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Hanfpalme

Hanfpalme mit fächerförmigen Blättern

Steckbrief

Pflanzenname
Hanfpalme, Chinesische Hanfpalme, Fächerpalme, Tessinerpalme, Zwerghanfpalme
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Trachycarpus fortunei, Trachycarpus wagnerianus, Trachycarpus nanu
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Palmengewächse
Pflanzengröße
von 2 m bis 10 m
Herkunft
Asien: China, Himalaya
Pflanzzeit
April Mai September
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
Februar März April
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Bäume Beetpflanzen Blattschmuckpflanzen Gartenpflanzen Grünpflanzen immergrüne Pflanzen Kübelpflanzen mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Nutzpflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen wintergrüne Pflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen Zierpflanzen
Gartenstil
Chinesischer Garten Dachgarten Englischer Garten Feng-Shui-Garten Japanischer Garten mediterraner Garten moderner Garten Topfgarten Zimmer
Pflege
gießen, düngen, Winterschutz
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni
Vermehrung
Samen
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos lehmig locker mäßig feucht sandig sauer
Blattform
fächerförmige Wedel bis 100 cm
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Schildläuse Spinnmilben
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Hanfpalme pflanzen
Die richtige Pflege der Hanfpalme
Ist die Hanfpalme winterhart?
Vermehren: Samen der Hanfpalme

Eine Palme, die in kälteren Klimazonen wachsen kann? Die robuste Hanfpalme (Trachycarpus spec.) schafft das Kunststück! Ursprünglich aus China und den Bergregionen des Himalayas stammend, wo sie bis auf 2.400 Meter zu finden ist, vertragen Hanfpalmen sogar zweistellige Minusgrade. Auch Schnee können sie im Winter mit einem entsprechenden Schutz aushalten. Jedoch müssen sie sich nach einem solchen Kälteschock zunächst erholen, neu austreiben und sehen in dieser Zeit nicht sehr gepflegt aus. Auch kalter Wind setzt den Pflanzen zu, sodass ihr Erscheinungsbild insgesamt leidet und ihre fächerförmigen Wedel abknicken. Aus diesem Grund hat sich die Hanfpalme als Freiland-Palme nur in europäischen Regionen mit milden Wintern wie Italien oder Großbritannien durchgesetzt.

Aber auch in den Regionen entlang des Rheins und am Bodensee, in denen ein verhältnismäßig warmes Mikroklima herrscht, lässt sich die Hanfpalmen auspflanzen. Achten Sie nur darauf, dass Ihre Hanfpalme dann schon vier bis fünf Jahre alt ist, erst dann sind Hanfpalmen ausreichend winterhart. In kühleren Gebieten Deutschlands eignet sie sich nur als Kübelpflanze, damit sie die kalte Jahreszeit in einem schützenden Winterquartier überstehen kann. Beliebte Arten sind die Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) und ihre etwas kleinere Schwester die Wagnerpalme (Trachycarpus wagnerianus).

Hanfpalme pflanzen

Während Hanfpalmen in ihrer asiatischen Heimat bis zu zehn Meter groß werden können, erreichen sie bei uns zumeist nur Höhen von zwei bis fünf Metern. In Pflanzencentern und Baumschulen können Sie nahezu in jeder Größe Hanfpalmen kaufen, die Sie dann entsprechend Ihres regionalen Klimas direkt in den Garten oder in einen Kübel pflanzen. Unabhängig von der Pflanzart benötigen Hanfpalmen stets einen windgeschützten Standort mit mehreren Sonnenstunden am Tag.

Die immergrünen Fächerpalmen gedeihen in humusreicher Erde, die sogar leicht sauer sein kann. Außerdem sollte der Boden durchlässig sein, da alle Hanfpalmen-Arten empfindlich auf Staunässe reagieren. Wählen Sie bei Kübelpflanzung zudem ein ausreichend großes Pflanzgefäß, das genug Standfestigkeit bietet. Schon bei jungen Exemplaren um einen Meter sollte es ein Volumen von mindestens 50 Liter haben. Im Garten sollten Sie darauf achten, dass der Boden tiefgründig und locker ist.

  • Graben Sie in den Gartenboden oder in den Pflanztrog ein Pflanzloch, dessen Durchmesser doppelt so groß wie der Wurzelballen ist.
  • Geben Sie auf den Boden des Lochs eine mehrere Zentimeter starke Schicht aus Blähton als Drainage.
  • Stellen Sie die Hanfpalme mit dem Wurzelballen direkt auf die Drainageschicht
  • Füllen Sie das Pflanzloch mit durchlässiger Erde auf. Spezielle Palmenerde sorgt für einen geregelten Wasserhaushalt und den richtigen pH-Wert von 5,5 bis 7,2.
  • Die Erde leicht andrücken und die Neupflanze mäßig angießen.
  • Als Pflanzzeit eignen sich frostfreie Frühjahrs- und Herbstmonate.
Typischer fächerförmiger Wedel einer Hanfpalme

Typisch für die Hanfpalme sind ihre fächerförmigen Wedel. Sie können bis zu einem Meter lang werden.

