CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Ahorn

Ahorn (Acer) Baum

Steckbrief

Pflanzenname
Ahorn
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Acer
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Seifenbaumgewächse
Pflanzengröße
von 1,5 m bis 30 m
Herkunft
Europa, China, Japan oder Nordamerika
Pflanzzeit
Mai Juni Juli August September Oktober
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
September Oktober
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Bäume Blattschmuckpflanzen Gartenpflanzen Heckenpflanzen japanische Pflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Sichtschutzpflanzen Sträucher Terrassenpflanzen Wildpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen Zierpflanzen Zierstrauch
Gartenstil
Chinesischer Garten Cottage-Garten Englischer Garten Feng-Shui-Garten Garten für Anfänger Japanischer Garten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten Rhododendrongarten romantischer Garten Zengarten
Pflege
Hornspäne oder Kompost düngen, rechtzeitig wässern, Winterschutz für Kübel-Ahorn
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
April Mai
Vermehrung
Absenker, Aussaat, Steckholz, Veredelung
Blütenfarbe
gelb rot
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos locker mäßig feucht sandig
Blattform
auffällig fingerförmig gelappt oder tief geschlitzt
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Echter Mehltau Pilzerkrankungen
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Was ist das Besondere der einzelnen Ahorn-Arten?
Japanischer Ahorn: Was macht ihn so besonders?
Welchen Standort braucht Ahorn?
Ahorn im Kübel pflanzen
Muss man Ahorn schneiden?
Krankheiten beim Ahorn

Ob Großbaum oder Zwergstrauch mit filigranem Laub: Ahorn (Acer) begeistert je nach Art mit intensiv leuchtender Herbstfarbe, überzeugt als pflegeleichte Gartenhecke oder kokettiert mit außergewöhnlicher Rindenzeichnung. So viele Arten und vor allem so zahlreiche Sorten hat kaum eine andere Pflanzengattung zu bieten. Viele Arten des Ahorn färben ihre Blätter im Herbst intensiv rot oder gelb.

Ahorn ist winterhart, hat tief gelappte oder gefiederte Blätter und blüht während des Austriebes mit mehr oder weniger auffälligen Blütenrispen. Der Feldahorn (Acer campestre) bildet beispielsweise eher zurückhaltende grüne Blüten aus, jedoch mit spannenden Strukturen und Formen, während der Eschenahorn (Acer negundo) sehr auffallende hängende, rote Blütenrispen entwickelt. Insgesamt gibt es 150 Ahornarten, von denen besonders schöne aus China, Japan und Nordamerika stammen. In Kanada hat es das markant geformte Ahornblatt sogar auf die Nationalflagge geschafft. Dort sind die Bäume für den berühmten Indian Summer mitverantwortlich. Heimische Arten sind Spitzahorn (Acer platanoides), Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und Feld-Ahorn (Acer campestre) – sie erreichen oft ein Alter von mehreren hundert Jahren.

Übrigens: Alle Arten haben die typisch geflügelten Nussfrüchtchen, die bei Wind wie kleine Propeller durch den Garten wirbeln und den Kindern als lustige Nasenhörner dienen – einfach den Samen eines Propellers mit dem Daumennagel spalten und sich das Flügelchen aufsetzen. 

Was ist das Besondere der einzelnen Ahorn-Arten?

Aussehen, Eigenschaften und auch Verwendung der einzelnen Ahorn-Arten sind sehr vielfältig. So lassen sich die Laubbäume für nahezu jeden Zweck verwenden:

  • Für eine Vogelschutzhecke, die sich auch problemlos schneiden lässt, eignet sich Feld-Ahorn (Acer campestre). Achtung: Im Winter bietet sie keinen Sichtschutz, da der Feldahorn sein Laub verliert!
  • Für Vorgärten ist Kugelahorn (Acer platanoides 'Globosum') beliebt, den Sie alle drei Jahre im Januar auf 20 – 40 cm zurückschneiden.
  • Wer Ahorn mit auffälliger Rindenzeichnung wünscht, pflanzt entweder den Rostbart-Ahorn (Acer rufinerve) oder den Rotstieligen Schlangenhaut-Ahorn (Acer capillipes). Beide haben Triebe mit auffällig weißen Längsstreifen. Auch der Zimtahorn (Acer griseum) fällt auf, wenn seine leuchtend zimtfarbene Rinde in papierdünnen Streifen vom Stamm abblättert.
  • Es gibt sogar eine Nutzpflanze: Der bekannte Ahornsirup wird vom Zuckerahorn (Acer saccharum) gewonnen. Verwendet wird der Rindensaft.
  • Hingegen ist der bis 30 m hohe Bergahorn (Acer pseudoplatanus) als Park- und Alleebaum verbreitet, für den Garten kommt die kleinere Sorte 'Brillinantissimum' mit lachsrosa bis goldgelben Blättern infrage. Der Bergahorn lieferte auch oft das Holz, wenn ein Möbel aus Ahornholz gefertigt ist.
  • In puncto Formen- und Farbenvielfalt ist der Fächer-Ahorn (Acer palmatum) unschlagbar. Von diesem Japanischen Ahorn gibt es alleine schon über 20 Sorten mit teilweise intensiv gefärbtem Laub. Aber auch der Rote Kolchische Ahorn (Acer cappadocicum 'Rubrum') hat ein tolles Farbspiel zu bieten, seine Blätter treiben rot aus, werden dann grün und im Herbst satt gelb. Der Baum wird allerdings knapp 15 m hoch.

