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Farn

Schildfarn mit grünen Wedeln - Pflanzenlexikon

Steckbrief

Pflanzenname
Adlerfarn, Baumfarn, Frauenfarn, Frauenhaarfarn, Filigranfarn, Goldschuppenfarn, Hasenfußfarn, Hirschzungenfarn, Königsfarn, Rippenfarn, Schmuckfarn, Schwertfarn, Streifenfarn, Trichterfarn, Wurmfarn
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Adiantum raddianum, Adiantum pedatum, Asplenium scolopendrium, Asplenium trichomanes, Athyrium filix-femina, Athyrium niponicum, Blechnum spicant, Davallia bullata, Dicksoniaceae und Cyatheaceae, Dryopteris spec., Matteuccia struthiopteris
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Gefäßsporenpflanzen
Pflanzengröße
von 10 cm bis 6 m
Herkunft
weltweit vorkommend
Pflanzzeit
April Mai
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Aquarienpflanzen asiatische Pflanzen Balkonpflanzen Bäume Beetpflanzen Blattschmuckpflanzen Bodendecker Gartenpflanzen Giftpflanzen Grünpflanzen immergrüne Pflanzen japanische Pflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Sporenpflanze Stauden Sumpfpflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen Wildpflanzen wintergrüne Pflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden Zierpflanzen Zierstrauch Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Chinesischer Garten Cottage-Garten Englischer Garten Feng-Shui-Garten Garten für Anfänger Heidegarten Japanischer Garten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten Rhododendrongarten romantischer Garten Schattengarten Staudengarten Steingarten Sumpfgarten Topfgarten Wassergarten Wildblumengarten Zengarten
Pflege
ohne Pflegeaufwand
Pflegeaufwand
-
Blütezeit
-
Vermehrung
Teilung
Blütenfarbe
-
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos locker mäßig feucht nährstoffreich torfhaltig
Blattform
gefiederte Wedel, zungenförmig
Lichtbedingungen
halbschattig schattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Pilzerkrankungen
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Farn pflanzen
Beliebte Farnarten
Farn pflegen
Ist Farn winterhart?
Farn vermehren
Ist Farn giftig?

Den einen, typischen Farn gibt es nicht – denn weltweit gibt es dutzende Gattungen und tausende von Arten. Was sie jedoch zusammen ausmacht, ist das Alter dieser Pflanzengruppe. Denn schon vor hunderten von Millionen Jahren wuchsen Farne auf der Erde. Und noch heute sind sie bei uns im Garten als Blattschmuckpflanzen mit ihren vielfältigen Grüntönen und den zumeist gefiederten Wedeln mehr als beliebt. Zu den eindrucksvollsten Exemplaren gehören die Baumfarne, die sogar mehrere Meter hoch werden. Als kleinere Varianten und als heimischer Farn im Wald sind bei uns der Goldschuppenfarn, der Frauenfarn oder der Adlerfarn mit ihren gefiederten Blättern und kräftigem Dunkelgrün zu Hause.

Wurmfarn ist eine einheimische Farnart - Pflanzenlexikon

Der Wurmfarn ist eine im Wald häufig vorkommende heimische Farnart.

Farn pflanzen

Wer Farnkraut in seinen Garten pflanzt, sollte sich an seinem üblichen Standort im Wald orientieren. Farne mögen es eher schattig und feucht in einem nährstoffreichen Boden. Arbeiten Sie daher unbedingt vor der Pflanzung Kompost oder Humus ins Pflanzloch ein, das versorgt die Erde mit Nährstoffen und macht sie für die Wurzeln des neuen Farns schön locker. Nach dem Auffüllen des Lochs anschließend im Wurzelbereich noch gut angießen! Die beste Pflanzzeit für einen neuen Farn im Freien ist im Frühjahr, so hat er ausreichend Zeit zum Verwurzeln, bevor es kalt wird.

