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Schnell wachsende Pflanzen für den Garten

Mit Kletterpflanzen bewachsener Staketenzaun
Dicht rankende Kletterpflanzen (hier Wilder Wein in prächtiger Herbstfärbung) sind ideal, um schattige Plätze zu begrünen oder für mehr Sichtschutz an Zäunen oder Sitzecken zu sorgen.
© Adobe Stock/focus finder
Rasantes Wachstum bei überwiegend heimischen Arten mit ökologischem Mehrwert – diese schnell gedeihenden Pflanzen wachsen Ihnen jedes Jahr mehr ans Herz – und eignen sich schon nach kurzer Zeit als natürlicher Sichtschutz.

Artikelinhalt

Schnell wachsende Heckenpflanzen und Blütensträucher

Schlehe (Prunus spinosa)
Mit ihren kurzstieligen weißen Blüten und ihrem leichten Mandelduft ist die Schlehe für Mensch und Tier eine Attraktion im Garten. Tipp: Die Früchte der Schlehe lassen sich im Spätherbst zu Konfitüre oder Likör weiterverarbeiten.
Wuchshöhe: 3 bis 5 Meter
Jährlicher Zuwachs: 25 bis 50 Zentimeter
Standort: sonnig, warm, nährstoffreicher, kalkhaltiger Lehmboden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Der Schwarze Holunder wächst binnen weniger Jahre zu einem breitbuschigen Strauch heran. Ab Juni blühen die weiß-gelben Blüten seiner überhängenden Krone und betören mit ihrem frisch-fruchtigen Duft viele pollensuchende Insekten. Pluspunkt: Die Beeren des Schwarzen Holunders sind essbar und können in der Küche verwendet werden.
Wuchshöhe: 7 Meter
Jährlicher Zuwachs: bis zu 70 Zentimeter
Standort: vorwiegend sonnig, nährstoffreicher Lehmboden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich

Holunderfrüchte Sambucus
Die Triebe vom Schwarzen Holunder wachsen pro Jahr bis zu 70 cm.
© Adobe Stock / M. Schuppich

Hainbuche (Carpinus betulus)
Die sommergrüne Hainbuche hat bei Gärtner:innen eine lange Tradition. Durch ihr schnelles und dichtes Wachstum wird sie als Hecke sehr geschätzt und kann binnen kurzer Zeit als natürlicher Sichtschutz fungieren. Auch Vögel (z.B. Amseln und Finken) genießen dieses Bäumchen als sicheren Rückzugsort. Tipp: Aufgrund ihrer Wuchsfreude sollten Sie die Hainbuche als Hecke ein- bis zweimal jährlich zurückschneiden – doch bedenken Sie: Je öfter Sie die Hecke stutzen, desto schwieriger wird es für Vögel, dort ihre Nistplätze zu bauen.
Wuchshöhe: 10 bis 20 Meter
Jährlicher Zuwachs: 30 bis 50 Zentimeter
Standort: sonnig bis halbschattig, nährstoffreicher Boden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich, Nahrungsquelle für Vögel

Pflanzen: Hainbuche als Baum mit Formschnitt
Die Hainbuche hat ein jährliches Wachstum von bis zu 50 cm.
© Adobe Stock / maykal

Zierjohannisbeere / Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum)
Dieser dekorative Zierstrauch zählt zu den beliebtesten Frühblühern im Garten und versinkt bereits im März in einem tiefrosafarbenen Blütenkleid, das allerlei Insekten anlockt. Die Zierjohannisbeere stammt ursprünglich aus Nordamerika, kommt aber auch mit den hiesigen Temperaturen bestens zurecht.
Wuchshöhe: 150 bis 250 Zentimeter
Jährlicher Zuwachs: 20 bis 40 Zentimeter
Standort: vorwiegend sonnig, durchlässiger Erdboden
Weitere Vorteile: insektenfreundlich

