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Malve, Käsepappel

Malve - Malva spec.
© Adobe Stock / russell102

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Ob in der Kosmetik, als Tee, im Beet oder am Wegesrand: Die Malve (Malva spec.) begegnet uns vielfach. Sie ist eine mehrjährige Staude, die unermüdlich neue Blüten bildet und sehr üppig blüht. Sie ist außerdem auch eine genügsame Pflanze. Im Winter zieht sie sich komplett in die Erde zurück und ist somit vor Frost geschützt. Im nächsten Frühjahr erscheint sie dann in neuer Pracht. Damit sie dauerhaft kräftig und blühend bleibt, lassen Sie am besten die Samenstände im Herbst stehen. So kann sie sich selbst aussäen und entwickeln sich alljährlich neue, vitale Pflanzen.

So säen und vermehren Sie Malven per Samen

Malven sind mehrjährige Pflanzen, die über Aussaat vermehrt werden. Im Herbst können Sie die Samen abnehmen und über den Winter trocken lagern. Sie können natürlich auch Samen aus der Samentüte verwenden.

  • Rechtzeitig ab April direkt ins Beet ausgesät, blühen Malven meist noch im selben Jahr.
  • Suchen Sie der Malve einen sonnigen Standort, der nicht feucht sein darf.
  • Ideal ist eine Aussaat in nährstoffreichen Staudenbeeten. Der Boden sollte steinig und locker sein.
  • Feuchten Sie die Erde vor der Ausbringung der Saat an.
  • Säen Sie die Samen ca. 1 cm tief.
  • Nach 1–2 Wochen sollte die Saat keimen.

Malven pflanzen

Wenn Sie die Malven vorgezogen kaufen, können diese anschließend direkt in den Garten ausgepflanzt werden. Nutzen Sie dazu humose, lockere Erde. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 30 bis 40 Zentimeter betragen, so haben sie genügend Platz zum Ausbreiten.

Malven schneiden

Da Malven sich im Winter komplett einziehen, brauchen Sie während der Wachstumsphase nicht schneiden. Hingegen kann die strauchig wachsende Buschmalve, die zur Gattung Lavatera gehört, geschnitten werden, wenn sie eine zu ausladende Form annimmt.

Malvenblüten im Detail

rosa Malvenblüte
Bis in den späten September oder Oktober schmücken Malven die Beete.
© Adobe Stock / kardd
  • Malven blühen frühestens im Juni und spätestens im Oktober.
  • Die Blütenfarbe liegt bei Rosa, oft auch Weiß. Dunkles Violett ist ebenfalls möglich.
  • Einige neuere Sorten sind gestreift wie die Malva sylvestris 'Primley Blue' oder bläulich wie die Malva sylvestris 'Zebrina'.
  • Malvenblüten sind essbar oder als Tee verwendbar. Ihre Blüten können Saucen cremig verfeinern und Salate mit ihrer attraktiven Blütenfärbung optisch aufwerten.

Beliebte Malvenarten

Sie wissen noch nicht, welche Malve Sie pflanzen wollen? In unserer Auswahl der schönsten Arten werden Sie sicher fündig:

  • Mauretanische Malve (Malva sylvestris ssp. mauretanica): wächst und blüht üppig, ähnelt stark der Stockrose.
  • Wilde Malve (Malva sylvestris): Staudenmalve, wächst am Waldrand, sie duftet und ist als Schnittblume verwendbar.
  • Rosenmalve (Malva alcea): Sie benötigt trockenere Standorte und im Frühjahr einen Volldünger. An sonnigen Standorten kann sie sogar 120 cm groß werden. Sie liefert essbare, nussig schmeckende Samen, Blüten, Blätter und gilt als alte Heil- und Gemüsepflanze.
  • Moschusmalve oder Hibiskus-Malve (Malva moschata): Ihre Samen sind essbar. Sie duftet nach Moschus und ist eine beliebte Insektenstaude.
  • Chinesische Gemüsemalve (Malva verticillata var. crispa): Sie ist ein Blattgemüse zur Zubereitung von Salat, das in China sehr beliebt ist. Auch die Blüten sind essbar. Sie kann das ganze Jahr über geerntet werden, da sie ständig neue Blätter austreibt. Sie wird bis zu 2 Meter groß und wächst einjährig.
  • Weg-Malve (Malva neglecta): wird ausgesät, ein- bis zweijährige Staude. Sie blüht von Juni bis Herbst.

