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Holz in der Küche

Pure Form: "Woodline.one" von Zeyko
"Woodline.one" von Zeyko ist eine Küche mit einem interessanten Materialmix aus Holz und Beton.
© zeyko
Holz fasziniert mit seiner natürlichen Maserung und Farbe als Korpus, Front oder Arbeitsfläche und wird im Alter bei guter Pflege immer schöner. Das gilt es zu beachten.

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Holz stiftet Behaglichkeit und reguliert das Raumklima. Kein Wunder, dass Holz jetzt öfter im Herzen des Hauses, der Küche, zu finden ist, und das nicht nur als einzelne Elemente wie Schneidbrettchen oder Schranktüren, sondern im ganzen Raum, vom Boden bis zum Schubladenkasten.

Die Fronten – große Fläche bestimmen den Look der Küche

Holzarten
Als Front eignen sich nahezu alle Hölzer. Eiche oder Nussbaum sind besonders hart und robust, Birke und Ahorn mit feiner Pore sehr hell.

Oberflächen
Holz ist zwar empfindlicher als viele Alternativen, Dellen und Macken lassen sich aber ausbessern. Seine natürliche Ausstrahlung behält es, wenn es regelmäßig geölt oder lackiert wird.

Reinigung und Pflege
Wasserlösliche Putzmittel sind kein Problem. Scheuernde Mittel und Tücher greifen die Oberfläche aber nachhaltig an und sollten daher tabu sein. Generell gilt: Vorsicht mit Mikrofasertüchern, denn sie wirken wie Schleifpapier. Schmutz nur mit einem leicht feuchten Tuch in Richtung der Holzstruktur abwischen. Säurehaltige oder chemische Reiniger können die Holzoberfläche beschädigen. Direkte Sonneneinstrahlung kann die Holzfarbe verändern.

Feine Stäbchen aus Walnussholz auf Küchenmodulen, Schränken oder als Wandverkleidung verschmelzen zur Einheit
Feine Stäbchen aus Walnussholz auf Küchenmodulen, Schränken oder als Wandverkleidung verschmelzen zur Einheit, www.leicht.com
© Leicht / P. Schumacher

Das Innenleben – Ordnung mit Stil erleichtert das Leben

Massive Platten
Für die Ablageschlitze großer Küchenmesser oder Vertiefungen für allerlei Kleinkram werden handwerklich bearbeitete Massivholzplatten verwendet – stabil und schön anzusehen.

Flexible Systeme
Baukästen aus Trennwänden, rutschfesten, beflockten Flächen, Einsätzen für Gewürzgläser oder Frischhaltefolie und Stromversorgung bieten viele Kombinationsmöglichkeiten. Zur Reinigung und Pflege lässt sich alles schnell auseinandernehmen und wieder zusammensetzen.

Durchgefärbte Hölzer
Das Innenleben von Schubkästen wird täglich strapaziert, das Holz ebenso. Abnutzung und Patina sind nur dann schön, wenn das Material durch und durch eine Färbung hat und kleine Macken, Dellen und Kratzer nicht durch andere Farben extradeutlich und unschön auffallen.

Sicherer Schutz
Ein gutes Messer gehört in einen schützenden Schlitz. Rutscht es lose in der Schublade hin und her, ist es nach kurzer Zeit stumpf, und seine Klinge wird nach und nach zerstört.

Innenausstattung "Classic" von Siematic aus Rauchkastanie und Aluminium ist flexibel einsetzbar.
Elegant: Innenausstattung "Classic" von Siematic aus Rauchkastanie und Aluminium ist flexibel einsetzbar.
© SieMatic

Arbeitsplatte – keine Angst vor Holz

Bezeichnungen
Unter Vollholz versteht man Platten, die durchgehend aus einem Stamm gear­beitet (und darum auch am teuersten) sind. Beim Massivholz werden gleich große Stücke einer Holz­art miteinander verleimt. Sogenanntes Echtholz ist dagegen nur ein dünnes Furnier, das auf eine Trägerplatte aufgebracht wird – schön als Front, als Arbeitsplatte jedoch nicht lange halt- und belastbar. Achten Sie darauf, dass Kochfeld und Spüle auf der Arbeitsplatte aufliegen und die Kanten gut versiegelt sind. Der Wasserhahn sollte wandmontiert sein, so bildet sich keine Staunässe um den Fuß. Heiße Töpfe gehören auf einen Untersatz! Wer den Schutz der Arbeitsfläche regelmäßig auffrischt, hat lange Freude daran.