Duftjasmin / Gewöhnlicher Pfeifenstrauch (Philadelphus erectus)
Ein betörender Duft und eine reiche Blüte machen diese schnell wachsende Pflanze zu einem Highlight im Garten. Auch Vögel und Insekten lieben den Gewöhnlichen Duftjasmin. Dank seiner schönen Wuchsform bietet er sich prima als Solitärpflanze an – er kann aber auch zu einer buschigen Hecke gepflanzt werden. Damit Ihr Duftjasmin nicht zu breitbuschig wächst, sollten Sie ihn nach der Blüte (ab Mai/Juni) umgehend zurückschneiden.
Wuchshöhe: 3 bis 4 Meter
Jährlicher Zuwachs: 30 bis 50 Zentimeter
Standort: vorwiegend sonnig, schwach saurer bis stark alkalischer Boden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich

Gartenjasmin mit weißen Blüten
Der Duftjasmin zählt zu den beliebtesten schnell wachsenden Pflanzen im Garten.
© Adobe Stock: Anna

Liguster (Ligustrum vulgare)
Der Liguster lockt das ganze Jahr über mit seinen Reizen: verführerisch duftende Blüten im Frühjahr und Sommer, schwarze Beeren im Herbst und ganzjährig glatte, immergrüne Blätter als Sichtschutz. Da er äußerst robust ist und mit vielen Standorten zurechtkommt, eignet sich dieser schnell wachsende Strauch für jeden Garten. Sein süßer Nektar erfreut zudem eine Vielzahl an Insekten.
Wuchshöhe: 1,5 bis 4 Meter
Jährlicher Zuwachs: 40 bis 50 Zentimeter
Standort: sonnig bis halbschattig, trockener bis leicht feuchter Lehm- oder Sandboden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich

Liguster (Ligustrum spec.) Blüte mit Biene
Der schnell wachsende Liguster ist ein idealer Sichtschutz für den Garten.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Feuerdorn (Pyracantha coccinea)
Der Mittelmeer-Feuerdorn stammt aus Südosteuropa, während andere Arten dieser Pflanze in China und Taiwan heimisch sind. Sein immergrünes Blattwerk, die weißen Blüten im Frühjahr und die feuerroten Beeren im Herbst sind das Aushängeschild des schnell wachsenden Feuerdornes, der sich auch hervorragend als Sichtschutz eignet. Kein Wunder, dass sich Amseln, Drosseln und Stare besonders wohl in seiner Nähe fühlen. Im Winter erfreuen sie sich an seinen nahrhaften Beeren.
Wuchshöhe: 200 bis 300 Zentimeter
Jährlicher Zuwachs: 30 bis 60 Zentimeter
Standort: sonnig bis halbschattig, feuchter, nährstoffreicher Boden
Weitere Vorteile: insektenfreundlich, Nahrungsquelle für Vögel

Feuerdorn-Beeren im Schnee, Pyracantha coccinea
Der insektenfreundliche Feuerdorn wächst bis zu 60 cm pro Jahr.
© Adobe Stock / agneskantaruk

Schnell wachsende Bäume

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)
Dieser Koloss unter den schnell wachsenden Pflanzen kann bis zu 12 Meter breit und 18 Meter hoch werden. Seine ausladende, dichte Krone spendet viel Schatten, braucht aber auch viel Platz. Damit Ihnen dieser Baum nicht über den Kopf wächst, sollten Sie ihn als Solisten im Garten anlegen. Seine glockenförmigen Blüten bieten Nektar für bestäubende Insekten, während Vögel sich an seinen Samen bedienen.
Wuchshöhe: bis zu 18 Meter
Jährlicher Zuwachs: 30 bis 50 Zentimeter
Standort: vorwiegend sonnig und windgeschützt, Lehmboden
Weitere Vorteile: insektenfreundlich, Nahrungsquelle für Vögel

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) mit Blüten
Ein Koloss von einem Baum: der Trompetenbaum.
© Colourbox

Waldkiefer (Pinus sylvestris)
Dieser schlanke Nadelbaum mit kegelförmiger Krone wächst schnell und genügsam, solange er ausreichend Sonne bekommt. Abgesehen davon trotzt die Waldkiefer allen Widrigkeiten und kommt selbst mit Trockenheit gut zurecht.
Wuchshöhe: 15 bis 30 Meter
Jährlicher Zuwachs: 40 bis 50 Zentimeter
Standort: sonnig, mäßig saurer Boden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich, Nahrungsquelle für Vögel