Die richtige Pflege der Hanfpalme

Prinzipiell sind die Chinesische Hanfpalme und die Wagner Hanfpalme in der Pflege relativ genügsam. Einen Formschnitt brauchen sie nicht, da sie von sich aus schon ansprechend wachsen. Ihre fächerartigen Wedel treiben stets nur am oberen Stammende aus und sterben dann nach unten hin ab, wenn sich oben ausreichend neue Triebe gebildet haben. Der Stamm wächst somit stetig in die Höhe. Für ein schönes Gesamtbild können Sie jedoch einzelne Wedel dicht am Stamm abschneiden, wenn sie eintrocknet oder abgeknickt sind.

Auch beim Gießen ist eine Hanfpalme unkompliziert. Gießen Sie nur, wenn die Oberfläche schon zu trocknen beginnt. So bleibt der Boden stets mäßig feucht. In der Wachstumszeit von März bis Oktober sollten Sie Ihre Hanfpalme düngen. Seien Sie prinzipiell jedoch eher sparsam, da zu viele Nährstoffe der Pflanze Wasser entziehen und sie eingeht. Langzeitdünger für Palmen hat sich bewährt, da er nur einmal am Anfang der Wachstumsphase als Granulat in den Boden gegeben wird. Mit der Zeit zersetzt er sich und gibt nach und nach die Inhaltsstoffe frei – so entsteht nie ein Überangebot.

Ist die Hanfpalme winterhart?

Im Prinzip ja – nur leidet sie unter den kalten Winterwinden, daher sollte eine Hanfpalme geschützt überwintern. Ist sie in Regionen mit mildem Winter direkt in den Gartenboden gepflanzt, sollten Sie den Wurzelbereich mit einer dicken Schicht aus Rindenmulch oder Nadelbaumreisig schützen. Wickeln Sie zusätzlich noch die Krone mit Gartenvlies ein, dann können die Palmen problemlos draußen überwintern.

Hanfpalmen im Kübel sollten Sie Anfang Oktober vor dem ersten Frost nach drinnen holen. Je nach Größe eignet sich als Hilfe ein kleiner Rollwagen oder eine Sackkarre. An das Winterquartier stellt die Hanfpalme keine großen Ansprüche. Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius am Standort verträgt sie gut. Sogar ganz dunkel wie in einer Garage, einem Gartenhaus oder einem Keller kann sie überwintern. Gewöhnen Sie die Pflanze dann jedoch im Frühjahr langsam an Sonnenschein, in dem Sie sie erst einmal in die Nähe von Fenstern oder eine geöffnete Tür stellen, bevor sie direkte Sonne bekommt. Vergessen Sie zudem nicht, die Hanfpalme auch im Winterquartier zu gießen. Auch hier gilt es, erst zu wässern, wenn die obere Bodenschicht antrocknet. Aufgrund der geringeren Temperatur im Winterquartier dauert das länger, stellen Sie daher entsprechend Ihren Gießrhythmus um. Ab April/Mai darf die Hanfpalme dann wieder ins Freie.

Vermehren: Samen der Hanfpalme

Wenn Sie Glück haben, blüht Ihre Hanfpalme nach einigen Jahren im Mai und Juni mit langen, rispenförmigen Blüten in Gelb und bildet im Anschluss blauschwarze Beeren aus. Diese können Sie aussäen. Leider ist eine Blüten- und Fruchtbildung aufgrund der nicht ganz idealen Bedingungen in Deutschland eher selten. Glücklicherweise bieten diverse Online-Händler Samen der Hanfpalme zur Aussaat an.

  • Für die Aussaat eignen sich die Monate Februar-April.
  • Weichen Sie zuvor die getrockneten Samen für einen Tag in Wasser ein.
  • Danach Anzuchttöpfe mit Anzuchterde füllen und die Samen einsäen.
  • Bedecken Sie die Samen mit wenig Substrat und gießen Sie die Erde mäßig feucht an.
  • Die Aussaattöpfe danach hell und warm stellen. Übliche Zimmertemperaturen zwischen 20 bis 25 Grad Celsius sind ideal.
  • Halten Sie die Erde stets mäßig feucht.
  • Nun müssen Sie Geduld haben: Die Keimzeit der Samen beträgt 2-4 Monate.
  • Wenn die Jungpflanzen 10-15 cm groß sind, können Sie die Keimlinge in Einzeltöpfe umsetzen (pikieren). Danach halten Sie sich an die Pflegeempfehlungen für ausgewachsene Hanfpalmen.
Hanfpalme mit fächerförmigen Blättern

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Hanfpalme

Ihnen ist eine Chinesische Hanfpalme oder eine Wagnerhanfpalme als große Kübelpflanze zu umständlich? Dann könnte die Zwerghanfpalme (Trachycarpus nanu) für Sie interessant sein. Ihre Maximalgröße beträgt gerade einmal ein Meter. Sie kann daher selbst auf einem Balkon exotisches Flair verbreiten. Pflege und Standortbedingungen entsprechen denen ihrer größeren Verwandten.

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