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Küchenweisheiten

Was in die Küche gehört und was nicht, wie sie konzipiert und eingerichtet werden sollte - Juliane Zimmer hat Antworten.

Der erste Schritt zur perfekten Küche?

Küchenweisheiten

Weg mit allen Dingen, die nicht täglich benutzt werden. Eierkocher, Entsafter, die vielleicht einmal im Jahr zum Einsatz kommen, verstopfen nur die Schränke. Und wenn ich erst auf Knien in den Schrank kriechen muss, um das Eisen hervorzuholen, habe ich zum Waffelbacken schon keine Lust mehr.

Einige Dinge sollte man aber schon behalten, oder?

Ein Pürierstab muss sein, ein Schneidbrett und ein richtig scharfes Messer mitsamt Schleifstein. Ich besitze ein japanisches, das war unfassbar teuer, hat aber alle anderen überflüssig gemacht. Damit ist der Rotkohl ruck, zuck klein geschnitten – viel schneller, als wenn ich erst eine Küchenmaschine zusammenbauen und sie anschließend wieder sauber machen muss. In einer Profiküche finden Sie übrigens auch keinen Maschinenpark.

Was kann man sich noch von den Profiköchen abschauen?

Gute Raumorganisation. Bei meinem kleinen Italiener um die Ecke ist die Küche winzig, trotzdem funktioniert sie reibungslos. Warum? Weil der Raum streng in vier Bereiche geteilt ist: einen zum Vorbereiten, eine Kochstation, die Anrichte und die Spüle. Jede Zone hat eine eigene Arbeits- und eine Abstellfläche. Und genau so sollte man das auch bei sich zu Hause planen.

Welches sind die häufigsten Fehler bei der Planung einer neuen Küche?

Dass man sich für kleine Küchen breite Schubladen aufschwatzen lässt. Die kann man dann nur öffnen, wenn alle anderen den Raum verlassen..

Gibt es Materialien, die optimal sind?

Wichtig ist, sie zu mischen. Nichts ist schlimmer als total einheitliche Küchen mit glatten Fronten, hinter denen alles verschwindet. Da wird jede herumliegende Tomate schnell zur Zumutung.

Wie kann man dem entgegenwirken?

Durch die Verschränkung von Küchen- und Esszimmermöbeln, also die Kombination von Holz und Hochglanz, Einzel- und Einbaumöbeln, unterschiedlichen Fronten.

Warum sehnen sich so viele Leute nach einer Wohnküche?

Dahinter steckt die Vorstellung von der Landhausküche in alten Häusern, die das Zentrum des Familienlebens waren. Die Räume waren groß, und man konnte die Tür hinter sich zumachen. Das war in der Tat ideal.

Ich höre ein "aber" heraus...

In heute geplanten Häusern ist der Wohnbereich meist nicht abgetrennt. Das bedeutet, dass man auf dem Sofa das Geklapper der Teller hört und alle Gerüche wahrnimmt. Das muss man wollen.

Was tut man, wenn man sich in einer Mietwohnung mit einer hässlichen Einbauküche arrangieren muss?

Man kann zum Beispiel die Fronten austauschen und die ursprünglichen beim Auszug wieder anbringen; oder Oberschränke abmontieren, einmotten und stattdessen offene Regale anbringen.

Wie sieht die Küche aus, wenn Sie gekocht haben?

Recht gut, eigentlich. Bei meinem Mann ist das ganz anders. Aber dafür kocht er besser als ich!

Interview: Anne Zuber

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