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Mimose, Schamhafte Sinnpflanze

Mimose (Mimosa pudica) Blüte

Steckbrief

Pflanzenname
Mimose, Schamhafte Sinnpflanze
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Mimosa pudica
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Hülsenfrüchtler
Pflanzengröße
von 15 cm bis 30 cm
Herkunft
Südamerika / Brasilien
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
März April Mai
Pflanzentyp
Blattschmuckpflanzen Büropflanzen einjährige Pflanzen Giftpflanzen Grünpflanzen Halbstrauch Heilpflanzen immergrüne Pflanzen mehrjährige Pflanzen Topfpflanzen wintergrüne Pflanzen Zierpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Topfgarten Zimmer
Pflege
stets mäßig feucht halten
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Mai Juni Juli August September
Vermehrung
Samen
Blütenfarbe
rosa
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos lehmig mäßig feucht
Blattform
wechselständig, gefiedert
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Spinnmilben
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Der beste Standort der Mimose
Mimosen-Pflege und gelbe Blätter
Mimose schneiden
Ist die Mimose giftig für Katzen?
Mimose vermehren
Gelbe Mimose und Akazien

Wenn der Pflanzenname Mimose (Mimosa pudica) fällt, denken die meisten an ihre empfindlichen Blätter. Auf Englisch heißt die Mimose daher auch "Touch-me-not" (dt. "Rühr mich nicht an").  Alternativ wird sie auch Schamhafte Sinnpflanze genannt. Für alle, die es selbst noch nicht erleben konnten: Sobald man die wechselständigen, fiedrigen Blätter berührt, falten sich diese blitzschnell zusammen. Das geschieht als Kettenreaktion, sodass nicht nur die berührte Stelle betroffen ist, sondern nach und nach eine längere Strecke von Blättern zusammenklappt. Selbst der gesamte Ast neigt sich zum Schluss nach unten. Bis zu einer halben Stunde verbleiben die Blätter in diesem zusammengeklappten Zustand. Dann entfaltet sich die Pflanze wieder. Mit diesem Verhalten gehören sie definitiv zu den interessantesten Zimmerpflanzen, die man sich nach Hause holen kann. Und das Beste: Hinsichtlich ihrer Pflege sind Mimosen glücklicherweise gar nicht so mimosenhaft. In asiatischen Ländern wie Thailand wächst sie sogar als Unkraut am Wegesrand.

Der beste Standort der Mimose

Idealerweise haben Sie ein sogenanntes Blumenfester oder eine Glasvitrine, in der die Mimose hell stehen kann. Es reicht jedoch auch die einfache Fensterbank. Direkte Sonneneinstrahlung sollte jedoch vermieden werden, deshalb ist ein Ost- oder Westfenster einem Südfenster vorzuziehen. Die ideale Atmosphäre für eine Mimose liegt bei einer Zimmertemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Halten Sie deshalb die Blätter und die Erde die Mimose gleichmäßig feucht. Gießen Sie lieber häufiger wenig, als einmal zu viel. Als Pflanzerde ist klassische Zimmerpflanzenerde aus dem Gartenbedarf gut geeignet.

Am richtigen Standort beginnt die Mimose etwa ab Mai zu blühen und zeigt dann rosa bis violette Blüten in einer kugeligen Form an den Enden ihrer Zweige. Zwar ist die einzelne Blüte nur von kurzer Dauer und ist oft schon nach zwei Tagen verblüht, es öffnen sich jedoch konstant neue, so dass die Pflanze bis September zum Ende der Mimosen-Blüte immer geschmückt ist.

Mimosen-Pflege und gelbe Blätter

Auch wenn es natürlich reizvoll erscheint, sollten Sie die Mimose nicht zu häufig anfassen, denn es ist jedes Mal ein Kraftakt für die Pflanze, ihre Blätter zu bewegen. Zur richtigen Mimosen-Pflege gehört es also, sie einfach in Ruhe zu lassen.

Handlungsbedarf besteht jedoch, wenn Ihre Mimose gelbe Blätter bekommt. Das ist ein untrügliches Zeichen für zu viel Nässe. Falls Ihre Mimose in einem Übertopf steht, kontrollieren Sie diesen umgehend auf nicht abfließendes Restwasser. Schütten Sie es gegebenenfalls weg und verringern Sie zukünftig die Menge beim Gießen. Dann sollte sich Ihre Mimose bald wieder erholen. Zur Düngung eignet sich verdünnter Gründünger einmal im Monat.

