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Begonie

Begonie

Steckbrief

Pflanzenname
Begonie
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Begonia spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Schiefblattgewächse
Pflanzengröße
von 30 cm bis 60 cm
Herkunft
Südamerika, China
Pflanzzeit
Mai
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
Februar März April Mai
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Blattschmuckpflanzen Büropflanzen Giftpflanzen Grünpflanzen Knollenpflanzen Kübelpflanzen Schattenpflanze Sommerblumen Terrassenpflanzen Topfpflanzen Zierpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Blumengarten Garten für Anfänger pflegeleichter Garten Schattengarten Topfgarten Zimmer
Pflege
düngen, Vertrocknetes ausknipsen, auf Schädlinge achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni Juli August September Oktober
Vermehrung
Kopfsteckling, Brutknollen
Blütenfarbe
blau gelb orange rosa rot violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos locker mäßig feucht nährstoffreich
Blattform
herzförmig, unsymmetrisch
Lichtbedingungen
halbschattig schattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Echter Mehltau
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Standort: Begonien pflanzen
Begonien-Pflege: So geht's
Begonie überwintern
Begonie vermehren
Beliebte Begonien
Begonia elatior
Weitere Begonien-Arten und Begonien-Sorten

Begoniengewächse sind rund um den Erdball von den Suptropen bis zu den Tropen heimisch. Hauptsächlich kommen sie in Brasilien und in China vor. Begonia ist eine große Gattung mit etwa 900 Arten und an die 10.000 Hybriden, also den gekreuzten Nachkommen verschiedener Begonienarten. An ihrem natürlichen Wachstumsort gedeihen Begonien mehrjährig. Je nach Art mal krautig wachsend oder auch strauchig bis zu drei Meter hoch.

So groß kennen die meisten ihre Begonie jedoch nicht. In Deutschland werden Begonien in zwei verschiedenen Formen kultiviert: Zum einen als Blattbegonie fürs Zimmer und zum anderen gibt es die Blütenbegonie für den Balkonkasten, den Kübel oder das Beet. Die Zimmerbegonie gedeiht mehrjährig und wechselt ihr Blattkleid im Laufe des Vegetationszyklus. Die Begonien-Arten, die wir im Freiland pflanzen, können auch im Winter draußen belassen werden, überleben aber einen starken Frost ungeschützt nicht.

Standort: Begonien pflanzen

Begonien mögen einen humosen und frisch-feuchten Standort. Bieten Sie ihr außerdem einen halbschattigen bis sogar schattigen Platz, da sie an diese Verhältnisse vom tropischen Regenwald enorm gut angepasst ist.

Begonien-Pflege: So geht's

Begonien vertragen keine Staunässe, ganz gleich, ob als Zimmerpflanze gehalten oder draußen im Beet. Die Freiland-Begonien bedürfen keinerlei Pflege, da sie sehr genügsam sind. Der Boden sollte locker, humos und gut drainiert sein.

Die Begonien-Zimmerpflanze sollte regelmäßig mit Zimmerpflanzendünger genährt werden, sobald das erste Jahr nach dem Kauf vorbei ist. Am besten düngen Sie alle ein bis zwei Monate zwischen Frühling und Herbst. Sie sollte außerdem nie unter zehn Grad Celsius stehen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist optimal für sie, da das den Bedingungen ihrer einstigen Heimat - den tropischen Regenwäldern Südamerikas - entspricht.

Begonien in verschiedenen Farben

Begonien sind genügsam, knipsen Sie nur stets Verblühtes aus, dann werden Sie lange Freude an ihnen haben.

Begonie überwintern

Begonien, sowohl die Freiland- als auch die Zimmerpflanzenbegonien sind Stauden, also mehrjährige Pflanzen. Die Arten, die im Zimmer gehalten werden, sind nicht frosthart, die Staudenbegonien für den Garten vertragen ein Kältemaximum von sechs bis minus zwölf Grad Celsius. Sie sind also relativ frostempfindlich.

Um die empfindliche Staude über den Wintern zu bringen, können Sie Ihre Begonie mit einer dicken Schicht Laub abdecken. Die Pflanze wird dabei absterben, die Knollen verbleiben im Boden. Gute Überlebenschancen haben die Knollen, die in einem isolierten Topf nahe der Hauswand überwintern. Eine weitere Methode ist, die Knollen aus der Erde zu nehmen und bei ein bis zehn Grad Celsius trocken in einer Kiste zu lagern. Um Fäulnis zu vermeiden, entfernen Sie vorab die restliche Erde und das Laub der Pflanze.

Begonie vermehren

Einfacher als bei einer Begonie kann die Vermehrung nicht sein:

  1. Schneiden Sie einfach ein beliebiges Blatt der Begonie ab.
  2. Stecken Sie es anschließend in einen Topf mit Anzuchterde.
  3. Damit es für das Blatt schön warm und feucht ist, decken Sie über den Anzuchttopf durchsichtige Folie wie z.B. eine Kunststofftüte.
  4. Stellen Sie den Topf warm und hell.
  5. Lüften Sie die Haube alle 1–2 Tage, sodass die Erde und das Blatt nicht schimmeln.
  6. Nach 1-2 Monaten bilden sich nicht nur neue Wurzeln, sondern gleich neue Pflänzchen mit Miniblatt und Stiel. Identisch gleich können Sie mit Triebstecklingen verfahren.

Eine weitere Methode der Begonienvermehrung läuft über Brutknöllchen. Im Herbst bilden die Begonien kleine Brutknöllchen in den Blattachseln. Diese können einfach abgenommen werden. Direkt nach der Ernte stecken Sie die Brutknöllchen in die Erde eines Pflanztopfs und stellen Sie den Topf kühl, aber nicht frostig. Ab März wachsen die Brutknöllchen und entwickeln sich zu kleinen neuen Pflanzen.

