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Tomaten pflanzen

Tomate, Tomatenpflanze (Solanum lycopersicum)
© Colourbox / Insideportugal

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Tomaten – Obst oder Gemüse? Rein geschmacklich würden die meisten die Tomate wohl in die Kategorie Gemüse einordnen, so herzhaft wie sie schmeckt. Klassischerweise besteht Gemüse aber aus Blättern, Stielen oder Speicherorganen wie Wurzeln oder Zwiebeln. Botanisch könnte man meinen, dass es sich bei Tomaten um Obst handele, da sich die Frucht ganz klassisch aus der Blüte entwickelt und Samen ausbildet. Obst wächst generell aber an Bäumen und Sträuchern, die mehrjährig sind. Das sind Tomatenpflanzen bei uns jedoch nicht. So bleibt nur eine logische Schlussfolgerung: die Tomate ist ein Fruchtgemüse!

Sie stammt übrigens ursprünglich aus Südamerika. Schon vor über 2.000 Jahren soll die Tomate ein von den südamerikanischen Ureinwohnern geschätztes Nahrungsmittel gewesen sein, denn diese ahnten es sicherlich: Die Tomate ist sehr vitaminreich. Sie besitzt eine relativ hohe Menge an Vitamin B1 und Lycopin, das rote Pigment der Tomate. Der typische Tomatenduft stammt dabei nicht von der Frucht, sondern entweicht aus den behaarten Stielen der Strauchgewächse!

Tomatenpflanzen ziehen: Tomaten aussäen und pikieren

Ende März können Sie mit der Aussaat der Tomatensamen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus starten. Dazu können Sie entweder Samentüten aus dem Handel verwenden oder sogar die Samen aus Ihren gekauften Tomaten benutzen. Dabei besteht jedoch nicht die Garantie, dass die gleichen Früchte wie bei der Ursprungstomate entstehen, da es sich oft um Hybridpflanzen handelt. Das sind gekreuzte Arten unterschiedlicher Tomateneltern. Die Tochterpflanzen können daher andere Eigenschaften hervorbringen: Eventuell sind diese Pflanzen nicht so krankheitsresistent, vielleicht schmecken sie aber auch besonders gut – in jedem Fall ein spannendes Experiment für ambitionierte Hobby-Gärtner:innen. Kommerziell dürfen geschützte Sorten jedoch nicht vermehrt werden.

Bis maximal Ende April empfiehlt sich eine Aussaat von Tomaten. Wollen Sie später noch Tomaten ziehen, sollten Sie Jungpflanzen kaufen, damit genügend Blüten gebildet werden können und die Ernte auch reichhaltig ausfällt.

Für die Aussaat der Tomaten verwenden Sie bestenfalls Anzuchterde. Diese ist weitestgehend keimfrei, sodass eventuellen Auflaufkrankheiten (Pilzerkrankungen während der Keimphase) vorgebeugt wird. Und so geht’s:

  • Feuchten Sie das Substrat an.
  • Streuen Sie die Tomatensamen einzeln aus.
  • Sieben Sie eine Schicht Erde über die Samen und drücken Sie sie fest, da Tomaten Dunkelkeimer sind.
  • Stülpen Sie eine Folie, ein großes Glas oder eine durchsichtige Haube darüber und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass. Hierfür eignet sich ein Wasserzerstäuber.

Bei einer Umgebungstemperatur von 18 – 25 Grad Celsius keimen die Tomaten nach rund 10 – 12 Tagen. Achten Sie darauf, täglich die Folie kurz aufzudecken, um für genügend Luftaustausch zu sorgen.

Sobald sich zwei bis drei Blattpaare entwickelt haben, können Sie die Jungpflanzen pikieren, d. h. die Pflanzen werden vereinzelt und umgetopft. Dabei wird das Wachstum angeregt. Zum Pikieren der Tomaten eignet sich ein Pikierstab oder ein Besteckgriff. Gleiten Sie mit dem Pikierstab unter das Wurzelwerk der Pflanzen und heben Sie sie vorsichtig heraus. Jetzt können Sie die Tomatenpflanzen in größere Töpfe (Ø 9 cm) mit Kräuter- oder Blumenerde setzen. Tipp: Damit Ihre Pflanzen kräftig wachsen und weitere Wurzeln ausbilden können, sollten Sie die Tomaten beim Pikieren und auch beim späteren Umtopfen möglichst tief setzen.

