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Strelitzie, Paradiesvogelblume, Papageienblume

Strelitzia reginae mit geöffneter Blüte

Steckbrief

Pflanzenname
Strelitzie, Paradiesvogelblume, Papageienblume, Paradiesblume, Königs-Strelitzie oder auch falsch: Strelizie
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Strelitzia reginae
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Strelitziengewächse
Pflanzengröße
ca. 1,9 m
Herkunft
südliches Afrika / Südafrika
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
Mai Juni Juli August
Pflanzentyp
Blattschmuckpflanzen Büropflanzen Giftpflanzen immergrüne Pflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Stauden Terrassenpflanzen Topfpflanzen wintergrüne Pflanzen Zierpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Topfgarten Zimmer
Pflege
regelmäßig gießen, düngen, im Winter kühl stellen, umtopfen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
April Mai Juni Juli August
Vermehrung
Wurzelausläufer, Teilung
Blütenfarbe
blau gelb orange
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos mäßig feucht sandig
Blattform
wedelförmig, oval
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Pilzerkrankungen Schildläuse Spinnmilben
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Der richtige Standort für Strelitzien
Strelitzie pflanzen
Strelitzie: Pflege - so geht’s
Strelitzie vermehren
Strelitzie überwintern
Ist die Strelitzie giftig?

Die Strelitzie (Strelitzia reginae) gehört zu den spektakulärsten und auffälligsten Zimmerpflanzen. Grund dafür ist die Strelitzien-Blüte, die im Frühjahr bis Sommer in Blau, Gelb und Orange erstrahlt und mit ihren aufgerichteten Blättern an die Federkäme exotischer Vögel erinnert. Landläufige Namen lauten daher auch Paradiesvogelblume und Papageienblume. Ursprünglich stammt das Tropengewächs aus den südlichen Regionen Afrikas, wo es an Waldrändern oder Gewässerufern zu finden ist. Heute ist die Strelitzie jedoch weltweit als Zierpflanze beliebt – in warmen Gegenden wie den Kanarischen Inseln wächst sie als Freilandpflanze, bei uns hauptsächlich im Innenbereich. Neben der üblichen Strelitzia reginae gibt es außerdem noch weitere Arten wie Strelitzia alba, Strelitzia nicolai und Strelitzia augusta als Baumstrelitzien, die sich in Höhen von mehreren Metern aufschwingen können. Da alle Strelitzien-Arten eng mit Bananenpflanzen verwandt sind, ähneln sie ihnen auch im Äußeren mit großen, dunkelgrünen Blättern an langen Blattstielen.

Der richtige Standort für Strelitzien

Als Exot mag es die Strelitzie hell und warm und wächst bei uns hauptsächlich als Zimmerpflanze. Lediglich in den wärmeren Monaten von Mai bis September darf sie bei Temperaturen über 20 Grad Celsius – jedoch maximal 30 Grad Celsius – an einen sonnigen Platz ins Freie ziehen. Sie erhält so die notwendigen Sonnenstunden pro Tag, die sie für die Ausbildung ihrer Blüten benötigt. Alternativ ist auch ein Fensterplatz in Richtung Süden ausreichend. Ob ein Standort geeignet ist, erkennen Sie an der Blüte. Ist der Platz zu dunkel, wird die Strelitzie sie nicht entwickeln. In direkter Sonne gedeiht die immergrüne Pflanze hingegen bestens.

Strelitzie pflanzen

Oft sind gekaufte Papageienblumen stark durchwurzelt, sodass Sie alsbald die Strelitzie umtopfen sollten. Aufgrund ihres starken Wuchses ist ein Umtopfen generell alle drei Jahre ratsam, wenn die Erde ausgelaugt ist und verklumpt.

  • Wählen Sie das neue Gefäß (Topf oder Pflanzkübel) ca. 2-3 Finger breiter als das alte.
  • Als Substrat reicht einfache Blumenerde oder Kübelpflanzenerde, die nährstoffreich ist. Ideal ist außerdem ein hoher Kompostanteil.
  • Füllen Sie zuerst eine Schicht Blähton als Drainage in den Topf und erst dann eine Schicht aus Erde. Das verhindert schädigende Staunässe.
  • Lösen Sie nun die Pflanze aus dem alten Pflanzgefäß und setzen Sie die Papageienblume in den neuen Topf.
  • Anschließend füllen Sie die seitlichen Zwischenräume mit Erde auf und drücken diese vorsichtig an.
  • Zum Schluss nur noch kräftig angießen, so ist das Tropengewächs auf lange Sicht wieder bestens versorgt.

