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Hainbuche

Pflanzen: Hainbuche als Baum mit Formschnitt

Steckbrief

Pflanzenname
Gewöhnliche Hainbuche, Amerikanische Hainbuche, Orientalische Hainbuche, Weißbuche, Hagebuche
Erntezeitpunkt
September Oktober
Botanischer Name
Carpinus spec. (Carpinus Betulus, Carpinus caroliniana, Carpinus orientalis)
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Birkengewächse
Pflanzengröße
von 5 m bis 20 m
Herkunft
Europa, Nordamerika, Asien
Pflanzzeit
Januar Februar März Oktober November Dezember
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
April September
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Bäume Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Grünpflanzen Heckenpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Sichtschutzpflanzen Sträucher Terrassenpflanzen Topfpflanzen Wildpflanzen
Gartenstil
Barockgarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Englischer Garten Garten für Anfänger Hanggarten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Schattengarten
Pflege
gießen, düngen, Schnitt
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
-
Vermehrung
Samen
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos kalkhaltig locker mäßig feucht sandig sauer tonhaltig
Blattform
eiförmig, Ränder gezahnt
Lichtbedingungen
halbschattig schattig sonnig
Essbare Früchte
ja
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Echter Mehltau Raupen
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Eine Hainbuchenhecke pflanzen
Die Hainbuche düngen und pflegen
Hainbuche schneiden
Benötigt die Hainbuche im Winter einen Schutz?
Hainbuche vermehren
Ist die Hainbuche giftig?

Hätten Sie es gewusst? Trotz ihres Namens sind Hainbuchen – auch Weißbuchen genannt – gar keine Buchen. Somit gehören sie auch nicht zu den Buchengewächsen, sondern zählen wie Erlen und die Haselnuss zu den Birkengewächsen. Der lateinische Name der Gewöhnlichen Hainbuche lautet deshalb auch nicht Fagus wie bei der Gattung Buche, sondern Carpinus betulus.

Die Hainbuche kommt als Baum von Nordamerika über Mitteleuropa bis Asien vor. Aus der Herkunft resultieren verschiedene Arten wie die Amerikanische Hainbuche (Carpinus caroliniana) und die Orientalische Hainbuche (Carpinus orientalis). Die Hainbuche mit baumförmigen Wuchs kann Höhen von maximal 20 Metern erreichen. Sie besitzt eine grau-glatte Rinde und das harte Hainbuchenholz fand früher aufgrund seiner Festigkeit bei Radachsen, Hackblöcken, aber auch als Drucklettern im Buchdruck seine Verwendung. Im Garten sind Hainbuchen als Solitär – zum Beispiel als Hausbaum, in Gruppen, aber auch insbesondere als Hainbuchenhecke sehr beliebt. Anhand der Blätter können Sie Hainbuchen von Buchen unterscheiden. Das Blatt der Hainbuche ist eiförmig und stärker gezackt als das der Buchenblätter. Im Herbst zeigen die Hainbuchen eine goldgelbe Färbung.

Eine Hainbuchenhecke pflanzen

Sie möchten eine Hainbuchenhecke kaufen? Um die Anzahl der Pflanzen zu berechnen, sollten Sie pro laufenden Meter drei bis vier Exemplare der Hainbuche beim Pflanzen einplanen. Das garantiert, dass die Hecke schön dicht wächst und sie den gewünschten Sichtschutz bietet. Bezüglich ihrer Ansprüche an die Bodenqualität ist die Hainbuche glücklicherweise sehr verträglich und akzeptiert nahezu jede Erde am Standort. Die geeigneten Lichtverhältnisse reichen von sonnig bis schattig.

Im Handel gibt es vor allem die Hainbuche als Wurzelware. Das bedeutet, dass die einzelnen Pflanzen wurzelnackt ohne Erde verkauft und geliefert werden. Das spart Transportkosten und macht im Endeffekt für Sie die Pflanzen günstiger. Beim Pflanzen müssen Sie jedoch ein paar Punkte beachten:

  • Die beste Pflanzzeit für die Hainbuche liegt von Oktober bis März.
  • Sommerpflanzungen sollten Sie möglichst vermeiden bzw. auf eine ausreichende Wasserversorgung achten.
  • Pflanzen Sie die wurzelnackten Pflanzen alsbald ein, da sie ansonsten schnell einen Trockenschaden bekommen können.
  • Wässern Sie die Pflanze bereits mindestens eine Stunde vor dem Einsetzen.
  • Das Pflanzloch sollte zweimal so breit und eineinhalbmal so tief wie der Wurzelstock sein, damit die Hainbuche in lockerer Erde anwachsen kann.
  • Beim Einfüllen der Erde sollten Sie immer wieder leicht am Stamm rütteln, sodass sich alle Räume zwischen den Wurzeln füllen.
  • Achten Sie darauf, dass die Hainbuche nach dem Pflanzen nicht zu tief oder zu hoch im Pflanzloch steht.

Nach dem Setzen gut wässern und anschließend die Zweige der Krone zu etwa ein Drittel zurückschneiden. Dieser Schnitt ist nötig, da beim Umpflanzen oft ein Großteil des Wurzelwerks verloren geht. Das bedingt, dass der Rest der Pflanze ebenfalls angepasst werden muss, um die Verdunstung über die Blätter zu reduzieren und ein gutes Anwachsen zu garantieren.

Pflanzenlexikon: Hainbuche als Hecke am Einfamilienhaus

Einmal gepflanzt, sind Hainbuchen-Hecken sehr pflegeleicht. Was sie jedoch benötigen: einen regelmäßigen Schnitt.

