Unsere Partner

Beruhigende Farben: Wie sanfte Farbtöne auf Räume wirken

Wohnzimmer mit Wand in Sandfarben, gelben Vorhängen und blauem Schlafsofa
Dunkles Blau als sichere Basis, kombiniert mit angsthemmendem Gelb, warmen Sandtönen und viel Licht: In diesem Wohnzimmer kann man gut zur Ruhe kommen.
© Sofacompany
Dass Wandfarben einen Effekt auf unsere Stimmung haben, wissen wir aus der Farbpsychologie. Die einen setzen Energie frei, die anderen sorgen für mehr Kreativität – aber welche Farben wirken beruhigend? Und in welchen Räumen sollten wir sie einsetzen?

Artikelinhalt

Wie wirken Farben auf die Stimmung?

Wie Farben auf uns Menschen wirken, darüber haben schon früh berühmte Dichter, Malerinnen und Philosophen sinniert. Und auch ein ganzer Wissenschaftszweig beschäftigt sich mit dem Thema: die Farbpsychologie. Denn wir sehen Farben nicht nur mit dem Auge, sie haben auch eine psychische Wirkung auf unser Zentralnervensystem: Tatsächlich beeinflussen sie Stoffwechsel, Atmung, Blutdruck und Muskeltonus. Bei gelben Wänden wird uns warm ums Herz, denn wir assoziieren die Farbe seit jeher mit Sonne und Licht. Rot gibt uns Energie, Kraft und Lebensfreude, signalisiert aber auch Gefahr. Blau lässt uns frösteln, kann je nach Nuance aber auch eine tiefe Zufriedenheit auslösen und die Kreativität steigern. So werden jeder Farbe gewisse Eigenschaften zugeschrieben, die sich durch Tradition, Erfahrung oder Erziehung manifestiert haben. 

Welche Farben wirken beruhigend?

Farben lösen also Gefühle in uns aus und rufen Stimmungen hervor. Warum dieses Prinzip nicht nutzen, um zu Hause – auch mit Hilfe der passenden Wandfarbe – eine entspannte Atmosphäre zu schaffen? Die richtige Farbe an den Wänden im Wohnzimmer kann zum Beispiel helfen, sich vom stressigen Alltag zu erholen oder sorgt im Schlafzimmer für geruhsamen Schlaf. Wohlbefinden und Ruhe bedeuten für viele Menschen neben Entspannung für den Körper auch, sich im eigenen Zuhause sicher zu fühlen. Hier kommen beruhigende Farben ins Spiel: Sie lösen wohlige Gefühle aus, bringen Gemütlichkeit und Wärme in die Wohnung und haben eine entspannende und angsthemmende Wirkung. Aber welche Farbtöne sind das?

Beruhigende Farben: Das Grün der Natur

Die Farbe Grün wirkt sich nachweislich entspannend auf uns Menschen aus. Eine dunkelgrüne Wand bringt die Kraft der Natur ins Haus, wir atmen tief durch wie bei einem Waldspaziergang und unser Puls verlangsamt sich. Der Farbton steht für Harmonie, Erneuerung und Geborgenheit.

Die beruhigende Wirkung von Blautönen

Tiefes, sattes Blau vermittelt das Gefühl einer sicheren Basis, strahlt Ruhe, Souveränität und Optimismus aus. Die Wirkung rührt vom Element des Wassers her, das als Heil- und Energiequelle angesehen und als Ort der Entspannung wahrgenommen wird. Der etwas hellere Pastellton des Himmels regt zum Nachdenken und Träumen an und steigert so die Kreativität und Leistungsfähigkeit. Vor allem lässt sich Blau aber leicht kombinieren – ein verlässlicher Partner eben. 

Schlafzimmer mit blauer Kassettenband und gemütlichem Bett mit vielen Kissen
In Rückzugsräumen wie dem Schlafzimmer wirken beruhigende Farben wie tiefes Blau besonders behaglich.
© Urbanara

Gelb als beruhigende, angsthemmende Farbe

Schon Goethe, dessen Farbenlehre die Grundlage für viele weitere Farbtheorien bildete, wusste, dass die Farbe Gelb "durchaus einen warmen und behaglichen Eindruck mache" und "das Gemüt erheitert". Mit Gelb assoziieren wir Sonne und Wärme, das löst wohlige Gefühle in uns aus und hat einen positiven Effekt auf unsere Psyche. Studien zeigten außerdem, dass der Farbton angsthemmend wirkt und gegen Mutlosigkeit und Niedergeschlagenheit hilft.

Neutrales Grau: beruhigend und ausgleichend

Als Symbolfarbe der Dämmerung steht die Farbe Grau für Ruhe, Harmonie und Ausgeglichenheit. Der Farbton hat eine neutrale bis zurückhaltende Wirkung, in Räumen hilft er dabei, sich von der Reizüberflutung der Außenwelt zu erholen. Auch Sicherheit und Geborgenheit sind positive Eigenschaften, die der Farbwirkung von Grau zugeschrieben werden. 

Warme Farben für Geborgenheit und Wohlbefinden

Generell empfinden wir Farbtöne, die beim Farbkreis im Spektrum der warmen Farben liegen, als angenehm und behaglich. Dazu gehören Gelb-, Orange- und Rottöne, außerdem Braun und alle dazugehörigen Untertöne wie Lehm, Ocker und Terrakotta. Gerade Sand- und Erdfarben wirken beim Einrichten sehr wohnlich und beruhigend. Warum? Sie kommen in der Natur am häufigsten vor, deshalb nehmen wir sie ganz natürlich wahr und fühlen uns in ihrer Umgebung geborgen.

Beruhigende Farben: In diesen Räumen entfalten sie ihre Wirkung

Bei der Verwendung von beruhigenden Farben zur Raumgestaltung sollte eines immer im Vordergrund stehen: Entspannung. Die sanften Farbtöne an den Wänden eignen sich für Rückzugsräume wie das Schlafzimmer, das Wohnzimmer und das Bad. Im Schlafzimmer wirken beruhigende Farben besonders behaglich, weil wir uns nachts evolutionsgeschichtlich gerne dahin zurückziehen, wo es warm und sicher ist. Es ist der intimste Raum in der Wohnung und sollte möglichst ohne große Reizwirkung eingerichtet sein, damit man hier wirklich zur Ruhe kommen kann. Auch im Flur können beruhigende Farben ihre entspannende Wirkung entfalten, wenn man nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt und sich direkt geborgen fühlt. 

Wohnzimmer mit Daybed vor halbhoher Kassettenwand in Grau
Ob im Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad oder Flur: Überall dort, wo Entspannung gesucht wird, können beruhigende Farben unterstützen.
© Ferm Living

In Zimmern wie dem Homeoffice sind beruhigende Farben dagegen zu wenig anregend – zumindest im Allover-Look. Hier lieber auf Akzente in kräftigen Farben setzen. Die kleinen Farb-Unterbrechungen wirken sich positiv auf die Konzentration und Produktivität aus. In Kombination mit großflächigem Weiß oder einem hellen Grau können anregende Farben wie Violett, stimulierendes Rot und Orange oder inspirierendes Türkis die Motivation steigern und die benötigte Energie liefern, um kreativ zu arbeiten.

Wohntipps im Video:

Weiterlesen?


Mehr zum Thema