Tomatenpflanzen werden im Mai in ein Hochbeet gepflanzt.
Junge Tomatenpflanzen müssen pikiert werden.
© Adobestock

Das Tomatenjahr im Überblick

  • Saattiefe: 0,5-1 cm
  • Keimdauer: 10-12 Tage
  • Pflanzabstand: 70-90 cm im Freiland, 60-70 cm im Beet
  • Gut kombinierbar mit: Knoblauch, Kohl, Kohlrabi
  • Schlecht kombinierbar mit: Gurke, Kartoffeln, Erbsen
  • Vorziehbar ab: Mitte bzw. Ende März
  • Auspflanzen ab: Mitte bzw. Ende Mai
  • Erntereif ab: Juli bis Oktober

Junge Tomaten einpflanzen

Wenn die Jungpflanzen eine Höhe von ca. 30 cm erreicht haben, ist es Zeit, sie ins Freiland zu pflanzen. Dies sollte jedoch erst nach den Eisheiligen im Mai geschehen, damit es die Tomaten warm genug haben. Tipp: Indem Sie die Pflanzen vor dem Aussetzen etwas austrocknen lassen und dann großzügig angießen, wird das Wachstum angeregt.

Lockern Sie den Boden rund um die Tomate vor dem Auspflanzen etwas auf und heben Sie die einzelnen Pflanzlöcher etwa doppelt so groß wie die Wurzelballen der Tomatenpflanzen aus. Setzen Sie Ihre Tomaten bis zum ersten Blattpaar tief hinein, um den Stamm zu mehr Wurzelwachstum anzuregen. Entfernen Sie die Keimblätter Ihrer Pflanzen und reichern Sie den Boden mit etwas Kompost an. Bei mehreren Tomaten empfiehlt sich ein Pflanzabstand von mindestens 60 – 70 cm. Nachtschattengewächse wie Tomaten können einander unterirdisch “in die Quere“ kommen. Dann werfen sie Blüten ab oder verkümmern.

Tipp: Setzen Sie Basilikum zu Ihrer Tomate in den Topf. Die beiden Pflanzen schützen einander vor unfreundlichen Insekten und Krankheiten. Gleichzeitig entsteht eine kleine Lebensgemeinschaft für Tiere: Während die Blüten der Tomate von Hummeln und Nachtfaltern bestäubt werden, zieht Basilikum Bienen, Wildbienen und andere Insekten an.

Junge Tomaten in Töpfen, bereit zum Pflanzen
Junge Tomaten benötigen einen Standort mit viel Sonne, um kräftig wachsen zu können.
© Adobe Stock / vaivirga

Standort und Boden

Grundsätzlich lassen sich Tomatenpflanzen beinahe überall platzieren: im Hochbeet, im Gartenbeet, auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Oft wachsen Tomaten im Kübel mit frischer Erde sogar noch besser, da man hier keine schädlichen Wurzelnematoden wie in der Gartenerde befürchten muss. Die Erde sollte dabei humos, nährstoffreich und locker sein.

Achten Sie während der gesamten Keim-, Wachstums- und Fruchtphase auf einen hellen, windgeschützten Standort mit ausreichend Sonne. Tomaten benötigen für ihr Wachstum viel Licht, ansonsten vergeilen sie. Das heißt, sie entwickeln sehr lange, instabile Triebe mit kleinen Blättern. Auch bei einer Temperatur von unter 16 Grad Celsius oder über 27 Grad Celsius leiden Ihre Tomaten. Sie stellen das Wachstum ein und tragen weniger Früchte. Ideal ist deshalb ein Standort in Süd-, Ost- oder Westlage mit einem möglichst nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Um Staunässe durch Regenwasser zu vermeiden, ist es sinnvoll einen überdachten Standort zu wählen. So können Sie Pflanzenkrankheiten wie Tomatenfäule vorbeugen.