Hygiene
Holz wirkt antibakteriell, da es Feuchtigkeit aufnimmt und einschließt und so Bakterien ihre Überlebensgrundlage entzieht. Darüber hinaus sind die im Holz enthaltenen Tannine oder Polyphenole keimhemmend und -tötend. Kiefernholz ist der effektivste Keimkiller, gefolgt von Lärche und Eiche. Im Gegensatz dazu können sich Bakterien in nicht gereinigten Ritzen von Schneidbrettern aus Kunststoff fröhlich vermehren.

Herkunft
Eiche, Kirsche, Nussbaum oder Ahorn: Alle heimischen Hölzer sollten aus Deutschland oder Europa sowie aus nachhaltiger Forstwirtschaft mit FSC- oder PEFC-Siegel stammen.

Küche "Basis" aus schwarzer Räuchereiche von Reform
Smoky: Küche "Basis" aus schwarzer Räuchereiche von Reform.
© Reform

Massivholz – extrem stabil, langlebig und belastbar

Der Korpus
Statt aus beschichteten Spanplatten werden Massivholzküchen zu 100 Prozent aus Naturholz gefertigt und halten ein Leben lang.

Vorteile
Der umweltfreundliche, nachwach­sende Rohstoff sorgt feuchtigkeitsregulierend für ein gesundes Raumklima, ist extrem lange haltbar, somit nachhaltig, und es gibt eine riesige Auswahl. Außerdem wirkt Holz von Natur aus antistatisch.

Nachteile
Die Empfindlichkeit gegen Kratzer, stehende Nässe und starke Hitze erfordert Vorsicht im Alltag und sofortige Reinigung. Je nach Beanspruchung Holzküchen am besten alle zwei Jahre mit einem Naturlöl oder Hartwachsöl nachölen.

Verarbeitung: Handwerk steht für beste Qualität

Holzverbindungen
In Küchenmanufakturen werden Wangen, Fronten und Platten meist von ein und demselben Handwerker miteinander verbunden, damit sie eine einheitliche Handschrift tragen. Besonders schön anzusehen sind die sogenannten Schwalbenschwanzverbindungen, bei denen keinerlei Metallstifte, Schrauben oder Ähnliches nötig sind.

Furniere
Für ein perfektes Bild der Maserung werden für Fronten feinste Furnierblätter aus einem einzigen Baum gefertigt und fugenlos aneinandergesetzt. Damit sie sich wie aus einem Guss zusammenfügen, sind höchste Präzision und Erfahrung nötig. Besonders aufwendig sind Furnierabwicklungen über mehrere Schranktüren oder Elemente hinweg.

Hinter perlgrauen Eichentüren steckt eine Küche mit onyx­schwarzer Fenix-Front von Next 125
Überraschung! Hinter perlgrauen Eichentüren steckt eine Küche mit onyx­schwarzer Fenix-Front von Next 125.
© Next 125

Kombinationen – zwei Komponenten reichen

Elegant
Ist die Front aus Holz, kann eine Keramik- oder Natursteinarbeitsplatte aus der gleichen Farbfamilie eine tolle Ergänzung sein. Einer soften Fenix-Oberfläche – einem sehr kratzfesten, haptisch weichen Nanotec-Material mit Antifingerprintbeschichtung – steht die feine Maserung edler Hölzer gut.

Mutig
Schwarze oder ganz dunkle Hölzer schlucken Licht und sollten in Räumen mit viel Tageslicht mit hellen Gegenspielern kombiniert werden. Dabei kann zum Beispiel der warme Ton einer Altbaudiele in der Arbeitsplatte farblich wieder aufgenommen werden.

Nordisch
Naturbelassene helle Hölzer am Boden und weiße an der Küchenfront oder umgekehrt sind die Zutaten für den beliebten skandinavischen Look.

Fussboden aus Holz für die Küche

Holzdielen sind empfindlicher als Fliesen, sie reagieren auf Wärme, Feuchtigkeit und Licht. Für Bodenheizungen sind sie nur bedingt geeignet. Aber kein anderer Belag ist so fußwarm, kann das Raumklima so gut regulieren und Behaglichkeit vermitteln. Als Schutz eignen sich Öle und Hartwachse. Spezielle Seifen im Wischwasser schützen die Oberfläche bei jeder Reinigung aufs Neue. Nur stehende Nässe ist nicht erlaubt!

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