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Wellnessbad zu Hause

Hängeleuchte "Line" und Wandleuchten "Flame" von Norm Architects für Inbani
Badezimmerleuchten von Norm Architects: Hängeleuchte "Line" und Wandleuchten "Flame", www.inbani.com
© Norm Architects / Inbani
Wie wird aus einem Badezimmer ein Raum zum Entspannen? Die besten Tipps für Einrichtung, Farbgestaltung und Sanitär im Wellness-Badezimmer.

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Das Badezimmer wird als privater Rückzugsort immer wichtiger. Hier wollen wir uns nicht nur pflegen, sondern uns entspannen und erholen. Aus diesem Grund wird das Badezimmer auch immer wohnlicher. Das zeigt sich mittlerweile auch bei den Sanitärobjekten: Heute gibt es alle erdenklichen Formen, Materialien und Farben für Waschbecken, Duschen und Badewannen. Auch Naturmaterialien wie Stein oder Holz kommen immer häufiger zum Einsatz.

Erholung im Bad durch optische Ruhe

Wer im Badezimmer vor allem entspannen möchte, sollte für eine ruhige, ausgeglichene und großzügige Atmosphäre sorgen. Ideal sind Freiflächen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie bei der Badplanung berücksichtigen. Gleiches gilt für eine freistehende Badewanne. Sie vermittelt Großzügigkeit und Eleganz und vermeidet die "typische" Badezimmer-Optik, bei der alle Sanitärobjekte an der Wand entlang aufgereiht sind.

Wenn das Platzangebot begrenzt ist, sorgen optische Tricks für Ruhe und Großzügigkeit. Kleinteilige Utensilien wie Zahnbürsten, Kosmetika und Hygieneartikel in Gruppen zusammen stellen oder noch besser in Kästchen und Körben aufbewahren. Das verhindert optische Unruhe. Shampoo- und Duschgel-Flaschen haben am Badewannenrand nichts verloren, es sei denn, sie glänzen mit einer luxuriösen Verpackung. Andernfalls wandern auch sie in wasserfeste Boxen.

Schalten Sie schließlich alles aus, was mit dem Alltag zu tun hat und Sie stören könnte: Telefone, Handys, Computer, Türklingel. Im Bad müssen Sie nicht erreichbar sein, denn Sie sind mal eben weg – weit weg.

Badezimmer eingerichtet nach Wabi-Sabi
Accessoires wie die Messingarmatur dürfen nicht nur in Schönheit altern, sondern bringen Wärme ins Badezimmer.
© Peter Fehrentz

Wohltuende Atmosphäre im Bad

Nachdem die Utensilien verstaut sind, ist es Zeit für sinnliche Materialien. Naturprodukte wie Holz oder Stein, Textilien aus Baumwolle oder Leinen und vereinzelte Oberflächen mit edlem Hochglanz signalisieren unseren Sinnen: Hier fasst sich alles gut an. Unsere Nase meldet unserem Hirn "Entspannung", sobald sie zarte Gräser und dezente Vanillenoten wahrnimmt, zum Beispiel aus Potpourris oder Raumdüften.

Schlussendlich spielt die passende Beleuchtung eine wichtige Rolle im Wohlfühlbad. Idealerweise ist die Grundbeleuchtung nicht zu hell und spendet ein warmes, gelbliches Licht. Sie wird ergänzt durch Akzentlicht am Spiegel, das bei Bedarf richtig hell sein kann. Mit den neuen LED-Leuchten kann man Räume außerdem in jede nur gewünschte Farbe tauchen, je nach Stimmung. Farben lösen Empfindungen aus: Kühle Töne wie Blau und Grün beruhigen, warme Lichtfarben wie Rot und Gelb beleben (z.B. von www.philips.de). Ansonsten: Kerzen, Kerzen, Kerzen.

