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Welcher Backofen ist der richtige für Sie? Eine Kaufberatung

Silberner Backofen in grauer Küche mit offener Tür zum Wohnzimmer
Gastronomisch: Ein Backofenvolumen wie in der Restaurantküche und Temperaturen bis 320 Grad Celsius bieten die Öfen der "Professional Plus"-Standherde auf 90 cm Breite. Preis: ab ca. 5.480 Euro, www.ilve.com
© Ilve
Der Braten muss saftig, die Pizza knusprig werden. Aber benötige ich beim Backofen tatsächlich eine Zusatzfunktion als Dampfgarer oder eine eingebaute Mikrowelle? Wir zeigen, was ein Backofen heute mitbringen sollte und worauf Sie bei Pflege und Einbau achten sollten.

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Ein Backofen muss vielen Anforderungen standhalten: Er soll knusprig braten, aber nicht austrocknen, schnell aufheizen und doch sanft garen.

Diese Grundausstattung braucht ein Backofen

Diese vier Betriebsarten sollte ein Backofen beherrschen: Heißluft, Ober-, Unterhitze und Grillfunktion. Für 60-cm-Möbelnischen gibt es Garraumvolumen mit einem Fassungsvermögen von 60 bis 78 Liter. Vier bis fünf Einschubebenen reichen aus. Eine der Ebenen im Backofen sollte sich ganz ausziehen lassen.

Geeignete Öfen für kleine Küchen

Sinnvoll für kleine Küchen sind Kombigeräte. So gibt es zum Beispiel Back- und Dampfgarer in einem. Andere Backöfen kommen, neben den klassischen Heizarten, mit Dampffunktion und eingebauter Mikrowelle daher. Heute ist fast jeder Dampfgarer auch ein vollwertiger Backofen. Diese Geräte gibt es aber oft nur für 45-cm-Nischen.

Zusatzfunktionen für Backen, Braten und Dampfgaren

Backöfen mit Schnellaufheizung ersparen das Vorheizen, eine Intensivbackfunktion erspart z. B. beim Tortenboden das Vorbacken. Eine Bratautomatik heizt den Backofen auf 230 Grad hoch, bis die Poren des Bratens geschlossen sind, und fährt dann auf die eingestellte Temperatur zurück. Für all diese (wirklich komfortablen!) Funktionen des Backofens gibt es sinnvolle Vorschlagstemperaturen, die man natürlich ändern kann.

Im Trend sind Backen und Braten mit Feuchtigkeitszugabe, das heißt dann "Klimagaren" oder "Dampfstoßfunktion". Sensoren messen dabei die Feuchtigkeit im Ofen, so wird das Austrocknen der Speisen verhindert oder besonders sanftes Garen ermöglicht – eine gute Sache also. Sollten Sie auf der Suche nach einem neuen Backofen sein, unbedingt darauf achten. Ein Pizzastein ist nur sinnvoll, wenn es der Backofen auf 300 Grad schafft, Standard sind 250 Grad.

Im Vakuum- oder Sous-vide-Dampfgarer werden Speisen im Vakuumbeutel gradgenau ohne Schwankungen je nach Speise bei zwischen 50 und 85 Grad im Backofen sanft gegart. Da die Luft ausgeschlossen ist, bleiben Aromen und Feuchtigkeit erhalten. Backöfen mit einer Einschubinduktionsplatte verbinden die Induktionstechnik mit der Backofentechnik, z.B. der Oberhitze (von Bauknecht).

Die neuen Backöfen – und was sie können

Ganz wichtig: Was ein guter Backofen können muss, richtet sich vor allem nach persönlichen Ansprüchen. Klären Sie ihre Ansprüche vor dem Backofenkauf genau, schließlich ist ein Backofen oft eine Anschaffung für viele Jahre.

