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Rosenkohlpflanze, Rosenkohl

Rosenkohl in der Erde

Steckbrief

Pflanzenname
Rosenkohl
Erntezeitpunkt
Januar Februar März September Oktober November Dezember
Botanischer Name
Brassica oleracea convar. oleracea var. gemmifera
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
wintergrün
Pflanzenfamilie
Kreuzblütengewächse
Pflanzengröße
von 50 cm bis 80 cm
Herkunft
Europa, Südeuropa, heimische Wildstaude
Pflanzzeit
April Mai Juni
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
März April Mai Juni
Pflanzentyp
Beetpflanzen Gartenpflanzen Gemüsepflanzen Nutzpflanzen wintergrüne Pflanzen winterharte Pflanzen zweijährige Pflanzen
Gartenstil
Bauerngarten Cottage-Garten Gemüsegarten Nutzgarten Selbstversorger-Garten
Pflege
düngen, Triebspitze kappen, mulchen, auf Schädlinge achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Juni Juli
Vermehrung
Aussat
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
humos lehmig locker mäßig feucht nährstoffreich
Blattform
eiförmig, elliptisch
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Echter Mehltau Falscher Mehltau Kohlweißling Schnecken Weiße Fliege
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Rosenkohl aussäen und anbauen
Rosenkohl düngen, Rosenkohl pflegen
Der richtige Rosenkohl-Standort
So beugen Sie Schädlingen beim Rosenkohl vor
Rosenkohl: Zubereitung und richtig putzen

Rosenkohl, auch Sprossenkohl genannt, ist eines der Vitamin-C-reichsten Gemüse, das diese Jahreszeit zu bieten hat. Seinen ursprünglichen Namen "Brüsseler-Kohl" hat er tatsächlich der Stadt Brüssel zu verdanken - dort wurde das Wintergemüse erstmals angebaut. Die Röschen (Knospen) schmecken leicht nussig und erhalten durch eine Frostperiode einen angenehm süßlichen Geschmack. Das Kohlgewächs kann, je nach Sorte, bis zum März im Freien stehen. Falls Sie nicht alle Röschen ernten, werden daraus Sprossen die im Sommer gelbe Blüten tragen. Rosenkohl überzeugt mit seiner einfachen und dennoch abwechslungsreichen Zubereitung. Egal ob als Beilage, Hauptgericht, vegetarisch, als Auflauf oder Suppe - die Rezepte-Vielfalt beim Rosenkohl ist groß!

Rosenkohl aussäen und anbauen

Rosenkohl können Sie entweder direkt ins Beet säen oder in der Wohnung vorziehen. Ab April sind im Handel auch vorgezogene Jungpflanzen erhältlich. Von der Aussaat bis zur Ernte kann es übrigens fast ein halbes Jahr dauern.

Bereits im März können Sie mit dem Vorziehen des Rosenkohls beginnen:

  • Dazu werden die Samenkörner rund einen Zentimeter tief in Anzuchterde gesteckt.
  • Es dauert ca. zwei Wochen bis sich die ersten kleinen Rosenkohl-Pflanzen zeigen.
  • Für die Keimung sind Temperaturen von 15 bis 20 Grad Celsius optimal.
  • Anschließend muss der Sprossenkohl vereinzelt werden. Hierfür werden die Keimlinge aus dem Anzuchtgefäß genommen und in einzelne Töpfe mit reichhaltiger Bioerde gesetzt, da man beim Anbau von Nutzpflanzen lieber auf eine Düngung mit Kunstdünger verzichten sollte.
  • Von Mitte April bis spätestens Ende Juni dürfen die kräftigsten Jungpflanzen in ein nährstoffreiches Gemüsebeet umsiedeln. Der Pflanzabstand sollte dabei rund 50 bis 60 Zentimeter betragen. 

Rosenkohl düngen, Rosenkohl pflegen

Rosenkohl gehört zu den Starkzehrern im Gemüsegarten. Diese Pflanzengruppe entzieht dem Boden für das Wachstum und die Ausbildung der Früchte reichlich Nährstoffe. Rosenkohl bevorzugt daher einen lehmhaltigen und gut gedüngten Boden. Ideal ist es, das Beet bereits im Herbst vor der Aussaat und Pflanzung mit Kompost anzureichern. Sobald sich die ersten Röschen ausbilden, sollten Sie alle 14 Tage mit Biodünger oder Brennnessseljauche für eine zusätzliche Nährstoffgabe sorgen.

