Badezimmer planen – darauf sollten Sie achten

Sie hätten gern ein neues Badezimmer? Wir haben 13 Tipps für die Planung Ihres zukünftigen Traumbads zusammengestellt. Mit dabei: eine Kurz-Checkliste und unsere kostenlose 3D-Planer-Software.
Kleines Badezimmer mit den Badezimmer-Möbeln "Puro Duo" und "Xetis" von Kaldewei
Wer sein Badezimmer plant, dem öffnen sich ungeahnte Möglichkeiten.
In diesem Artikel
1. Ausreichend Zeit für die Badplanung einrechnen
2. Zeichnung des Badezimmers machen
3. Bedarf analysieren
4. Wunschliste schreiben
5. Licht im Badezimmer analysieren
6. Die richtigen Fliesen – ein Thema für sich
7. Vorbilder finden
8. Wohnlichkeit nicht vergessen
9. Fördergelder erkunden
10. Badausstellungen besuchen
11. Partner zur Badplanung suchen
12. Angebote einholen
13. Auftrag vergeben

1. Ausreichend Zeit für die Badplanung einrechnen

Ob Renovierung oder Neubau – wer ein neues Bad plant, muss sehr genau wissen, was er will. Schließlich soll es auch für die nächsten Jahre das Richtige sein. Im Bundesdurchschnitt bleibt das Badezimmer 15 bis 20 Jahre lang unverändert. Und Fehlentscheidungen bei der Badplanung sind später leider kaum noch zu revidieren. Daher: Nehmen Sie sich zum Planen des neuen Badezimmers ausreichend Zeit. 

2. Zeichnung des Badezimmers machen

Bevor es ans Planen geht, zeichnen Sie den Raum als Grundriss – auf Papier oder digital am Rechner - zuerst einmal auf. Das macht sichtbar, wie viel Platz vorhanden ist und, bei einer Renovierung, was einem an der alten Aufteilung gefiel und was nicht. Gleich mitbedenken: Lässt sich das Bad mit einem anderen Raum wie dem Schlafzimmer verbinden oder möchten Sie es gleich ganz verlegen? Vielleicht wünschen Sie sich zusätzlich noch ein Gästebad, das Sie noch zum Duschen nutzen können? Spielen Sie mit Ihren Möglichkeiten – jetzt ist die Gelegenheit dazu. 

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Armatur Waschtisch Dornbracht

Besondere Armaturen werten jedes Badezimmer auf. 

3. Bedarf analysieren

Die nächste Frage: Wer und wie viele Personen werden das Badezimmer benutzen? Denn ein Bad für zwei Erwachsene benötigt ganz andere Anforderungen an Stauraum und Nutzfläche als ein Familienbad, in dem sich auch Kinder zu Hause fühlen sollen. Gleiches gilt für ältere und Personen mit Handicap. Hier müsste noch auf entsprechende Badmöbel wie Dusche und WC und auch auf barrierefreie Zugänge geachtet werden. 

4. Wunschliste schreiben

Machen Sie sich nun eine Liste, was Ihr neues Bad können sollte und was Sie sich wünschen: Welche Armaturen schweben Ihnen vor? Möchten Sie vielleicht einen Doppelwaschtisch mit viel Ablagefläche? Oder eine bodenebene Dusche? Könnten Sie auf eine Badewanne verzichten, um Platz zu sparen? Haben Sie schon immer von einer Fußbodenheizung geträumt? Und was ist mit einer Whirlwanne oder gar einem Dampfbad?

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Badewanne - ja oder nein? Diese und viele andere Fragen gilt es bei der Planung des Badeszimmers zu beantworten.

5. Licht im Badezimmer analysieren

Nun geht es an die Beleuchtungssituation. Haben Sie Tageslicht in Ihrem Bad? Oder ist es möglich, dafür zu sorgen? Waren Sie mit der bisherigen Lichtsituation zufrieden, wenn ja, was hat Ihnen gefallen? Bevorzugen Sie direktes oder indirektes Licht und über dem Waschtisch eine punktuelle Beleuchtung? Und sollen die Leuchten separat zu schalten oder vielleicht lieber dimmbar sein? Und ganz wichtig bei der Lichtplanung: Im Spiegel sollte das Gesicht stets schattenfrei ausgeleuchtet sein.

6. Die richtigen Fliesen – ein Thema für sich

Fliese "Calacatta" von Roca

Egal für welche Fliesen Sie sich entscheiden: Halten Sie den Raumeindruck möglichst dezent.

Bei der Badgestaltung ist die Fliesenplanung ein wichtiger Punkt. Welche Fliesen sollen es sein? Denken Sie vor allem auch daran, dass sich Ihr Geschmack verändern kann. Ausdrucksstarke, farbige Fliesen, die Ihnen heute noch gefallen, können in wenigen Jahren den morgendlichen Gang ins Bad schwer machen. Dezente Modelle sind da besser. Sie sind vielleicht nicht gleich der Blickfang, dafür zeitlos in der Optik.