Die Hainbuche düngen und pflegen

Da Hainbuchen an sich genügsam sind und auch ausreichend Wurzeln zur Versorgung ausbilden, benötigen Sie kaum Pflege. Lediglich in den ersten Jahren nach der Anpflanzung sollten Sie im Frühjahr ein wenig düngen. Geeignete Dünger sind Kompost, Hornspäne und andere organischen Langzeitdünger. Sollten die Hainbuchen jedoch auf sehr nährstoffarmen Sandboden stehen, können Sie die Frühjahrsdüngung auch bei älteren Pflanzen beibehalten.

Hainbuche schneiden

Aufgrund ihres enormen Zuwachses von mehreren Zentimetern pro Jahr (> 30 cm) können Sie bei der Hainbuchenhecke beim Schneiden kaum etwas falsch machen. Sie ist sogar so gut schnittverträglich, dass selbst bei alten Hecken tief ins Holz geschnitten werden kann und sie danach wieder neu austreiben.

Wegen der starken Triebbildung ist es häufig sinnvoll, dass Sie zweimal pro Jahr Ihre Hecke schneiden. Ideale Termine sind Ende Februar und im Frühsommer – um den Johannistag am 24. Juni. Damit alle Bereiche gut belichtet werden und es nicht zu unschönen Löchern mit fehlenden Ästen kommt, sollten Sie die Hecke in der Seitenansicht trapezförmig schneiden. Das bedeutet, dass die Hecke oben schmaler als im unteren Bereich ist. So werden auch die unteren Blätter gut belichtet. Warten Sie nicht solange mit dem ersten Schnitt, bis Ihre Hecke die gewünschte Höhe erreicht. Nur wenn sie von Anfang an geschnitten wird, bilden sich viele Verzweigungen, sodass der gewünschte Sichtschutz der Hecke entstehen kann.

Hainbuche: hellgrüne Blätter im Frühjahr

Die Blätter der Hainbuche sind an den Rändern gezahnt. Im Frühjahr sind sie hellgrün, wechseln zum Sommer zu einem Dunkelgrün, um dann im Herbst gelb zu werden.

Benötigt die Hainbuche im Winter einen Schutz?

Der Vorteil einer Hainbuchenhecke im Winter ist, dass sie den Großteil ihres verwelkten Laubs an den Ästen behält. Mit dieser Besonderheit bietet die Hainbuche selbst im Winter noch einen guten Sichtschutz. Erst im Frühjahr, wenn sie neu austreibt, werden die verbliebenen Blätter gänzlich abgeworfen.

Einige Blätter werden dennoch vorher zu Boden fallen. Anstatt Sie aufzuharken, sollten Sie diese als natürliche Mulchschicht unter der Hecke anhäufeln. Das schützt vor zu starker Verdunstung im Winter. Gleichzeitig zersetzt sich das Laub der Hainbuche relativ schnell, wodurch der Boden gleich eine Düngung bekommt. An frostfreien Tagen und in sehr trockenen Wintern können Sie zusätzlich gießen. Weiteren Winterschutz benötigt die Hainbuche aber nicht, sie verträgt Frost bis minus 20 Grad Celsius. 

Hainbuche vermehren

Die grüne bis gelbe Blüte der Hainbuche zeigt sich zwischen April und Mai. Wobei es sich um Kätzchen handelt, die der Birke sehr ähnlich sehen. Aus den weiblichen Blüten entstehen später die gefiederten Samenstände. Sie enthalten Millimeter große Nüsse mit einem dreigeflügelten Blatt, welches das Herabfallen verlangsamt. So kann der Wind die Frucht der Hainbuche über dutzende Meter vom Baum wegtragen.

Wenn Sie die Samen mit Flügelblatt zum Herbst hin sammeln, können Sie Ihre Hainbuche bewusst vermehren.

  • Sammeln Sie zunächst im frühen Herbst direkt noch an der Hainbuche die Samen ein.
  • Die Samen sind dann noch grüngelblich und nicht komplett ausgereift, was sie jedoch keimfähiger für die direkte Aussaat im gleichen Herbst macht.
  • Ausgereifte Samen (dunkel und mit verwelktem Blatt) benötigen eine zusätzliche Kältebehandlung (Stratifizierung) von einige Wochen im Kühlschrank. Dann erfolgt die Aussaat erst im Frühjahr Mitte/Ende April.
  • Die Samen in feuchter Gartenerde aussäen und mit einer Schicht Erde bedecken.

Bedenken Sie, dass leider einige Nüsschen hohl sind. Es werden daher nicht aus allen Samen neue Hainbuchen wachsen.

Ist die Hainbuche giftig?

Im Gegensatz zur Rotbuche ist die Hainbuche als Birkengewächs nicht giftig. Für den Familiengarten ist sie daher auch als Hecke oder Solitär ideal. Die kleinen Nüsse, die sie als Frucht im September ausbildet, sind sogar essbar. Und keine Sorge: Auch für Haustiere sind Blätter oder Triebe nicht giftig.

Pflanzen: Hainbuche als Baum mit Formschnitt

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Hainbuche

Es muss nicht immer der große Laubbaum oder die Hecke sein, wenn Sie eine Hainbuche pflanzen möchten. Selbst im Kübel wächst die Hainbuche. Besonders schön ist eine Hainbuche als Hochstamm oder eine Hainbuche mit Spalier. In diesen Formen gewährt sie – gerade bei dichter Bebauung – einen gestaffelten Sichtschutz nach oben. Die Hainbuche eignet sich aber auch als Bonsai. Noch im kleinen Zustand ausgegraben, zurechtgestutzt und die Äste mit Drähten in die richtige Richtung geformt, entwickelt sich mit der Zeit ein richtiger kleiner Baum.

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