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Der Traum vom Soundsystem zu Hause

Tischleuchte "Symfonisk" von Ikea mit WiFi auf einem Nachttisch neben einem Bett
Für alle Sinne: "Symfonisk" von Ikea klingt und leuchtet. Preis: ca. 180 Euro, www.ikea.de
© Inter IKEA Systems B.V.
Satter Klang, Tausende Sender, Millionen Songs – mit einem Fingertipp auf dem Smartphone oder sogar auf Zuruf: So finden Sie das Audiosystem, das zu Ihnen passt.

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Irgendwann ist der Punkt erreicht: Die einzelne Bluetooth-Box fürs Handy ist einfach zu schwachbrüstig, Streaming und WLAN sind für die alte Hi-Fi-Anlage Fremdworte. Auf ins vernetzte digitale Sound-Zeitalter! Ist gar nicht schwer, wenn man mit etwas Systematik vorgeht.

Planung des neuen Soundsystems zu Hause

Ein paar Fragen sollten Sie vorab klären. Die Basis für die digitale Klang- und Programmvielfalt bilden ein Breitbandanschluss ans Internet und der dazugehörige WLAN-Router fürs drahtlose Heim-Netzwerk. Soll nur ein Raum, eine kleine oder große Wohnung oder gar ein ganzes Haus beschallt werden? Welche Musikarten und Medien möchten Sie wann und wo genießen? Wollen Sie die Boxen beim nächsten Umzug mitnehmen können oder im Rahmen von Neubau oder Sanierung unsichtbar in die Architektur integrieren? Sollen vorhandene Geräte oder das Heimkino eingebunden werden? Wichtig: Damit Multiroom-Komfort, also das synchrone Gruppieren und Steuern diverser Geräte in mehreren Räumen, nahtlos funktioniert, sollten alle Geräte vom selben Hersteller sein.

Das Soundsystem zu Hause vernetzen

Kabel sind passé: Die aktuellen Soundsysteme fischen sich die Töne via WLAN aus dem Äther. Die Vorteile liegen auf der Hand, zum Beispiel völlige Freiheit bei der Platzierung ohne aufwendige Installationen. Voraussetzung ist ein stabiles Funknetz in allen Räumen – dabei können WLAN-Repeater mit Mesh-Technologie helfen. Das WLAN verknüpft die Boxen sowohl untereinander als auch mit Musikquellen aus dem Internet. Mit Leitungen verbundene Multiroom-Systeme eignen sich eher für Neubauten oder Sanierungen. Denn hier muss der Elektriker ran, wie auch zur Integration der Audio-Steuerung in ein Smarthome-System, zum Beispiel auf KNX-Basis. Dann lässt sich allerdings per Fingertipp das Licht dimmen, die Jalousie schließen und Musik starten.

"G1" - Smart-Home-Display von Gira
Schalter, Display oder automatisch - beim KNX-System hat der Anwender stets die volle Kontrolle über das Haus.
© Gira

Die verschiedenen Quellen

Die gigantische Musikauswahl ist neben dem Komfort das wichtigste Argument für vernetzte Soundsysteme. Zu zahllosen Webradio-Stationen kommen Streamingdienste wie Spotify, Apple Music, Amazon & Co. hinzu – und natürlich die eigene Musik-Bibliothek, ob diese nun auf dem Smartphone, dem Computer oder einem Medienserver liegt. Über Audio-Eingänge oder spezielle Adapter-Bausteine lassen sich auch vorhandene Hi-Fi-Anlagen oder der Fernseher anschließen. Und bei Yamaha bekommen Vinyl-Freaks sogar einen Plattenspieler mit WLAN. Bevor man sich für ein Gerät entscheidet, unbedingt checken, ob es die bevorzugten Streamingdienste auch unterstützt!

Der Klang

Der eine möchte sich überall im Haus berieseln lassen, die andere zelebriert den audiophilen Musikgenuss. Daher gilt bei Soundsystemen: Probe hören und seinen Ohren trauen! Die Physik lässt sich nicht überlisten – kernige Bässe brauchen Lautsprecher mit einem gewissen Volumen, und guter Stereoklang benötigt mindestens zwei Boxen. Aber selbst kleine Gehäuse überraschen heute mit klarem Sound. Die als Standard übliche Codierung des Klangs mit 16 Bit entspricht CD-Qualität – ob es die bei einigen Systemen und Streamingdiensten mögliche hochauflösende 24-Bit-Qualität wirklich sein muss, entscheiden Anspruch, Budget und die eigenen Ohren.

Männliche Hand, die den Design-Lautsprecher "Beosound Emerge" von Bang & Olufsen steuert
Aufs Wesentliche reduziert: Die puristischen Bedienelemente des "Beosound Emerge". Preis: ca. 750 Euro, www.bang-olufsen.com
© Bang & Olufsen

Das Design

Erlaubt ist, was gefällt: WLAN-Lautsprecher können kleine oder große Skulpturen sein. Andere verstecken sich unauffällig in Wänden und Decken, auch den Medienserver oder Verstärker kann der Installateur in Hohldecken oder Schaltschränken verschwinden lassen. Technikfans spricht der Hightech-Look vieler japanischer Geräte oder das klassisch-moderne Braun-Design an. Freunde skandinavischer Wohnlichkeit werden sowohl bei edlen Marken wie Bang & Olufsen oder Dynaudio fündig als auch für wenig Geld bei Ikea. Extratipp: Die "Symfonisk"-Boxen sind mit dem System von Sonos kompatibel!

Die Bedienung des Soundsystems

An den Lautsprechern selbst lassen sich meistens nur wenige Funktionen über Tastenfelder bedienen, etwa Lautstärke oder die Wahl von Lieblingssendern. Alles weitere geschieht über die herstellerspezifischen Apps für Tablet oder Smartphone. Deshalb besser vor dem Kauf testen, ob man damit gut klarkommt! Manche Systeme bringen eigene Fernbedienungen mit, andere eine Schnittstelle zur Integration mit KNX. Vielfach ist auch Sprachsteuerung schon mit an Bord, und das System spurt via Alexa, Siri oder "OK Google" aufs Wort.

Frau von hinten in einem grauen Kleid, die mit dem Lautsprecher "Move" von Sonos in den Garten geht
Smarter Begleiter: Der "Move" hat WLAN, Bluetooth, einen Akku und Sprachsteuerung mit dabei. Preis: ca. 400 Euro. www.sonos.com
© Sonos

Outdoor

Die Musik zur Gartenparty oder auf die Terrasse einfach mit nach draußen nehmen? Kein Problem, verschiedene Hersteller bieten WLAN-Boxen mit Akku und Wetterschutz an, zum Beispiel Sonos mit den Modellen "Roam" und "Move" (siehe Foto oben).

Text: Martin Krautter

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