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Pflegeleichte Zimmerpflanzen: Urban Jungle für Anfänger

Zimmerpflanzen wie Sukkulenten und Kakteen auf einem Teewagen in der Küche
© House Doctor
Sie wünschen sich einen urbanen Dschungel, haben aber keinen grünen Daumen? Dann schlägt jetzt Ihre Stunde. Denn ob Bogenhanf, Drachenbaum, Yucca oder Monstera – diese pflegeleichten Zimmerpflanzen werden sich bei Ihnen pudelwohl fühlen.

Pflegeleichte Pflanze: Bogenhanf

Zeitlos, dekorativ und pflegeleicht: Der immergrüne Bogenhanf zählt zur Pflanzenfamilie der Sukkulenten, die in der Lage sind viel Feuchtigkeit zu speichern. Bogenhanf ist äußerst robust, braucht extrem wenig Wasser und bleibt (fast) ohne Pflege quicklebendig. Gießen Sie ihn ab und zu, wenn sich die Erde an der Oberfläche trocken und krümelig anfühlt. Als Wüstenpflanze ist Bogenhanf ein Sonnenanbeter und freut sich über einen warmen Standort mit viel Licht. 15 bis 29 Grad Celsius sind sein Wohlfühlklima, auch trockene Heizungsluft im Winter macht ihm nichts aus.

Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)
Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)
© Adobe Stock / Leonid

Für halbschattige Standorte: Grünlilie

Mit ihren langen und schmalen, an Gras erinnernden Blätter verbreitet die Grünlilie Retro-Charme. In den 70er und 80er Jahren war sie als Zimmerpflanze gefragt. Und auch wenn sie danach eine Weile als "Beamtengras“ geschmäht wurde, ist sie heute beliebter denn je. Der Grund? Mit der Grünlilie holen Sie sich eine grüne Lunge in die Wohnung, die viel frischen Sauerstoff liefert und während ihrer Photosynthese fleißig die Raumluft reinigt. Pflegefehler verzeiht sie Ihnen leicht und gedeiht praktisch überall. Wenn sich die Grünlilie einen Standort aussuchen könnte, würde sie einen halbschattigen Platz mit etwas feuchterer Zimmerluft bevorzugen. So zieht diese pflegeleichte Pflanze auch gerne in Ihr Badezimmer ein – oder freut sich über eine gelegentliche Wellnessbehandlung mit einem Wasserzerstäuber. Wie fast alle Zimmerpflanzen mag sie keine Staunässe. Gießen Sie sie daher nur einmal pro Woche mit so viel Wasser, bis sich die Erde vollgesogen hat.

Hängepflanzen, Leuchterblume, Peperomie
Grünlilie (Chlorophytum comosum)
© Adobe Stock / funkyfrogstock

Nur wenig gießen: Elefantenfuß

Zugegeben, der Name ist nicht der charmanteste. Doch die Zimmerpflanze, die sich dahinter verbirgt, hat das Potenzial, Sie schnell um ihren dicken Stamm zu wickeln. Die kräftige Borke und eine, aus der Spitze wachsende Blätterkrone lassen den Elefantenfuß äußerst dekorativ wirken. Da es sich bei dieser pflegeleichten Zimmerpflanze um einen sukkulenten Baum handelt, kann sie erhebliche Mengen Wasser in ihrem Stamm speichern und muss kaum gegossen werden. Wässern Sie den Elefantenfuß daher nur mäßig und erst dann, wenn die Erde durchgetrocknet ist. Als echtes Wüstenkind liebt er einen sonnigen Standort mit viel Licht. Ein Plätzchen im Halbschatten nimmt Ihnen der Elefantenfuß aber auch nicht krumm. Im Winter mag er es gerne etwas kühler (10 bis 15 Grad Celsius), vermeiden Sie jedoch stets Zugluft.

Elefantenfuß Pflanze Beaucarnea
Elefantenfuß (Beaucarnea)
© Pflanzenfreude.de

Hell stellen: Drachenbaum

Der Drachenbaum ist eine äußerst beliebte Zimmerpflanze und in Büros ein gern gesehener Gast. Kein Wunder, denn dieser Exot aus den Tropen zählt zu den luftreinigenden Pflanzen: Er filtert sogar Schadstoffe von Laserdruckern aus dem Raum. Die pflegeleichte Zimmerpflanze liebt einen hellen bis halbschattigen Standort bei konstanten Temperaturen von 15 bis 20 Grad Celsius. Direktes Sonnenlicht verträgt der Drachenbaum jedoch nicht so gut. Da es sich um eine Pflanze aus den Tropen und Subtropen handelt, benötigt er eine konstante Wasserversorgung, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Pflege-Tipp: Sobald sich die Erde im Topf an der Oberfläche krümelig und trocken anfühlt, sollten Sie ihn sparsam gießen.