Auf dem Balkon: Tomaten pflanzen

Auch ohne Garten oder Terrasse lassen sich Tomaten ziehen. Es gibt viele kompakte Sorten (z. B. Buschtomaten), die im Kübel auf dem Balkon gedeihen. Blumenkästen sollten Sie jedoch vermeiden, da Tomaten oft tiefwurzeln und entsprechend viel Platz im Topf benötigen. Hochwachsende Tomaten (z. B. Stabtomaten) fühlen sich in einem Kübel mit 30 bis 40 cm Durchmesser und einer Rankhilfe am wohlsten. Sie eignen sich für größere Balkone oder Terrassen. Tipp: Stellen Sie Tomaten nicht zu nah nebeneinander, sonst behindern sie sich gegenseitig im Wachstum und im Ertrag.

Pflege von Tomatenpflanzen

Tomaten sind sehr durstige Pflanzen – sie benötigen regelmäßig viel Wasser und einen vollsonnigen Standort. Sobald die Wurzeln der Tomatenpflanzen gut angewachsen sind, können Sie sie auch etwas sparsamer gießen. Der optimale Zeitpunkt für eine neue Wasserzufuhr ist gekommen, wenn die Pflanzen ihre Blätter hängen lassen. Achten Sie beim Gießen darauf, die Tomaten immer von unten zu bewässern, ohne die Blätter zu benetzen.

Je nach Tomatensorte unterscheidet man zwischen einem sogenannten determinierten und einem indeterminierten Wuchs. Zu ersteren zählen beispielsweise Buschtomaten wie die Sorte 'Vilma', die eher in die Breite als in die Höhe wächst und auch irgendwann ihr Höhenwachstum einstellt. Tomatenpflanzen mit unbegrenztem Wachstum (indeterminiert, z. B. Stabtomaten) wachsen zwar nicht bis in den Himmel, können jedoch bis zu vier Meter hoch werden, wenn der Hauptstrang der Tomaten an eine entsprechende Kletterhilfe (Tomatenspirale) angebunden wird. Bekannt ist hier die Sorte 'De Bereao'.
Um hochwachsenden Tomaten einen stabilen Wuchs zu ermöglichen, benötigen sie eine Rankhilfe. Hierfür eignet sich Robinienholz, klassische Tomatenspiralen oder Rankgitter.

Das regelmäßige Ausgeizen gehört ebenfalls zur richtigen Tomaten-Pflege. Hierbei werden die kleinen Triebe, die in den Blattachseln zwischen Hauptstamm und Seitentrieben wachsen, rausgeknipst, damit die gesamte Energie in die Ausbildung der Blüten und somit in qualitativ bessere Früchte gesteckt wird. Das gilt jedoch nur für Stabtomaten und nicht für Busch- oder Strauchtomaten.

Egal, für welche Tomatensorte Sie sich letztendlich entschieden haben: Achten Sie beim Ausgeizen darauf, dass die Bruchstellen kein Wasser abbekommen und schnell abtrocknen. Tomatenpflanzen sind nämlich sehr anfällig für Pilzerreger, die die Bruchstellen mit Hilfe von Wasser als Eintrittspforte nutzen könnten. Fürs Ausgeizen greifen Sie mit Daumen und Zeigefinger den Geiztrieb und biegen ihn so stark seitlich, dass er abbricht. Mit einer Schere oder einem Messer brauchen Sie hierbei nicht arbeiten. In der Regel werden die Triebe von Juni bis September wöchentlich ausgegeizt.

Tomatendünger - darauf sollten Sie achten

Nährstoffe sind für Pflanzen genauso wichtig wie Licht und Wasser. Tomaten gelten als sogenannte Starkzehrer, das heißt, sie entziehen dem Boden besonders schnell viele Nährstoffe. Deshalb ist es sinnvoll Tomaten regelmäßig (alle 14 Tage) zu düngen, sobald sie anfangen Blüten zu bilden – insbesondere, wenn es sich um Kübelpflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse handelt. Im Fachhandel gibt es flüssigen Tomatendünger, aber auch selbst hergestellte Brennnesseljauche eignet sich hervorragend als Nährstoffversorgung.

Wichtig ist die richtige Konzentration an Stickstoff, Kalium und Spurenelementen. Passen Sie die Düngerdosierung an den jeweiligen Zustand Ihrer Tomate an: Ein Indiz für Nährstoffmangel bei Tomatenpflanzen können beispielsweise gelbe Blätter sein. Kräftige, dunkelgrüne Blätter sprechen dagegen für gesunde Tomaten und benötigen seltener Dünger. Bei einem Calcium-Mangel werden die Blätter der Tomate nekrotisch (braun und trocken) und die Tomatenfrucht bekommt braune Stellen, die verkorken können.

Auch die Blütenendfäule, die entweder die Blüten faulen lässt oder zu braunen Ansatzstellen an der Frucht führt, entsteht aufgrund von Nährstoffmangel. Tipp für Freiland-Tomaten: Reichern Sie bereits im Herbst das Beet mit reifem Kompost an, so haben Sie im Frühjahr einen besonders nährstoffreichen Boden zur Verfügung.

Tomaten schneiden

Ihre Tomatenpflanze wächst und wächst jeden Tag mehr in die Höhe und hat langsam ein unhandliches Maß überschritten? Dann können Sie die Spitze des Haupttriebs ruhig kappen. Große Tomaten werden Sie sowieso eher im unteren Bereich ernten. Auch können Sie die unteren Blätter an Ihrer Tomatenpflanze abschneiden, da der Großteil der Photosynthese mit dem oberen Blattwerk erfolgt. Positiver Nebeneffekt: Die Blätter und Tomaten erhalten mehr Sonne und die Gefahr von Schimmelerkrankungen nimmt zusätzlich ab.

Tomatensorten: eine Übersicht

Schätzungen zufolge existieren weltweit mehr als 10.000 verschiedene Tomatensorten. Um bei dieser Vielfalt den Überblick zu behalten, werden Tomaten in verschiedene Gruppen unterteilt. Eine offizielle Typisierung gibt es nicht, in der Regel wird nach Größe, Form, Verwendung und Wuchstyp unterschieden. Die Übergänge zwischen den Tomatensorten sind dabei fließend. Eine beliebte Unterteilung ist die folgende:

  • Stabtomaten
  • Busch- bzw. Strauchtomaten
  • Salattomaten
  • Kirsch- oder Cherry-Tomaten
  • Cocktailtomaten
  • Roma-Tomaten und San-Marzano-Tomaten
  • Fleischtomaten
  • Wildtomaten
Tomaten: Verschiedene Sorten in einer Kiste
Tomaten: die Vielfalt an verschiedenen Sorten ist sehr groß.
© Adobe Stock / Ina Peters Photographie/Stocksy

Stabtomaten zählen mit 70 % des Weltanbaus zu den verbreitetsten Tomatensorten. Sie wachsen sehr hoch und bilden bis zum Herbst ständig neue Blüten. Deshalb benötigen sie Rankhilfen und müssen regelmäßig ausgegeizt werden.

Die kompakten Busch- oder Strauchtomaten sind reich verzweigt und wachsen in die Breite statt in die Höhe. Deshalb eignen sie sich als Kübelpflanzen für den Balkon, bilden jedoch nur ca. halb so viele Früchte wie Stabtomaten.

Salattomaten gelten als besonders saftig und bilden meist mittelgroße, runde Früchte aus.

Kirsch- oder Cherry-Tomaten sind die Minis unter den Tomatensorten: Die sehr kleinen Früchte wiegen maximal 20 g, schmecken meist sehr süß und bieten sich als Nasch- oder Snacktomaten an.

Als Cocktailtomaten zählen alle kleinwüchsigen Sorten, deren Früchte zwischen 20 g und 60 g wiegen. Sie schmecken sehr aromatisch, bilden viele Früchte aus und können in Töpfen und Kübeln gezogen werden.

Während sich Roma-Tomaten (auch “Eiertomaten“ genannt) durch ihre wenigen Kerne gut zum Einmachen und Kochen von Saucen eignen, bestechen die großen San-Marzano-Tomaten durch ihr festes, sehr trockenes Fruchtfleisch, das sie zu beliebten Grilltomaten macht.

Fleischtomaten sind die Schwergewichte unter den Tomaten: Sie haben sehr große Früchte und können bis zu 1 kg schwer sein. Deshalb benötigen Fleischtomaten sehr viel Wärme und Licht zum Wachsen.