Auch die Farben spielen eine große Rolle, denn richtig eingesetzt, steigern sie das Wohlbefinden. Wie so häufig gilt auch hier: Weniger ist mehr. Generell wirken sanfte Töne wie Sand oder Creme als Grundton harmonisch. Aufgelockert wird gegebenenfalls mit einer Kontrastfarbe (Graphitgrau und Weiß) oder einer Akzentfarbe. Das können einzelne Badmöbel oder die Badehandtücher sein, die für einen Farbkick sorgen. Schöner Nebeneffekt: Textilien sind schnell ausgetauscht, wodurch Sie dem Bad schnell und einfach eine neue Stimmung verleihen können.

Kombinieren Sie Ihre Badmöbel außerdem mit einem Stück, das sonst seinen Platz woanders hat: Ein Kronleuchter, ein kleiner Sessel oder eine Kommode machen das Bad gleich wohnlicher. Holz ist immer warm und gemütlich, kleine Accessoires, wie Schalen gefüllt mit Reisemitbringseln oder ein Bilderrahmen, lassen Gedanken wandern.

So wird Ihr Bad zum Private-Spa

  • wenn möglich, großzügigen Freiraum einplanen
  • Utensilien verstauen, verhindert Unruhe
  • Farben aus einer Farbpalette verwenden, wirkt harmonisch
  • nicht zu helle, warme Grundbeleuchtung
  • geliebte Materialien häufig einsetzen
  • sinnliche Accessoires wie Raumdüfte und Kerzen einsetzen
  • in Massagedüsen und Wellness-Brausen investieren

Wannen mit Komfort und Wirkung

Bei Wannen haben die Hersteller in den letzten Jahren viele neue Produkte mit Wellness-Charakter auf den Markt gebracht. Aus der Email-Badewanne sind Designer-Bassins geworden, die zusätzlich mit Massage-Funktionen und hinreichend Platz – auch für ein Bad zu zweit – überzeugen. Beim Baden stützt ein Kissen für die Badewanne den Kopf in bequemer Haltung, sodass Nacken und Schultern besser entspannen können. Flexible Wannenkissen mit Luftventil passen sich optimal an.

Duscharten und Funktionen

Zu einer richtigen Wellnessdusche gehören eine große Kopfbrause für herrlichen Regen mit verschiedenen Strahlarten und mehrere Seitenbrausen für Schultern, Rücken, Po und Beine. Dafür ist leider meist ein Umbau des Bads notwendig. Besonders praktisch sind schwenkbare Seitenbrausen für unterschiedliche Körpergrößen, die vom Normal- über den Massagestrahl bis zum Brauseregen mit Luft- bläschen alles können. Diese sogenannten Duschsysteme sind im Grunde eine Addition verschiedener Brausen, die unter Putz gelegt werden. Eine Duschsäule oder ein -paneel hingegen kann als komplettes Element auf Putz montiert werden. Die Platzierung der Brausen ist hier dann aber vorgegeben. Unser Low-Budget-Tipp ganz ohne Umbau: Mit der Massagebürste unter der Wechseldusche den Körper schrubben oder dem Gesicht ein Dampfbad aus kochendem Wasser und Kräutern gönnen, bei dem mit dem Handtuch über dem Kopf der heiße Kräuterduft wohltut.

Die "Comfort Shower" von Dornbracht massiert Rücken und Beine im Stehen oder Sitzen.
Die "Comfort Shower" von Dornbracht massiert Rücken und Beine im Stehen oder Sitzen, www.dornbracht.com
© Dornbracht

Anschlüsse

Wer sich für den Duschgenuss aus allen Richtungen entscheidet, sollte darauf achten, dass alle Funktionen über ein Element mit Thermostat zu bedienen sind, um Verbrühungen gerade bei Kindern zu vermeiden. Zusätzlich muss sichergestellt werden, dass die Rohrdimensionen auf die Wassermenge und den Wasserdruck abgestimmt sind, denn wenn man alle Brausen gleichzeitig aufdreht, fließen schnell 360 Liter in zehn Minuten durch – und diese Menge muss auch zügig wieder ablaufen können. Das Absperrventil für Seitenbrausen sollte zum Beispiel mindestens 3/4'' messen. Eine günstigere Alternative: Ein Duschpaneel mit Massagedüsen wird auf Montageschienen mit etwas Distanz zur Wand an vorhandene Ventile angeschlossen.