Waldkiefer
Die schnell wachsende Waldkiefer ist ein genügsamer Baum.
© Adobe Stock / Quatrox Production

Rotbuche (Fagus sylvatica)
Der Name dieses schnell wachsenden und robusten Schattenspenders bezieht sich nicht auf die Blattfarbe des Baumes, sondern auf sein rotstichiges Holz. Die Blätter fallen erst im Frühjahr, sodass Sie den ganzen Winter über einen blickdichten Sichtschutz haben, den auch Vögel gerne in Anspruch nehmen. Tipp: Das herabfallende Laub der Rotbuche im Frühjahr können Sie im Garten für die Herstellung von Mulch oder Laubkompost weiterverwenden.
Wuchshöhe: bis zu 30 Meter
Jährlicher Zuwachs: 20 – 50 Zentimeter
Standort: vorwiegend sonnig,nährstoffreicher, feuchter Boden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich, Lebensraum für Vögel

Schnell wachsende Kletterpflanzen

Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)
Üppiger Wuchs in schwindelerregenden Höhen sind Ihnen mit der Gewöhnlichen Waldrebe garantiert. Ihre starken Lianen bilden schnell wertvolle Nistmöglichkeiten für Vögel und ihre kleinen, cremeweißen Blüten sind beliebt bei pollenbestäubenden Insekten. Im Herbst schmückt sie sich mit unzähligen federartigen Fruchtständen. Auf kalkhaltigen Lehm- und Tonböden fühlt sich diese schnell wachsende Pflanze besonders wohl. Tipp: Beim jährlichen Rückschnitt dürfen Sie mutig vorangehen und ordentlich einkürzen.
Wuchshöhe: 3 bis 10 Meter
Jährlicher Zuwachs: bis zu 50 Zentimeter
Standort: sonnig bis halbschattig,nährstoffreicher Lehmboden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich, Lebensraum für Vögel

Clematis mit rosa Blüten
Die Gewöhnlichen Waldrebe entzückt mit einem zarten Blütenkleid.
© Pflanzenfreude.de

Mauerwein (Parthenocissus quinquefolia 'Engelmannii')
Der Selbstklimmende Mauerwein berankt zuverlässig Hausfassaden, Zäune und Pergolen – dabei wächst er breitbuschig und gut verzweigt. Seinen großen Auftritt hat er im Herbst, wenn sein Laub sich bunt verfärbt: Von feuerrot und purpurrot über orangefarben bis golden schimmernd kann alles dabei sein – der Standort entscheidet über die Herbstfärbung. Ein sonniges Plätzchen verwandelt das Blattkleid des Mauerweins rot, im Halbschatten entstehen eher Gelbtöne.
Wuchshöhe: 10 bis 12 Meter
Jährlicher Zuwachs: 1 bis 3 Meter
Standort: sonnig bis schattig, nährstoffreicher Boden
Weitere Vorteile: insektenfreundlich, Nahrungsquelle für Vögel

Blauregen an Hauswand
Schön, aber umstritten: Japanischer Blauregen ist eine Pflanze mit invasivem Charakter.
© Adobe Stock / smileus

Gewöhnlicher Efeu (Hedera helix)
Ob schattig, halbschattig oder sonnig: Dieses robuste, winterharte Gehölz bahnt sich ohne jegliche Kletterhilfe den Weg gen Himmel. Als immergrüne, heimische Pflanze kommt sie besonders gerne in Eichen-, Au- und Buchenmischwäldern vor. Als Spätzünder trägt das Blätterkleid des Efeus erst ab Ende August seine unscheinbaren, grüngelben Blüten und sorgt damit bei verschiedensten Insekten für eine wichtige Futterquelle im Herbst.
Wuchshöhe: bis zu 20 Meter
Jährlicher Zuwachs: 100 Zentimeter bis zu 1 Meter
Standort: sonnig bis schattig, nährstoffreicher, mäßig feuchter Boden
Weitere Vorteile: heimische Art,insektenfreundlich