Japanischer Ahorn: Was macht ihn so besonders?

Hinter dem "Japanischen Ahorn" verbergen sich zwei Arten: Der Japanische Ahorn (Acer japonicum) – das ist die ursprüngliche Wildart – und der Japanische Fächerahorn (Acer palmatum), ein enger Verwandter.

Japanischer Ahorn wächst langsam und vor allem die Sorten des Fächerahorns bleiben mit maximal 3,5 m klein. Das Laub ist grün, gelblich oder rot und tief geschlitzt. Besonders beeindruckend ist die Herbstfärbung, wenn die Blätter in allen erdenklichen Rot- und Orangetönen förmlich zu brennen scheinen. Klassenprimus dieser Disziplin sind Acer japonicum 'Aconitifolim', der Eisenhutblättrige Ahorn, und der Fächerahorn 'Osakazuki'. 

Welchen Standort braucht Ahorn?

Ahorn steht am liebsten sonnig oder halbschattig. Jeder normale, humose und wasserdurchlässige Boden ist ihm recht, solange es nicht zu kalkhaltig oder nass ist. Mischen Sie bei Lehmböden beim Pflanzen Sand und Kompost unter. Ahorn gibt es im Herbst wurzelnackt, als Ballen- und Containerware. Heben Sie das Pflanzloch 40 cm tief aus und lockern den Boden am Pflanzloch. Ein zu trockener Standort macht Ahorn für die Verticillium-Welke anfällig. 

Ahorn (Acer) Blatt

Ahorn wird oft an den tief gelappten Blättern erkannt, die sich im Herbst intensiv rot oder gelb färben.

Ahorn im Kübel pflanzen

Im Kübel sind eine hochwertige Kübelerde sowie eine gute Drainage wichtige Faktoren, schließlich soll es der Ahorn jahrelang darin aushalten. Besonders geeignet sind die Sorten vom Fächerahorn (Acer palmatum). Schützen Sie den Kübel im Winter mit einer Lage Noppenfolie und stellen ihn geschützt nah ans Haus. 

Welche Pflege braucht Ahorn?

Ahorn wurzelt flach, weshalb Sie vor Trockenperioden rechtzeitig wässern und unter dem Baum nicht hacken sollten. Mulchen Sie lieber. Hornspäne reichten im Frühjahr zum Düngen, bei sandigem Boden und im Kübel nehmen Sie mineralischen Depotdünger. Dieser wirkt schnell und über einen längeren Zeitraum. Japanischer Ahorn ist frostfest, seine frühen Austriebe sind aber spätfrostgefährdet. Bei Spätfrost kann ein Vlies Erfrierungen verhindern. 

Muss man Ahorn schneiden?

Ahorn kommt ohne regelmäßigen Pflegeschnitt aus, Korrekturschnitte sind aber im Sommer möglich. Bei Japanischen Arten können Sie auch lange, dünne oder vom Frost beschädigte Triebe im Mai etwas einkürzen.

Krankheiten beim Ahorn

Die Verticillium-Welke wird von einem Pilz ausgelöst und verstopft die Leitungsbahnen, sodass die Gehölze meist nicht mehr zu retten sind. Der Pilz dringt über Verletzungen der Wurzeln oder bodennaher Rindenpartien in die Pflanzen ein. Einzelne Triebe sterben innerhalb kurzer Zeit ab, während andere noch voll im Saft stehen.  Mit etwas Glück erholt sich der Ahorn nach einem Rückschnitt und anschließendem Umpflanzen. Bei falschem Standort sind viele Arten für Mehltau oder die Teerfleckenkrankheit anfällig, die aber meist nicht behandelt werden müssen.

Ahorn (Acer) Baum

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Ahorn

Zu viel Dünger, insbesondere zu stickstoffbetonter, geht beim Japanischen Ahorn auf Kosten der Herbstfärbung und macht die Gehölze empfindlicher. Leicht unterversorgte Pflanzen werden im Herbst leuchtender, weshalb Kübelahorn wegen des geringen Erdvolumens auch oft intensiver gefärbt ist. Düngen Sie im Zweifelsfall daher lieber weniger als zu viel.

Lust auf mehr? Weitere Pflanzen aus unserem Lexikon: