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Gardenie

Gardenie mit weißer Blüte - Pflanzenlexikon

Steckbrief

Pflanzenname
Gardenie, Jasminrose, Gardenia, Knopflochblume
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Gardenia jasminoides / Gardenia augusta
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Rötegewächse
Pflanzengröße
ca. 1 m
Herkunft
Asien (China, Taiwan, Japan)
Pflanzzeit
März April Mai
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonblumen Balkonpflanzen Bäume Duftpflanzen Giftpflanzen Halbstrauch immergrüne Pflanzen immergrüne Sträucher japanische Pflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Sträucher Topfpflanzen wintergrüne Pflanzen Zierpflanzen Zierstrauch Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Dachgarten Topfgarten Zimmer
Pflege
kalkfrei gießen, düngen, auf Schädlinge achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Juni Juli August September Oktober
Vermehrung
Kopfsteckling, Samen
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos locker mäßig feucht nährstoffreich sandig sauer torfhaltig
Blattform
elliptisch
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Schildläuse Spinnmilben
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Welcher Standort für Gardenien?
Gardenie überwintern
Umtopfen: Gardenien richtig pflanzen
Gardenie pflegen: gießen und düngen
Gardenie vermehren
Ist die Gardenie giftig?

Der Populärname für Gardenie lautet "Jasminrose" – und das ist eine sehr zutreffende Bezeichnung: Sowohl ihr Aussehen als auch die Größe der Blüte erinnern an eine Kreuzung aus Rose und Jasmin. Auch duften ihre weißen Blüten intensiv blumig. Dabei ist die Gardenia eigentlich gar keine Blume: In ihrer tropischen Heimat Südostasien wachsen die 250 Vertreter der Gattung Gardenia als größere Sträucher und kleine Bäume – teilweise bis zu zehn Metern Höhe. Pflanzenfreunde schätzen bei uns vor allem die Gardenia jasminoides/augusta. Sie bleibt als Strauch kleiner und erreicht im Kübel oft nur eine Maximalhöhe von einem Meter. Dennoch besitzt auch sie einen reichen Blütenstand, der für alle Gardenien-Arten typisch ist.

Welcher Standort für Gardenien?

Als wärmeliebende Tropenpflanze ist die Gardenie nicht winterhart und wächst bei uns hauptsächlich als Zimmerpflanze. Dafür sollte ihr Platz im Wohnraum möglichst hell sein. Direktes Sonnenlicht sollten Sie jedoch vermeiden, das verträgt die Gardenie nicht. Als Temperatur sind übliche Zimmertemperaturen zwischen 20 bis maximal 25 Grad Celsius ideal.

Liegen die Temperaturen im Sommer auch im Freien über 20 Grad Celsius, kann die Gardenie gern in den Topfgarten auf dem Balkon oder auf die Terrasse umziehen. Die leichten Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht regen sie hier zu einem kräftigen Wuchs an. Netter Nebeneffekt: In den Sommermonaten beginnt auch ihre Blütezeit, so verschönert sie den Platz im Freien gleich noch mit ihren duftenden Blüten in Weiß. Aber auch hier sollte die Blühpflanze nicht im direkten Sonnenlicht stehen. Sobald es kälter als 15 Grad wird, muss die Gardenie wieder nach drinnen.

Gardenie überwintern

Im Winter bevorzugt die Gardenie kühlere Temperaturen zwischen 15 bis 18 Grad Celsius. In dieser Zeit bildet sie ihre Knospen aus: Ist es zu warm, verweigert sie sich und die Blüte fällt in den Sommermonaten aus. Als Winterquartier eignet sich ein Wintergarten oder ein heller Fensterplatz in einem unbeheizten Treppenhaus. Ab März darf die Gardenie wieder wärmer stehen. Auch im Winterquartier benötigt die Gardenie regelmäßig Wasser, sodass ihre Erde nicht vollständig austrocknet.

Die weiße Blüte einer Gardenie - Pflanzenlexikon

Wohlduftend und edel - ab Juni zeigt die Gardenie ihre Blüten.

Umtopfen: Gardenien richtig pflanzen

Alle ein bis zwei Jahre braucht die Gardenia einen größeren Topf (1-2 Zentimeter größer) mit neuem, leicht saurem Substrat, damit sie sich gut entwickeln kann. Als Boden eignet sich humose, kalkfreie Zimmerpflanzenerde, der Sie noch ein Fünftel saure Rhododendron-Erde zumischen. Um das Substrat durchlässiger zu machen, können Sie außerdem noch ein kleinen Teil Sand oder das vulkanische Gestein Perlit zugeben. Beide lockern die Erde auf.

  • Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist im Frühjahr, bevor die Gardenie zu blühen beginnt.
  • Achten Sie darauf, dass der neue Pflanztopf Abzugslöcher für überschüssiges Gießwasser besitzt.
  • Bedecken Sie die Löcher mit Tonscherben, damit Erdklumpen sie nicht verstopfen.
  • Füllen Sie das Substrat ein und bilden Sie eine größere Mulde.
  • Lösen Sie anschließend die Gardenie aus ihrem aktuellen Gefäß und schütteln Sie vorsichtig die alte Erde vom Wurzelballen ab.
  • Vertrocknete Wurzeln können Sie dabei gleich mit einer Gartenschere abschneiden.
  • Danach die Pflanze in die Erdmulde setzen und Freiräume mit Substrat auffüllen.
  • Gießen Sie zunächst nicht an, die Erde hat vorerst ausreichend Feuchtigkeit. Sobald die Oberfläche der Erde leicht angetrocknet ist, können Sie wieder wässern.

Bei der Gardenienzucht haben sich glasierte Pflanzgefäße bewährt, da ihre Poren geschlossen sind und die Töpfe der Erde daher keine Flüssigkeit entziehen. Möchten Sie dennoch einen unglasierten Topf nutzen, sollten Sie diesen vor dem Umtopfen wässern, damit er sich vollständig mit Wasser vollsaugen kann. So verbleibt später ausreichend Feuchtigkeit im Boden.

Gardenie pflegen: gießen und düngen

Die Pflanze Gardenia reagiert empfindlich auf Kalk: Sie wächst dann spärlich und blüht kümmerlich. Schlimmstenfalls geht sie sogar ein. Daher sollten Sie Kalk vollständig vermeiden. Da Leitungswasser Kalk enthält, empfiehlt es sich, mit destilliertem Wasser zu gießen – auch aufgefangenes Regenwasser eignet sich gut. Außerdem möchte die Gardenie stets mäßig feuchte Erde haben – der Ballen darf weder austrocknen noch darf Staunässe entstehen. Überprüfen Sie daher mit dem Finger täglich die Feuchtigkeit. Beginnt die Oberfläche anzutrocknen, können Sie vorsichtig nachgießen.

Auch der Dünger sollte frei von Kalk sein. Benutzen Sie daher flüssigen Bonsai- oder Gemüsedünger, sie sind beide kalkfrei. Es empfiehlt sich, die Gardenie zwischen Frühjahr und Herbst alle zwei Wochen zu düngen – dann ist die Pflanze zur Blüte stets ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Gardenie vermehren

Natürlich können Sie einfach in einem Gartencenter eine neue Gardenia als Zimmerpflanze kaufen. Reizvoller ist es jedoch, eine Neupflanze selbst zu ziehen. Mit Stecklingen gelingt das leicht:

  • Schneiden Sie im Mai/Juni 10 cm lange Triebe mit mehreren Blüten ab.
  • Für ein gutes Wurzelwachstum sollten Sie jeden Trieb kurz in Bewurzelungspulver tauchen.
  • Stecken Sie danach die Triebe 2-3 cm tief in einen Topf mit Anzuchterde, die kalkfrei sein muss. Alternativ können Sie das Substrat im Verhältnis 1:1 aus Torf und Sand selbst anmischen.
  • Feuchten Sie die Erde mäßig an.
  • Ziehen Sie dem Topf eine transparente Kunststofftüte als eine Art Mini-Gewächshaus über. Unter ihr wird sich eine hohe Luftfeuchtigkeit für ein günstiges Mikroklima bilden.
  • Stellen Sie den Topf an einen hellen Platz bei 22-25 Grad Celsius.
  • Um Schimmel zu vermeiden, sollten Sie einmal täglich die Tüte zum Belüften anheben.
  • Nach etwa 3-4 Wochen haben die Stecklinge zu wurzeln begonnen.

Drei bis vier Monate später können Sie die Jungpflanzen in separate Töpfe vereinzeln. Gehen Sie dabei genauso vor, wie beim Umtopfen einer Altpflanze. Damit Sie beim Entnehmen die noch zarten Wurzeln nicht verletzen, können Sie die Erde um die Jungpflanzen mit einem Pikierholz – alternativ mit einem Schaschlikspieß – vorsichtig lockern.

Ist die Gardenie giftig?

Nach ihrer Blüte bildet die Gardenie orange Beeren. Diese sind wie auch die übrigen Pflanzenteile der Gardenia beim Verzehr schwach giftig und verursachen Symptome im Magen-und-Darmtrakt wie Magenschmerzen und Durchfall. Achten Sie daher darauf, dass keine Kinder oder Haustiere an die Gardenie gelangen können und keine Pflanzenteile auf den Boden fallen, die als Spielzeug dienen oder verschluckt werden können.

Gardenie mit weißer Blüte - Pflanzenlexikon

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Gardenie

Wussten Sie eigentlich, dass die Gardenia früher auch "Knopflochblume" genannt wurde? Sie war im 19. Jahrhundert eine beliebte Ansteckblume am Revers. Heute wäre sie natürlich selbst an einer Abendgarderobe überdimensioniert. Für einen Hochzeitsanzug ist sie jedoch weiterhin wunderbar festlich, wohlduftend und eine schöne Alternative zu einer weißen Rose.

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