Mimose (Mimosa pudica) Blätter

Empfindlich: Die fiedrigen Blätter der Mimose ziehen sich in sekundenschnelle zusammen, sobald sie berührt werden.

Mimose schneiden

Vermeiden Sie es, Ihre Mimose zu schneiden. Die Pflanze verträgt das sehr schlecht. Gerade Rückschnitte an ihren Triebspitzen verzeiht sie nicht, es werden keine neuen ausgebildet. Auch sorgt ein Rückschnitt nicht für eine gewünschte Verästelung.

Ist die Mimose giftig für Katzen?

Ja, die Mimose ist giftig. Sie enthält in allen Pflanzenteilen wie Trieben, Blättern, Blüten und Samen verschiedene Giftstoffe. Bei Verschlucken können Übelkeit und Gesundheitsschäden auftreten. Gerade in Haushalten mit kleinen Kindern oder auch Tieren – insbesondere Katzen, die auch vor Grünpflanzen nicht Halt machen – sollte die Mimose einen sicheren Standort außer Reichweite aller Mitbewohner haben. 

Mimose vermehren

Sie hätten gern eine Mimose bei sich zu Hause? Dann züchten Sie diese doch selbst aus einem Samen. Entsprechendes Saatgut finden Sie im Pflanzenhandel.

  • Lassen Sie die Samen 24 Stunden im Wasser quellen.
  • Die beste Ergebnisse erhalten Sie, wenn die Samen direkt in Töpfe ausgesät werden.
  • Setzen Sie dazu 3 Samen in einen Topf mit frischer Anzuchterde.
  • Mimosensamen sind Lichtkeimer, also die Samen nicht mit Erde abdecken.
  • Decken Sie die Gefäße mit einer Frischhaltefolie ab, so entsteht ein förderliches Mikroklima.
  • Halten Sie anschließend die Erde mäßig feucht, die ideale Keimtemperatur beträgt ca. 20-22 Grad Celsius.
  • Stellen Sie die Töpfe hell, aber nicht in die pralle Sonne.
  • Nach einer Woche zeigen sich die ersten Keimlinge.
  • Nun können Sie anfangen, eher mäßig zu gießen, jedoch nie so wenig, dass die Erde ganz austrocknet. Wenn die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist, wird es Zeit für die nächste Gabe.

Nach drei bis vier Monaten sollten Ihre neuen Jungpflanzen zu blühen beginnen. 

Gelbe Mimose und Akazien

Häufig werden in Blumenläden Silber-Akazien als Mimosen ausgegeben. Besonders vorsichtig sollten Sie vor allem sein, wenn es heißt, dass die Mimose gelb blüht. Dann handelt es sich definitiv um eine Akazienart, denn Mimosen (Mimosa pudica) blühen rosa bis violett. Weiterer Unterschied: Nur bei der echten Mimose klappen sich die Blätter bei einer Berührung ein, bei Akazien passiert nichts dergleichen, auch wenn das Blattwerk fast identisch aussieht. Auch bei den holzigen Mimosen-Zweigen, die öfter in Blumengeschäften angeboten werden, handelt es sich um Akazien – da Mimosen keine Bäume werden, von denen solche Äste geschnitten werden könnten, sondern lediglich 30-60 cm hohe Halbsträucher. 

Mimose (Mimosa pudica) Blüte

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Mimose

Ein besonderer Hingucker als Zimmerpflanze ist eine Mimose als Bonsai. Doch auch hier gilt, dass Sie Ihre Pflanze möglichst nicht schneiden sollten. Auch das typische Drahten, um den Bonsai in die gewünschte Form zu bringen, ist nicht geeignet. Da jedoch die Mimose von sich aus nur maximal 50 bis 60 Zentimeter groß wird, können Sie sie einfach wachsen lassen und entfernen gegebenenfalls lediglich störende Triebe. Eindrucksvoll wird dieser Zimmerbonsai allein schon wegen der einklappenden Blätter sein.

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