Strelitzie: Pflege - so geht’s

So schön ihre Blüte ist, so anspruchsvoll ist die Strelitzie auch. Neben der notwendigen Wärme dürfen Wasser und Dünger nicht fehlen. Achten Sie gerade in der Wachstumsperiode von Mai bis September auf ausreichend Flüssigkeit. Der Boden sollte in der Zeit nie komplett austrocknen. Sobald die Oberfläche der Pflanzerde sich trocken anfühlt, sollten Sie nachwässern. Nass sollte sich die Erde jedoch nie anfühlen.

Von April bis September können Sie in das Gießwasser einmal monatlich Flüssigdünger geben. Achten Sie zusätzlich auf abgestorbene Einzelblätter, die Sie mit einem scharfen Messer oder einer Schere aus der Strelitzie schneiden. Werden mehrere Blätter welk und braun, ist die Luftfeuchtigkeit zu gering. Besprühen Sie dann alle paar Tage Ihre Pflanze mit lauwarmem Wasser.

Strelitzia reginae mit geöffneter Blüte auf Madeira

Während die Strelitzie bei uns hauptsächlich als Zimmerpflanze wächst, gedeiht sie in wärmeren Region Europas auch im Freiland.

Strelitzie vermehren

Zwar lässt sich die Strelitzie über Samen vermehren - einfacher und schneller ist jedoch die Teilung der Pflanze, da sie horstig wächst und stetig Nebentriebe ausbildet. Wenn Sie nach einigen Jahren die Strelitzie aufgrund der verbrauchten Erde umtopfen müssen, bietet es sich an, die Pflanze auch gleich zu teilen. Die Monate März und April (nach der winterlichen Ruhezeit) sind ein geeigneter Zeitpunkt dafür:

  • Heben Sie die Strelitzie aus dem Topf oder Kübel und befreien Sie die Wurzeln vorsichtig von der alten, anhaftenden Erde.
  • Mit einem scharfen Messer teilen Sie den Nebenspross mit einem sauberen Schnitt ab.
  • Achten Sie darauf, dass sich mindestens drei Blatttriebe an der abgeteilten Neupflanze befinden.
  • Anschließend setzen Sie beide Exemplare in frische, nährstoffreiche Blumenerde.
  • Um die Jungpflanze nach der Teilung zu schonen, sollten Sie diese an einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen. Auch sollten Sie die nächsten Wochen nicht düngen, um dem Wurzelwerk ausreichend Zeit zum Anwachsen zu geben, damit es die angebotenen Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann.

Leider müssen Sie beim Vermehren der Strelitzie geduldig sein. Eine Jungpflanze benötigt vier bis sechs Jahre, bevor sie das erste Mal blüht. Beherzigen Sie das auch beim Strelitzien-Kauf und greifen Sie lieber zu Exemplaren, die schon Knospen haben.

Strelitzie überwintern

Obwohl die Strelitzie eine Zimmerpflanze ist, braucht sie eine spezielle Umgebung und Pflege zur Überwinterung. Sie sollte von Oktober bis März hell und relativ kühl bei zehn bis 15 Grad Celsius stehen. Ein Wintergarten oder ein unbeheiztes Treppenhaus mit Fenstern ist ideal dafür. In der Ruhephase benötigt die Pflanze weniger Wasser und auf Dünger sollten Sie ganz verzichten. Ab dem Frühjahr (März / April) darf die Blütenschönheit wieder an einen wärmeren Ort umziehen und Sie können stetig die Wassergaben erhöhen.

Ist die Strelitzie giftig?

Die Strelitzie ist leicht giftig. Gerade für Halter von neugierigen Katzen ist eine Strelitzie daher nicht geeignet. Auch bei Kindern im Haushalt sollten Sie die exotische Schönheit außer Reichweite stellen. Die ungewöhnliche Blüten in Vogelform könnte ansonsten zum Spielen einladen.

Strelitzia reginae mit geöffneter Blüte

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Strelitzie

Wenn Sie eine Strelitzie sorgfältig pflegen, bildet sie oft über mehrere Monate hinweg immer wieder neue Blüten aus. Schneiden Sie sich daher gern mal welche als Schnittblumen ab und arrangieren Sie diese in einer Vase. Als Einzelblume oder in ungeraden Gruppen von drei oder fünf Stielen wirkt die Strelitzie besonders schön. Bis zu zwei Wochen kann ein solches Arrangement halten.

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