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Gummibaum

Gummibaum

Steckbrief

Pflanzenname
Gummibaum
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Ficus elastica
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Maulbeergewächse
Pflanzengröße
von 50 cm bis 2 m
Herkunft
Indien, Indonesien
Pflanzzeit
Januar Februar März Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Bäume Blattschmuckpflanzen Büropflanzen Giftpflanzen Grünpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Topfpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Zimmer
Pflege
Blätter wischen, umtopfen, schneiden
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
-
Vermehrung
Kopfsteckling
Blütenfarbe
-
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos nährstoffreich
Blattform
oval
Lichtbedingungen
halbschattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Schildläuse Wollläuse
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Der richtige Standort für den Gummibaum
Gummibaum-Pflege: So geht's
Gummibaum schneiden
Gummibaum vermehren über Ableger und Stecklinge
Ihr Gummibaum verliert Blätter?
Ist der Gummibaum giftig?
Gummibaumholz und Latexsaft

Der Gummibaum gehört zu den Comeback-Pflanzen des Jahrzehnts. Besonders beliebt war die Zimmerpflanze schon im vergangenen Jahrhundert als deutsche Wohnzimmer noch im Wirtschaftsaufschwung-Stil und mit Nierentischen eingerichtet waren. Die Rückkehr des Gummibaums ist aber durchaus berechtigt. Er gehört nämlich nicht nur mit seinen großen, glänzenden Blättern zu den sehr attraktiven Zimmerpflanzen, sondern auch zu den unkomplizierten.

Ursprünglich stammt er aus den Subtropen, wo er sich auf anderen Urwaldbäumen epiphytisch ansiedelt. Im hellen Halbschatten fühlt er sich daher am wohlsten. Dann bildet er auch Luftwurzeln aus, die sich um andere Bäume wickeln und sie zum Teil erwürgen. Aus diesem Grund lautet der Zweitname des Gummibaums auch Würgerfeige. Feige deshalb, weil der Gummibaum ein Ficus ist, also ein Feigengewächs. Bildet Ihr Gummibaum zu Hause ebenfalls Luftwurzeln, können Sie sich freuen. Das bedeutet nämlich, dass er optimal versorgt ist.

Der richtige Standort für den Gummibaum

Stellen Sie Ihren Gummibaum hell. Zu starke Sonneneinstrahlung sollten Sie verhindern, das schadet seinen Blättern. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist jedoch optimal für den Gummibaum. Deshalb ist er in Schlafzimmern, in denen oft mehr gelüftet wird und die Zimmertemperatur im Winter meist niedriger ist, gut aufgehoben. Im Sommer verträgt der Gummibaum auch höhere Temperaturen. Meiden Sie außerdem trockene Heizungsluft und zu starke Zugluft für Ihren Gummibaum. Steht der Gummibaum in lichtärmeren Räumen, wird er auch wachsen, jedoch nicht kompakt – so wie eigentlich gewünscht – sondern mit langen Trieben und wenigen Blättern.

Gummibaum-Pflege: So geht's

Damit der Gummibaum in Ihren Räumen optimale Wachstumsbedingungen vorfindet, müssen Sie beim Pflegen nur wenige Punkte beachten:

  1. Gießen Sie den Gummibaum immer dann, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist.
  2. Der Gummibaum-Topf muss gute Abzugslöcher haben, um Staunässe zu verhindern.
  3. Topfen Sie den Ficus elastica in humosreiches Substrat.
  4. Alle zwei Jahre braucht der Gummibaum einen zwei Finger größeren Topf.
  5. Wischen oder brausen Sie die großen Blätter, die viel Staub aus der Luft filtern, regelmäßig ab.
  6. Kontrollieren Sie den Gummibaum auf Woll- und Schildläuse und entfernen Sie diese bei Bedarf mit einem Tuch, durch Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl oder Neemöl.
  7. Platzieren Sie den Gummibaum hell, nicht sonnig und entfernt von Heizkörpern.
Gummibaum

Brausen Sie Ihren Gummibaum regelmäßig ab, dann glänzen die Blätter und die Pflanze bleibt vital.