Drachenbaum (Dracaena spec.)
Drachenbaum (Dracaena spec.)
© Pflanzenfreude.de

Dekorative, große Blätter: Monstera (Fensterblatt)

Sie ist eine der hipsten Zimmerpflanzen der letzten Jahre: Die Monstera, auch Fensterblatt genannt, punktet mit ihren großen, dekorativen Blättern und ihrer satten, dunkelgrünen Farbe. Ursprünglich stammt die Monstera aus Mittel- und Südamerika, weshalb sie einen warmen, hellen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugt. Hierfür bietet sich beispielsweise ein Wintergarten an. Doch auch ein Standort im Wohnzimmer ist geeignet, wenn Sie den grünen Trendsetter einmal wöchentlich mit etwas Wasser einsprühen. Das Fensterblatt mag es im Topf lieber etwas zu trocken als zu feucht – gießen Sie deshalb höchstens einmal pro Woche.

Monstera, Fensterblatt
Monstera, auch Fensterblatt genannt.
© Adobe Stock / mirage studio

Schlafzimmer-Pflanze: Efeutute

Getreu ihrem Lebensmotto "Dem Himmel so nah“, greift die Efeutute gerne nach den Sternen. Je nach Sorte baumelt sie am liebsten in einer Hängeampel oder erklimmt mithilfe von Rankhilfen luftige Höhen. Deshalb eignet sich diese Zimmerpflanze besonders gut als grüner Vorhang oder Raumteiler. Mit ihren herzförmigen Blättern, die von Silberfarben über Gelb und Weiß bis hin zu sattem Grün fast jeden Blattfarbton in petto haben, ist sie allemal ein Hingucker. Wie praktisch, dass sie auch noch so pflegeleicht ist: Von hell bis halbschattig macht sie jeden Standort mit. Auch längere Durststrecken sind ihr willkommen – die Efeutute ist sehr genügsam und benötigt wenig Wasser. Bei 20 Grad Celsius gedeiht sie am besten, pralle Sonne ist ihr jedoch ein Graus. Egal ob Sie mit der Efeutute Ihr Wohnzimmer in einen rankenden Dschungel oder die Luftqualität in Ihrem Schlafzimmer verbessern möchten – mit dieser Pflanze haben Sie das richtige Grün an Ihrer Seite.

Pflanzenlexikon: Efeutute mit kleinen Blättern
Efeutute (Epipremnum aureum)
© Adobe Stock / Solomiia

Jeder Standort willkommen: Geldbaum

Diese ebenso beliebte wie bekannte Sukkulente verdankt ihren Namen "Geldbaum“ (auch "Glücksbaum“ oder "Pfennigbaum“) ihren münzartig geformten Blättern. Das kleine "Bäumchen“ ist bei der Wahl des Standortes äußerst anspruchslos: Es mag sonnige bis halbschattige Plätze und steht gerne am Fenster. Staunässe sollten Sie in jedem Fall vermeiden und den Geldbaum nur vorsichtig und eher selten gießen. Wie jede Sukkulente kann diese Pflanze Wasser speichern, sodass Sie ihr Granulat ohne Probleme über mehrere Tage austrocknen lassen können.

Geldbaum in einem grauen Topf vor heller Wand
Geldbaum (Crassula ovata)
© Adobe Stock / Natalia Klenova

Pflegeleicht und genügsam: Glücksbambus

Sie suchen nach einem entspannten Zimmergenossen für Ihr Bad oder die Küche? Dann ist der Glücksbambus genau richtig für Sie. Die anspruchslose Pflanze aus den Tropen gedeiht am besten an einem hellen, warmen Standort mit angenehmer Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von mindestens 20 Grad Celsius. Faustregel: Je heller, umso schneller wächst der Glücksbambus. Viel Wasser benötigt er nicht, aber die Wurzeln sollten gut im Feuchten stehen. Lediglich bei Zugluft lässt der Glücksbambus seine Blätter beleidigt fallen.

Glücksbambus in Vase
Glücksbambus (Dracaena braunii)
© Adobe Stock / Glücksbambus

Staunässe meiden: Gummibaum

Als echter KLassiker hat der Gummibaum schon den ein oder anderen Hype hinter sich. Seit ein paar Jahren feiert er nun sein Revival und gilt zu Recht als besonders pflegeleichte Zimmerpflanze. Es gibt ihn in ein- und mehrfarbigen Varianten, das Farbspektrum reicht von Hell- über Dunkelgrün bis hin zu beige gesprenkelten Varianten mit rosa Blättern. Der Gummibaum ist für helle sowie halbschattige Standorte zu haben und mag es gerne angenehm warm (ab 20 Grad Celsius). Wenn er Luftwurzeln bildet, können Sie sich auf die Schulter klopfen, denn dann fühlt sich der Gummibaum rundum wohl. Meiden Sie daher Zugluft und Staunässe. Sobald die Erde oberflächlich austrocknet, ist es Zeit den Gummibaum vorsichtig zu gießen. Pflege-Tipp: Statt eine Gießkanne zu verwenden, können Sie den Wurzelballen ab und zu in einen Eimer mit Wasser tauchen, bis sich sein Granulat vollgesogen hat.