Ist Malventee gesund?

Sowohl Malvenblüten, Malvenblätter als auch Malvensamen finden in der Küche und in der Naturheilkunde Anwendung. Seit Jahrhunderten wird die Malve als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Die Malvenblüten, auch Käsepappel genannt, besitzen Inhaltsstoffe und Schleimstoffe, die reizlindernd sind. Seit langer Zeit wird der Malventee deshalb bei Husten und leichten Atemwegserkrankungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder auch bei Magenschmerzen verwendet.

  • Übergießen Sie dafür getrocknete Blütenblätter der Wegmalve (Malva neglecta) mit heißem Wasser.
  • Je nach Körpergröße eignen sich zwischen 3-10 Esslöffel (pro Tag nicht mehr als 2-5 Gramm konsumieren) .
  • Die Malvenblütenblätter sollten für die Verwendung aus biologischem Anbau stammen.
  • Lassen Sie den Tee 20 Minuten ziehen.
  • Wundern Sie sich nicht: Die Blütenblätter sind eigentlich rosa, durch den Trocknungsvorgang wechseln sie ihre Farbe zu blau. Aus diesem Grund wird der Malventee auch gern als Tee der Blauen Malven bezeichnet.
  • Eine weitere Verwirrung kann entstehen, wenn man Malventee kaufen möchte und Hibiskusblüten-Tee erhält. Der Hibiskus gehört auch zu den Malvengewächsen und aus diesem Grund wird der Begriff Malventee für beide Teearten verwendet.

Die Blüten lassen sich aber nicht nur als Aufgussgetränk verwenden. Auch beigemischt in Salat, Risotto oder Quark verleihen Sie den Gerichten einen optischen wie geschmacklichen Zugewinn.

Wilde Malve
In den schönsten Rot-, Rosa- und Lilatönen leuchten die Wilden Malven im Spätsommer und Herbst am Wegesrand.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Pflanzen, die auch den Namen Malve tragen

  • Bechermalve Lavatera trimestris: einjährig, wird im zeitigen Frühjahr ausgesät und blüht von Juli bis Oktober
  • Buschmalve Lavatera x olbia: mehrjährig, wächst ausladend buschig, eine strauchige Staude und blüht üppig von Juli bis Oktober
  • Schönmalve Abuliton: nicht winterharte Kübelpflanze, die das ganze Jahr über blüht.

Malvenrost eindämmen

Der Malvenrost ist die bekannteste und häufigste Erkrankung der Malve und ebenso bei der Stockrose, die auch zu den Malvengewächsen gehört. Die Malve wird von dieser Pilzerkrankung immer dann befallen, wenn die Malvenpflanze auf Dauer zu feucht steht. Das Schadbild äußert sich in braunen, stecknadelkopfgroßenFlecken auf der Blattunterseite. Rosterkrankungen können selten erfolgreich bekämpft werden. Bevor jedoch die Sporen im Garten durch Wind verteilt werden und andere Pflanzen anstecken, sollten Sie die erkrankte Malve am besten roden und verbrennen.

Die Farbe Mauve oder malvenfarben

Die Malve ist nicht nur für ihren Tee, sondern auch für ihre Blütenfarbe berühmt. Der Farbname mauve stammt aus dem Französischen und heißt übersetzt malvenfarben. Die Farbe Malve ist als rötliches Violett einzustufen. Seit einigen Jahren ist Mauve die Trendfarbe par excellence für Designer und Kreative.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Malve

Die Malve zählt zu den alten Nutzpflanzen. Sie wächst oft an Weges- oder Gehölzrändern, aber auch auf Schuttplätzen. Aber nur, wenn man sie lässt. Verzichten Sie deshalb an Wegrändern im Frühjahr oder Spätsommer aufs Mähen. Lassen Sie es einfach mal wachsen, die Insekten werden es Ihnen danken. Die Malve hält nämlich ein hohes Nektar- und Pollenangebot bereit.

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