Kinderbad – Ideen, Möbel und Accessoires

Badezimmer in Orange, Nude und Grau mit einem messingfarbenen Spiegel
Wonne mit Wanne: In diesem Kinderbad überzeugt leuchtendes Orangerot kombiniert mit zeitgenössisch-schlichten Formen.
© Julia Cawley
Keine Schlangen vor dem WC, kein Gedränge am Morgen – und kein neonbuntes Spielzeug im Elternbadezimmer: Ein Kinderbad entlastet im Alltag, erzieht den Nachwuchs zur Selbstständigkeit und ist der Stoff, aus dem Familienträume gemacht werden. Worauf es bei der Planung und Gestaltung des Kinderbades ankommt – und welche Fehler man vermeiden sollte.

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Frische Farben, unkomplizierte und leicht zu reinigende Oberflächen, Spiegel und Haken in kindgerechter Höhe und bloß nicht zu viel Deko. Braucht's sonst noch etwas im Kinderbad? Insbesondere bei kleineren Kindern einige Sicherheitsvorkehrungen, die Stürze und Verbrühungen verhindern – und kluge Gedanken daran, wie das Kinderbad mit den Bedürfnissen der Familie und den selbstständiger werdenden Mädchen und Jungen mitwächst. Und das geht so.

Sicherheit im Kinderbad

Ein eigenes Bad eignet sich insbesondere für Kinder ab dem Grundschulalter. Ab diesem Zeitpunkt sind auch die Vorteile für den Rest der Familie am größten, denn nun kann der Nachwuchs sich selbstständig an- und ausziehen, und auch die Basics der Körperpflege klappen meist schon ohne Hilfe.

Da Kinder ab diesem Zeitpunkt Toilette, Waschtisch und Stauraummöbel im Kinderbad auch ohne Aufsicht nutzen, sollten Erwachsene mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen dafür sorgen, dass sich die (gar nicht mehr so) Kleinen im Kinderbad nicht verletzen können. So werden die täglichen To-Dos wie Zähneputzen oder Haarekämmen (bestenfalls) auch ohne Mama und Papa erledigt.

Anmerkung der Eltern aus unserer Redaktion: Einen prüfenden Blick, ob Hände tatsächlich gewaschen und Zähne in der Tat die empfohlenen zwei Minuten gereinigt wurden, möchten wir Ihnen freilich trotzdem ans Herz legen.

Doppelhaushälfte Badezimmer
Dieser kleine Mann ist noch etwas jung fürs alleinige Schalten und Walten im Kinderbad. Mädchen und Jungen im Grundschulalter schaffen vieles aber schon sehr selbstständig.
© Sabine Bungert

Vermeiden oder außer Reichweite von Kindern aufbewahren, sollte man auch im Kinderbad elektronische Geräte wie Fön oder Glätteisen. Und auch Putzmittel haben nichts im Badezimmer der Kinder zu suchen. Möbel wie Waschtische sollte sicher und fest mit der Wand verbunden sein, Hocker und Tritte, mit denen die Kinder diese erreichen, standfest und von ausreichender Größe. Praktisch fürs Kinderbad sind Thermostate, die eine konstante Wassertemperatur halten und so vor Verbrühungen durch zu heißes Wasser schützen. Daneben gibt es Duschköpfe, die durch blaues oder rotes Licht die eingestellte Wassertemperatur anzeigen und schon von Sechs- und Siebenjährigen verstanden werden.

Rutschfeste Matten für Badewanne und Dusche sorgen dort für einen sicheren Stand. Trotzdem sollten insbesondere Vorschulkinder oder junge Grundschüler auch trotz Sicherheitsvorkehrungen nicht komplett alleine baden oder duschen. Hier braucht es eine erwachsene Person, die sich mindestens in der Nähe aufhält, immer wieder nach dem Kind im Kinderbad sieht und Hilfestellung gibt.

Die richtigen Möbel fürs Kinderbad

Die gute Nachricht vorweg: Badezimmermöbel fürs Kinderbad unterscheiden sich in ihrer Art und Optik nicht grundlegend von denen, die wir Ihnen für ein Badezimmer empfehlen würden, das von Erwachsenen genutzt wird. Zum einen sollte auch eine Kinderbad-Ausstattung zeitlos gestaltet sein, denn Farbvorlieben, Körpergröße der Kinder und Trends ändern sich meist schneller, als die nächste Badezimmer-Renovierung ins Budget passt.

Mit verschiedenen Badaccessoires dekorierte Trittleiter von Hay vor einer Altbautür, an der ein großes Handtuch hängt
Trittleitern sind funktional, vielseitig einsetzbar – und im Fall von Hays "Butler" auch noch schön anzusehen. Im SCHÖNER WOHNEN-Shop: Trittleiter Butler von Hay, Preis: 279 Euro, Giant Waffle Handtuch von Hay, Preis: ab 15 Euro.
© Hay

Wer wirklich ein reines Kinderbadezimmer plant, das nicht auch beispielsweise von erwachsenen Gästen genutzt werden soll, kann Waschtisch und Regale etwas tiefer installieren und somit der geringeren Körperlänge der Nutzer:innen Rechnung tragen. Das WC sollte dagegen in Standardhöhe an die Wand gebracht werden, denn seine Platzierung lässt sich viel schwieriger nach oben korrigieren, sollte dies einmal nötig sein. Um Kindern hier das "Klettern" zu erleichtern, lieber auf Trittleitern und Hocker ausweichen. Diese gibt's in jeder Form und Farbe im örtlichen Sanitärhandel, aber auch über bei Amazon oder Ikea.

Accessoires fürs Kinderbad

Ein schlicht und funktional eingerichtetes Badezimmer lässt sich mit hübschen Details wie Stauraumboxen, Badematten oder Seifenspendern kindgerecht gestalten, ohne sich für alle Zeiten auf eine Farbe oder ein Gestaltungsthema fürs Kinderbad festzulegen. 

Welche Ausstattung daneben ins Kinderbad gehört, definiert im Grundsatz jede Familie selbst. Ihre Söhne oder Töchter lassen sich durch bunte Sanduhren oder eine Zahnputz-App zu ausreichender Mundhygiene inspirieren? Dann nichts wie hinein ins Badezimmer mit iPad-Halterung und Eieruhr.

Waschtischunterschrank-Schubladen mit Badezimmerutensilien und weißem Keramikwaschbecken aus der SCHÖNER WOHNEN-Kollektion
Der schafft Ordnung: Der Waschtischunterschrank "Stockholm" aus der SCHÖNER WOHNEN-Kollektion. Im SCHÖNER WOHNEN-Shop. SCHÖNER WOHNEN-Kollektion Stockholm Badmoebel
© SCHÖNER WOHNEN-Kollektion

Ihre Kleinen baden ausgiebig und quietschvergnügt mit der geliebten Gummitier-Sammlung? Dann sorgen Sie für ausreichend Stauraum (zum Beispiel Netze oder Boxen aus wasserfestem Material sowie Regale und Schränke) am Badewannenrand, der auch von Kinderhänden gut erreicht werden kann. So bleibt das Badezimmer länger aufgeräumt – oder lässt sich nach der abendlichen Wasserschlacht zumindest rasch wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzen. 

Kinderbad – Ideen, Möbel und Accessoires
SCHÖNER WOHNEN

Plan B: Was passiert, wenn das Kinderbad nicht mehr gebraucht wird?

Aus Nachhaltigkeits- und Budgetgründen tut man gut daran, eine Art Plan B für beinahe jeden Raum zu Hause parat zu haben – insbesondere aber für das Kinderbad, sollte der Nachwuchs später das elterliche Nest verlassen. Schließlich ist das Badezimmer, auf den Quadratmeter gerechnet, der teuerste Raum im Haus. Ausstattung und Haustechnik verschlingen, je nach Größe, einen mittleren fünfstelligen Betrag. Hat man dann das ehemalige Kinderbad (siehe Empfehlung oben) zeitlos und variabel in der Höhe der Einbauten gestaltet, lässt sich aus dem Raum ohne Probleme ein Gästebad gestalten, in dem sich der Besuch weniger wie in einer Kindertagesstätte fühlt, sondern willkommen geheißen und herzlich umsorgt. 

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