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Draußen leben

Bei schönem Wetter im Garten entspannen - wer mag das nicht? Richten Sie sich auch draußen ein, Juliane Zimmer gibt hilfreiche Tipps.

Sind Sie Draußensitzerin?

Draußen leben

Absolut. Am liebsten frühstücke ich schon draußen. Der Tag fängt so knackig an, man wird schneller wach und fühlt sich ein bisschen wie in den Ferien.

Weil es draußen nicht so komfortabel ist wie drinnen?

Das gehört dazu! Man muss das ganze Zeug rausschleppen, der Kaffee wird schneller kalt, die Tischdecke fliegt hoch, es ist immer was los. Ich finde das nicht schlimm, denn draußen lebt man freier.

Trotzdem möchte man sich auch im Freien einrichten. Was muss man dabei beachten?

Im Grunde gelten die gleichen Gesetze wie im Haus: Als Erstes muss ich mir einen Raum schaffen; nur dass ich keine Wände aufstelle, sondern eine Hecke pflanze oder einen Sichtschutz auswähle, dass ich keinen Teppich ausrolle, sondern den Boden pflastere oder eine Holzterrasse anlege. Und statt mir ein Dach zu bauen, installiere ich eine Markise. Natürlich kann ich meinen Tisch auch mitten auf die Wiese stellen, aber instinktiv werde ich versuchen, ihn unter einen Baum zu stellen, schaffe also eine Insel.

Und wenn mein Balkon nur eine ziemlich kleine Insel bildet?

Dann sollte ich trotzdem zuerst überlegen, wie ich ihn bepflanzen möchte, wie ich mich vor der Sonne oder vor den Blicken der Nachbarn schützen kann.

Wenn es dann endlich so weit ist: Welche Gartenmöbel wähle ich?

Das hängt von der Architektur des Hauses und vom verfügbaren Platz ab. Für einen kleinen Balkon sind Klappmöbel praktisch, hat er ein Dach, kann ich auch ein Sofa mit Polstern wählen, will ich die Möbel abends unterstellen, sollten sie nicht zu schwer sein oder Rollen haben. Klasse ist natürlich ein kleines Gartenhaus, das Tisch und Stühlen im Winter Unterkunft bietet.

Ich dachte, die ganzen modernen Gartenmöbel muss man gar nicht mehr unterstellen?

In der Tat hat sich bei den Materialien in den vergangenen Jahren wahnsinnig viel getan. Es gibt heute Kunststofffasern, die wie Rattan aussehen, die praktisch unkaputtbar sind, es gibt lichtechte Stoffe, wetterfeste Textilien. Aber ehrlich, auch die bleiben länger schön, wenn sie nicht alles aushalten müssen.

Mit diesen neuen Materialien hat sich auch die Optik der Möbel verändert.

Die neuen Gartenmöbel sind wohnlicher, es gibt Sofalandschaften, Daybeds, luxuriös ausgestattete Outdoorküchen. Heute ist die Terrasse das zweite Wohnzimmer.

Wie sieht es in Ihrem persönlichen zweiten Wohnzimmer aus?

Wir haben uns gerade ein großes Holzdeck ans Haus gebaut. Und im Garten stehen die alten Eisenmöbel meiner Kindheit. Mit ihnen verbinde ich Erinnerungen an gelb-weiß gestreifte Markisen, an Rosenspaliere, an Lauben und an Zwangsschlagsahne.

Bitte was?

Zwangsschlagsahne! Um das Geschleppe in Grenzen zu halten, wurde bei uns die Torte schon im Haus auf die Teller verteilt – und der Einfachheit halber eben auch die Sahne.

Interview: Anne Zuber

Fotostrecken zu Garten, Terrasse und Balkon: