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Chili pflanzen

Chili Capsicum annuum 'Bird's Eye'

Steckbrief

Pflanzenname
Chilipflanze
Erntezeitpunkt
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Botanischer Name
Capsicum spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Nachtschattengewächse
Pflanzengröße
von 30 cm bis 4 m
Herkunft
Südamerika
Pflanzzeit
Mai Juni Juli August
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Bienenweidepflanzen einjährige Pflanzen Gemüsepflanzen Gewürzpflanzen Heilpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Nutzpflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Apothekergarten Balkongarten Garten für Anfänger Gemüsegarten Nutzgarten Topfgarten Zimmer
Pflege
nach der Überwinterung umtopfen, auf Schädlinge achten, im Innenraum bestäuben
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
August
Vermehrung
Aussaat
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos lehmig locker mäßig feucht sandig
Blattform
herzförmig
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
ja
Schädlinge/Krankheiten
Wollläuse
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Chili-Pflanze pflegen: der beste Standort für Chili
Chilis überwintern
Chili als Zimmerpflanze
Chili-Aussaat: So säen Sie Chilisamen richtig aus
Chilisorten: Jalapeno-Pflanze und Habanero-Pflanze
Was ist der Unterschied zwischen Peperoni und Chili?
Chili trocknen
Der richtige Chili-Dünger
Chili ernten: So schneiden Sie die Schoten

Es gibt gute Gründe, für die Chili und ihre insgesamt 2.000 Sorten ganz Feuer und Flamme zu sein: ihr scharfes Geschmackserlebnis, die bunt-leuchtenden Früchte – die wie langgezogene, kleine Paprika aussehen - sowie die nachgesagte heilende Wirkung beim Genuss. Außerdem ist es so einfach, Chilis selbst anzubauen! Entweder säen Sie die Samen selbst aus oder Sie kaufen eine Chilipflanze. Ob im Zimmer oder im Sommer auf der Terrasse, mit einer Chilipflanze haben Sie stets Ihre eigene Würzstation zu Hause – nicht nur für Chili con Carne oder Chili sin Carne. Und keine Angst vor der Schärfe: Es gibt sowohl milde Sorten als auch solche, die für etwas mehr Feuer im Mund sorgen.

Der Stoff, der der Chili die Schärfe verleiht, heißt Capsaicin, ein Alkaloid, das mittlerweile auch äußerlich Anwendung findet und in vielen Salben gegen Verspannungen enthalten ist. Dank seiner Wärmeentwicklung auf der Haut soll es Muskelbeschwerden lösen. Interessant: Die Chilisorte Aji Charapita hat nicht rote, sondern kleine gelbe, kugelige Früchte mit einer mittleren Schärfe und einem angenehmen Aroma. Ein Kilo ihrer Früchte kann momentan Höchstpreise erzielen, weil es sich um eine sehr seltene Sorte aus Peru handelt.

Chili-Pflanze pflegen: der beste Standort für Chili

Chili-Pflanzen werden per Samen ausgesät. Selbstverständlich werden Chilis aber auch in Gärtnereien, in Gartencentern oder im Supermarkt angeboten. Insbesondere, wenn die Chilipflanzen in einem kleinen Topf stehen, topfen Sie sie am besten sogleich in ein größeres Gefäß mit frischer Erde oder in den Balkonkasten um.

Verwenden Sie dazu am besten spezielle Kräuter- oder Gemüseerde. So ermöglichen Sie der Pflanze ein gutes Gedeihen und können auf eine reiche Ernte hoffen. Platzieren Sie Ihre Chilipflanze an einem sonnigen Standort. Sie ist "eine Südamerikanerin", die es gern warm und hell mag. In Innenräumen stellen Sie sie ebenfalls hell auf, am besten aber nicht direkt an derHeizung.

Chilis überwintern

Während der warmen Sommer- und Herbstmonate fühlt sich Ihre Chilipflanze auf dem Balkon oder der Terrasse am wohlsten. Sobald es kühler wird, stellt sich für den Chilibesitzer die Frage, was mit der Chilipflanze passieren soll. Da die Chilipflanze nicht winterhart ist, haben Sie zwei Möglichkeiten. Wer wenig Platz im Haus hat, kann die Pflanze kompostieren. Mit den Samen können Sie noch eine neue anziehen. Aber Achtung: Aus den Samen werden sich nicht die gleichen Pflanzen entwickeln, da es sich um Kreuzungen von Sorten handelt.

Sie können Chilis auch überwintern. Idealerweise stellen Sie die Chilipflanze an einen hellen und relativ kühlen Standort mit niedrigen Temperaturen (mindestens zehn Grad Celsius) wie in einem unbeheizten Treppenhaus. Sie muss unter diesen Gegebenheiten auch nicht allzu feucht gehalten werden. An einem warmen Ort bedarf Sie mehr Pflege. In diesem Falle müssen Sie vermehrt darauf achten, dass die Chilipflanze nicht von Schädlingen befallen wird. Im darauffolgenden Frühjahr kommt die Chilipflanze dann in frische Erde und in einen leicht größeren Topf.

 

Chili auf dem Balkon

Sobald es warm ist, gehört die Chilipflanze im besten Falle nach draußen.

Chili als Zimmerpflanze

Wer keine Möglichkeit hat, die Chilipflanze draußen aufzustellen, kann sie auch gleich als Zimmerpflanze kultivieren. Achten Sie bei der Haltung im Innenraum auf Schädlinge. Wollläuse nisten sich häufig ein. Diese könnten bei Bedarf mit einem Neempräparat entfernt werden.

Wer die im Zimmer gehaltene Chilipflanze zum Fruchten bringen will, muss bei der Bestäubung der Blüten selbst mit Hand anlegen, da der Wind und die Bienen in Innenräumen fehlen. Benutzen Sie dafür einen sauberen Pinsel, mit dem Sie über die Staubgefäße der Blüten streichen.

Chili-Aussaat: So säen Sie Chilisamen richtig aus

Chilischoten an der Pflanze

Ideal für den Balkon: Chilis im Blumenkasten oder Kübel. Nur im Winter müssen Sie die Pflanze reinholen.

Chili-Samen lassen sich ganzjährig aussäen, am besten ist aber das Frühjahr geeignet, damit die Pflanzen genügend Zeit haben, sich in der lichtreichen Jahreszeit zu entwickeln und noch im Anzuchtjahr ihre Beeren, also die Chilis, auszubilden. Kalkulieren Sie mindestens 100 Tage von der Aussaat bis zur Frucht ein. Wenn Sie bereits im Januar oder Februar mit der Aussaat starten, stellen Sie die Saatschalen auf eine gut belichtete Fensterbank.

1.    Lassen Sie die Samen einen Tag in Wasser vorquellen.
2.    Füllen Sie Anzuchterde in einen (Kokos-) Topf, eine Saatschale oder ein Minigewächshaus.
3.    Gießen Sie die Erde vorab an.
4.    Drücken Sie die Samen auf die Erde.
5.    Nicht zu dicht aussäen!
6.    Füllen Sie eine zentimeterdicke Schicht Erde über die Samen und drücken Sie diese fest.
7.    Besprühen Sie die oberste Erdschicht mit Wasser.
8.    Decken Sie die Samen mit einem durchsichtigen Deckel oder Folie ab.
9.    Stellen Sie die Samen an einen warmen Ort – eine Fensterbank mit Heizung ist ideal.
10.    Lassen Sie die Samen nicht zu stark trocknen.
11.    Lüften Sie den Anzuchttopf regelmäßig, damit kein Schimmel entsteht.
12.    1-3 Wochen sollten Sie für die Keimung einplanen.

Sobald das Jungpflänzchen kräftig genug zum Umtopfen ist und der Anzuchttopf zu klein wird, wird es Zeit, einen neuen Topf mit Balkonpflanzenerde für die Chilipflanze zu verwenden. Wenn es warm und frostfrei ist, können die Chilis nach draußen

 

Chilisorten: Jalapeno-Pflanze und Habanero-Pflanze

Heiße Schokolade mit Chili

Chilis sind vor allem für eines bekannt: ihre Schärfe. Nicht nur in herzhaften Gerichten, auch im Kakao hinterlässt Chili einen spannenden Geschmack. Schon die Azteken wussten diesen Genuss zu schätzen.

Purple Jalapeno: optisch wie geschmacklich ein echtes Highlight! Sie blüht lilafarbenen und auch ihre unreifen Früchte sind lila, ausgereift dann dunkelrot. Der Schärfegrad liegt bei einer Skala von 1–10 bei 7.

Habanero Naranja: Auch diese Chilipflanze ist ein besonderes Schmankerl. Ihre Früchte sind leuchtend orange. Der Schärfegrad liegt bei einer Skala von 1–10 bei 10.

 

Was ist der Unterschied zwischen Peperoni und Chili?

Sowohl die Chili als auch die Peperoni gehören zu der gleichen Art wie Paprika – botanisch: Capsicum annuum. Der Unterschied liegt in den Sorten, Varietäten und daraus resultierend in unterschiedlichen Wuchsformen, Farben und Schärfegraden. Peperonis haben häufig einen milderen Geschmack als Chilis und wachsen meist als längliche, gelb-grüne Schoten. Es gibt aber auch scharfe Peperoni wie die hellgelbe Sorte 'Homera'.

Chili trocknen

Chilischoten zu trocknen ist eine gute Möglichkeit, um langanhaltend von ihrer Schärfe, den guten Inhaltsstoffen und Mineralstoffen profitieren zu können. Der Aufwand ist jedoch recht groß und lohnt nur, wenn man eine wirklich große Chili-Ernte erzielen konnte. Für die Trocknung der Chilischoten stehen der Backofen oder ein Dörrautomat zur Auswahl. Bei beiden Trocknungsvorgängen müssen Sie sechs bis acht Stunden Trocknungszeit bei ca. 60-90 °C und Umluft einplanen. Je nach Schotenkonsistenz und Größe, können die kleinen Chilis ungeschnitten getrocknet werden, die Großen sollten zerteilt werden, damit die dickfleischigen Wände durchtrocknen können. Auch die Sorten untereinander weisen unterschiedlichen Fruchtfleischdurchmesser aus. Am besten mischen Sie dick- und dünnwandige Schoten bei der Trocknung nicht, damit sie gleichmäßig durchtrocknen können.

Der richtige Chili-Dünger

Damit Ihre Chilipflanzen sich prächtig entwickeln, benötigen sie eine regelmäßige Düngung. Geben Sie bei jedem Gießen Flüssigdünger gemäß Packungsanleitung mit ins Gießwasser. Insbesondere zur Fruchtausbildung benötigt die Pflanze Extragaben mineralischer Nährstoffe in Form von Stickstoff, Phosphor und extraviel Kalium sowie weitere Mikronährstoffe. Im Handel gibt es für die Capsicum-Arten und Sorten (Chili, Paprika, Peperoni) speziellen Dünger zu kaufen.

Chili ernten: So schneiden Sie die Schoten

Chilis brauchen bis zur Reife etwa vier Monate. Dann können sie geerntet werden. Um die Chilis zu ernten, verwenden Sie ein scharfes Messer und scheiden Sie die Chili im oberen Drittel des Stiels ab. Ein Abdrehen oder abreißen würde die Pflanze beschädigen.

Chili Capsicum annuum 'Bird's Eye'

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Chilibaum

Es ist zwar kein echter Baum, aber fast baumartig entwickelt sich die Chiliart Capsicum pubescens. In ihrer Heimat Mexiko wächst die Chilipflanze bis zu vier Meter hoch, wobei sich ihre Triebe verholzen. Auch erreicht dieser "Chili-Baum" ein Alter von bis zu 15 Jahren wie ein echter Baum. Als Zimmerpflanze wird die Capsicum pubescens bis zu einem Meter hoch. Die Sorte 'Rocoto' findet sich häufig im Handel. Sie ist nicht winterhart. Die Früchte sind rundlich, tragen schwarze Samen und die Blätter sind behaart. Eine noch weitaus bekanntere Sorte des Chilibaumes ist 'Tabasco', aus deren pulverisierten Schoten die berühmte feurige Gewürzsauce hergestellt wird.

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