Efeu Hedera helix
Efeu kann pro Jahr bis zu einem Meter wachsen.
© SCHÖNER WOHNEN / Katharina Eidam

Ramblerrosen
Auch bei den Kletterrosen gibt es schnell wachsende Sorten, die sich durch ihre weichen Triebe optimal zur Begrünung von Pergolen und Hauswänden eignen. Die einmalblühende "Bobby James" kann bis zu zehn Meter hoch werden, öfterblühende Sorten wie "Super Excelsa" oder "Super Dorothy" schaffen es auf drei bis vier Meter. Wer eine bienenfreundliche Pflanze für den Garten möchte, ist mit der Ramblerrose "Paul’s Himalayan Musk" oder der historischen Kletterrose "Phyllis Bide" am besten bedient.
Wuchshöhe: bis zu 10 Meter
Jährlicher Zuwachs: bis zu 1 Meter
Standort: halbschattig, nährstoffreicher, mäßig feuchter Boden
Weitere Vorteile: insektenfreundlich,Nahrungsquelle für Vögel

Ramblerrosen tragen Dolden aus vielen kleinen Einzelblüten
Ramblerrosen sind rankende Kletterkünstler.
© Adobe Stock / emotionk

Schnell wachsende Stauden

Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
Der Name lässt nicht vermuten, dass die Echte Nelkenwurz Teil der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) ist. Auch ihre kleinen gelben oder roten Blüten mit den spitz zulaufenden Kelchblättern wirken eher unscheinbar. Dafür blüht die Echte Nelkenwurz von Mai bis Anfang Oktober und bietet Bienen ein reichhaltiges Nahrungsangebot.
Wuchshöhe: 80 Zentimeter bis 1,20 Meter
Standort: sonnig bis halbschattig, nährstoffreicher Lehmboden
Weitere Vorteile: heimische Art,insektenfreundlich

Großblättriger Frauenmantel (Alchemilla mollis)
Kräftiger, kissenartiger Wuchs und eine ungewöhnliche Blattform – der Großblättrige Frauenmantel bietet sich besonders für ein schnelles Begrünen von großen Flächen an. Dabei stellt die robuste Pflanze keine großen Ansprüche an Standort oder Pflege. Tipp: Die gelblich grünen Blüten machen sich auch in einem Blumenstrauß mit Rosen oder gelb blühenden Schnittblumen sehr gut.
Wuchshöhe: 30 bis 40 Zentimeter
Standort: sonnig bis halbschattig, feuchter, durchlässiger Boden
Weitere Vorteile: heimische Art,insektenfreundlich

Frauenmantel mit Guttationstropfen
Der schnell wachsende Frauenmantel wird gerne in seiner Wachstumsfreude unterschätzt.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Storchschnabel (Geranium)
Eine Reihe von Storchschnabel-Arten sind hierzulande heimisch wie z.B. der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) oder der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense). Andere Varianten dieser Pflanze kommen ursprünglich aus Süd- und Südosteuropa und Vorderasien. Allen gemein sind ihr hübsches Laub, ihre schöne Blüte und ihre dekorativen Fruchtstände. Besonders schnell wachsende Arten sind der Clarkes-Garten-Storchschnabel (Geranium clarkei) und der Himalaya-Storchschnabel (Geranium himalayense).
Wuchshöhe: 40 bis 50 Zentimeter
Standort: halbschattig, nährstoffreicher, durchlässiger Boden
Weitere Vorteile: auch heimische Arten, insektenfreundlich

Geranium sanguineum Herbst-Storchschnabel
Storchschnabel-Arten sind auch beliebte Bodendecker-Pflanzen.
© Adobe Stock / popovj2

Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet das Maiglöckchen zu den schnell wachsenden Pflanzen zählt? Tatsächlich macht sich diese Staude in null Komma nichts breit – auch überwiegend schattige Plätzchen tun dem keinen Abbruch, aber Vorsicht: Ihre Pflanzenteile sind für Menschen und bestimmte Tiere giftig. Insekten, allen voran Bienen, finden Maiglöckchen dagegen ganz unwiderstehlich.
Wuchshöhe: 15 bis 20 Zentimeter
Standort: sonnig bis halbschattig,mäßig trockener, nährstoffreicher Boden
Weitere Vorteile: heimische Art, insektenfreundlich

