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Alpenveilchen

Europäisches Alpenveilchen mit lila Blüten

Steckbrief

Pflanzenname
Alpenveilchen, Gartenalpenveilchen, Zyklamen
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Cyclamen spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Primelgewächse
Pflanzengröße
ca. 15 cm
Herkunft
Alpen, Mittelmeerraum
Pflanzzeit
März April September
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Blattschmuckpflanzen Bodendecker Duftpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen immergrüne Pflanzen Knollenpflanzen Kübelpflanzen mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Sommerblumen Stauden Terrassenpflanzen Topfpflanzen Wildpflanzen wintergrüne Pflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden Zierpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Blumengarten Cottage-Garten Englischer Garten Garten für Anfänger mediterraner Garten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Schattengarten Staudengarten Topfgarten Wildblumengarten
Pflege
gießen, düngen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Januar Februar März Juli August September Oktober November Dezember
Vermehrung
Samen, Teilung
Blütenfarbe
rosa rot violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos kalkhaltig lehmig locker mäßig feucht sandig steinig
Blattform
herzförmig
Lichtbedingungen
halbschattig schattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Pilzerkrankungen Rüsselkäfer
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Blütenfarben und Arten der Alpenveilchen
Der richtige Alpenveilchen-Standort
Wie am besten Alpenveilchen pflanzen?
Alpenveilchen pflegen
Alpenveilchen auf Terrasse und Balkon
Sind Alpenveilchen winterhart?
Alpenveilchen vermehren
Stimmt es: Sind Alpenveilchen giftig?

Die meisten kennen Alpenveilchen (Cyclamen spec.) traditionell nur als Zimmerpflanze. Dabei gibt es Sorten, die winterhart sind und den Garten verschönern. Zur besseren Unterscheidung werden diese Alpenveilchen für den Garten auch Gartenalpenveilchen genannt. Wobei die Bezeichnung Alpenveilchen generell ein wenig irreführend ist: Stammen die etwa 20 Arten der Blühpflanze eigentlich aus dem Mittelmeerraum. Allein das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) – auch Wildes Alpenveilchen genannt – wächst als einheimische Pflanze wirklich in der namensgebenden Bergregion. Es ist sowohl in den Süd- und Ostalpen als auch bei uns in Südostbayern zu finden und gedeiht dort in Mischwäldern und Schattenlagen bis zu einer Höhe von 2.000 Metern. Aber auch im Flachland wächst das Alpenveilchen mehrjährig in unseren Gärten.

Blütenfarben und Arten der Alpenveilchen

Als winterharte Alpenveilchen haben sich für den Garten drei Arten etabliert. Wobei jedes dieser Alpenveilchen eine andere Blütezeit besitzt. Zusammen eingepflanzt, zeigen die drei Arten für etwa neun Monate im Jahr ihre schmetterlingsförmigen Blüten im Beet. Lediglich in den Monaten April, Mai und Juni müssen Sie auf die Zyklamen und ihre Farbe verzichten.

  • Efeublättriges Alpenveilchen / Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium): Weiße Alpenveilchen, die im Spätsommer ihre Blüten präsentieren. Teilweise sind die Blüten rosa. Die herzförmigen Blätter haben eine silbrig-grüne Musterung. Blütezeit: August - Oktober/November.
  • Vorfrühlings-Alpenveilchen / Winterblühendes Alpenveilchen (Cyclamen coum): Dieses Alpenveilchen blüht rot bis violett. Blütezeit: Dezember - März
  • Wildes Alpenveilchen / Europäisches Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens): blüht in Lila- und Rosatönen. Blütezeit: Juli - September.

Der richtige Alpenveilchen-Standort

Aufgrund ihrer ursprünglichen Heimat in bergigen Mischwäldern mögen Alpenveilchen im Garten humosen, kalkhaltigen Boden und eignen sich gut als Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern. Halbschattig bis schattig kann der Standort ohne Weiteres sein. An solchen Plätzen sind die Blühpflanzen sehr ausdauernd und erfreuen den Gartenbesitzer über Jahre immer wieder neu mit ihrer Blüte und ihrem lieblichen, blumigen Duft.

Wie am besten Alpenveilchen pflanzen?

Da die drei beliebten Alpenveilchen-Arten zu unterschiedlichen Zeiten blühen, besitzen sie auch zeitlich verschobene Pflanzzeiten im Jahr. Der beste Zeitpunkt für das Europäische Alpenveilchen liegt im März, beim Efeublättrigen Alpenveilchen ist es der April und für das Vorfrühlings-Alpenveilchen bietet sich der September an. So bleibt den Pflanzen bis zu ihrer Blüte ausreichend Zeit, um an ihrem Standort anzuwachsen.

Gehen Sie beim Einpflanzen folgendermaßen vor:

  • Suchen Sie einen geeigneten Standort im Garten, der halbschattig bis schattig ist.
  • Wässern Sie die Alpenveilchen-Knollen für 15 Minuten in einem Eimer mit Wasser.
  • Währenddessen den Boden mit einer Hacke auflockern.
  • Pflanzlöcher mit einer Tiefe von 4 bis 5 cm und in der Größe der Knollen ausheben. Der Abstand untereinander sollte mindestens 10 cm betragen.
  • Den Aushub zu einem Drittel mit Kompost anreichern.
  • Die Knolle ins Loch geben und mit der angereicherten Erde bedecken.
  • Mäßig feucht angießen.

