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Minimalismus in der Küche – Tipps & Ideen für mehr Struktur!

Minimalistische Einbauküche in Beige
Ton in Ton geht Küche "Bordo" von Kvik nahtlos in die Küchenwände über – und wirkt so besonders minimalistisch.
© Kvik
Eine Portion Minimalismus lässt die Küche übersichtlicher und aufgeräumter erscheinen – und spart langes Suchen nach dem passenden Küchenutensil. Wir geben Tipps für eine minimalistische Küche.

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Je komplexer unser Alltag wird, desto größer ist unsere Sehnsucht nach Einfachheit – nach Minimum statt Maximum. Da klingt es nur logisch, dass aus einer einstigen Kunstrichtung ein Lebens- und Wohnstil entstanden ist, der unsere Einrichtung nachhaltig beeinflusst. Wie Sie auch in der Küche den Minimalismus einziehen lassen.

Die Grundprinzipien des Minimalismus

Von der Kunstgeschichte geprägt fand der sogenannte Minimalismus in den 1970er Jahren Einzug in Design und Architektur. Seine Prinzipien gibt es allerdings schon viel länger als den Begriff zum Trend: Reduzierte Formensprache, klare Linien, zurückhaltende Farben und die Reduktion aufs Wesentliche sind schließlich zeitlos. Überfluss und Beliebigkeit werden im Minimalismus durch bewusst ausgewählte, hochwertige Produkte ersetzt, die in ihrer Einfachheit bestehen. Beim minimalistischen Wohnen steht also ebenso funktionales Design wie die Ästhetik der Einrichtung im Vordergrund. Einen Vorteil hat die Kunst des Weglassens außerdem: Reduzierter Konsum lässt uns bewusster und nachhaltiger leben, sodass mehr Raum für klare Gedanken – und Geld für bessere Qualität bleibt. Das gilt auch für die minimalistische Küche.

Küche in Schwarz Weiß
Oberschränke aus schwarz gebürstetem Aluminium sind Stauraum und Blickfang zugleich.
© Siematic

Weniger ist mehr: Was benötigen Sie wirklich in der Küche?

Vor allem in der Küche, dort wo gekocht, gegessen und gelebt wird, entsteht schnell Unordnung. Schwierig in dieser Umgebung: Küchenutensilien die sich zwar schnell ansammeln, aber nur selten genutzt werden. Minimalismus will hier nicht verordnet, sondern vielmehr geübt und über lange Zeit durchgehalten werden – und fällt umso leichter, wenn wir uns überlegen, was wir in der Küche wirklich benötigen.

Der dritte Messbecher und die elektrische Zitruspresse nehmen mehr Platz ein, dass sie Nutzen bringen und der Standmixer? Wird öfter abgestaubt als benötigt? Dann wird es höchste Zeit, in den Schränken und auf der Arbeitsplatte Raum und im Alltag letztlich Zeit zu sparen. Sortieren Sie die Dinge aus, die Sie im letzten halben Jahr nicht benutzt haben (ausgenommen Plätzchenformen & Co.) und behalten Sie nur die Geräte und Utensilien, die sie auch aktiv benutzen.

Küche "V2" mit Kochinsel in dunkler Eiche von Vipp
Materialmix: Dunkle Eiche mit feiner Maserung trifft auf hellen Jura-Marmor – Küche "V2" setzt auf Minimalismus ohne langweilig zu wirken.
© Vipp

Eine minimalistische Küche einrichten

Wenn Sie eine minimalistische Küche einrichten, sollten Sie sich also auf das Wesentliche beschränken. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie in Sachen Design Abstriche machen müssen – ganz im Gegenteil. Durchdachte Stauraumlösungen und ebenso multifunktionale wie gut gestaltete Küchengeräte werden den Prinzipien des Minimalismus häufig eher gerecht, als Massenware aus der Billigproduktion. Ausreichend Schrankelemente, die alle notwendigen Utensilien aufbewahren, lassen die Arbeitsplatte nicht zur Abstellfläche werden. Nachdem Sie alles Überflüssige aussortiert haben, weisen Sie den Dingen einen festen Platz zu. Wichtig: Dies sollte ein Ort sein, den Sie ohne großes Räumen mit einem Handgriff erreichen können. Wenn hinter Fronten und Schubladen Küchengeräte und Gegenstände übersichtlich einsortiert sind, nutzen Sie diese erfahrungsgemäß auch deutlich häufiger.

