VG-Wort Pixel

Goldrute

Gelb blühende Goldraute
© Adobe Stock / munole

Artikelinhalt

Auf der Suche nach einem gelben Farbakzent im Beet? Dann ist die Goldrute (Solidago spec.) genau richtig: Ihre rispenförmigen Blütenstände in Goldgelb ziehen im Garten schnell die Blicke auf sich. Zudem umschwärmen sie Bienen und Insekten dauerhaft, da ihre unzähligen Einzelblüten von Juni bis September Nektar liefern. In der Natur wächst die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) als heimische Pflanze bei uns an Wegrändern, auf Waldlichtungen oder sonnigen Wiesen. Aber auch in Bauerngärten ist sie schon seit Jahrhunderten beliebt. So verwundert es nicht, dass mit der Zeit spezielle Zuchtsorten wie die Goldrute 'Strahlenkrone' (Solidago x cultorum 'Strahlenkrone') entstanden. Sie bringen üppigere Blüten als ihr Urtyp hervor, haben aber dennoch ihren charmanten Wildblumencharakter nicht verloren.

Doch die Gattung der Goldrute hat auch Schattenseiten: Die Riesengoldrute (Solidago gigantea) und die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) stammen beide ursprünglich aus Nordamerika. Ab dem 17. Jahrhundert haben Gärtner sie als Zierpflanzen angesiedelt, sie breiteten sich jedoch auch in der freien Natur aus und verdrängen mittlerweile heimische Pflanzen. Sie gelten in Mitteleuropa daher als invasive Neophyten (aggressive Pflanzenneulinge). Aus diesem Grund sollten Sie solch eine amerikanische Goldrute nicht im Garten anpflanzen – auch wenn es immer wieder entsprechende Kaufangebote gibt.

Standort der Goldrute

Die Goldrute liebt sonnige Plätze im Garten. Je mehr Helligkeit sie erhält, umso üppiger blüht sie. Beim Gartenboden ist sie anspruchsloser - von sandig-lehmig bis sandig-humos ist alles möglich. Für eine Kübelpflanzung reicht sogar einfache Pflanzerde. Damit die Goldrute gut gedeiht, sollten Sie die Erde stets mäßig feucht halten. Vermeiden Sie jedoch wurzelschädigende Staunässe. Bei einer Goldrute im Kübel sollte daher das Pflanzgefäß ausreichend Abzugslöcher besitzen, damit überschüssiges Wasser zügig abfließen kann.

Wie pflanze ich eine Goldrute?

Die beste Pflanzzeit für Goldruten ist im Mai nach den Eisheiligen. Dann ist nicht mehr mit Frost zu rechnen. Außerdem enthält der Boden zu dieser Zeit noch ausreichend Feuchtigkeit, sodass die Pflanzen gut anwachsen können.

  • Heben Sie zunächst ein Pflanzloch aus, das doppelt so groß wie der Wurzelballen ist.
  • Den Aushub reichern Sie für eine gute Durchlässigkeit mit einer Schaufel Sand an.
  • Geben Sie anschließend die Pflanze in das Pflanzloch und füllen Sie den Freiraum mit dem Erdgemisch auf.
  • Die Erde leicht andrücken und wässern.

Dank ihres mittelgroßen Wuchses und ihrer Farbenpracht eignet sich die Goldrute im Garten besonders gut in der Mitte eines gestaffelten Blumenbeets. Hochwachsende Pflanzen setzen Sie hinter sie, vor ihr finden kleinere Stauden einen guten Platz.

Goldrute pflegen

Da Goldruten ursprünglich karge Frei- und Brachflächen wie Waldränder und naturbelassene Wiesen besiedeln, benötigen sie auch bei uns im Garten eher einen nährstoffarmen Boden. Sie sollten die Blühpflanzen daher nur wenig bis gar nicht düngen. Das Überangebot an Nährstoffen könnte ansonsten ins Gegenteil umschlagen und die Pflanze würde sich kümmerlich entwickeln.