Achtung: Während beim Europäischen Alpenveilchen und dem Vorfrühlings-Alpenveilchen die gewölbte Seite der Knolle nach oben zeigen muss, ist es beim Efeublättrigen Alpenveilchen genau umgekehrt. Bei seiner Knolle muss die flache Seite nach oben zeigen, nur dann entwickeln sich seine Wurzeln.

Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) mit hellen Blüten

Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) haben rosa bis weiße Blüten. Ab August zeigen sie sich im Beet.

Alpenveilchen pflegen

Als Wildpflanze benötigt das Alpenveilchen im Sommer kaum Pflege. Sie sollten jedoch wissen, dass der Wasserdruck in den Zellen die Blütenstiele und Blätter des Alpenveilchens festigt. Mangelt es an Wasser, liegen sie schlaff am Boden. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie unter langen Trockenperioden leiden. Dann sollten Sie zusätzlich gießen.

Als Dünger können Sie alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr eine wenige Zentimeter starke Schicht frischen Kompost um die Pflanzen herumverteilen und diese anschließend leicht in den Boden einarbeiten. Ist das Alpenveilchen verblüht, sollten Sie nach der Blüte die verwelkten Pflanzenteile auszupfen. Ansonsten entwickeln sich Samen und das Alpenveilchen sät sich von allein aus und nimmt immer größere Bereiche im Beet für sich ein. Sie möchten, dass sich das Alpenveilchen wild aussät und mit der Zeit große Pflanzenteppiche bildet? Dann benötigt es keine zusätzliche Arbeit. Die Samen keimen von selbst und entwickeln sich zu Neupflanzen im Beet.

Alpenveilchen auf Terrasse und Balkon

Nicht nur für den Garten bieten sich winterharte Alpenveilchen an, auch als Pflanzung im Topf oder Blumenkasten eignen sie sich. Als Substrat ist Balkon- und Kübelpflanzenerde ideal: Sie ist humusreich und locker. Spezielle Beigaben wie poröses Vulkangestein verbessern die Wasseraufnahme, so sind die Pflanzen stets bestens versorgt. Hängen die Blätter und Blüten, sollten Sie auch hier alsbald nachwässern. Der Standort muss ebenfalls wie im Garten halbschattig sein. Achten Sie noch zusätzlich auf eine gute Drainage im Topf: Geben Sie dazu eine ein bis zwei Zentimeter hohe Schicht aus Kies oder Blähton auf den Boden des Pflanzgefäß. So vermeiden Sie schädliche Staunässe, die die Wurzeln absterben lässt.

Sind Alpenveilchen winterhart?

Ein klares Ja – wenn es sich um Gartenveilchen handelt. Die Arten halten Frost bis minus 20 Grad Celsius stand. Einen zusätzlichen Winterschutz benötigen sie nicht, wenn sie unter Laubbäumen gepflanzt sind. Das heruntergefallene Laub schützt ausreichend vor Frost. An anderen Standorten – oder wenn Sie aus optischen Gründen die Blätter entfernen – können Sie mit einer dünnen Schicht aus Mulch und Nadelbaumreisig die Pflanzen schützen.

Bei Alpenveilchen im Topf oder Kübel müssen Sie verhindern, dass die Erde aufgrund des geringeren Volumens durchfriert:

  • Umwickeln Sie den Topf mit Jutebahnen oder Gartenvlies.
  • Stellen Sie den Topf außerdem zur Isolierung auf eine Platte aus Styropor oder Holz.
  • Und rücken Sie Ihre Töpfe an die Hauswand, sie bietet weiteren Schutz gegen Wind und Schnee.

Mit diesen Vorkehrungen bekommen Sie Ihre Alpenveilchen im Freiland und im Topf sicher durch den Winter.

Alpenveilchen vermehren

Das Alpenveilchen wächst aus einer scheibenförmigen Knolle, die flach im Boden liegt. Um Ihr Alpenveilchen kontrolliert zu vermehren und an einer anderen Stelle im Garten einzusetzen – die Verwilderung mit Samen am gleichen Standort übernimmt es selbst - können Sie die vorhandene Knolle in der blütefreien Zeit einfach teilen.

  • Dazu die Knollen der Alpenveilchen vorsichtig freilegen.
  • Entfernen Sie anhaftende Erde.
  • Schneiden Sie die Knollen nun mit einem scharfen Messer in zwei gleichgroße Stücke.
  • Anschließend wieder an einem geeigneten Standort einpflanzen.
  • Mäßig angießen.

Stimmt es: Sind Alpenveilchen giftig?

Ja, das Alpenveilchen ist sehr giftig. Schon geringe Mengen der Knolle und anderen Pflanzenteilen von unter einem Gramm führen bei Verschlucken zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche und Krämpfe. Bei größeren Mengen kann es sogar zu Atemlähmung kommen, die tödlich sind. Seien Sie daher stets vorsichtig bei der Arbeit mit der Pflanze. Bei Kindern und Haustieren im Haushalt sollten Sie zur Sicherheit lieber ganz auf die Pflanzen verzichten.

Europäisches Alpenveilchen mit lila Blüten

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Alpenveilchen

Auch wenn Sie meinen, es gesehen zu haben: Alpenveilchen in Blau gibt es nicht! Es ist der Alpenveilchen-Blaustern (Scilla rosenii), der für Verwirrung im Beet sorgt. Trotz des Namenteils sind die Pflanzen nicht miteinander verwandt - sie sehen sich nur sehr ähnlich. Das hat seinen Vorteil: Da der Alpenveilchen-Blaustern im späten Frühjahr blüht, können Sie mit ihm die Alpenveilchen freie Zeit im Beet problemlos überbrücken.

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