Küchenarbeitsplatte von Boffi in Anthrazit mit integriertem Induktionskochfeld
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: Arbeitsplatten aus Keramik, bei denen die Induktoren zum Kochen direkt in das Material integriert sind.
© Boffi

Lässt Ihre Küche es räumlich zu, verzichten Sie auf Hochschränke und klassische Dunstabzugshauben, die im oberen Drittel des Raums angebracht werden. Dadurch wirkt die Küche wie ein langes Sideboard und automatisch ruhig und aufgeräumt. Als Alternative eignen sich Kochfeldabzüge, bei denen Dunstabzugshauben ins Kochfeld integriert und auf einer Ebene mit der Arbeitsplatte sind. So bleibt außerdem Platz für hübsche Wandleuchten.

Noch unsichtbarer fügen sich Kochfelder ein, dessen Induktoren direkt in die Arbeitsplatte integriert sind. Ein Traum für Liebhaber:innen minimalistischer Küchen, die sich ebenso über multifunktionale Wasserhähne freuen, die von gefiltertem über sprudelndes bis kochendes Wasser liefern. Das spart den Wassersprudler und -kocher auf der Arbeitsplatte. 

Mattschwarze Küchenarmatur in einer Küche in Grautönen
Die multifunktionale Armatur "Drink Soda Evol-S Pro" von Blanco spendet kaltes, handwarmes sowie sogar gekühltes und sprudelndes Wasser.
© Blanco

Farben, Formen und Materialien in der minimalistischen Küche

Um optisch einen reduzierten Eindruck zu machen, sind vor allem klare Linien und einfache Formen ein Muss in der minimalistischen Küche. Grifflose und großformatige Fronten aus Echthölzern wie Eiche, Esche oder Wallnuss mit durchgehendem Furniermuster in vertikaler Richtung schaffen eine natürliche und wertige Atmosphäre. Wenn Sie auf Farbe setzen, sind dezente Töne wie Weiß, Beige, Braun oder Grau eine passende Wahl. Wer es kontrastreich oder besonders eindrücklich monochrom mag, liegt mit Anthrazit oder Schwarz ebenso richtig. Wichtig: Farbige Fronten sollten unbedingt matt lackiert sein, um dem Raum die nötige Ruhe zu schenken. Armaturen in Mattschwarz oder Edelstahl gesellen sich am besten dazu. 

Sehr breite Küche im Japandi-Look an einer grün-gräulichen Wand
Japandi-Look: Die "Wood-Collection" aus Fronten für Ikea-Korpusse besticht mit gebeiztem Eschenfurnier in Natur oder farbig lasiert.
© Inter Ikea Systems B.V.

Im Überblick: Die 3 wichtigsten Kriterien für eine minimalistische Küche

  • Funktionalität: Wenige, gut ausgewählte und multifunktionale Küchengeräte lassen in der Küche viel Platz zum Kochen – selbst in kleinen Kochnischen.
  • Ordnung: Wenn sich hinter Fronten und Schubladen das große Chaos versteckt, verlieren Sie schnell den Überblick, welche Dinge Sie alles besitzen. Eine aufgeräumte Küche strahlt außerdem Ruhe aus, die sich auch auf Sie selbst überträgt.
  • Langlebigkeit: Mit einer reduzierten, aber sehr hochwertigen Einrichtung haben Sie länger Freude an ihrer Küche und reduzieren ihren Konsum.

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