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Rasenpflege – entspannt zum Rasenglück

Trmpetenbaum und Hortensien im Schattengarten
Der Traum vom perfekten Rasen kann wahr werden.
© Sabine Bungert
Ein saftiger, dichter Rasen gilt als Inbegriff des gepflegten Gartens – doch gerade die Pflege hält viele davon ab, es überhaupt zu versuchen, da sie sich schon mit der Nagelschere übers Grün robben sehen. Wir geben Tipps, wie man möglichst entspannt zum Rasenglück gelangt – und wie auch Bienen und Insekten auf ihre Kosten kommen.

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Rasen anlegen

Ganz gleich, ob Sie Ihren neuen Rasen aussäen oder als Rollrasen verlegen: Der Boden darf nicht zu trocken und nicht kälter als 10 Grad sein, was für eine Anlage im April/Mai oder September spricht. Ebenfalls wichtig ist die Wahl der passenden Rasensorte wie Schatten-, Zier- oder Spielrasen oder solch einer Sorte, die mit starker Sonneneinstrahlung und Trockenheit klarkommt. Es lohnt sich, das etwas teurere Marken-Saatgut zu kaufen, da bei hochwertigen Samen der Wuchs meist dichter ausfällt, sich die Grasnarbe somit schneller schließt und Moos keine Angriffsfläche bietet. Das Saatgut von Compo ist darüber hinaus noch grün eingefärbt und wird dadurch von Vögeln nicht als Futter erkannt. Rollrasen ist ebenfalls in unterschiedlichen Sorten erhältlich. Sowohl für ihn als auch für die Aussaat muss der Boden gut vorbereitet werden:

  • Dazu den Altrasen komplett entfernen und die Erde mehrere Zentimeter tief auflockern.
  • Steine, Äste und Wurzelreste absammeln, den Boden mit einem Gartenrechen einebnen und mit einer Rasenwalze andrücken oder sich zwei Wochen lang setzen lassen.
  • Dann entweder dicht an dicht die Bahnen des Rollrasens ausrollen und festdrücken oder den Rasensamen ausbringen.
  • Man rechnet mit etwa 20 bis 30 Gramm Samen pro Quadratmeter – bei großen Flächen am besten mit einem Streuwagen verteilen.
  • Dann die Samen mit einer Harke leicht in die Erde einarbeiten und mit einer Walze oder einem Brett andrücken.
  • Rasenfläche nach dem Säen immer gut feucht halten, idealerweise mit einem Sprenger, da durch seinen sanften Regen die Samen nicht ausgespült werden. Auch frisch verlegter Rollrasen muss täglich gegossen werden.

Rasen mähen

Rollrasen sollte nach dem Verlegen noch ein paar Tage geschont werden, dann mäht man ihn einmal pro Woche. Frisch ausgesäten Rasen kürzt man erst, wenn er acht bis zehn Zentimeter hoch ist; den Mäher dann auf fünf bis sechs Zentimeter Höhe einstellen. Nach dem ersten Mähen sieht der Rasen meist noch sehr unregelmäßig aus, doch die Grasnarbe schließt sich in den nächsten Wochen, gemäht wird hier nun auch jede oder alle zwei Wochen. Am besten gedeihen die Halme, wenn man sie auf maximal vier Zentimeter kürzt – und bei Temperaturen über 30 Grad auf das Mähen verzichtet, da der Rasen sonst verbrennen kann. Grundsätzlich sind Mulchmäher zu empfehlen, zu denen auch die Mähroboter zählen. Sie verteilen das gehäckselte Mähgut als Gründünger auf dem Rasen – und ersparen das Harken.

Die richtige Pflege für den Rasen

Neben dem regelmäßigen Mähen gehört auch das Gießen zur grundsätzlichen Rasenpflege, sollte aber nicht übertrieben werden – denn nur, wenn der Rasen immer mal wieder auf dem Trockenen sitzt, wird er zum Ausbilden tieferer Wurzeln angeregt, die ihn widerstandsfähiger machen. Darüber hinaus sollte man ihm im Frühling und Herbst einen Langzeit-Biodünger gönnen und ihn gegebenenfalls alle zwei bis drei Jahre kalken, damit der pH-Wert des Bodens nicht zu sehr absinkt. In einem gesunden, kräftigen Rasen können sich Moos und Unkraut nicht so leicht ausbreiten. Tun sie es doch, helfen Vertikutieren und das anschließende Nachsäen der kahlen Stellen im Frühjahr oder Herbst sowie das gezielte Ausstechen einzelner Unkräuter. Und das Laubharken im Herbst nicht vergessen! Unter den Blättern fängt der Rasen sonst über Winter an zu faulen und kann absterben.

Unkraut wird aus Rasen gestochen
© Gardena

Natürlicher Dünger für den Rasen

Es muss nicht die Chemiekeule sein – der Garten selbst bietet einiges, woraus man natürlichen Dünger herstellen kann, Brennnesseljauche beispielsweise. Kompost und Kompostwasser versorgt den Boden ebenfalls mit Nährstoffen, gleiches gilt für die Gründüngung mit bestimmten Pflanzen wie etwa Lupinen. Alternativ kann man natürlich auch fertigen Bio-Dünger kaufen.

Den Rasen nachhaltig wässern

Warum Trinkwasser verschwenden? Lieber Regenwasser sammeln – schont das Portemonnaie und ist außerdem weniger kalkhaltig und dadurch besser für die Pflanzen. Zum Sammeln eignet sich im Grunde jedes Gefäß, schöne Tonnen gibt’s zum Beispiel bei Manufactum oder von Elho.

Kombinieren

Wo viel gemäht und Unkraut entfernt wird, gibt’s keine Blüten und somit für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten leider nichts zu holen. Deshalb als Ausgleich in den Beeten für blühenden Artenreichtum in Form von Einjährigen, Stauden oder Sträuchern sorgen oder als gestalterisches Element klar abgetrennte wilde Wiesenbereiche in die Rasenfläche integrieren.

Bewährte Helfer bei der Rasenpflege

Vertikutierer "UniversalVerticut 1100" von Bosch
© Bosch

Vertikutierer
Entfernt effektiv den Rasenfilz: "UniversalVerticut 1100" mit 1100-Watt-Motor, 50-l-Auffangkorb und Kohlenstoffstahlmessern, ca. 220 Euro, www.bosch-diy.com

Mähroboter "Robomow RK 1000"
© Robomow

Rasenmäher / Mähroboter
Leise, leistungsstark und für Rasenflächen bis 2000 Quadratmeter sowie Steigungen bis 45 Grad einsetzbar: "Robomow RK 1000", ab ca. 1300 Euro, www.robomow.com

Grüne Rasenlüfterschuhe zum Umschnallen von Dehner
© Dehner

Luftige Sandale
Verbessert durch die Dornen in der Sohle den Wasser- und Lufthaushalt des Bodens: "Rasenlüfterschuh", 15 x 32 cm, ca. 20 Euro, www.dehner.de

Unkrautstecher
Schont den Rücken, rückt selbst tief wurzelndem Unkraut zu Leibe: "Unkrautstecher" mit patentierten Messern, Fußtritt und Auslösemechanismus, 100 cm lang, ca. 40 Euro, www.gardena.com

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