Wohlige Wärme mit Infrarot-Eckmodul "Sunshower Solo" unter der Dusche
Wohlige Wärme mit Infrarot-Eckmodul "Sunshower Solo", www.schlenker-gmbh.com
© Sunshower

Wellness deluxe: Infrarotwärme für die Dusche

Zusätzlich zur warmen Dusche bringen kurzwellige Infrarotstrahlen noch mehr Entspannung. Sie dringen bis zu fünf Millimeter tief in die Haut ein, bringen Moleküle zum Schwingen und erzeugen so Wärme im Körper. Die Temperatur in der Dusche oder Kabine bleibt, anders als in der Sauna, in einem kreislaufschonenden Bereich, sodass auch Kinder oder empfindliche Menschen entspannten Genuss erleben. Die Strahlen lösen aktiv Muskelverspannungen und lindern Schmerzen. Zusätzlich erweitern sich die Gefäße, Schadstoffe werden gelockert und können so leichter abgebaut werden. Zehn Minuten reichen völlig aus, sodass die meisten Geräte danach automatisch abschalten und keine Gefahr von Überhitzung besteht. Wer keinen Platz für eine Extrakabine hat, lässt sich vom Fachmann (!) ein Modul direkt in die Dusche einbauen. Allerdings heißt es dann für die Familie: Schlange stehen, bis die Dusche wieder frei wird.

Dusch-WC "SensoWash Starck" von Duravit
Zarte Linien, dezenter Look: das Dusch-WC "SensoWash Starck" von Duravit, www.duravit.de
© Duravit

Dusch-WC: Funktionen und Einbau

In Japan steht die Kombination aus WC und Bidet in jedem zweiten Haushalt, und auch bei uns zieht sie nach und nach in die Bäder ein. Klar ist: Die Reinigung mit Wasser ist viel hygienischer als (nur) mit Papier, und man fühlt sich wie frisch geduscht. Die Luxusvarianten können von der Sitzheizung, Wasserstrahlvariationen und Föhn über Geruchsabsaugung bis zur Nachtbeleuchtung alles per Fernbedienung oder App abrufen. Es gibt aber auch deutlich günstigere Modell oder Aufsätze zum Nachrüsten für herkömmliche WCs. Voraussetzung für den Einbau ist immer ein Stromanschluss. Der Stromverbrauch ist dabei sehr überschaubar, da das Wasser nur bei Benutzung erwärmt wird. Im Gegenzug wird dafür der Papierverbrauch deutlich reduziert. Und damit das Ganze nicht aussieht wie in der Reha, haben sich Designer und Hersteller Gedanken gemacht, wie die Technik im Deckel und in der unteren Rückwand des WCs komplett verschwinden kann. Dadurch sehen die Modelle richtig gut aus, und von außen lässt sich kaum erahnen, wie viel Wellness so eine Popo-Dusche mit sich bringt

Duftlampe "Purus" von Bergland in glänzendem Weiß
Die zarte Duftlampe "Purus" von Bergland ist betont schlicht gestaltet und passt daher in jedes Badezimmer, www.bergland.de
© Bergland

Die Kür: Aromen, Musik und heiße Tees

Wer das Spa-Feeling zu Hause perfekt machen möchte, investiert in ätherische Öle, sie wirken über die Nase direkt auf den Körper. Geben Sie ein paar Tropfen ins Badewasser oder in die Ecken der Dusche. Der warme Wasserdampf verteilt die Aromen. Eukalyptus und Bergamotte beleben, Lavendel beruhigt, Thymian gibt frische Kraft (www.primaveralife.com). Ein Strauß Blumen oder einzelne Blüten sehen nicht nur schön aus, sie verströmen auch natürlichen Duft.

Den Duft unterstützen sanfte Klänge oder Naturgeräusche, sie beruhigen im Alltag, indem sie unseren Geist positiv beeinflussen. Eine wunderbare Ergänzung zum Wannenbad. Einfach Lieblingsmusik einlegen und Augen schließen. Und damit bei all dem schließlich auch der Geschmackssinn zum Zuge kommt, runden Tees einen Spa-Tag so richtig ab.

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