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Geißblatt

Geißblatt mit Blüten

Steckbrief

Pflanzenname
Echtes Geißblatt, Gartengeißblatt, Jelängerjelieber, Geißschlinge
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Lonicera caprifolium
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Geißblattgewächse
Pflanzengröße
von 4 m bis 10 m
Herkunft
Europa, Asien
Pflanzzeit
März April Mai
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Duftpflanzen Gartenpflanzen Giftpflanzen Kletterpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Sichtschutzpflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kletterpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen Zierpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Dachgarten Englischer Garten Garten für Anfänger moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten
Pflege
ggf. wässern, düngen, auslichten und verjüngen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni Juli August September
Vermehrung
Absenker
Blütenfarbe
gelb rosa rot weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos locker mäßig feucht nährstoffreich sandig tonhaltig
Blattform
elliptisch
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Pilzerkrankungen
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Geißblatt pflanzen
Rankhilfen für das Geißblatt
Geißblatt pflegen
Ein Geißblatt schneiden
Wie lässt sich das Geißblatt überwintern?
Geißblatt vermehren
Ist das Geißblatt giftig?

Wenn eine Pflanze "Jelängerjelieber" im Volksmund heißt, muss sie schon besonders sein. Das ist das Echte Geißblatt (Lonicera caprifolium) definitiv! Pro Jahr wächst die Schlingpflanze etwa einen halben Meter und berankt schon innerhalb kurzer Zeit kleinere Bäume, Pergolen oder Rosenbögen mit dichtem Laub. Ab dem Frühsommer hüllt das Geißblatt sich dann noch in Blüten, die intensiv und süßlich duften. Kein Wunder, dass die Pflanze daher gar nicht lang genug wachsen kann: Jeder Meter mehr verspricht auch mehr des lieblichen Duftes aus ihren Blütenbüscheln mit röhrenförmigen, vier Zentimeter langen Blüten in Weiß, Rosa und Gelb. Ursprünglich stammt das Geißblatt aus lichten Wäldern Mitteleuropas bis Kleinasien und wächst dort wie auch bei uns im Garten vier bis zehn Meter in die Höhe und bis zu drei Meter breit. Aufgrund des sehr intensiven Dufts sollten Sie jedoch sicher sein, dass Sie den süßlichen Geruch des Geißblatts auch mögen, bevor Sie es dicht an Ihren Sitzplatz im Freien pflanzen.

Geißblatt pflanzen

Das Geißblatt bevorzugt im Garten einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Mehrere Stunden direkte Sonne benötigt das Geißblatt jedoch, damit es gut wachsen kann. Auch sollte der Platz ein wenig windgeschützt liegen, dann kann die Pflanze ungestört austreiben und entwickelt sich besonders gut. Als Boden bevorzugt das Geißblatt mäßig feuchte, humose Erde, die nährstoffreich und durchlässig ist.

  • Beste Pflanzzeit für das Gartengeißblatt ist im Frühjahr von März bis Mai.
  • Das Geißblatt gibt es in dieser Zeit als Containerware in kleinen Töpfen zu kaufen.
  • Heben Sie im Garten ein Loch aus, dass doppelt so breit wie der ursprüngliche Topf ist.
  • Anschließend sollten Sie den Aushub für eine bessere Durchlässigkeit noch mit ein bisschen Sand und Kompost vermischen.
  • Nun die Pflanze ins Loch setzen und Freiräume mit dem Erdgemisch auffüllen.
  • Zum Schluss mäßig angießen und den Wurzelbereich mulchen. Die Schicht aus Rindenstückchen sorgt dafür, dass sich die Feuchtigkeit lange im Boden hält.
  • Besonders schön: Selbst wenn Sie das Geißblatt erst im Mai einpflanzen, blüht es oft noch im selben Jahr.

Sie können mit dem Geißblatt auch Balkon und Terrasse beranken. Achten Sie jedoch darauf, dass der Kübel für das Geißblatt mindestens 40 Zentimeter breit und genauso hoch ist. Nur mit diesem Mindestmaß an Volumen trocknet die Erde im Sommer nicht aus und ist der Wurzelballen bei einer Überwinterung auf dem Balkon nicht frostgefährdet.

Rankhilfen für das Geißblatt

Nach dem Einpflanzen sollten Sie dem Geißblatt als Kletterpflanze immer eine Möglichkeit zum Hochranken anbieten. Wichtig sind vor allem senkrechte Elemente wie Stäbe oder Pfosten. Das Geißblatt schlingt sich rechtsherum um die Kletterhilfe und zieht sich mit der Zeit immer weiter nach oben. Als Starthilfe an Zaun, Baum oder Rankgitter können Sie die Triebe zunächst mit einem Bastband locker anbinden. Hat die Pflanze mit weiteren Trieben genug Halt gefunden hat, sollten Sie die Haltehilfen wieder entfernen, damit sie sich nicht in die Pflanze schnüren.

Geißblatt pflegen

An einem geeigneten Standort ist das Geißblatt eine dankbare Pflanze und versorgt sich nahezu von allein. An heißen Sommertagen sollten Sie jedoch auf ausreichend Wasser achten und am besten jeden Tag mäßig gießen, damit das Geißblatt stets feuchte Erde hat.
Auch bei Nährstoffen ist das Geißblatt genügsam. In nährstoffreiche Gartenerde gepflanzt, braucht die Schlingpflanze keine Düngegaben. Anders sieht es bei einem Geißblatt im Kübel aus. Aufgrund des geringeren Erdvolumens sollten Sie die Pflanze monatlich mit Flüssigdünger für Kübelpflanzen versorgen.

