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Offene Dusche planen

Offene Dusche
© Adobe Stock / alexandre zveiger
Offene Duschen sind praktisch in der Nutzung, überzeugen mit einer modernen Optik und sorgen für mehr Großzügigkeit im Badezimmer.

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Weniger ist mehr - auch im Badezimmer. Wie in fast allen Räumen wünscht man sich auch im (häufig engen) Bad möglichst viel Platz und Wohnlichkeit. Eine Möglichkeit: Eine offene Dusche, die dank ihrer schlichten Optik und der reduzierten Duschabtrennungen für mehr Raum sorgt.

Welche Vor- und Nachteile die Walk-In-Dusche mitbringt, welche Mindestgröße im Bad gegeben sein muss und was es bei der Planung zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Vor- und Nachteile der begehbaren Dusche

Vorteile:

  • Bewegungsfreiheit: Die Dusche ohne Duschkabine bieten mehr Bewegungsfreiheit und Wohlbefinden beim Duschen und garantiert außerdem Barrierefreiheit für Menschen mit Beeinträchtigungen.
  • Sicherheit: Ohne die Nutzung umständlicher Einstiegshilfen gehören Stolperfallen bei der ebenerdigen und offenen Dusche der Vergangenheit an.
  • Reinigung: Aufgrund der großen Glas- oder Kunststoffflächen lässt sich die offene Dusche meist schnell und effektiv reinigen.

Nachteile:

  • Platzbedarf: Offene Duschen brauchen mehr Platz als gewöhnliche geschlossene Varianten, lassen den Raum aber gleichzeitig optisch weitläufiger wirken.
  • Wärmeverteilung: In geschlossenen Duschen bleibt Dampf und Wärme innerhalb der Duschkabine, während diese bei offenen Modellen durch die Zugluft schneller entweicht.
  • Kosten: Eine offene Dusche ist in der Regel kostspieliger als ein herkömmliches Modell.
Offene Dusche
© Adobe Stock / denisismagilov

Mindestgröße der offenen Dusche

Um eine offene Dusche im Badezimmer zu realisieren, ist es wichtig, mit einer Mindestgröße zu planen, um Überschwemmungen und Spritzwasser zu vermeiden. Planen Sie eine Walk-In-Dusche mit einer offenen Seite, empfehlen Experten eine Mindestgröße von 1,2 qm. Soll hingegen eine begehbare Dusche mit zwei offenen Seiten umgesetzt werden, braucht es mindestens 1,6 qm Platz. Entscheiden Sie sich für die Variante mit drei offenen Seiten, sollten Sie mindestens 1,8 qm Fläche einplanen.



Der Umgang mit Spritzwasser im Badezimmer ist bei der Planung einer offenen Dusche immer ein Thema. Meist bietet es sich an, eine offene Dusche in einer Ecke des Badezimmers zu realisieren, um den benötigten Platz bestmöglich zu nutzen. Auch eine Duschwand in L-Form kann das Problem lösen. Hier wird das Wasser zurück in den Duschbereich geführt und das Badezimmer bleibt frei von Überschwemmungen. Die Flügel gibt es sowohl in einer beweglichen oder einer statischen Ausfertigung. Gut zu wissen: Eine L-Form lässt sich auch in Duschen umsetzen, die von zwei Seiten begehbar sind.

Offene Dusche
© Adobe Stock / ventura

Planung einer Walk-In-Dusche

Grundsätzlich gilt: Eine offene Walk-In-Dusche verfügt über keine, eine oder maximal zwei Duschabtrennungen. Ideal dafür geeignet: Glas- oder Kunststoffwände. Im Vergleich zu Kunststoff sorgt Glas (hier kann zwischen Milch- oder Klarglas entschieden werden) für einen hochwertigeren Look und eine offene Atmosphäre im Badezimmer. Besonders beliebt sind Glasscheiben ohne Profil. Die Alternative: Kunststoffwände. Diese sind meist aus Acryl- oder Plexiglas. Die beiden Materialien sind erheblich günstiger als Glas, sehen aber nicht so hochwertig aus und verlieren mit der Zeit ihren Glanz. Eine flexiblere Duschabtrennung bietet ein klassischer Duschvorhang, der auch halbrund geleitet werden kann.

Damit das Wasser richtig abfließen kann, den Boden in einem kaum spürbaren Gefälle (ca. 1 bis 2 Prozent) Richtung Abfluss neigen lassen. Durch ein oder zwei Abläufe wird so vermieden, dass sich Wasser auf dem Badezimmerboden verteilt. Eine weitere Möglichkeit: Duschrinnen. Sind diese groß genug und richtig platziert, schlucken sie viel Wasser, lassen sich leicht öffnen und einfach reinigen.

Damit kein Feuchtigkeitsstau und Schimmel entsteht, ist es wichtig, regelmäßig (vor allem nach jedem Duschen) zu lüften. Auch Handtuchwärmer, Ventilatoren und beheizbare Spiegel helfen die Feuchtigkeit schnell aus dem Badezimmer zu vertreiben.

Sondervariante: Offene Schneckendusche

Eine sogenannte Schneckendusche vereint die Vorteile einer offenen Dusche mit denen eines in sich geschlossenen Duschkabinensystems. Sie ist so geformt, dass kein Spritzwasser nach außen gelangen kann und keine kalte Zugluft das Duscherlebnis schmälert. Um das ausladende Gefühl einer Walk-In-Dusche durch die Schneckenform nicht zu verlieren, empfiehlt es sich, Glaswände zu nutzen.

Offene Dusche
© Adobe Stock / Anna

Materialien für die begehbare Dusche

Es gibt drei Möglichkeiten den Boden einer offenen und begehbaren Walk-In-Dusche zu gestalten: eine Duschwanne, klassische Fliesen oder Materialien, die für ein Badezimmer ohne Fliesen geeignet sind. Gerade bei der Bodengestaltung ist es in erster Linie wichtig, auf rutschfeste Materialien zu setzen, um ein ungefährliches Duscherlebnis zu gewährleisten. Eine Duschwanne ist leicht zu pflegen und verringert das Risiko von Überschwemmungen. Die Alternative: klassische Fliesen oder wasserfeste Materialien der rutschhemmenden Bewertungsgruppe R10 oder R11.

Für die Wandgestaltung der offenen Dusche bieten sich ebenfalls verschiedene Materialien an. Am gängigsten: Fliesen. Sie sind robust, (abgesehen von den Fugen) leicht zu reinigen und resistent gegen Feuchtigkeit. Wer lieber auf fugenlose Elemente setzt, kann seiner Kreativität beispielsweise mit Naturstein oder Kunstharz freien Lauf lassen.

Check-Liste bei der Planung:

  • Mindestgröße beachten
  • Geeignete Duschabtrennungen und Position der Armatur wählen
  • Passende (rutschfeste) Materialien nutzen
  • Hilfsmittel gegen Feuchtigkeit und Schimmel einsetzen
  • Experte für die Planung zurate ziehen

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