Übrigens: Wenn Sie nicht typischerweise den Farn im Schatten oder Halbschatten, sondern etwas sonniger im Garten pflanzen möchten, ist das auch möglich. Achten Sie dann jedoch auf eine ausreichende Wasserversorgung. Das gilt ebenso, wenn Sie Ihren Farn im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse stehen haben.
Aufgrund seines geringen Bedürfnisses nach Sonne bietet sich Farn als Pflanze jedoch vor allem für Schattenbeete und entsprechende Gärten an. Gerade in einem Innenhof in der Stadt macht er sich gut. Vor allem, da es auch Farn immergrün beziehungsweise auch wintergrün zu kaufen gibt, haben Sie selbst im Winter eine bewachsene Fläche, wo ansonsten kaum ein anderes Grün gedeiht.

Hirschzungenfarn hat lange Blätter mit geschlossenem Rand - Pflanzenlexikon

Nicht alle Farne haben gefiederte Wedel - beim Hirschzungenfarn sind diese eher länglich und haben einen geschlossenen Rand.

Beliebte Farnarten

Sie können sich natürlich einen riesigen, exotischen Baumfarn kaufen (Dicksoniaceae oder Cyatheaceae)! Wie der Name es schon sagt, wächst er baumartig und erinnert ein wenig an Palmen. Er benötigt jedoch ein eher mildes Klima – das wir ihm in Deutschland ganzjährig nicht bieten können. Er muss als Kübelpflanze daher bei null bis zehn Grad Celsius geschützt in einem Innenraum überwintern und ist somit kein Gartenfarn. Besser geeignete Farne für den Garten sind:

  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum): Er gehört zu den großen, heimischen Farnarten und kann bis zu zwei Meter und größer werden. Breitet sich sehr stark aus – daher nur mit einer Rhizomsperre pflanzen. Ist sehr giftig.
  • Flacher Filigranfarn (Polystichum Setiferum): wächst sehr flach nur wenige Zentimeter hoch, dient daher gut als Bodendecker.
  • Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium oder Phyllitis scolopendrium): heimische Art, die Blätter sind nicht gefiedert, sondern lang und zungenförmig. Wintergrün. Höhe: 30-60 cm.  
  • Königsfarn (Osmunda regalis): Heimischer Farn, der horstig wächst und sehr alt werden kann. Verträgt auch Sonne, wenn er auf feuchten Boden gepflanzt wird. Höhe: bis zu 150 cm.
  • Japanischer Regenbogenfarn (Athyrium niponicum 'Metallicum'), auch Schmuckfarn oder Japanischer Farn genannt. Hat eine braungrüne Blattfärbung, die ins Silbrige und Rötliche reichen kann. Höhe: bis 40 cm.
  • Rippenfarn (Blechnum spicant): Heimische Farnart mit immergrünen Wedeln und gerundeten, glänzenden Blättern. Immergrün. Höhe: 30 cm.
  • Steinfeder, Brauner Streifenfarn (Asplenium trichomanes): Er ist ein Mini-Farn, der sehr genügsam beim Standort ist und sogar in Mauerritzen wächst. Selbst einen sonnigen Standort verträgt er. Wintergrün. Höhe: 10-20 cm.
  • Trichterfarn / Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris): Üppig wachsender Farn, der sich per Ausläufer stark verbreitet. Eignet sich daher für großflächige Gehölzunterpflanzungen. Höhe: bis zu 120 cm.
  • Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina): Buschig wachsender Farn mit überhängenden Wedeln. Bevorzugt es schattig, maximal halbschattig. Höhe: bis 120 cm.
  • Wurmfarn (Dryopteris) gibt es in vielen Variationen. Zu ihnen gehört auch der heimische und wintergrüne Goldschuppenfarn (Dryopteris affinis) mit einer Wuchshöhe von bis zu 100 cm.

Weitere interessante Farnpflanzen sind der Pfauenradfarn (Adiantum pedatum), der Tüpfelfarn (Polypodium vulgare) und der Schildfarn (Polystichum spec.).

Farn pflegen

Regenbogenfarn mit hellen Blättern und dunkler Mittelrippe - Pflanzenlexikon

Der Regenbogenfarn begeistert Gartenbesitzer mit hellen Blättern und dunkler Mittelrippe.

Ob Sie Ihren Farn düngen müssen? Jein! Denn in der Natur düngt sich der Farn selbst, indem seine abgeworfenen Blätter und Farnwedel über dem Wurzelbereich verrotten und die Nährstoffe somit wieder in den Boden gelangen. Wenn Sie einen Farn haben, sollten Sie das abgefallene Laub nicht wegharken, sondern für den natürlichen Nährstoffkreislauf vor Ort belassen.
Wenn Sie jedoch einen aufgeräumten Garten bevorzugen, können Sie Ihren Pflanzen mit organischem Dünger vorsichtig Nährstoffe zufügen. Kompost ist ideal, Hornspäne ist jedoch auch möglich.

Seien Sie unbesorgt, wenn Ihr Farn keine Blüte treibt. Das liegt nicht an mangelnder Pflege, sondern daran, dass es keine Farn-Blüte gibt. Der Farn bildet daher auch keine Samen aus, sondern Sporen. Blühender Farn – wie er manchmal in Gartencentern angeboten wird – gehört einer anderen Pflanzengattung an. Es ist die Freilandgloxinie, auch Incarvillea genannt, die dann als Farn verkauft wird.

Gartenkalender: Pflanzentipps für jeden Monat
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Ist Farn winterhart?

Nahezu alle Gartenfarne sind winterharte Farne. Sie brauchen keinen gesonderten Winterschutz. Sollten Sie jedoch Ihren Gartenfarn erst im Herbst gesetzt haben, braucht er dennoch ein bisschen Unterstützung, um nicht in den kalten Monaten zu erfrieren.

  • Vorhandene Wedel zusammenraffen und hochbinden.
  • Decken Sie den Bereich des Wurzelwerks mit Laub oder Tannenreisig ab.
  • Sichtbare Wurzelstämme können Sie zusätzlich noch mit Vlies umwickeln.
  • Entfernen Sie spätestens ab April den Winterschutz wieder.
Frauenhaarfarn - Pflanzenlexikon

Frauenhaarfarn verträgt schlecht Frost, aber bevorzugt dafür feuchte Standorte.

Farn vermehren

Viele Farne lassen sich ganz leicht per Teilung vermehren. Das bietet nicht nur den Vorteil, mehr Gartenpflanzen zu erhalten, sondern verjüngt auch das Wurzelwerk (Rhizom) des Farns. Um den Farn mit dieser Methode zu vermehren, gehen Sie am besten folgendermaßen vor:

  • Im Frühjahr vorsichtig den Farn ausgraben und das Wurzelwerk freilegen
  • Mit einem beherzten Spatenstich teilen.
  • Anschließend beide Pflanzenteile wieder an einem geeigneten Standort einpflanzen.
  • Gut angießen.

Ist Farn giftig?

Ja, je nach Farnart sind Farnpflanzen unterschiedlich gefährlich. Der große Adlerfarn ist ein besonders giftiger Farn. Ausgewachsen trägt er gleich mehrere verschiede Giftstoffe wie schädliche Enzyme in sich. Seine toxischen Eigenschaften sind dabei so stark, dass er sogar als krebserregend gilt. Da im Allgemeinen Farn giftig für Katzen, Hunde und vor allem Weidetiere ist, sollten Sie möglichst auf eine Anpflanzung verzichten, wenn die tierischen Mitbewohner zu neugierig sind. Normalerweise sollten Haustiere jedoch kein Interesse haben, das Farnkraut zu fressen.

Schildfarn mit grünen Wedeln - Pflanzenlexikon

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Farn

Farn gibt es nicht nur für draußen. Als Zimmerfarn aus den Tropen wächst er auch in Innenräumen sehr gut. Zum Beispiel ist der Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) ein idealer Farn als Zimmerpflanze. Gleiches gilt auch für den Hasenfußfarn oder Hasenpfotenfarn (Davallia bullata), der ebenfalls ein immergrüner Farn ist. Ebenso ist der duftende Dreieckige Frauenhaarfarn (Adiantum raddianum) auch eine beliebte Zimmerpflanze. Dieser Farn ist jedoch extrem anspruchsvoll an seinen Standort wie eine Orchidee. So darf die Temperatur nie unter 18 Grad Celsius fallen und er möchte hell stehen, aber auf keinen Fall sonnig. Zugluft ist ebenfalls unerwünscht, wobei die Lufttemperatur möglichst hoch sein sollte. Wenn Sie also solch ein Exemplar wünschen, ist häufig ein nach Norden ausgerichtetes Badezimmer der beste Standort für ihn.

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