Geißblatt mit röhrenförmigen Blüten

Ab Mai öffnen sich die Blüten des Geißblattes und verbreiten einen intensiv süßen Duft.

Ein Geißblatt schneiden

Da das Geißblatt von sich aus schon kräftig wächst, benötigt es keinen wuchsanregenden Schnitt. Beim Geißblatt geht es eher darum, die Pflanze auszulichten und nach einigen Jahren zu verjüngen.

Auslichten des Geißblatts:

  • Die Pflanze monatlich auf abgestorbene Äste (vertrocknet und brüchig) kontrollieren und mit einer Gartenschere entfernen.
  • Auch sollten Sie Triebe entfernen, die zu dicht an anderen wachsen und sie mit ihrem Laub verschatten.
  • Schwächliche Einzeltriebe mit mäßigem Blattwuchs entfernen Sie ebenfalls.
  • Triebe, die zu lang werden, können Sie auch entfernen oder einkürzen. Am besten im Spätsommer nach der Blütezeit, so bleibt die Blütenfülle in den Wochen zuvor erhalten.

Geißblatt verjüngen:
Aufgrund seines starken Wachstums kann es nach mehreren Jahren vorkommen, dass Ihr Geißblatt schwächlich wirkt und viel weniger Laub ausbildet als sonst. Dann sollten Sie die Pflanze verjüngen.

  • Entfernen Sie im Frühjahr (ab März) ein Drittel aller Triebe.
  • Kappen Sie dazu die Triebe etwa 5 cm über dem Boden mit einer Gartenschere.
  • Die Pflanze treibt im folgenden Sommer wieder kräftig aus.

Wie lässt sich das Geißblatt überwintern?

Das Geißblatt ist winterhart! Bei einem Geißblatt, das Sie direkt in den Gartenboden gepflanzt haben, sollten Sie als Schutz vor Minusgraden im Herbst eine etwa drei bis fünf Zentimeter dicke Schutzschicht aus Mulch oder Laub auf dem Wurzelbereich verteilen. Alternativ können Sie den Bereich auch mit Nadelbaumreisig bedecken.

Bei einem „Jelängerjelieber“ im Kübel sollten Sie ab Oktober eine Styroporplatte unter das Pflanzgefäß schieben und es mit Gartenvlies oder Jutebahnen umwickeln – das schützt ausreichend gegen Frost.  Bedecken Sie ebenfalls die Erdoberfläche zum Isolieren mit Tannenreisig. Die Äste schützen außerdem noch vor zu starker Verdunstung. Überprüfen Sie regelmäßig an trockenen Wintertagen, ob die Kübelerde noch ausreichend Feuchtigkeit besitzt. Ist die Oberfläche trocken, sollten Sie sparsam wässern.

Geißblatt vermehren

Am leichtesten können Sie Ihr Geißblatt mit einem Absenker vermehren:

  • Biegen Sie im Frühjahr (April/Mai) einen kräftigen, aber noch weichen Trieb zum Boden.
  • Ritzen Sie den Trieb mit einem Messer mehrfach genau dort an, wo er er die Erde berührt hat.
  • Lockern Sie anschließend die Erde auf und biegen Sie den Trieb erneut zum Boden.
  • Fixieren Sie ihn nun mit einem Stein oder einem Zelthering.
  • Anschließend ein wenig Erde über dem Trieb anhäufeln und die Triebspitze senkrecht an einem Stock hochbinden.
  • Schon im Herbst (September/Oktober) haben sich ausreichend Wurzeln gebildet, dass Sie den Absenker mit einem beherzten Spatenstich von der Ursprungspflanze abtrennen können.
  • Graben Sie anschließend die Neupflanze mit ausreichend Erde aus und pflanzen Sie das neue Geißblatt an einem geeigneten Standort ein.

Ist das Geißblatt giftig?

Die Geißblatt-Pflanze selbst gilt als lediglich schwach giftig. Doch ihre Früchte sind sehr giftig. Nach seiner Blüte bildet das Geißblatt Beeren in einem leuchtenden Korallenrot aus, die konzentriert giftige Inhaltsstoffe enthalten. Nach einem versehentlichen Verzehr treten daher folgende Symptome auf: Übelkeit, Schweißausbrüche, Fieber, Krampfanfälle, Erbrechen und Durchfall sowie Herz- und Kreislaufstörungen. Achten Sie daher besonders bei Kindern und Tieren im Haushalt, dass sie nicht mit den Beeren spielen oder sie verschlucken. Bei Vergiftungserscheinungen sollten Sie stets einen Arzt um Rat fragen.

Geißblatt mit Blüten

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Geißblatt

Neben dem Echten Geißblatt gibt es noch viele ähnliche Geißblatt-Arten wie das Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum), das Gold-Geißblatt (Lonicera x tellmanniana) oder das Japanische Geißblatt (Lonicera japonica). Mit üppigen Blüten in Rot- und Gelbtönen strahlt das mehrfarbige Feuer-Geißblatt (Lonicera heckrottii in der Züchtung 'Goldflame'). Wirklich ungewöhnlich und andersartig wächst dagegen das immergrüne Geißblatt. Wie sein Name schon verrät, behält es im Winter sein Laub und sorgt damit für dauerhaften Sichtschutz im Garten. Weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu den anderen Geißblattarten verträgt es auch einen Standort im Schatten.

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