Goldrute mit Schmetterling
Goldruten-Blüten bieten Insekten bis weit in den September hinein Nektar.
© Adobe Stock / Leoniek

Schnitt der Goldrute

Normalerweise vermehrt sich die Goldrute in Selbstaussaat: Nach der Blüte bildet sie Samen aus, die nach ihrer Reife aus den Samenständen rieseln und auf dem Gartenboden keimen. Mit den Jahren nimmt die Pflanze so immer größere Flächen ein. Wer das nicht möchte, sollte die Goldrute nach der Blüte alsbald zurückschneiden. Kappen Sie dazu die Triebe dicht unter der Blüte mit einer Gartenschere. Der restliche Teil der Triebe bleibt stehen, die Stängel dienen im Winter als Unterschlupf für Insekten. Im Frühjahr entfernen Sie an frostfreien Tagen noch verbliebene vertrocknete Pflanzenteile, dann hat die Goldrute ausreichend Platz, um wieder neu und kräftig auszutreiben.

Goldrute vermehren

Die Goldrute besitzt ein stark verzweigendes Wurzelwerk. Das bietet die Möglichkeit, die Pflanze mit einer Teilung des Wurzelballens zu vermehren.

  • Legen Sie im Mai vorsichtig das Wurzelwerk der Staude frei.
  • Mit einem Spaten können Sie den Ballen in zwei gleiche Teile trennen.
  • Entnehmen Sie das Teilstück und füllen Sie das entstandene Loch mit Gartenerde auf.
  • Nun können Sie den abgetrennten Teil der Goldrute an einem geeigneten Standort einsetzen. Die Jungpflanze wird schnell anwachsen.

Um zu verhindern, dass sich die neue Goldrute wieder zu stark ausbreitet, können Sie die Pflanze zusammen mit einem Topf einpflanzen, sodass er den Ballen umschließt. Er dient als Wurzelbegrenzung, der seitliche Wuchs der Pflanze ist dann eingeschränkt.

Goldrute überwintern

Frost und Schnee können den gelben Blühpflanzen nichts anhaben: Bis minus 30 Grad Celsius sind Goldruten im Gartenbeet winterhart. Bei Goldruten im Kübel sollten Sie diesen zur kalten Jahreszeit hin mit Jutebahnen oder Vlies einwickeln. Schieben Sie dem Pflanzgefäß außerdem noch eine isolierende Styroporplatte unter, zusammen mit der Umwicklung verhindert das ein Durchfrieren des Wurzelballens.

Wirkung von Goldrute

Goldruten sind nicht nur beliebte Gartenpflanzen. Die Naturheilkunde sagt ihr außerdem entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaften nach. Daher wir Goldrutentee für Blasenentzündung, Reizblase aber auch bei Problemen mit der Niere empfohlen. Bevor Sie sich jedoch selbst therapieren, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt beraten und die Behandlung mit den Naturprodukten abstimmen.

Anwendung als Tee:

  • Messen Sie 1-2 Teelöffel getrocknetes Goldrutenkraut ab.
  • Geben Sie es in eine Teekanne.
  • Übergießen Sie es mit einem Viertelliter Wasser (siedend).
  • Anschließend 10 Minuten ziehen lassen.
  • Von dem Sud können Sie bei Harninfekten bis zu drei Tassen täglich trinken.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Goldrute

Nicht nur im Garten ist die Goldrute mit ihren gelben Blüten eine Zierde. Auch in der Vase begeistert sie in Kombination mit anderen gelb blühenden Blumen. Arrangieren Sie doch mal ihre Triebe mit Zweigen vom Ginster oder später im Sommer mit Sonnenblumen. Aber solch ein Gebinde muss nicht nur einfarbig sein: Dank ihrer leuchtenden Blüten in Gelb verschönert sie jeden selbst gepflückten, bunten Sommerstrauß.

Lust auf mehr? Weitere Pflanzen aus unserem Lexikon:

Weitere Themen:
Frühlingssträuße & Sommersträuße
Blumenwiese anlegen
Gartengeräte - was braucht man wirklich


Mehr zum Thema