Die robusten und widerstandsfähigen Wildtomaten sind naturbelassene Arten, die sich allein durch natürliche Selektion an ihren Lebensraum angepasst haben. So sind sie oft besonders resistent gegen Schädlinge und pflegeleichter als ihre Verwandten.

Grüne Tomaten nachreifen lassen

Wenn der Herbst es nicht schafft, Ihre Tomaten ausreifen zu lassen, weil die Sonne einfach nicht ausreichend scheint, dann pflücken Sie die Tomaten zum Nachreifen! Sie sollten jedoch auf keinen Fall die grünen oder halbgrünen Tomaten verzehren, weil sie in diesem Zustand den Bitterstoff Solanin in sich tragen, der giftig ist und zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Sind die Tomaten noch komplett grün und hart, wird ein Nachreifen leider nicht funktionieren. Sind die Tomaten jedoch schon leicht rötlich gefärbt, können Sie sie auf der Fensterbank bei Zimmertemperatur ganz leicht nachreifen lassen. Eine Schale mit Bananen oder Äpfeln in unmittelbarer Nachbarschaft beschleunigt den Reifeprozess, da diese das Reifegas Ethylen verströmen.

Tomatenpflanzen überwintern

In Regionen, in denen es wärmer ist, wachsen Tomatenpflanzen oft mehrjährig und tragen dann auch jedes Jahr neue Früchte. Bei uns gelingt das leider nicht. Selbst Tomatenpflanzen, die durch Züchtung kleinwachsend sind und somit theoretisch für ein Überwintern sinnvoll erscheinen würden, überstehen die Zeit im Haus nicht. Es ist schlicht zu dunkel und kühl bei uns. Außerdem sind die Pflanzen in der Zeit auch sehr anfällig für Krankheiten.

Tomatenhaus mit erntereifen Früchten
Ein spezielles Pflanzengewächshaus schützt empfindliche Tomatenpflanzen vor Wind und Regen.
© Beckmann KG

Krankheiten von Tomatenpflanzen

Tomaten werden recht häufig von Krankheiten und Schädlingen befallen. Dazu gehören vor allem Pilzerkrankungen wie die häufig vorkommende Braun- und Krautfäule (Phytophthora), Alternaria und Echter Mehltau. Aber auch der Tomatenmosaikvirus, Spinnmilben, Minierfliegen und auch die Weiße Fliege befallen die Pflanze. Der beste Schutz, um Tomatenkrankheiten und -schädlingen vorzubeugen, ist ein trockener Standort. Stellen Sie die Tomatenpflanzen unter ein Dach, sodass sie keinen Regen auf die Blätter bekommen, denn das macht sie anfällig. Gießen Sie daher auch immer nur am Stammansatz. Suchen Sie Ihren Pflanzen außerdem ein sonniges und windgeschütztes Plätzchen.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Tomatenpflanze

Greifen Sie ruhig mal zu einer Samentüte mit Tomatensamen und machen Sie sich ans Werk! Die Vielfalt der Sorten ist riesig! Die Mühe der Aufzucht wird sich lohnen, denn der Geschmack ausgereifter Tomaten ist ein ganz anderer, als der von Tomaten aus kommerziellem Anbau im Gewächshaus. Das liegt nicht nur daran, dass Sie bei sich im Garten die Tomaten bei Vollreife ernten können, sondern Ihre Tomaten auch einem natürlichen Klima ausgesetzt sind. Das bedeutet, dass Wind, UV-Strahlung und auch Insekten Ihre selbstgezogenen Tomaten zur Ausbildung von wertvollen Inhaltstoffen wie zum Beispiel Anthocyanen und Flavonoiden veranlassen. Sie sind ein Schutzmechanismus der Pflanze, der dem Menschen beim Verzehr sehr zugute kommt.

Das ist im Übrigen auch der Grund, warum Ketchup und Tomatenmark voller guter Inhaltsstoffe ist, wenn man die zuckerreduzierte Variante wählt. Diese Tomatenprodukte werden nämlich aus Freilandtomaten hergestellt. Extra-Tipp: Verwenden Sie auch mal die alten Tomatensorten! Diese weisen häufig besonders schöne und seltene Fruchthautfärbungen und Geschmacksrichtungen auf. Es gibt mittlerweile viele Vereine zur Erhaltung alter Nutzpflanzen, die Samen versenden.

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