Maiglöckchen
Am Wachstum der Maiglöckchen erfreuen sich Mensch und Insekten gleichermaßen.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Schnell wachsende Pflanzen mit negativen Auswirkungen

Gerade unter den schnell wachsenden Pflanzen gibt es eine Vielzahl an Arten, die aus unterschiedlichen Gründen schädlich für das Ökosystem sind. Die einen wachsen so hartnäckig und breiten sich so stark aus (invasive Neophyten), dass sie heimische Pflanzen verdrängen. Andere Pflanzen dieser Art können gefährlich für unsere Gesundheit sein, indem sie zum Beispiel Allergien hervorrufen. Wiederum andere Pflanzen sind für die heimische Tierwelt nur von geringem ökologischem Nutzen oder schaden der Artenvielfalt. So bieten heimische Pflanzen ein schier unerschöpfliches Nahrungsangebot für zahlreiche Insekten in allen Entwicklungsstadien an, welche wiederum Vögel ernähren und so den natürlichen Kreislauf unterstützten. Bei exotischen Gehölzen ist dieses Nahrungsangebot sehr stark eingegrenzt bzw. nicht vorhanden. Aus diesem Grund sollten Sie sich die Anschaffung folgender Pflanzen gut überlegen:

Hecke schneiden: Blühhecken immer erst nach der Blüte
© Adobe Stock: M. Schuppich

Forsythie (Forsythia x intermedia)
Diese exotische und schnell wachsende Pflanze ist zwar nicht invasiv, aber ökologisch wertlos, da sie weder Nektar noch Pollen für Insekten produziert. Ihre Pflanzenteile sind zudem in geringem Maße giftig. Eine bessere Alternative im Garten ist die Kornelkirsche (Cornus mas).

Sommerflieder (Buddleja davidii)
Der schön blühende, jedoch nichtheimische, Sommerflieder wird zurzeit als invasiv eingestuft und ist aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll. Zwar bietet er ausgewachsenen Schmetterlingen Nektar, doch für die Raupen fehlt die Nahrungsgrundlage – und somit auch für Meisen und andere Vögel. Alternativ können Sie einen Haselstrauch (Corylus avellana) oder Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) pflanzen.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Diese schnell wachsende Pflanze ist zwar als Hecke sehr beliebt, sie gilt allerdings als invasiv und ist für Kinder sehr giftig. Auch aus ökologischer Sicht macht Kirschlorbeer wenig Sinn: Weder die Blüten noch die Früchte sind als Nahrung für Vögel und Insekten geeignet. Mit der Hainbuche (Carpinus betulus), Haselsträuchern (Corylus avellana) oder der Schlehe (Prunus spinosa) sind Sie besser ausgestattet.

Japanischer Blauregen (Wisteria floribunda)
Diese schnell wachsende Kletterpflanze ist zwar schon lange in Europa geschätzt und ein wahrer Insektenmagnet, doch auch diese Art wird als potentiell invasive Pflanze gelistet, weil sie das Wachstum der einheimischen Flora schädigt. Gute Alternativen für den eigenen Garten sind Gewöhnlicher Efeu (Hedera helix) oder Ramblerrosen.

Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)
In Deutschland hat der Blauglockenbaum den Status einer potentiell invasiven Art erhalten und steht auf der grauen Liste des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Am besten ersetzen Sie ihn durch einen Trompetenbaum (Catalpa bignonioides).

Essigbaum (Rhus typhina)
Dieser schnell wachsende Baum wird in anderen Ländern bereits als invasive Art gehandhabt, aufgrund seiner Wurzeln, die sich sehr stark ausbreiten und die einheimische Pflanzenwelt verdrängen. Eine bessere Alternative ist eine Rotbuche (Fagus sylvatica) oder ein Trompetenbaum (Catalpa bignonioides).


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