Gummibaum schneiden

Eigentlich muss der Gummibaum nicht geschnitten werden. Nimmt er jedoch zu große Ausmaße an, können Sie die Triebe nach Bedarf kürzen. Beim Anschneiden tritt ein milchiger, klebriger Saft aus den Leitbahnen des Gummibaums, der Flecken hinterlassen kann. Diese lassen sich schlecht entfernen, da es sich um Latex handelt. Legen Sie deshalb beim Kürzen einen Fußbodenschutz unter den Baum. Verwenden Sie Handschuhe, insbesondere Menschen mit Latexallergie müssen achtgeben.
Der Gummibaum sollte auch dann geschnitten werden, wenn er nicht ausreichend verzweigt ist. Dazu wird der Haupttrieb gekappt. Das regt die Seitentriebbildung an.

Gummibaum vermehren über Ableger und Stecklinge

Der Gummibaum lässt sich ganz einfach vermehren. Schneiden Sie dazu einfach einen fünf bis zehn Zentimeter langen Trieb ab, der ein frisch austreibendes Blatt an der Spitze hat. Die restlichen Blätter knipsen Sie ab. Achten Sie auch hier wieder auf den Latexaustritt an den Schnittstellen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten der Bewurzelung:
1.    Variante: Stecken Sie den Steckling in einen Topf mit vorab angefeuchteter Anzuchterde. Drücken Sie die Erde fest. Stellen Sie den Topf in eine durchsichtige Tüte und verschließen Sie diese so, dass Sie den Ableger alle 1-2 Tage lüften können. Nach sechs Wochen können Sie den Topf mit dem Steckling aus der Tüte nehmen, hell stellen und wachsen lassen.
2.    Variante: Bewurzeln Sie den Steckling, indem Sie ihn in ein Wasserglas geben und das Wasser alle zwei Tage erneuern. Sobald der Steckling Wurzeln ausgetrieben hat, können Sie ihn in einen Topf mit Zimmerpflanzenerde setzen.

Ihr Gummibaum verliert Blätter?

Dass Ihr Gummibaum Blätter verliert, kann verschiedene Gründe haben:
•    Der Gummibaum steht zu feucht.
•    Der Gummibaum bekommt zu wenig Licht.
•    Ihre Pflanze hat Schädlinge wie Woll- oder Schildläuse.
•    Selbst wenn Ihr Gummibaum jahrelang nicht umgetopft wurde, kann es die Ursache sein.
•    Auch wenn der Gummibaum über lange Zeit nicht abgestaubt wurde, kann er gelbe Blätter bekommen und sie anschließend verlieren.

Ist der Gummibaum giftig?

Alle Feigen-Arten, auch der Ficus elastica, sind für Haustiere giftig. Insgesamt wird er Gummibaum jedoch als nur schwach giftig eingestuft.

Gummibaumholz und Latexsaft

Um den Gummibaum ranken sich einige Falschinformationen. Weder sein Latexsaft, noch sein Holz werden industriell verwendet. Latex wird von Kautschukbäumen gewonnen, den Hevea brasiliensis-Bäumen. Diese werden wegen ihrer Kautschuk-Gewinnung jedoch auch Gummibaum genannt. Bei Hevea brasiliensis handelt es sich um eine andere Pflanzengattung und es besteht keinerlei verwandtschaftliches Verhältnis mit dem Ficus. Genauso stammt das Gummibaum-Holz nicht vom Zimmerpflanzen-Gummibaum, sondern ebenfalls vom Kautschukbaum.

Gummibaum

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Gummibaum

Nicht nur mit den klassischen, dunkelgrün-glänzenden Blättern gibt es den Gummibaum, sondern mittlerweile auch mit panaschierten Blättern. Panaschiert bedeutet, dass die Blätter mehrfarbig und gefleckt ausgebildet sind. Dieser Ficus elastica var. variegata besitzt eine spannende Farbzusammenstellung aus dunkelgrünen und hellgrünen Blättern mit weißer unregelmäßiger Umrandung. Fast ein bisschen wie ein Camouflage-Muster wirkt die Farbkomposition, in jedem Fall aber ungewöhnlich und attraktiv.