7. Vorbilder finden

Sie sind sich nun über die räumlichen Gegebenheiten und Ihre Wünsche im Klaren, dann können Sie jetzt in Zeitschriften oder online auf Vorbildsuche gehen. Beeindruckende Traumbäder finden Sie zum Beispiel auf unserer Übersichtsseite Badezimmer oder auf Pinterest in unserem Badezimmer-Album. Häufig sind in modernen Bädern die Elemente wie zum Beispiel die Badewanne nicht an der Wand entlang angeordnet, sondern stehen gern mal frei. Zeitgemäß sind auch halbhohe Installationswände für den Waschtisch, die gleichzeitig als Sichtschutz im Raum oder Spritzwand für die Dusche dienen. 

 

Kurz-Checkliste: alle Punkte auf einen Blick

  • Überstürzen Sie die Badplanung nicht - sie braucht Zeit.
  • Warum ein neues Bad? Was soll es können?
  • Welcher Raum steht zur Verfügung (Grundriss)?
  • Wer soll das Bad nutzen?
  • Welche Wünsche soll das neue Bad erfüllen?
  • Wie soll das Bad beleuchtet werden?
  • Welche Fliesen sind möglich?
  • Gibt es Vorbilder fürs neue Bad (Wohnmagazine / Internet)?
  • Wie lässt sich das Bad wohnlicher gestalten?
  • Sind Fördergelder abrufbar?
  • Inspirationen von Badausstellungen holen.
  • Wählen Sie einen Partner für eine Gesamtplanung.
  • Holen Sie sich mehrere Angebote ein.
  • Auftrag an qualifizierte Fachbetriebe vergeben und Abläufe klären.
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8. Wohnlichkeit nicht vergessen

Bisher legten wir das größte Augenmerk auf die Funktionalität und Praxistauglichkeit des Badezimmers. Die letzten Jahre haben Bäder jedoch auch immer mehr den Wandel vom reinen Nutzraum zum privaten Rückzugsort vollzogen. Wohnlichkeit ist daher auch im Bad ein wichtiges Thema. Wandfarben, Badmöbel aus Holz oder sogar Sitzgelegenheiten wie Bänke sind heute entscheidende Gestaltungspunkte für ein wohnliches Ambiente im Badezimmer. Selbst ein Parkettboden im Bad ist heute kein No-Go mehr.

Badezimmer-Kollektion "Mya" aus Eichenholz

Früher verpönt, heute fast schon ein Muss: Holz im Bad.

9. Fördergelder erkunden

Sie planen bei Ihrer Badrenovierung den Einbau neuer Fenster, eine Erneuerung der Heizung oder wollen das Bad vorsorglich altersgerecht gestalten? Dann nutzen Sie auch entsprechende Fördermöglichkeiten, die die Badumgestaltung günstiger machen. Informationen zu aktuellen Förderprogramme bieten die Webseite der KfW-Förderbank www.kfw.de oder die Fördermitteldatenbank www.foerderdata.de.

10. Badausstellungen besuchen

Weitere Anregungen und praktische Lösungen finden Sie in einer Badausstellung. Sie kennen keine vor Ort? Dann fragen Sie Ihren Installateur nach der Ausstellung seines Großhändlers, bei dem er Badewannen, Waschbecken und alles weitere bezieht. Sanitärbetriebe und Badausstellungen in Ihrer Nähe finden Sie in unserem Fachhändler-Kompass mit Kartenfunktion und unter www.wasserwaermeluft.de

11. Partner zur Badplanung suchen

Bei Neubauten plant häufig der Architekt die Bäder, beim Umbau kann man sich an Innenarchitekten, Badplaner oder Sanitärhandwerksbetriebe wenden. Ein guter Planer ist oft zu einem kostenlosen Vor-Ort-Informationstermin bereit, geht auf Ihre Vorstellungen ein und hat eine aktuelle und breit gefächerte Produktkenntnis. Und die Mehrkosten machen sich dank der Fachkenntnisse und einer Planung ohne Fehler später gleich mehrfach bezahlt. Zudem erhalten Sie von einem Handwerksbetrieb im Schadensfall eine Gewährleistung gegenüber eines Badausbaus auf eigene Faust.

Costa Rica: Hangvilla auf Stahlstelzen - Bad

Mit der richtigen Planung wird das Bad zum Traumbad.

12. Angebote einholen

Ein schriftlicher Kostenvoranschlag kostet nichts, ist aber leider auch unverbindlich. Wer Preissicherheit haben möchte, trifft daher eine Festpreisvereinbarung. Diese ist dann verbindlich und die Rechnung darf nicht höher ausfallen. Daneben lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen. Aber vorsichtig: Der billigste Partner muss nicht immer auch der beste sein.

13. Auftrag vergeben

Vereinbaren Sie mit der Auftragsvergabe auch unbedingt den Zeitrahmen für die Arbeiten. Besprechen Sie die Abläufe. Klären Sie, was Sie zum Staubschutz beitragen können und wann Sie die Nachbarn wegen Beeinträchtigung durch die Bauarbeiten benachrichtigen sollten. Denn Ihr neues Bad soll Ihnen Freude machen und nicht gleich mit Ärger und Stress beginnen. 

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