Außerdem ist regelmäßiges Gießen für ein gesundes Wachstum entscheidend. In sehr heißen Sommern kann der Boden mit einer Mulchschicht aus angetrocknetem Rasenschnitt vor dem Austrocknen geschützt werden. Sind die ersten Röschen am Strunk herangewachsen, kappt man die Triebspitze. So fließt alle Kraft in die Ausbildung der vorhandenen Röschen und nicht in das Blattwerk. Gelbe Blätter oder faulige Röschen gegebenenfalls regelmäßig entfernen. 

Rosenkohl

Gesund und nährstoffreich: Rosenkohl enthält Vitamin C und viele Ballaststoffe.

Der richtige Rosenkohl-Standort

Als Standort bevorzugt der Rosenkohl einen windgeschützten sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten. Manche Exemplare können bis zu einem Meter hoch werden. Daher empfiehlt es sich, den Rosenkohl mit einem Stab zu unterstützen. Im Winter braucht er keinen zusätzlichen Schutz. Rosenkohl verträgt Frost von bis zu -10 Grad Celsius. Bei starkem Schneefall können die Pflanzen vorsichtig abgeschüttelt werden, damit sie unter der Schneelast nicht abknicken. 

So beugen Sie Schädlingen beim Rosenkohl vor

Beim Rosenkohl gibt es so einige Schädlinge, mit denen man rechnen muss: Kohlfliege, Blattläuse, Kohlhernie, Erdflöhe, Kohlweißling, Schnecken und Mehltau können auftreten. Aber nicht nur der Rosenkohl, alle Kohlgewächse sind anfällig für diese Schadbilder. Vorbeugen ist hier die beste Medizin: Achten Sie stets darauf, den Rosenkohl nicht mehrmals am selben Standort anzubauen. Rosenkohl laugt dem Boden stark aus. Damit sich die Erde wieder erholen kann, ist eine Ruhephase und ein Wechsel der Fruchtfolge ratsam: Um die sogenannte "Bodenmüdigkeit" zu vermeiden, sollten drei Jahre vergehen, bevor auf einem Beet wieder ein Kohlgewächs angepflanzt wird. 

Eine Mischkulturpflanzung kann ebenfalls helfen, die Krankheiten fern zu halten. Gute Partnerpflanzen sind Spinat, Gurken, Erbsen, Rettich oder Sellerie. Eine weitere Möglichkeit ist die gezielte Nützlingsförderung durch Blumenwiesen oder Insektenhotels. Vor allem Schlupfwespen und Marienkäfer schätzen die Larven der Weißen Fliege als "Leckerbissen". Das Abdecken der Kohl-Pflanzen mit Gemüseschutznetzen kann ebenfalls vorbeugend helfen, was dann leider aber auch die Nützlinge von den Pflanzen abhält. Wir empfehlen eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen, um einen Befall möglichst früh zu erkennen und entsprechend zu handeln. 

Rosenkohl: Zubereitung und richtig putzen

Je nachdem für welche der zahlreichen Kohlsorten Sie sich entschieden haben, kann schon im Herbst die erste Rosenkohl-Ernte eingefahren werden. Die Röschen sind reif, wenn sie ungefähr die Größe einer Walnuss erreicht haben. Vom Strunk werden sie am einfachsten geerntet, indem man sie nach unten hin herausbricht. Anschließend werden die Röschen geputzt.

So putzen Sie den Rosenkohl:

  • Die einzelnen Röschen gut in frischem Wasser waschen.
  • Den Strunk großzügig abschneiden, sodass sich die äußeren Blätter entfernen lassen.
  • Zum Schluss den Strunk kreuzweise einschneiden. Da dieser fester ist als die Blätter, gart er dadurch gleichmäßig mit dem Rest der Röschen.

Die Zubereitung variiert von Gericht zu Gericht, doch die Basis ist letztlich immer der gekochte Rosenkohl: Dafür geben Sie die Röschen in kochendes Salzwasser, nach rund 15 bis 20 Minuten sind diese gar. Sie sollen immer noch bissfest sein. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken, damit die Farbe erhalten bleibt.

Rosenkohl in der Erde

SCHÖNER WOHNEN Tipp zum Rosenkohl

Rosenkohl lässt sich nach dem Kochen in Salzwasser prima einfrieren. So haben Sie stets eine Vitamin-C-Bombe im Kühlfach griffbereit. Egal ob als Rosenkohlauflauf oder Rosenkohlsuppe - dieses Gemüse ist viel abwechslungsreicher in seiner Zubereitung, als es auf den ersten Blick scheint. Noch dazu ist Rosenkohl ballaststoffreich und hat kaum Kalorien - ein gesundes Schlankmacher-Gemüse!

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