Gummibaum
Gummibaum (Ficus elastica)
© Adobe Stock / Double brain

Dekorative Pflanze: Goldfruchtpalme

Mit ihrem dekorativ gefiederten Blattwerk sorgt die Goldfruchtpalme für ein gutes Raumklima, erhöht die Luftfeuchtigkeit, wirkt lärmdämpfend – und versprüht obendrein noch Urlaubs-Flair. Wer dem exotischen Gute-Laune-Macher ein Plätzchen einrichten will, sollte einen möglichst hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht wählen. Bei gleichbleibend warmem Raumklima und hoher Luftfeuchtigkeit (z. B. im Bad oder im Wintergarten) gedeiht die Goldfruchtpalme von ganz allein. Damit sie nie vollständig austrocknet, gießen Sie Ihre Pflanze am besten regelmäßig mit nur wenig Wasser.

Goldfruchtpalme Dypsis
Goldfruchtpalme (Dypsis)
© Colourbox / Myimagine

Für Anfänger: Yucca-Palme

Yucca-Superstar! Selbst wenn Sie gänzlich ohne grünen Daumen ausgestattet sind, bei dieser pflegeleichten Zimmerpflanze kann gar nichts schief gehen. Die aus Mittel- und Nordamerika stammende Palme wird nicht umsonst als die "Studentenpflanze“ schlechthin betitelt. Sie benötigt kaum Wasser (einmal gießen pro Woche reicht völlig aus) und hat eine besondere Vorliebe für kalkhaltiges Wasser. Die Yucca-Palme wächst sowohl im Halbschatten als auch an sonnigen Standorten, im Winter darf es ruhig etwas kühler sein.

Yucca-Palme im Topf
Yucca-Palme (Yucca gigantea)
© Adobe Stock / VeaVea/Stocksy

Sonnig, sonniger, Kakteen

Überlebenskünstler durch und durch: Kakteen überstehen beeindruckend lange ohne Wasser. Die meisten können sogar ihr eigenes Gewicht an Wasser aufnehmen. Trotzdem sollten Sie dieser robusten und pflegeleichten Zimmerpflanze ein wenig Zuwendung schenken: Gießen Sie ihren Kaktus mit ein wenig Wasser, wenn sich die Erde oberflächlich trocken anfühlt. Staunässe ist tabu. In Sachen Licht-Intensität stellen Kakteen keine besonderen Ansprüche. Besonders dekorative und pflegeleichte Kakteen-Arten sind zum Beispiel der Felsenkaktus, der Vogelnestkaktus und die Goldsäule.

Kakteen in verschiedenen Größen und Töpfen
Kakteen (Cactaceae)
© Adobe Stock / House Plants Society/Stocksy

Mit Blüten: Einblatt (Friedenslilie)

Das Einblatt mit seinen dunkelgrünen Blättern und den weißen, dekorativen Kelchblüten ist ein echter Hingucker für Wohnzimmer, Flur und Co. Insgesamt gibt es von dieser Pflanze mehr als 50 Arten. Die beliebtesten sind die Einblätter Spathipyhllum floribundum (Große Blattfahne) und Spathiphyllum wallisii (Kleine Blattfahne). Als tropische Pflanze liebt das Einblatt Wärme und bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung (z. B. ein Nordfenster). Hohe Luftfeuchtigkeit ist dem Einblatt sehr willkommen und dankt es Ihnen mit kräftigem Wuchs. Versorgen Sie diese Pflanze regelmäßig mit etwas Wasser, damit die Erde nie vollständig austrocknet.

Einblatt Spathiphyllum
Einblatt (Spathiphyllum)
© Adobe Stock / georgina198

Sonniger Standort erwünscht: Aloe Vera

Im Sturm erobert: Kaum eine Zimmerpflanze hat in den letzten Jahren so viele neue Anhänger um sich vereint, wie die Aloe Vera. Ihre stachelig anmutenden, großen Blätter verleihen der Sukkulente ein schroffes Aussehen, lassen sie fast skulptural wirken und machen sie zu einer beliebten Deko-Pflanze. Ihr pflegeleichter Charakter macht die Aloe Vera auch für Menschen ohne grünen Daumen interessant. Die Exotin aus den Tropen liebt einen warmen Standort mit viel Sonne. Gießen Sie die Pflanze sparsam und achten Sie darauf, dass das Innere der Blatt-Rosette nicht feucht wird.

Aloe Vera in Nahaufnahme
Aloe Vera (Aloe Vera)
© Adobe Stock / tali aiona/EyeEm

Sehr pflegeleicht: Zamioculcas (Glücksfeder)

Sie gilt als nahezu unkaputtbar: die Zamioculcas ist so hart im Nehmen, dass sie selbst in den untalentiertesten Gärtnerhänden gedeiht. Pflegezuwendungen sind praktisch vollständig verzichtbar, die Zamioculcas macht von schattigen über halbschattigen bis hin zu hellen Standorten alle Mätzchen mit. Ein gelegentlich wohldosierter Schluck Wasser hält die robuste und pflegeleichte Zimmerpflanze am Leben, ansonsten können Sie sie getrost in Ruhe lassen. Bingo!

Zamioculcas in einem weißen Topf
Glücksfeder (Zamioculcas)
© Adobe Stock / Nataliya

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