Backofen "InstaView Double Open Range" von LG

Doppeldecker: Der "InstaView Double Oven Range" bietet gleich zwei separate, technologisch bestens ausgerüstete Backräume übereinander. Zweimaliges Klopfen auf die Tür aktiviert die Beleuchtung. Preis auf Anfrage, www.lg.com

Backofen "LHOV" von Elica

Schwarzer Backofen in kompakten Formen
© Elica

Multitalent: Für die ungewöhnliche Kombi aus Kochfeld, Dunstabzug und Backofen im 3-in-1-Gerät "LHOV" hat der Hersteller auch neue, kompakte Proportionen gefunden. Preis: ca. 6.000 Euro, www.elica.com

Backofen "H BO" von Bora

Solitär: Der vielseitige und leistungsstarke Dampfbackofen "X BO" macht sich gut an der Küchenwand und verfügt über alle Raffinessen vom Bratenthermometer bis zur WLAN-Schnittstelle. Preis: ab ca. 5.300 Euro, www.bora.com

Backofen "Design Ofen Air Fry & Pizza" von Gastroback

Kompakt-Backofen "Design Ofen Air Fry & Pizza" auf einer weißen Arbeitsplatte
© Gastroback

Kompaktklasse: Ein weiterer kleiner Küchenhelfer, der "Design Ofen Air Fry & Pizza", bringt viel Zubehör mit, darunter einen Pizzastein, einen Drehspieß und einen "Air Fry"-Korb. Mit knapp 40 cm Breite passt er selbst in kleine Büro- oder Wohnmobilküchen. Preis: ca. 250 Euro, www.gastroback.de

Welche Energieeffizienzklassen gibt es?

Moderne Küchengeräte erleichtern häufig nicht nur die Arbeit, sie sind auch deutlich energiesparender als ihre alten Vorgänger. Das gilt natürlich auch für Backöfen. Die modernsten Geräte heutzutage haben die Energieeffizienzklasse A+++, die schlechteste Geräteklasse im Handel ist B. Backöfen mit einer schlechteren Energieeffizienzklasse erfüllen nicht die Anforderungen der europäischen Ökodesign-Verordnung und dürfen daher nicht mehr verkauft werden.

Energiespartipp: Umluft ist bis zu 40 Prozent sparsamer als Ober- oder Unterhitze, da die Temperatur bei Umluft etwa 20°C bis 30°C niedriger eingestellt werden kann.

Reinigung und Pflege

Fragen Sie nach speziellen Emailbeschichtungen – zum Beispiel "PerfectClean". Aufgrund besonderer Antihafteigenschaften lassen sich Backöfen mit "PerfectClean" besonders leicht reinigen. Bei "Easyclean" wiederum handelt es sich um eine Reinigungshilfe vom Küchenhersteller Neff. Bei der wird Wasser mit einem Tropfen Spülmittel in eine kleine Wanne unten im Backofen gegeben. Startet man anschließend das Programm, weicht der Wasserdampf die Rückstände auf und letztere lassen sich ganz einfach auswischen.

Wer bei der Reinigung seines Backofens auf Sprays verzichten möchte, kann zum Beispiel auf Waschsoda zurückgreifen. Praktischer sind Backöfen mit Selbstreinigung (Pyrolyse). Bei der Pyrolyse werden Rückstände mit bis zu 480 Grad bei geschlossener (!) Backofentür zu Asche verbrannt, die sich im Anschluss ganz einfach entfernen lassen. Ein solcher Backofen ist ca. 300 bis 500 Euro teurer. Für Dampfgarer gibt es praktische Entkalkungstabs.

Die richtige Einbauhöhe für den Backofen

Ein Einbaugerät sollte in bequemer Sicht- und Arbeitshöhe im Hochschrank platziert werden. Das bedeutet: Unterkante Backofen gleich Oberkante Arbeitsfläche. Für die perfekte Arbeitsflächenhöhe gilt die Faustregel: 10 bis 15 Zentimeter unter der eigenen Ellenbogenhöhe.

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