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Expertin Juliane Zimmer über: die passende Wohn- oder Wandfarbe

Wie wähle ich die passende Wandfarbe aus? Antworten auf diese und andere Fragen zum Thema Farbe gibt es in unserem Interview mit SCHÖNER WOHNEN-Expertin Juliane Zimmer.
Die SCHÖNER WOHNEN-Trendfarben: Türkis
Die ideale Wohnfarbe gibt es nicht, auch nicht die ideale Farbkombination. Wie so oft gilt: Erlaubt ist was gefällt.
In diesem Artikel
Gibt es die ideale Wohnfarbe?
Gar nicht intuitiv?
Sondern was zuerst tun?
Klingt doch, als wären letztere die idealen Wohnfarben für jedermann?
Was halten Sie von Farbpsychologie?
Ist es deshalb so schwer, den richtigen Ton zu finden, weil Farben in verschiedenen Umgebungen ganz unterschiedlich wirken?
Expertin Juliane Zimmer über: die passende Wohn- oder Wandfarbe

Haben Sie Wohnprobleme, fragen Sie einfach Juliane Zimmer. Die SCHÖNER WOHNEN-Expertin beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit den Themen Einrichten, Farbe und ist unsere Spezialistin für individuelle und pragmatische Lösungen.

Gibt es die ideale Wohnfarbe?

Nein, gibt es nicht; genauso wenig wie das ideale Sofa oder das ideale Regal. Um die richtigen Farben für die eigenen Räume zu finden, muss man genauso systematisch vorgehen wie bei der Wahl der Möbel oder bei der Planung der Küche.

Gar nicht intuitiv?

Ja und nein. Ja – natürlich kennt jeder seine ganz persönlichen Farbvorlieben. Aber nein – deswegen sollte man trotzdem nicht gleich drauflosstreichen.

Sondern was zuerst tun?

Sich fragen, wie man wohnen möchte. Es gibt vier charakteristische Farbfamilien, deren Wirkungen im Raum ganz unterschiedlich sind: Pastellfarben schaffen eine sanfte Atmosphäre, Buntfarben, die Abkömmlinge der Regenbogenfarben, sind lebendig. Die mit Grau abgemischten Töne nennt man Schattenfarben, sie vermitteln Geborgenheit. Und die stillen Unfarben wie Weiß, Schwarz, Beige und Natur erzeugen viel Ruhe, sie passen eigentlich immer.

Klingt doch, als wären letztere die idealen Wohnfarben für jedermann?

Nur, weil man nichts falsch macht, hat man noch lange nicht alles richtig gemacht. In ihrer Neutralität sind diese Töne auch leicht langweilig. Es kann viel interessanter wirken, visuelle Reize zu setzen, Konturen hervorzuheben. Das tut man mit starken Farbkontrasten, der stärkste entsteht durch Schwarz und Weiß. Will man Konturen verschwinden lassen, weil man etwa einen kleinen Raum größer wirken lassen möchte, sollte man dagegen für Decke, Wand und Boden den gleichen hellen Ton verwenden.

Was halten Sie von Farbpsychologie?

Manche Thesen klingen furchtbar esoterisch, aber letzten Endes ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Farben auf das Gemüt wirken. Rot regt an, Blau ist kühl, Orange gibt Energie, Gelb liefert Sonne und Wärme, Grün hilft bei der Konzentration, Weiß ist leicht, Schwarz erdet uns. Mittelgrau ist Ausdruck vollkommener Ruhe, Lila wirkt geheimnisvoll – und die allermeisten Männer wissen damit nichts anzufangen.

Ist es deshalb so schwer, den richtigen Ton zu finden, weil Farben in verschiedenen Umgebungen ganz unterschiedlich wirken?

Stimmt genau. Von Goethe stammt das Zitat "Farben sind Taten des Lichts“. Deswegen sollte man, bevor man eine Wand streicht, eine Rolle weißer Tapete kaufen, den gewählten Ton daraufpinseln und den Streifen an die Wand pinnen. Und die Entscheidung für oder gegen die Farbe erst treffen, nachdem man ein paar Tage lang zu jeder Zeit und bei jedem Wetter draufgeschaut hat.