farbe kaschiert am besten.

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