Beliebte Begonien

Zu den bekanntesten Begonien-Arten zählen die Begonia elatior und die Begonia maculata. Aber auch eine Vielzahl anderer Begonien sind gern gesehene Gäste für zu Hause.

Knollenbegonie
Die Knollenbegonie Begonia × tuberhybrida ist eine beliebte Balkonpflanze. Sie ist sehr blühfreudig und blüht den ganzen Sommer hindurch. Eine besondere Variante ist die Begonia x tuberhybrida var. pendula – die Hängebegonie. Sie ist genauso wie die aufrecht wachsende Variante ideal für Nordbalkone. Sie blüht rosa, weiß, rot oder gelb. Besonders eignet sich die Hängebegonie für Ampeln, Balkonkästen oder hohe Gefäße.

Forellenbegonie
Die Forellenbegonie (Begonia maculata) ist ein Begonienart mit Punkten. Sie trägt ihren Namen zurecht, da ihre Blätter tatsächlich ein wenig einer Forelle ähneln. Einen etwas zeitgemäßeren und modischeren Namen trägt sie zusätzlich, nämlich Polka-Dot-Begonie in Anlehnung an ein Stoffmuster mit Punkten. Diese Blattschmuck-Begonie wird wie alle anderen Begonien auch nur gegossen, wenn die obere Erdschicht schon angetrocknet ist. Gedüngt wird die Begonia maculata ab dem zweiten Jahr alle zwei Monate mit Flüssigdünger. Temperaturen unter zehn Grad Celsius verträgt sie nicht.

 

Weiße Begonienblüte

Die wuchsfreudige, einjährige Hängebegonie 'Summerwings' kommt sowohl mit sonnigen als auch mit halbschattigen und sogar schattigen Standorten gut zurecht.

Begonia elatior

Die Begonia elatior kann als die klassische Zimmerbegonie beschrieben werden. Die Elatior-Hybriden sind aus Kreuzungen unterschiedlicher Begonienarten entstanden, dazu zählt auch die Knollenbegonie. Die Begonia elatior ist mehrjährig und blüht oft monatelang ununterbrochen. Es gibt sie in vielen Farben – nur blaue Blüten gibt es nicht.

Weitere Begonien-Arten und Begonien-Sorten

Neben den drei bekanntesten Arten gibt es noch viele weitere ansehnliche Vertreter der Begonie:
•    Begonia boliviensis: Begonie mit hängenden, länglichen roten Blüten, die sowohl im Zimmer als auch auf dem Balkon gedeiht.
•    Begonia rex: Königsbegonie oder Blattbegonie, Zimmerpflanze, mehrjährig. Sie ist eine Blattschmuckpflanze. Je nach Sorte erscheinen ihre Blätter in vielen verschiedenen Farben und Mustern. Eine Sorte heißt 'Escargot' mit schneckenförmig gedrehten Blättern.
•    Begonia semperflorens: Die Semperflorens-Begonien werden auch Eis-Begonien genannt. Sie sind quasi immerblühend. Vom Sommer bis zum Frostbeginn erfreuen sie auf dem Balkon oder im Garten mit Blüten in Rosarot oder Pink.
•    Begonia tamaya: Die Hybride tamaya wird meist als Hochstämmchen angeboten und ist optisch eine Mischung aus der Forellenbegonie, da sie gepunktete Blätter hat, und der Begonia semperflorens, da sie zusätzlich hübsche pinkfarbene, herzfömrige Blüten trägt, die gestielt wachsen. Sie ist eine Zimmerpflanze.
•    Begonia tuberhybrida: eine kräftig blühende Knollenbegonie für Halbschatten und Schatten. Sie gedeiht einjährig im Garten.
•    Begonia corallina: Die Korallenbegonie ähnelt stark der Forellenbegonie und der Begonia tamaya. Ihre Blüten hängen doldenartig nach unten und sehen tatsächlich wie Korallen aus.
•    Begonia grandis: Das Japan-Schiefblatt ist eine Staudenbegonie und bereichert das Schattenbeet mit ihren rosa Blüten und gelb-grünen schiefen Blättern.
•    Rexbegonie oder Blattbegonie: Eine besonders schöne Sorte ist die Begonia tuberhybrida 'Macarena'. Sie bringt keine Blüten hervor, dank ihres bunte Blattwerks ist sie ein ungewöhnlicher Blickfang. In der Mitte des Blattes ist sie dunkelgrün gefärbt, daran schließt ein roter Ring, und den Blattrand ziert eine grün-weiße Panaschierung.

 

Begonie

SCHÖNER WOHNEN–Tipp zur Begonie

Eine nicht sehr typische Begonienart ist die Begonia wollny. Sie bildet kleine verholzte Stämmchen und ihre Blätter sind groß und zum einen Teil herzförmig – sie ähneln Ahorn-Blättern mit einer schiefen Ausrichtung. Ihre Blattfärbung macht sie besonders attraktiv: Sie ist weiß mit dicken grünen Blattadern.

Wer also nicht die klassische Begonie mag, kann dennoch aus dem reichen Vorrat der Blattschmuckbegonien schöpfen. Eine weitere sehr attraktive und seltene Blattbegonie ist die Begonia pavonina. Sie gedeiht sogar in sehr starkem Schatten, wie er unter dem Blätterdach des Regenwalds üblich ist. Damit die Begonie dennoch ausreichend Licht für die Photosynthese einfängt, sind ihre Blätter blau schimmernd. Der blaue Farbstoff macht eine bessere Lichtausbeute möglich, wie Forscher kürzlich entdeckt haben.

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